Pegida: der neue Antiislamismus?

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landcruiser.
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitrag von landcruiser. »

Kuno hat geschrieben:Angenommen, Ihr Land wird in einen Krieg verwickelt – wären Sie bereit, für Ihre Heimat zu kämpfen?».

In der Schweiz wären nach der Umfrage etwa 39% der Bevölkerung bereit, für ihre Hemat zu kämpfen. In Deutschland wären es nach derselben Umfrage gerade noch 18%...
Vernunft setzt sich eben langfristig durch.

Oder auch: Inzwischen haben viele begriffen, dass es keinen Sinn macht anderen Leuten, die man nicht kennt und gegen die man nichts hat, im Auftrag einer "Regierung" den Schädel einzuschlagen oder diese auf subtilere Art aus dem Leben zu befördern.
Hazi
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitrag von Hazi »

Ich sehe das eher so, dass die Schweizer Heimat noch als Heimat ansehen u. dafür kämpfen würden.
Denn die Frage war ja: Ihr Land wird in einen Krieg verwickelt....
Vllt. ist das mittlerweile fehlende Heimatgefühl in Deutschland die Ursache für die Entstehung u. dem Zulauf zur Pegida u. deshalb nur die 18%.
landcruiser.
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitrag von landcruiser. »

Hazi hat geschrieben: Denn die Frage war ja: Ihr Land wird in einen Krieg verwickelt....
Das ist die Krux mit den Formulierungen bei solchen Umfragen.

Die Formulierung
Ihr Land wird in einen Krieg verwickelt
heißt ja nicht zwangsläufig: "Ihr Land wird angegriffen."

Denke dann (wenn es um die Verteidigung der Heimat geht) sähen die Quoten bei beiden Ländern anders aus.
Turi
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitrag von Turi »

Hallo Landcruiser
Oder auch: Inzwischen haben viele begriffen, dass es keinen Sinn macht anderen Leuten, die man nicht kennt und gegen die man nichts hat, im Auftrag einer "Regierung" den Schädel einzuschlagen oder diese auf subtilere Art aus dem Leben zu befördern.

genau das ist bei der Schweiz der Unterschied, darum die 39 % und nicht 18, die gehen nicht in ein anderes Land um wie Du sagst, den Leuten den Schädel einschlagen.

Hier geht es um Landesverteidigung und die hört in der Regel an der Landesgrenze auf.

Ich würde auch nie für irgend ein Land in den Krieg ziehen, resp. über unsere Landesgrenzen raus.
Aber Haus und Hof und dazu gehört eben auch das Land, das einem Haus und Hof sichert, sollte man mit allen Mitteln verteidigen dürfen, ganz ohne schlechtes Gewissen haben zu müssen :wink: .
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
landcruiser.
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitrag von landcruiser. »

Turi hat geschrieben:
Hier geht es um Landesverteidigung ...
Nö, ich denke nicht. Siehe mein Text genau vor deinem.
Hazi
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitrag von Hazi »

Der Satz ging ja noch weiter:

ZITAT:
- wären Sie bereit, für Ihre Heimat zu kämpfen?»

Betonung auf das Wort "FÜR".
Wenn man in ein anderes Land geht um zu dort zu kämpfen, kämpft man ja nicht für die Heimat, sondern für die Unterstützung dieses jeweiligen Landes.
landcruiser.
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitrag von landcruiser. »

Spätestens seitdem einige Politiker meinen, dass die deutschen Grenzen am Hindukusch verteidigt werden müssen, hat der Begriff der "Verteidigung der Heimat" eine neue "Dimension" bekommen.

Mag jetzt überspitzt klingen, aber ich denke wenn die Frage gelautet hätte

"Wenn ihr Heimatland angegriffen wird, wären Sie dann bereit für ihre Freiheit zu kämpfen?" (o.s.ä.)

wären die Antworten vermutlich anders ausgefallen.

Das es trotzdem einen Unterschied zwischen D und CH geben würde, will ich nicht bestreiten.

Abgesehen davon halte ich diese Art der Auseinandersetzung zwischen zivilisierten Menschen (d.h. auf beiden Seiten!) für nicht akzeptabel.
Wolfgang K
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitrag von Wolfgang K »

Um noch mal auf Pegida zu kommen.

Mir war der Begriff „Antiislamismus“ schon vor eine par Woche aufgefallen, zuerst bei Herrn Augstein, den ich nicht nur wegen seiner politischen Einstellung, sondern auch wegen seiner Eindimensionalität wirklich überhaupt nicht schätze.

Die Frage nach dem Begriff habe ich hier im Forum gezielt gestellt, denn es würde sich doch lohnen Antiislamismus (Im Sinne von Ablehnung von Islamismus) und Fremdenfeindlichkeit oder generelle Verurteilung einer Religion und ihrer Angehörigen voneinander zu trennen.

Selbst wenn es klar wäre, dass es bei Pegida ursprünglich wirklich um eine klare Kannte gegen Islamismus ging, so ist der Zug abgefahren wohl doch abgefahren und die ganzen Politesoteriker haben schon übernommen.

In der FAZ ist ein schöner Artikel dazu:
Zeitgenossen, die nicht erkennen wollen, dass eigentlich hinter allem – 11. September, Krim, Euro-Krise, Ölpreis, Abschaffung des Abendlandes – der amerikanische Jahrtausendplan zur Beherrschung der Welt steckt, werden zu Idioten oder willigen Helfern der CIA deklariert.
(Köstlich, woher kenn' ich das bloß :mrgreen: )
Doch ist es wirklich „das Volk“, das da Gift und Galle speit? Die große Mehrheit hat offensichtlich immer noch Besseres zu tun, als tagsüber auf Pegida-Demonstrationen zu gehen und nachts Hasstiraden in den Computer zu hacken. Die Besitzer der Wahrheit können selbstverständlich auch das erklären: Die breite Masse lasse sich einfach immer noch zu sehr von der „Lügenpresse“ und den „Mainstream“-Parteien steuern. Das zu erkennen ist natürlich nur wenigen vorbehalten: einer Elite, die alle anderen Eliten verteufelt.
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 52769.html

Bleibt noch anzumerken, dass die Esoteriker aus Herrn Augsteins Lager sich auch schon eingeschossen haben und dankbar sind für ein neues Objekt, an dem man seinen „Antifaschismus“ demonstrieren kann, obwohl man sich doch in vielem so ähnlich ist.

Jedenfalls bin ich mir sicher, dass ich mit dem Versuch irgendwelche Unterscheidungen zwischen Islamismus, Islam und irgendwelchen Flüchtlingsthemen zu treffen auf einer Pegida-Demo als auch auf der Gegendemo recht einsam wäre. Alles in einen Topf und druff!

Ergebnis ist viel Lärm in Medien, Talkshows und Zeitungsforen aber leider auch wieder eine vertane Chance einen sachlichen öffentlichen Diskurs über anstehende Probleme zu führen.

Grüße
Wolfgang
landcruiser.
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitrag von landcruiser. »

Wolfgang K hat geschrieben:Jedenfalls bin ich mir sicher, dass ich mit dem Versuch irgendwelche Unterscheidungen zwischen Islamismus, Islam und irgendwelchen Flüchtlingsthemen zu treffen auf einer Pegida-Demo als auch auf der Gegendemo recht einsam wäre. Alles in einen Topf und druff!

Ergebnis ist viel Lärm in Medien, Talkshows und Zeitungsforen aber leider auch wieder eine vertane Chance einen sachlichen öffentlichen Diskurs über anstehende Probleme zu führen.

Grüße
Wolfgang
Genau auf den Punkt gebracht!
schnorr
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitrag von schnorr »

Widerstand gegen Pegida: Der Kölner Dom macht das Licht aus
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 11385.html
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
weiland alex
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitrag von weiland alex »

Hallo an Alle,
ich denke mal, dass der grosse spontane Zulauf, den die Pegida inzwischen hat - und - noch weiter in grösserem Maße haben wird,viele Gründe hat. Die masslose Ignoranz vieler unserer Politiker gegenüber den tatsächlich schon bestehenden Problemen in unserer Gesellschaft, welche aufgrund der extremen Einwanderung in unser Land entstanden sind und in noch viel stärkerem Mase entstehen werden , machte eine Entstehung von Pegida erst möglich - Gott sei Dank - weil schon lange ÜBERFÄLLIG !Ich gehöre nicht zu den Leuten, welche Hilfesuchenden Schutz verwehren würden, nur was momentan in stetig steigenden Ausmaß abläuft ist etwas ganz anderes.Ich bin beruflich sehr viel in ganz Deutschland unterwegs und spreche oft mit allen möglichen Leuten aus allen möglichen gesellschaftlichen Schichten - was man da zu hören und auch zu sehen kriegt, bestätigt und begründet die Entstehung von Pegida.
Es gibt inzwischen leider in vielen Grosstädten Deutschlands Wohnviertel, in die man sich als anständiger älterer Mensch nicht mehr zu gehen traut. Ich würde inzwischen jeden ,der immer noch sagt - alle Flüchtlinge reinlassen u.s.w. dazu verpflichten, in einem dieser Ghettos für mindestens 4 Wochen zu leben - wetten dass JEDER seine Meinung ändern würde!
Und nun zum Islam - ich persönlich respektiere jede Religion, aber was eben in den letzten Jahren nur vom Islam zu hören und zu sehen war, sind irrsinnige Greueltaten( Selbstmordattentate auf Märkten, in Schulen,Wohngegenden,Kopfabschneiden und dabei noch mitfilmen und sonst noch eine unendliche Liste mehr von vollkommen sinnlosen Greueltaten.
Hat sich schon mal auch nur ein muslimischer Oberhirte dagegen öffentlich abgewendet b.z.w. diese unendliche Liste der begeangenen Greuel öffentlich verurteilt. . . leider NEIN ! ! !
Alex
Wolfgang K
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitrag von Wolfgang K »

Alice Schwarzer kritisiert in einem Artikel genau die Vermischung zweier paar Schuhe:

http://www.aliceschwarzer.de/artikel/si ... ten-318215
Und das Kopftuch? Sieben von zehn Musliminnen in Deutschland haben „noch nie“ eines getragen! Ja, selbst jede Zweite unter den „stark Gläubigen“ hat „noch nie“ ein Kopftuch getragen - und der Rest trägt es auch keineswegs immer, sondern so manche nur „manchmal“. Kann die Bejahung des Kopftuches (für Lehrerinnen in weltlichen Schulen!) also als „Wegmarkung für gesellschaftliche Akzeptanz“ von Menschen im muslimischen Kulturkreis gelten? Gewiss nicht.

Die eingangs zitierte „wissenschaftliche Studie“ des „Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung“ an der Humboldt-Universität ist also ein Paradebeispiel für das Verwirrspiel zwischen „Islam“ und „Islamismus“, sie ist wissenschaftlich unseriös und manipulativ. Denn sie setzt die berechtigte Kritik am Islamismus, dessen Flagge seit Khomeinis Machtergreifung im Iran 1979 das Kopftuch ist, gleich mit einer Kritik am gesamten Islam, ja mehr noch: mit der fremdenfeindlichen Nicht-Akzeptanz aller Muslime. Die Mehrheit dieser Muslime aber dürfte sich herzlich dafür bedanken. Schließlich sind sie die ersten Opfer der Islamisten.
Ein Volltreffer, Frau Schwarzer!

Ich bin heute Abend mal gespannt, ob im ZDF sich jemand zu den Morden in Paris äußern darf, oder man ihm auch das Wort abschneidet,denn er sei intolerant und antiislamistisch.

Ich denke wir gehen zumindest medial stürmischen Zeiten entgegen.

Grüße
Wolfgang
weiland alex
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitrag von weiland alex »

Na, wie wir heute leider sehen müssen: die Furcht vor der Islamisierung hat seine volle !!! Berechtigung - wer etwas anderes sagt ignoriert ALLES.
Die Aufhetzer des Islam sind vor weit mehr als 400 Jahren stehen geblieben - vor den Toren Wiens etwa . . .
Alex
Hazi
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitrag von Hazi »

Lt. Lothar de Maiziere ist hier ja alles anders. Der Graben zwischen Muslime u. Christen ist ja in Frankreich viel größer als hier.
Und -jetzt kommt's:
"Wir haben keinerlei Hinweis auf ähnliche Anschläge hier in Deutschland"

Na, das ist ja beruhigend.
Allerdings wurde wieder mal die Pegida angesprochen, so nach dem unterschwelligen Hinweis, dass solche Demos Anschläge provizieren könnten.
Heißt auf gut deutsch:
Haltet die Klappe, lasst euch alles gefallen, damit nur kein Anschlag erfolgt.
Naja, so weit ist Frankreich ja nicht. Vllt. flüchten die Täter nach Deutschland u. bitten um Asyl.
Kuno
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitrag von Kuno »

Hazi hat geschrieben:"Wir haben keinerlei Hinweis auf ähnliche Anschläge hier in Deutschland"
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Her de Maiziere tatsaächlich keine Hinweise hat. Es würde sich etwas mit früheren Aussagen (nicht unbedingt von ihm) decken, in denen man uns dargestellt hat, dass schon X Anschläge dank der verbesserten Überwachung verhindert worden sind. Und seien wir realistisch: Wenn er nun erklären würde, dass es in Deutschland morgen auch knallt, dann hätte PEGIDA einen Zulauf, den sie selber nicht mehr bewältigen könnten.
Hazi hat geschrieben:Naja, so weit ist Frankreich ja nicht. Vllt. flüchten die Täter nach Deutschland u. bitten um Asyl.


Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Verbrecher Asyl bekommen würden. Grundsätzlich ist das Thema aber doch einige Gedanken wert...

Ein Islamist, welcher in Tunesien aufgrund seiner religiösen bzw. politischen Gesinnung Probleme bekommt hat ganz einfach das RECHT in Deutschland und in der Schweiz Asyl zu bekommen. Es sei denn, er ist nachweislich gewalttätig gewesen - dann dürfte es etwas schwieriger werden.

Vielleicht sollte man auch einal in der Biografie all der bekannten Revolutionäre nachschauen, wo sie sich politisiert und "extremisiert" haben - das ist heute wohl nicht nicht viel anders als in den 1950/60er Jahren...
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