Ein Waldmensch in der Wüste? - Marokko
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Ein Waldmensch in der Wüste? - Marokko
Hallo Forum
Nachdem ich lange im Netz nach einem Forum wie diesem gesucht habe, bin ich nun endlich fündig geworden. Hab hier schon einen Haufen nützlicher Informationen heraus gezogen.
Kurz zu mir.Ursprünglich komme ich aus Rumänien. Schon seit frühester Kindheit ist die NAtur mein ein und alles. Ich verbringe fast meine ganze Freizeit dort wozu auch ausgedehnte Wandertouren in die Wildnis der Karpaten und der Alpen gehören. Die alten Urwälder der Karpaten sind mein Zuhause und ich habe eine ziemlich innige Beziehung zu den Wäldern und Bergen.
Wie kommt dann gerade jemand wie ich auf Wüsten? Nun das ist gar nicht so einfach zu sagen, das hat sich wohl über die Jahre entwickelt. Wahrscheinlich faszinieren mich Wüsten genau deshalb so besonders weil sie so extrem unterschiedlich zu "meinen" Wäldern sind und das würde ich gerne mal am eigenen Leib erleben.
Nun habe ich schon einige Jahre mit dem Gedanken gespielt eine Wüste zu bereisen und entweder hat mir die politische oder meine persönliche Lage einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt aber werde ich das mal durchziehen.
Nach langem lesen und recherchieren und Nächten auf Google Earth bin ich jetzt auf Marokko als "Einsteigerland"gekommen.
Ich möchte hier meine bisherige Planung vorstellen und bitte um weitere Tipps und Hinweise die ich nicht wissen kann:
Zu den Grundbedigungen. Ich bin ein reiner Wanderer. Mit motorisierten Touren oder Fahrradtouren kann ich rein gar nix anfangen, Darum wird die Reise auch zu Fuß bestritten und Anfahrt soll mit öffentlichen Verkehrsmitteln stattfinden.
Ich werde also von Anfang April bis Ende Mai in Marokko sein. Ich möchte von Marrakesh dann via Bus ins Dades Tal aufbrechen. Vermutlich bis Boumalne Dades. Von dort will ich das Sagrho/Sarhro Gebirge von Nord nach Süd durchqueren, so dass ich in N'kob herauskomme. Grundlage der Tour sind der Führer: "Trekking in the Atlas Mountains Toubkal, Mgoun Massif and Jebel Sahro by Smith, Karl " inklusive der Karte "Kulturtrekking im Jebel Sarhro"
Nach einem Pausentag und Auffüllen der Vorräte in N'kob möchte ich eigentlich durch das südlich gelegene Ausläufer des Antiatlas bis nach Zagora laufen. Die etwaige Route habe ich auf Anhang 1 eingezeichnet. Es finden sich Kartenmäßig und im Netz recht wenige Informationen dazu aber auf Google Earth sieht man dass dort Pisten verlaufen. Ist jemand diesen Abschnitt schon mal gefahren (ich erwarte nicht dass dort schonmal wer langgewandert ist :D)
und könnte darüber berichten?
Sollte der Abschnitt absolut nicht machbar sein würde ich auch mittels öffentlichen Verkehrsmittels nach Zagora kommen.
Von Zagora aus möchte ich an der Nordflanke des Jebel Bani aufsteigen um dann im Endeffekt durch das Oued Massa,wo es angeblich ganzjährig wasserführende Gueltas geben soll, zur Oase Sacré vorstoßen.
Von der Oase als Ausgangspunkt geht es noch in den Erg Chegaga wo ich wenigstnes eine NAcht verbringen möchte. Auf dem selben Weg zurück geht es dann nach Mhamid wo diese Tour enden würde.
Die Strecke habe ich auf Anhang 2 eingezeichnet. Nun das ist natürlich ordentlich was zu marschieren aber lange Strecken und extreme Anstrengung bin ich sehr gut gewöhnt und von der rein technischen Warte aus, ist es deutlich einfacher als Strecken die ich im Hochgebirge oder durch wegelose Bergwälder zurückgelegt habe.
Aber das große Problem sind die Orientierung und das Wasser. Weil ich durch einen großen Teil bergiges Gelände laufe kann ich keinen Sulky (Wanderwagen) mitnehmen. Ich kann also geschätzt maximal 12 L Wasser im Rucksack mitschleppen.
Ich rechne im flachen mit etwaigen Tagesleistungen von bis zu 30 Kilometern. Nach meinen bisherigen Recherchen käme ich maximal alle 2 Tage an einer neuen Wasserstelle vorbei.
Die Frage wäre, würden diese Brunnen oder Wasserstellen im April noch alle Wasser führen? Da es im November ja kräftige Unwetter in Marokko gegeben hat müssten die Reservoirs doch relativ gut gefüllt sein.
Mit der Hitze mache ich mir weniger Sorgen ich bin schon im Balkan und der Peleponess bei Temperaturen von 45°C herumgewandert. Die Hitze und stakre Sonneneinstrahlung vertrage ich sehr gut.
Was mir noch fehlt ist gutes Kartenmaterial für die Gegenden südlich von Zagora. Da hab ich im Moment einige alte U.S. Militärkarten und Google Earth, welches in dieser Region doch eine recht scharfe Auflösung hat,so dass man selbst einzelne Bäume erkennen kann.
Also ich weiß, es ist ein gewagtes Unternehmen aber ich bin auch kein unbeschriebenes Blatt in Sachen Abenteuer, auch wenns mein erstes Wüstenabenteuer wäre.
Würde mich über jeden Kommentar, Kritik oder Alternativvorschläge freuen.
Nachdem ich lange im Netz nach einem Forum wie diesem gesucht habe, bin ich nun endlich fündig geworden. Hab hier schon einen Haufen nützlicher Informationen heraus gezogen.
Kurz zu mir.Ursprünglich komme ich aus Rumänien. Schon seit frühester Kindheit ist die NAtur mein ein und alles. Ich verbringe fast meine ganze Freizeit dort wozu auch ausgedehnte Wandertouren in die Wildnis der Karpaten und der Alpen gehören. Die alten Urwälder der Karpaten sind mein Zuhause und ich habe eine ziemlich innige Beziehung zu den Wäldern und Bergen.
Wie kommt dann gerade jemand wie ich auf Wüsten? Nun das ist gar nicht so einfach zu sagen, das hat sich wohl über die Jahre entwickelt. Wahrscheinlich faszinieren mich Wüsten genau deshalb so besonders weil sie so extrem unterschiedlich zu "meinen" Wäldern sind und das würde ich gerne mal am eigenen Leib erleben.
Nun habe ich schon einige Jahre mit dem Gedanken gespielt eine Wüste zu bereisen und entweder hat mir die politische oder meine persönliche Lage einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt aber werde ich das mal durchziehen.
Nach langem lesen und recherchieren und Nächten auf Google Earth bin ich jetzt auf Marokko als "Einsteigerland"gekommen.
Ich möchte hier meine bisherige Planung vorstellen und bitte um weitere Tipps und Hinweise die ich nicht wissen kann:
Zu den Grundbedigungen. Ich bin ein reiner Wanderer. Mit motorisierten Touren oder Fahrradtouren kann ich rein gar nix anfangen, Darum wird die Reise auch zu Fuß bestritten und Anfahrt soll mit öffentlichen Verkehrsmitteln stattfinden.
Ich werde also von Anfang April bis Ende Mai in Marokko sein. Ich möchte von Marrakesh dann via Bus ins Dades Tal aufbrechen. Vermutlich bis Boumalne Dades. Von dort will ich das Sagrho/Sarhro Gebirge von Nord nach Süd durchqueren, so dass ich in N'kob herauskomme. Grundlage der Tour sind der Führer: "Trekking in the Atlas Mountains Toubkal, Mgoun Massif and Jebel Sahro by Smith, Karl " inklusive der Karte "Kulturtrekking im Jebel Sarhro"
Nach einem Pausentag und Auffüllen der Vorräte in N'kob möchte ich eigentlich durch das südlich gelegene Ausläufer des Antiatlas bis nach Zagora laufen. Die etwaige Route habe ich auf Anhang 1 eingezeichnet. Es finden sich Kartenmäßig und im Netz recht wenige Informationen dazu aber auf Google Earth sieht man dass dort Pisten verlaufen. Ist jemand diesen Abschnitt schon mal gefahren (ich erwarte nicht dass dort schonmal wer langgewandert ist :D)
und könnte darüber berichten?
Sollte der Abschnitt absolut nicht machbar sein würde ich auch mittels öffentlichen Verkehrsmittels nach Zagora kommen.
Von Zagora aus möchte ich an der Nordflanke des Jebel Bani aufsteigen um dann im Endeffekt durch das Oued Massa,wo es angeblich ganzjährig wasserführende Gueltas geben soll, zur Oase Sacré vorstoßen.
Von der Oase als Ausgangspunkt geht es noch in den Erg Chegaga wo ich wenigstnes eine NAcht verbringen möchte. Auf dem selben Weg zurück geht es dann nach Mhamid wo diese Tour enden würde.
Die Strecke habe ich auf Anhang 2 eingezeichnet. Nun das ist natürlich ordentlich was zu marschieren aber lange Strecken und extreme Anstrengung bin ich sehr gut gewöhnt und von der rein technischen Warte aus, ist es deutlich einfacher als Strecken die ich im Hochgebirge oder durch wegelose Bergwälder zurückgelegt habe.
Aber das große Problem sind die Orientierung und das Wasser. Weil ich durch einen großen Teil bergiges Gelände laufe kann ich keinen Sulky (Wanderwagen) mitnehmen. Ich kann also geschätzt maximal 12 L Wasser im Rucksack mitschleppen.
Ich rechne im flachen mit etwaigen Tagesleistungen von bis zu 30 Kilometern. Nach meinen bisherigen Recherchen käme ich maximal alle 2 Tage an einer neuen Wasserstelle vorbei.
Die Frage wäre, würden diese Brunnen oder Wasserstellen im April noch alle Wasser führen? Da es im November ja kräftige Unwetter in Marokko gegeben hat müssten die Reservoirs doch relativ gut gefüllt sein.
Mit der Hitze mache ich mir weniger Sorgen ich bin schon im Balkan und der Peleponess bei Temperaturen von 45°C herumgewandert. Die Hitze und stakre Sonneneinstrahlung vertrage ich sehr gut.
Was mir noch fehlt ist gutes Kartenmaterial für die Gegenden südlich von Zagora. Da hab ich im Moment einige alte U.S. Militärkarten und Google Earth, welches in dieser Region doch eine recht scharfe Auflösung hat,so dass man selbst einzelne Bäume erkennen kann.
Also ich weiß, es ist ein gewagtes Unternehmen aber ich bin auch kein unbeschriebenes Blatt in Sachen Abenteuer, auch wenns mein erstes Wüstenabenteuer wäre.
Würde mich über jeden Kommentar, Kritik oder Alternativvorschläge freuen.
- Uwe Schmitz
- Moderator
- Beiträge: 2755
- Registriert: So 31. Jul 2005, 19:07
- Wohnort: Rhein-Main
Re: Ein Waldmensch in der Wüste? - Marokko
hallo waldgeist,
willkommen in unserem forum!
ich finde es hochinteressant, was du da zu begehen vorhast.
um so mehr verwundert mich, dass sich an diesem wochenende niemand der marokkofreunde und -reisenden hier im forum zu deinem beitrag geäußert hat.
vielleicht wurde einfach ein bißchen zu viel über den oman geschrieben
ich selbst bin weder leidenschaftlicher aktiver wanderer noch kenne ich mich näher in marokko aus.
doch aus deinem text heraus, mit dem du dich hier vorstellst, lese ich heraus, dass du deine planung in der lage bist umzusetzen, du schaffst das! die wüste wird dich als ort der herausforderung und eigenverantwortung für dein leben süchtig machen. wie heisst es: einmal wüste und nie mehr wüste, oder immer wieder immer mehr und nur noch wüste (zumindest davon träumen bei der heutigen politischen realität).
ein GPS-gerät möchte ich dir empfehlen, mit der möglichkeiten, eigene karten (zB. von google earth heruntergeladene) zu laden und zu nutzen.
und es gibt topografische Karten 1:100.000 von marokko, ausgabe mitte der 70er jahre, ich habe leider nur wenige und nicht aus der region, in der du unterwegs sein möchtest. vielleicht kann einer der foristen hier weiterhelfen?
ich wünsche dir viel erfolg bei der planung und erst recht bei der durchführung
viele grüße
uwe
willkommen in unserem forum!
ich finde es hochinteressant, was du da zu begehen vorhast.
um so mehr verwundert mich, dass sich an diesem wochenende niemand der marokkofreunde und -reisenden hier im forum zu deinem beitrag geäußert hat.
vielleicht wurde einfach ein bißchen zu viel über den oman geschrieben
ich selbst bin weder leidenschaftlicher aktiver wanderer noch kenne ich mich näher in marokko aus.
doch aus deinem text heraus, mit dem du dich hier vorstellst, lese ich heraus, dass du deine planung in der lage bist umzusetzen, du schaffst das! die wüste wird dich als ort der herausforderung und eigenverantwortung für dein leben süchtig machen. wie heisst es: einmal wüste und nie mehr wüste, oder immer wieder immer mehr und nur noch wüste (zumindest davon träumen bei der heutigen politischen realität).
ein GPS-gerät möchte ich dir empfehlen, mit der möglichkeiten, eigene karten (zB. von google earth heruntergeladene) zu laden und zu nutzen.
und es gibt topografische Karten 1:100.000 von marokko, ausgabe mitte der 70er jahre, ich habe leider nur wenige und nicht aus der region, in der du unterwegs sein möchtest. vielleicht kann einer der foristen hier weiterhelfen?
ich wünsche dir viel erfolg bei der planung und erst recht bei der durchführung
viele grüße
uwe
-
Ralf Kiefer
- Beiträge: 1575
- Registriert: Di 1. Aug 2006, 12:13
- Wohnort: nahe Karlsruhe
Re: Ein Waldmensch in der Wüste? - Marokko
Für den Atlas ist diese Zeit zum Wandern ganz gut, aber im Süden kann es schon ungemütlich warm werden. Du solltest dort auch mit so was wie kräftigem Wind rechnen, der recht sandhaltig ist und die Sicht einschränkt.Waldgeist hat geschrieben: Ich werde also von Anfang April bis Ende Mai in Marokko sein.
Ich würde mit Deinen Zu-Fuß-Plänen im Anschluß in den Bergen bleiben, also Atlas-Hauptkamm.Waldgeist hat geschrieben: Ich möchte von Marrakesh dann via Bus ins Dades Tal aufbrechen. Vermutlich bis Boumalne Dades. Von dort will ich das Sagrho/Sarhro Gebirge von Nord nach Süd durchqueren, so dass ich in N'kob herauskomme.
Diese Strecke nicht, aber ein paar km östlich von Tazzarine nach Zagora. Die damals gefahrene Strecke ist heute größtenteils geteert, so daß mein Eindruck der Streckenbeschaffenheit nichts mehr wert ist. Was ich Dir berichten kann, daß es dort in der Gegend etliche kleine Siedlungen gibt. Und wo Menschen leben, gibt es Trinkwasser. Die Ansiedlungen findet man auf Google Earth recht gut, also Positionen aufs Papierkartenmaterial übernehmen und ins GPS. Alternative Methode zur Bestimmung der Entfernung zu einem Dorf: je mehr Plastiktüten an den Büschen hängen, desto näher ist esWaldgeist hat geschrieben: Nach einem Pausentag und Auffüllen der Vorräte in N'kob möchte ich eigentlich durch das südlich gelegene Ausläufer des Antiatlas bis nach Zagora laufen. [...]
Ist jemand diesen Abschnitt schon mal gefahren (ich erwarte nicht dass dort schonmal wer langgewandert ist :D)
und könnte darüber berichten?
Das dürfte zu Fuß recht langweilig sein, weil die Ebene einfach nur eben ist. Beim Mopped stellst Du Dich drauf, gibst Gas und bist eine halbe Stunde später 40km weiter. Da gibt's als Herausforderung statt Landschaftgucken intensives Pistegucken und Dakar-Stil beim TempoWaldgeist hat geschrieben: Von der Oase als Ausgangspunkt geht es noch in den Erg Chegaga wo ich wenigstnes eine NAcht verbringen möchte. Auf dem selben Weg zurück geht es dann nach Mhamid wo diese Tour enden würde.

Bei windigen Verhältnissen wird's gerade dort sehr unangenehm, wie ich schon mal feststellen durfte, als wir bei so einem Wetter von Mhamid aus Richtung Westen, also Lac Iriki aufbrachen. Die ersten km ab Mhamid durch den Sand bei recht geringer Sicht waren mit den Moppeds eher dem herausfordernden Teil der Reise zuzuordnen. Es knirscht zwischen den Zähnen :-( Auf dieser Strecke findet sich ggf. eine Mitfahrgelegenheit, wenn's ungemütlich sein sollte, weil es etliche Touranbieter aus Mhamid gibt, die hier ihre Touren mit den Übernachtungen "draußen" anbieten.
Dann ist ja gut, wenn Du so zuversichtlich bist. Ich habe davor größeren Respekt.Waldgeist hat geschrieben: Mit der Hitze mache ich mir weniger Sorgen ich bin schon im Balkan und der Peleponess bei Temperaturen von 45°C herumgewandert. Die Hitze und stakre Sonneneinstrahlung vertrage ich sehr gut.
Ich würde zu dieser Jahreszeit eher ein anderes Ziel statt den Lac Iriki bevorzugen: die Gegend um den Toubkal, also ziemlich genau südlich von Marrakesch. Das liegt hoch, dort gibt's genug Wasser. Spektakuläre Landschaft inbegriffen
Gruß, Ralf
Re: Ein Waldmensch in der Wüste? - Marokko
Hi Danke schon mal für die Tipps und Hinweise.
GPS benutze ich auf jeden Fall zusammen mit Papierkarten und Google Earth ausdrucken.
Bezüglich langweilig. Es mag absurd klingen aber genau das suche ich. Jetzt nicht direkt die Langeweile, aber als jemand der üppige Berge und Wälder kennt wo man auf allen paar Metern etwas neues sieht zieht mich dieses "flache Nichts" geradezu an.
Ich bin letztes Jahr in den Ostkarpaten auf einem Gebirgsmassiv gewesen, welches oben wie eine Steppe ist. Keine felsen, keine Bäume und nur ganz sanfte Steigungen. Nicht wirklich fotogen, aber eben diese Eintönigkeit hat mich auf eine gewisse Art und Weise fasziniert. Und genau sowas suche ich auch in der Wüste, neben den spekatukälereren Gebieten wie Wadis und Ergs.
Den Toubkal und Mgoun hatte ich vor mir im Mai vorzunehmen. Für die Wüstenwanderung veranschlage ich etwa 3 Wochen. Den Rest der Zeit wollte ich halt die Berge machen und auch noch etwas ans Meer und Stadbesichtigungen machen.
GPS benutze ich auf jeden Fall zusammen mit Papierkarten und Google Earth ausdrucken.
Bezüglich langweilig. Es mag absurd klingen aber genau das suche ich. Jetzt nicht direkt die Langeweile, aber als jemand der üppige Berge und Wälder kennt wo man auf allen paar Metern etwas neues sieht zieht mich dieses "flache Nichts" geradezu an.
Ich bin letztes Jahr in den Ostkarpaten auf einem Gebirgsmassiv gewesen, welches oben wie eine Steppe ist. Keine felsen, keine Bäume und nur ganz sanfte Steigungen. Nicht wirklich fotogen, aber eben diese Eintönigkeit hat mich auf eine gewisse Art und Weise fasziniert. Und genau sowas suche ich auch in der Wüste, neben den spekatukälereren Gebieten wie Wadis und Ergs.
Den Toubkal und Mgoun hatte ich vor mir im Mai vorzunehmen. Für die Wüstenwanderung veranschlage ich etwa 3 Wochen. Den Rest der Zeit wollte ich halt die Berge machen und auch noch etwas ans Meer und Stadbesichtigungen machen.
Re: Ein Waldmensch in der Wüste? - Marokko
Zu der Piste ab N'kob kann ich nur sagen, die bin ich so ähnlich mit dem Motorrad gefahren, fand sie am Anfang noch etwas abwechslungsreich, nachher gar nicht mehr. Allerdings hält das mit dem Moppädt auch nur einen guten halben Tag auf.
Interessanter ist da der Dayet Chegaga. So wie ich das auf der Karte sehe startest du in Zagora durch die Ebene, was dahinter kommt kenne ich an dieser Stelle nicht, schätze es aber nicht viel anders ein, als die Topografie an der Strecke Zagora-M'hamid und das ist sehr unwegsam, bis du vom Kamm runter bist.

Zu dem Ost West Stück kann ich garnix sagen aber dann, wenn dein Track wieder nach Süden geht. Ich vermute, das ist die Gegend nördlich der Oase Oum Llalag (Sacre Source) die sehr steinig ist. Ich habe mal versucht mit einer mittelschweren Enduro da durch zu kommen und habe aufgegeben.
Die Oase Oum Llalag (Sacre Source) solltest du dir unbedingt merken, weil es die einzige ist, mit anständigem Wasser.
Weiter südlich, die ganzen Touri Zeltcamps haben zwar Brunnenwasser zum Waschen/Duschen, holen aber das Trinkwasser in der Oase.

Wenn du da ankommst, werden die dir Wasser abgeben, aber sie haben auch nur das, was sie mit Auto oder Esel geholt haben. Südlich der Oase bis M'hamid wirst du durch mehr oder weniger weichen Sand laufen, was mit Sicherheit beschwerlich ist, mit dem Moppädt kackt man da kräftemäßig ziemlich ab !! 4x4 geht.
Auf dem West-Ost Stück hast du auf vielen Km "Schweinedünen" 2-3-4 m hoch, es geht immer auf und ab.

Touricamps wirst du viele sehen, pass etwas auf auf die Grenze, da bist du immer dicht dran. Informiere dich, weil auf Michelin-Marokko-Karte 741 und in Google Earth manchmal VERSCHIEDENE Grenzverläufe angegeben werden. Siehe hierzu:
http://forum.buschtaxi.org/grenzgenauig ... ml#p455600

Den Abstecher zu der höchsten Düne im Erg solltest du dir gönnen, von oben siehst du das:

Noch ist der Dayet Chegaga nicht so ein Kirmesplatz, wie der Erg Chebbi, wenn es so weitergeht, wird es aber nicht mehr lange dauern
Interessanter ist da der Dayet Chegaga. So wie ich das auf der Karte sehe startest du in Zagora durch die Ebene, was dahinter kommt kenne ich an dieser Stelle nicht, schätze es aber nicht viel anders ein, als die Topografie an der Strecke Zagora-M'hamid und das ist sehr unwegsam, bis du vom Kamm runter bist.

Zu dem Ost West Stück kann ich garnix sagen aber dann, wenn dein Track wieder nach Süden geht. Ich vermute, das ist die Gegend nördlich der Oase Oum Llalag (Sacre Source) die sehr steinig ist. Ich habe mal versucht mit einer mittelschweren Enduro da durch zu kommen und habe aufgegeben.
Die Oase Oum Llalag (Sacre Source) solltest du dir unbedingt merken, weil es die einzige ist, mit anständigem Wasser.
Weiter südlich, die ganzen Touri Zeltcamps haben zwar Brunnenwasser zum Waschen/Duschen, holen aber das Trinkwasser in der Oase.

Wenn du da ankommst, werden die dir Wasser abgeben, aber sie haben auch nur das, was sie mit Auto oder Esel geholt haben. Südlich der Oase bis M'hamid wirst du durch mehr oder weniger weichen Sand laufen, was mit Sicherheit beschwerlich ist, mit dem Moppädt kackt man da kräftemäßig ziemlich ab !! 4x4 geht.
Auf dem West-Ost Stück hast du auf vielen Km "Schweinedünen" 2-3-4 m hoch, es geht immer auf und ab.

Touricamps wirst du viele sehen, pass etwas auf auf die Grenze, da bist du immer dicht dran. Informiere dich, weil auf Michelin-Marokko-Karte 741 und in Google Earth manchmal VERSCHIEDENE Grenzverläufe angegeben werden. Siehe hierzu:
http://forum.buschtaxi.org/grenzgenauig ... ml#p455600

Den Abstecher zu der höchsten Düne im Erg solltest du dir gönnen, von oben siehst du das:
Noch ist der Dayet Chegaga nicht so ein Kirmesplatz, wie der Erg Chebbi, wenn es so weitergeht, wird es aber nicht mehr lange dauern
Schönen Gruß aus der Eifel
Erisch
(Rheinländer können kein "ch")
Toyota Hilux, GEOCAMPER Kabine
Erisch
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-
Ralf Kiefer
- Beiträge: 1575
- Registriert: Di 1. Aug 2006, 12:13
- Wohnort: nahe Karlsruhe
Re: Ein Waldmensch in der Wüste? - Marokko
Dazu habe ich auch eine Ansicht. Eine, die sich etwas unterscheidet von Deiner. Ich habe zwar keine aktuelle Michelin 741, sondern nur die alten ohne Grenzverlauf, dafür mit den rot markierten Pisten im "Niemandsland". Aber ich kenne Google Earth und deren Luftbilder sehr genau (inkl. der "Dakar-Hügelchen"Erisch hat geschrieben: Touricamps wirst du viele sehen, pass etwas auf auf die Grenze, da bist du immer dicht dran. Informiere dich, weil auf Michelin-Marokko-Karte 741 und in Google Earth manchmal VERSCHIEDENE Grenzverläufe angegeben werden.
Daraus folgere ich, daß der Grenzverlauf südlich von Mhamid rund 30km von Mhamid verläuft. Wenn man trotzdem nicht bis zur Grenze kommt, hat das einen ganz einfachen Grund: das Militär möchte dort niemanden haben. Ich würde sogar davon ausgehen, daß, wenn die dort Menschen finden, die keine eigene "Uniform" tragen, sie davon ausgehen, daß es unwillkommene Menschen aus Richtung Algerien sind und diese genau so behandeln. Andere hier im Forum berichteten aus diesem Bereich der Grenze, daß die technisch hochgerüstet ist, wie man sich das in Europa nicht (mehr) vorstellen kann [1]. Ich bin vor etlichen Jahren, noch zu Zeiten von Low-Tech dort, teils schon 20km vor der eigentlichen Grenze von Militärposten gehindert worden weiter in den Süden zu fahren. Später mit besseren Luftbildern auf Google Earth habe ich teils erkannt, weswegen das an jenen Stellen war. In einem Fall wäre ich im weiteren Pistenverlauf direkt durch ein Militärlager mit Hubschrauberlandeplätzen und einer Landebahn gekommen, also einem nicht unbedeutenden Platz vom Militär.
Wenn der Waldgeist am und auf dem Lac Iriki zu Fuß unterwegs ist, wird er aus naheliegenden Gründen Einheimische nach dem besten Weg fragen. Und die wissen natürlich genau, wo das Militär steht und ein Durchkommen verhindert. Außerdem liegt sein geplanter Weg im Bereich dessen, wo die Touranbieter aus Mhamid entlangkommen. Er hatte keinen deutlichen Schlenker Richtung Süden eingezeichnet. Also braucht er sich da keine Sorgen machen, IMHO.
Gruß, Ralf
[1] Das dürfte mit nicht unwesentlicher finanzieller Beteiligung aus dem EU-Haushalt aufgebaut worden sein.
-
Barbara4x4
- Beiträge: 465
- Registriert: Fr 16. Nov 2007, 13:03
Re: Ein Waldmensch in der Wüste? - Marokko
Hallo,
Ralfs Ausführungen zur algerischen Grenze kann ich nur bestätigen. Das Militär hat die Bewegungen in Bereich Iriqi und südlich davon inzwischen sehr gut im Griff.
Zum Kartenmaterial: Die 1:100 000 liegt in der Staatsbibliothek Berlin
http://staatsbibliothek-berlin.de/filea ... t39467.jpg
Alle angestrichenen Karten sind verfügbar, die weißen Flecken evtl. - Index wird nicht mehr aktualisiert. Scans werden zum Preis von 6,25 für A2 und 12,50E für A1 erstellt.
Fürs gps schwöre ich auf die Karte von island-olaf.
Im Tal oben im Bani war ich schon. Nähere Infos dazu demnächst.
Tolles Projekt!
Viel Spaß bei der Vorbereitung
Barbara
Ralfs Ausführungen zur algerischen Grenze kann ich nur bestätigen. Das Militär hat die Bewegungen in Bereich Iriqi und südlich davon inzwischen sehr gut im Griff.
Zum Kartenmaterial: Die 1:100 000 liegt in der Staatsbibliothek Berlin
http://staatsbibliothek-berlin.de/filea ... t39467.jpg
Alle angestrichenen Karten sind verfügbar, die weißen Flecken evtl. - Index wird nicht mehr aktualisiert. Scans werden zum Preis von 6,25 für A2 und 12,50E für A1 erstellt.
Fürs gps schwöre ich auf die Karte von island-olaf.
Im Tal oben im Bani war ich schon. Nähere Infos dazu demnächst.
Tolles Projekt!
Viel Spaß bei der Vorbereitung
Barbara
Re: Ein Waldmensch in der Wüste? - Marokko
. . . gut, ich finde Deine Ansicht gar nicht anders, und in einem widersprichst Du ja auch nicht, nämlich, das man den Hinweis mit den unterschiedlich dargestellten Grenzverläufen schon weitergeben muss.
Schließlich habe ich deswegen den Link ins BTF gepostet:
http://forum.buschtaxi.org/grenzgenauig ... ml#p455600
Ich habe mich dabei auch verlassen, auf die übrigens sehr freundlichen marokanischen Militärs.
Von da her hat mich nicht so brennend interessiert, welcher Grenzverlauf denn jetzt "DER RICHTIGE" ist.
Bescheid wissen sollte man
Schließlich habe ich deswegen den Link ins BTF gepostet:
http://forum.buschtaxi.org/grenzgenauig ... ml#p455600
Ich habe mich dabei auch verlassen, auf die übrigens sehr freundlichen marokanischen Militärs.
Von da her hat mich nicht so brennend interessiert, welcher Grenzverlauf denn jetzt "DER RICHTIGE" ist.
Bescheid wissen sollte man
Schönen Gruß aus der Eifel
Erisch
(Rheinländer können kein "ch")
Toyota Hilux, GEOCAMPER Kabine
Erisch
(Rheinländer können kein "ch")
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Re: Ein Waldmensch in der Wüste? - Marokko
Hey! krasses Vorhaben. Open Street Map würde ich mir mal anschauen, da habe ich letzten Winter eselspfade verzeichnet gesehen bei denen die Einheimischen nur die Hände in die Luft geworfen haben als wir mit 2 Enduros in die Richtung abgebogen sind
Sonst gibt's noch die Karte von Island-olaf.de, aber die Open Street map sei mittlerweile besser sagen verschiedene foren. Wenn du dir an Stelle eines Wägelchens am örtlichen Souk einen Esel zulegst, der klettert über Stock und Stein und ist für ca. 100€ zu haben, nur so als idee... Kamele für den Sandigen Part werden da schon kostspieliger
Ich hoffe du machst Fotos und berichtest hier dann... Auf Horizonsunlimited findest du eventuell auf dem Hubb noch mit dem Motorrad zu befahrende tracks, Der Kollege Cullins hat da schon einiges befahren zum Beispiel. Englischkenntnisse ein Muss für s Hubb... Ah ja, beim Assiv M' Goun liegt irgendwo noch ne Frontscheibe meines Landcruisers den ich da aufs Dach geschmissen habe im Gebüsch... Da kanns ev. noch Schnee haben wens so viel geschneit hat wie s im Süden geregnet hat. Viel Spass bei der Wanderung!
-
Ralf Kiefer
- Beiträge: 1575
- Registriert: Di 1. Aug 2006, 12:13
- Wohnort: nahe Karlsruhe
Re: Ein Waldmensch in der Wüste? - Marokko
Die mögen unterschiedlich dargestellt sein, teils aus "historischen" Gründen wie noch auf den Michelin-Karten von vor 10 Jahren. Aber ich halte den Grenzverlauf mindestens in der hier relevanten Ecke für eindeutig. Daher sollte die Frage eher lauten, wo man sich aufhalten darf, welche Pisten man benutzen darf und welche nicht. Größtenteils wird die Frage der benutzbaren Pisten im Därr-Buch abgehandelt. Vielleicht ist's auch umgekehrt: steht im Därr-Buch, daß die Piste befahrbar ist, hat das marokkanische Militär nichts dagegenErisch hat geschrieben:. . . gut, ich finde Deine Ansicht gar nicht anders, und in einem widersprichst Du ja auch nicht, nämlich, das man den Hinweis mit den unterschiedlich dargestellten Grenzverläufen schon weitergeben muss.
Richtig erhellend waren die Beiträge dort nicht, IMHO.Erisch hat geschrieben: Schließlich habe ich deswegen den Link ins BTF gepostet:
Ich hatte mit sehr freundlichen und lockeren Typen zu tun (die haben Getränke aufgetischt, ich die am Morgen in Foum-Zguid gekauften Mandarinen dazugelegt), mit freundlich-lockeren, die trotzdem ihre Liste pingelig abhakten, was mit uns zu tun sei (Paßkontrolle mit allen Einreise-/Ausreisestempeln, Gültigkeit des Visums, Plausibilität unserer Angaben des Woher und Wohin, Prüfung der Daten per Funk bei irgendwelchen "anderen", usw.), und ich bin auf sehr unfreundliche gestoßen, die sogar ein Papier einbehielten, von dem ich der Meinung war, daß man es bei der Ausreise im Hafen wieder bräuchte. Mit dem hätte ich deswegen beinahe noch Zoff angefangen, weil ich fürchtete später in Tanger im Hafen zu stehen und die Fähre ohne mich losfahren zu sehen. Dieses Lager mit den Unfreundlichen haben sie vor Jahren bereits "wegrationalisiert". D.h. die sind jetzt an anderer Stelle.Erisch hat geschrieben: Ich habe mich dabei auch verlassen, auf die übrigens sehr freundlichen marokanischen Militärs.
Auf eine Freundlichkeitsgarantie würde ich nicht bauen
Gruß, Ralf
Re: Ein Waldmensch in der Wüste? - Marokko
Wow da ist echt ordentlich was zusammengekommen. Da muss ich erst mal ne Weile lesen und Recherchieren.
Vielen dank für den Kartenlink. GPS hat seinen Nutzen aber ich plane am liebsten auf Papierkarten. Das macht mir das Leben leichter.
Mit der Grenzproblemtatik habe ic hauch schon gelesen, aber ich werde ja nicht wirklich nah an die Grenze herankommen. Der nächste Punkt ist Mhamid selbst. Und solang ich mich vor "Pistes inderdites" fernhalte hoffe ich damit wenier Probleme zu haben.
Es wäre natürlich wirklich interessant mit Esel oder gar noch eher Kamel autark so eine Unternehmung zu machen, aber ich denke fürs erste mal wäre das zu viel verlangt.
Ich kenn mich mit den Tieren einfahc zu wenig aus, so eines zu führen ist doch komplizierter als man immer annimmt.
Sollten mir Wüsten aber wirklich gefallen, wie ich es mir jetzt nur vorstellen kann, dann wird das ganze jedenfalls weiteverfolgt. In erster Linie müsste ich mir von den Nomaden die Grundlagen im Umgang mit den Tieren beibringen lassen.
Naja jetzt erstmal lesen, lesen, lesen.
Morgen soll das "Sahara Handbuch" ankommen. Mal sehen was da alles nützliches drin steht.
Vielen dank für den Kartenlink. GPS hat seinen Nutzen aber ich plane am liebsten auf Papierkarten. Das macht mir das Leben leichter.
Mit der Grenzproblemtatik habe ic hauch schon gelesen, aber ich werde ja nicht wirklich nah an die Grenze herankommen. Der nächste Punkt ist Mhamid selbst. Und solang ich mich vor "Pistes inderdites" fernhalte hoffe ich damit wenier Probleme zu haben.
Da sprichst du einen interessanten Punkt an. Ich hab in Rumänien schon mal hier und da nen Esel bepackt und bin mit dem ne Weile rumgelaufen aber ich würd nicht behaupten ich kenn mich mit denen wirklich aus.samy hat geschrieben:Hey! krasses Vorhaben. Open Street Map würde ich mir mal anschauen, da habe ich letzten Winter eselspfade verzeichnet gesehen bei denen die Einheimischen nur die Hände in die Luft geworfen haben als wir mit 2 Enduros in die Richtung abgebogen sindSonst gibt's noch die Karte von Island-olaf.de, aber die Open Street map sei mittlerweile besser sagen verschiedene foren. Wenn du dir an Stelle eines Wägelchens am örtlichen Souk einen Esel zulegst, der klettert über Stock und Stein und ist für ca. 100€ zu haben, nur so als idee... Kamele für den Sandigen Part werden da schon kostspieliger
Ich hoffe du machst Fotos und berichtest hier dann... Auf Horizonsunlimited findest du eventuell auf dem Hubb noch mit dem Motorrad zu befahrende tracks, Der Kollege Cullins hat da schon einiges befahren zum Beispiel. Englischkenntnisse ein Muss für s Hubb... Ah ja, beim Assiv M' Goun liegt irgendwo noch ne Frontscheibe meines Landcruisers den ich da aufs Dach geschmissen habe im Gebüsch... Da kanns ev. noch Schnee haben wens so viel geschneit hat wie s im Süden geregnet hat. Viel Spass bei der Wanderung!
Es wäre natürlich wirklich interessant mit Esel oder gar noch eher Kamel autark so eine Unternehmung zu machen, aber ich denke fürs erste mal wäre das zu viel verlangt.
Ich kenn mich mit den Tieren einfahc zu wenig aus, so eines zu führen ist doch komplizierter als man immer annimmt.
Sollten mir Wüsten aber wirklich gefallen, wie ich es mir jetzt nur vorstellen kann, dann wird das ganze jedenfalls weiteverfolgt. In erster Linie müsste ich mir von den Nomaden die Grundlagen im Umgang mit den Tieren beibringen lassen.
Naja jetzt erstmal lesen, lesen, lesen.
Morgen soll das "Sahara Handbuch" ankommen. Mal sehen was da alles nützliches drin steht.
-
Barbara4x4
- Beiträge: 465
- Registriert: Fr 16. Nov 2007, 13:03
Re: Ein Waldmensch in der Wüste? - Marokko
Hallo Waldgeist,
erst mal ein paar Fotos meiner Bani-tour vor 10 Jahren
In dieser Gegend etwa müßtest Du herauskommen
Nach Westen wird die Besiedlung immer dünner, spätestens ab dem Talknick nach Süden nur noch Nomaden - wenn überhaupt jemand. Bei meinem Besuch Ende März fand ich ein frisch aufgegebenes Lager, ein Familienmitglied traf ich noch beim Abholen der letzten Sachen, eine der temporären Hirtenbehausungen aus Stein am Abgang der Mulipfade nach Süden wurde noch genutzt. Sonst war das Tal in den 3 Tagen, die ich dort war, menschen- und verkehrsfrei.
Der Bani ist meist erbarmungslos steinig - Blick über den Oued vor dem Südknick nach NW
Selbe Stelle Blick nach NO
Gegend um N30°06' W06°05'
Etwa hier links müßten die Mulipfade nach Süden abgehen
So sieht die Stelle aus einigen km nordwestlich aus
Brunnen etc. im Banital:
N30°04,39' W05°47,65' Tafrout n'Ait Isfoul, Gärten, Brunnen, Häuser
N30°06,06' W05°58,52' Siedlungszone
N30°07,16' W06°00,59' Dorf
N30°06,65' W06°04,69' Brunnen im Oued Tifekshit, Mulipiste nach NW, die den Bani bei Foum Lachar(1074) quert
N30°02,37' W06°07,42' Oase, Guelta
N30°01,70' W06°11,30' Abzweig Mulipiste über den Djebel Abbas nach Süden
N30°02,36' W06°13,97' Kleiner Pass, Piste verlässt das Tal des Oued Lmahsar (Oued Massa?)
N30°02,59' W06°14,27' Mulipiste im Süden sichtbar
N30°02,605' W06°20,644' Tanout n'Roumi - Brunnen, Wasser 3m Tiefe, Gueltas in der Umgebung
Der letzte Punkt liegt zwar für Deine Route zu weit westlich, aber Wasserpunkte kann man in der Gegend nie genug haben.
Daher würde ich vorschlagen, vielleicht lieber einen Tag in der Gegend des Chegaga zu Wandern - oder auch 2. Wasserversorgung (und mehr) ist ja durch die Camps gegeben, mindestens einen Brunnen (Hassi Sima) gibt es auch. Gleiches gilt für die Gegend von Mhamid. Ich habe Wüstenwanderer getroffen, die sich von Mhamid aus an vorher vereinbarten Treffpunkten mit Wasser versorgen ließen oder eben nachts irgendwo draußen zelteten und alle 2 Tage zum Wasser holen nach Mhamid kamen.
Die Qualität der Sonneneinstrahlung läßt sich IMHO nicht mit dem Mittelmeer vergleichen. Die Luft ist trockener und sauberer, die Strahlung deutlich intensiver.
Viele Grüße
Barbara
erst mal ein paar Fotos meiner Bani-tour vor 10 Jahren
In dieser Gegend etwa müßtest Du herauskommen
Nach Westen wird die Besiedlung immer dünner, spätestens ab dem Talknick nach Süden nur noch Nomaden - wenn überhaupt jemand. Bei meinem Besuch Ende März fand ich ein frisch aufgegebenes Lager, ein Familienmitglied traf ich noch beim Abholen der letzten Sachen, eine der temporären Hirtenbehausungen aus Stein am Abgang der Mulipfade nach Süden wurde noch genutzt. Sonst war das Tal in den 3 Tagen, die ich dort war, menschen- und verkehrsfrei.
Der Bani ist meist erbarmungslos steinig - Blick über den Oued vor dem Südknick nach NW
Selbe Stelle Blick nach NO
Gegend um N30°06' W06°05'
Etwa hier links müßten die Mulipfade nach Süden abgehen
So sieht die Stelle aus einigen km nordwestlich aus
Brunnen etc. im Banital:
N30°04,39' W05°47,65' Tafrout n'Ait Isfoul, Gärten, Brunnen, Häuser
N30°06,06' W05°58,52' Siedlungszone
N30°07,16' W06°00,59' Dorf
N30°06,65' W06°04,69' Brunnen im Oued Tifekshit, Mulipiste nach NW, die den Bani bei Foum Lachar(1074) quert
N30°02,37' W06°07,42' Oase, Guelta
N30°01,70' W06°11,30' Abzweig Mulipiste über den Djebel Abbas nach Süden
N30°02,36' W06°13,97' Kleiner Pass, Piste verlässt das Tal des Oued Lmahsar (Oued Massa?)
N30°02,59' W06°14,27' Mulipiste im Süden sichtbar
N30°02,605' W06°20,644' Tanout n'Roumi - Brunnen, Wasser 3m Tiefe, Gueltas in der Umgebung
Der letzte Punkt liegt zwar für Deine Route zu weit westlich, aber Wasserpunkte kann man in der Gegend nie genug haben.
Die Gueltas dieser Gegend sind als Trinkwasserquelle eher ungeeignet und oft schon im April ausgetrocknet. Bei den Brunnen wäre ich optimistischer. Bis zum Dayet Chegaga sehe ich Wasserversorgung, dort herrscht ja keine Not Dank der vielen Touristencamps. Die Strecke Chegaga - Mhamid würde ich nicht empfehlen, da keine Brunnendaten für diese knapp 70 km vorliegen.Waldgeist hat geschrieben: Aber das große Problem sind die Orientierung und das Wasser. Weil ich durch einen großen Teil bergiges Gelände laufe kann ich keinen Sulky (Wanderwagen) mitnehmen. Ich kann also geschätzt maximal 12 L Wasser im Rucksack mitschleppen.
Ich rechne im flachen mit etwaigen Tagesleistungen von bis zu 30 Kilometern. Nach meinen bisherigen Recherchen käme ich maximal alle 2 Tage an einer neuen Wasserstelle vorbei.
Die Frage wäre, würden diese Brunnen oder Wasserstellen im April noch alle Wasser führen? Da es im November ja kräftige Unwetter in Marokko gegeben hat müssten die Reservoirs doch relativ gut gefüllt sein.
Daher würde ich vorschlagen, vielleicht lieber einen Tag in der Gegend des Chegaga zu Wandern - oder auch 2. Wasserversorgung (und mehr) ist ja durch die Camps gegeben, mindestens einen Brunnen (Hassi Sima) gibt es auch. Gleiches gilt für die Gegend von Mhamid. Ich habe Wüstenwanderer getroffen, die sich von Mhamid aus an vorher vereinbarten Treffpunkten mit Wasser versorgen ließen oder eben nachts irgendwo draußen zelteten und alle 2 Tage zum Wasser holen nach Mhamid kamen.
Die Qualität der Sonneneinstrahlung läßt sich IMHO nicht mit dem Mittelmeer vergleichen. Die Luft ist trockener und sauberer, die Strahlung deutlich intensiver.
Viele Grüße
Barbara
Re: Ein Waldmensch in der Wüste? - Marokko
Hallo Barbara
Danke für die Informationen, wirklich klasse. Da ich ein absoluter Laie bin, was Koordinaten angeht, habe ich eine Frage an Dich:
Immer wenn ich eine davon in ein Search Feld eines Map Anbieters stelle, zeigt er mir irgend etwas in den USA an !
)
Kann das sein ?
Brunnen etc. im Banital:
N30°04,39' W05°47,65' Tafrout n'Ait Isfoul, Gärten, Brunnen, Häuser
N30°06,06' W05°58,52' Siedlungszone
N30°07,16' W06°00,59' Dorf
N30°06,65' W06°04,69' Brunnen im Oued Tifekshit, Mulipiste nach NW, die den Bani bei Foum Lachar(1074) quert
N30°02,37' W06°07,42' Oase, Guelta
N30°01,70' W06°11,30' Abzweig Mulipiste über den Djebel Abbas nach Süden
N30°02,36' W06°13,97' Kleiner Pass, Piste verlässt das Tal des Oued Lmahsar (Oued Massa?)
N30°02,59' W06°14,27' Mulipiste im Süden sichtbar
N30°02,605' W06°20,644' Tanout n'Roumi - Brunnen, Wasser 3m Tiefe, Gueltas in der Umgebung
Bitte hilf mir, was mache ich falsch ?
Lieber Gruss Etienne
Danke für die Informationen, wirklich klasse. Da ich ein absoluter Laie bin, was Koordinaten angeht, habe ich eine Frage an Dich:
Immer wenn ich eine davon in ein Search Feld eines Map Anbieters stelle, zeigt er mir irgend etwas in den USA an !
Kann das sein ?
Brunnen etc. im Banital:
N30°04,39' W05°47,65' Tafrout n'Ait Isfoul, Gärten, Brunnen, Häuser
N30°06,06' W05°58,52' Siedlungszone
N30°07,16' W06°00,59' Dorf
N30°06,65' W06°04,69' Brunnen im Oued Tifekshit, Mulipiste nach NW, die den Bani bei Foum Lachar(1074) quert
N30°02,37' W06°07,42' Oase, Guelta
N30°01,70' W06°11,30' Abzweig Mulipiste über den Djebel Abbas nach Süden
N30°02,36' W06°13,97' Kleiner Pass, Piste verlässt das Tal des Oued Lmahsar (Oued Massa?)
N30°02,59' W06°14,27' Mulipiste im Süden sichtbar
N30°02,605' W06°20,644' Tanout n'Roumi - Brunnen, Wasser 3m Tiefe, Gueltas in der Umgebung
Bitte hilf mir, was mache ich falsch ?
Lieber Gruss Etienne
Mit freundlichen Grüßen
Etienne
Etienne
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Ralf Kiefer
- Beiträge: 1575
- Registriert: Di 1. Aug 2006, 12:13
- Wohnort: nahe Karlsruhe
Re: Ein Waldmensch in der Wüste? - Marokko
Die USA betrachten vermutlich Marokko bereits als ihren 51. StaatEtienne hat geschrieben: Immer wenn ich eine davon in ein Search Feld eines Map Anbieters stelle, zeigt er mir irgend etwas in den USA an !)
Kann das sein ?
Für manch eine US-geprägte Software kann es von Vorteil sein die Kommas durch Punkte zu ersetzen, wenn es sich um Dezimaltrenner handelt, so z.B. bei Flashearth.com. Google Earth (in der deutschen Version) kann dagegen mit dem hier üblichen Zahlenformat umgehen.Etienne hat geschrieben: Bitte hilf mir, was mache ich falsch ?
Gruß, Ralf
Re: Ein Waldmensch in der Wüste? - Marokko
Hallo Ralf
Herzlichen Dank für die Info. Jetzt weiß ich mehr .
Lieber Gruß Etienne
Herzlichen Dank für die Info. Jetzt weiß ich mehr .
Lieber Gruß Etienne
Mit freundlichen Grüßen
Etienne
Etienne

