Man hüte sich vor Straußen…

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Burkhart R.
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Man hüte sich vor Straußen…

Beitrag von Burkhart R. »

Aus aktuellem Anlaß mal eine Warnung: Hatte vor paar Tagen in Namibia einen Strauß mit einem solchen auszufechten als der ganz plötzlich auf mich losging. So ein brünftiges Mistviech ist weit schneller als man laufen kann. Die treten einem mit ihren messerscharfen Riesenkrallen in den Unterleib und ich habe nun einige mächtig blaue Flecke, wenige Zentimeter fehlten und ich hätte im Knapenchor mitsingen können!

Hab mich dem Tier nur erwehren können indem ich ihn am Hals packte und runterdrückte, dann hinterm Kopf wo ich dem auch noch die Luft nahm, so konnte er seine Krallen nicht mehr zum Einsatz bringen. Der Gockel hatte dann irgendwann genug, ich ließ wieder los und hielt ihn mir mit einem Stein-Bombardement auf Abstand.

Wenn ich dran denke wie viele Landwirte selbst in Brandenburg eine Straußenfarm betreiben und ich da nie Warnschilder gesehen habe! Besonders aggressiv sind die wenn Unterschenkel und Schnabel gerötet sind.

Helfen soll gegen Strauß-Attacken: sich flach auf den Boden legen oder seinen Hut auf einem Stock (oder den Arm) hoch über den Kopf halten. Alles was größer als sie ist gehen sie wohl nicht an…

beste Grüße an alle und immer sicheres Reisen -

wünscht Burkhart
Mathilda
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Re: Man hüte sich vor Straußen…

Beitrag von Mathilda »

Ist keine Schadenfreude, aber ich lache immer noch. Wie du schreibst den Vogel gewuergt zu haben .... :lol:
Ich denke es war ein Maennchen, evtl. wollte er dich nur "anbaggern". Das gibts durchaus.

Dennoch kann es (wie du ja selbst erlebt hast) uebel (und noch uebler)ausgehen. Die Klauen koennen einen regelrecht zerfetzen.
Ich war mal Opfer einer kleinen Attacke eines australischen Helmkasuars, ebenso ein Tier auf Augenhoehe.
Eine zimbabwische Farmerin erzählte mir mal, sie haette sich stundenlang auf einem Baum aufhalten muessen weil
unten das Vieh die Verfolgung/Angriff nicht aufgeben wollte - erst nachdem ein Auto zuhilfe kann, trollte er sich :lol: .

Gruss, M.
Burkhart R.
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Re: Man hüte sich vor Straußen…

Beitrag von Burkhart R. »

Ja, der Wagen vom Farmer hat auch schon Dellen. Nichtsahnend war ich vor paar Tagen Patronenhülsen der Schutztruppe suchen und ich bekam mit daß dieser Hahn würdevoll näher stolzierte. Als der für meine Begriffe zu nah war ging ich hinter einen großen Busch. Der dann immer langsam um den Busch rum - und ich in der Gegenrichtung, das ging eine ganze Weile so. Später warf er sich balzend in die Knie und ich ging weg - da sauste der plötzlich wie ein Wirbelwind heran und so kam es zum fight...

Wollte eben wieder zu den Patronenhülsen (fand heute vormittag 10 Stück, alle zw. 1893 und 1902, teils aus Spandau) da stehen jetzt gleich zwei von den Mistviechern. Mach ich halt erstmal was anderes...

beste Grüße v. Burkhart
Chrigu
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Re: Man hüte sich vor Straußen…

Beitrag von Chrigu »

:mrgreen:
Super Geschichte! Gut geschrieben... Eben, wie aus dem richtigen Leben, gell?
>>>Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden!<<<
schnorr
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Re: Man hüte sich vor Straußen…

Beitrag von schnorr »

hat denn das mit dem hut auf stock schon jemand ausprobiert und kann von erfolg berichten?
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
abacus
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Re: Man hüte sich vor Straußen…

Beitrag von abacus »

Mit dem Hut habe ich das aus Mangel an Hut im entsprechenden Moment noch nicht versucht, aber sich möglichst groß machen, eine Hand möglichst weit nach oen, das hilft. Allerdings war das kein brünftiger Hahn, sondern lediglich ein Strauss der ausgebrochen war und Futter bei uns vermutete.
ottilie
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Re: Man hüte sich vor Straußen…

Beitrag von ottilie »

Hallo Burkhart, da hast Du richtig Glück gehabt. Speziell männliche Strauße können in der Brunftzeit extrem aggressiv reagieren. Die männlichen Tiere haben dann einen hochroten Kopf und die oberen Halsteile sind ebenfalls rot. Auf einer Straußenfarm bei Outshorn gab es im Laufe der Jahre bereits zwei Tote. Die Tiere kommen auf Dich zu (das kann durchaus langsam passieren) und stoßen dann - wie Dir geschehen - Ihren Fuß in die Brust. Mit der stahlharten mittlere Kralle können Sie Dir den Brustkorb geradezu aufschlitzen. Vor einem Strauß wegzulaufen ist sinnlos. In Angola rannten zwei Strauße parallel zu unserem LKW - Tempo 60 km/h. Und dieses Tempo hielten sie über 1 Kilometer durch bis sie abdrehten.
Bei angreifenden Straußen soll man einen Gegenangriff starten - laut schreiend und mit erhobenen Händen fuchtelnd. Der Rat kam von der Dame, die die Straußenführung veranstaltete.
Grüße
Michael
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