Ich habe euch jetzt genug mit Bildern aus Stahl und Beton überhäuft. Jetzt geht es wieder mal in die Wüste.
Gleichzeitig ist es eine gute Gelegenheit, dem Weihnachtstrubel zu entfliehen. Sogar die Angestellten in den Shopping Malls tragen Nikolausmützen.
Auf dem Weg nach Dubai fällt mir dieser Toyota mit seinem überdimensionalen Ersatzreifen auf.

Ich weiss inzwischen, dass die Emiratis zu Übertreibungen neigen.

Ob der Reifen im Notfall auch seinen Zweck erfüllen wird?
Es gibt noch einen Grund, der mich in die Wüste zieht. Meine Zeit in Dubai nähert sich dem Ende und ich werde in einigen Tagen wieder "zuhause" sein. Wo immer das auch sein mag. Auf jeden Fall geht es zunächst zurück nach Deutschland.
Mein Ziel heute ist der Tal Mor'eb, ein Teil der Liwa Oase, ca. 20 Kilometer von der Saudi Grenze entfernt. Den heißen Tipp habe ich natürlich von Mathilda bekommen.

Und der Tipp war richtig gut.
Da ich nur mit einem 2 x 2 bewaffnet bin, habe ich mich entsprechend für eine Wanderung ausgerüstet und stelle meinen Wagen an einem Pisteneinstig ab.
Das Problem bei einer Dünenwanderung ist der Anstieg. Der ist in der Regel steil und erfordert besonders viel Kraft und Kondition.
Hat man aber erst den Gipfel erreicht, dann tut sich einem ein Meer von unberührten Hügeln und Tälern auf.
Es ist stürmisch. Also erst mal feststellen, aus welcher Richtung der Wind weht.
Am Rande des Tal Mor'eb gibt es einige Camps, in denen Touristen bespasst werden. Es finden hier auch Wettkämpfe statt, wo todesmutige Allradler mit ihren PS Starken Motorrädern und Buggies steile Dünenen hinauf jagen.
Ich habe mit dem Motorenlärm weniger am Hut und suche die Ruhe und Einsamkeit.
Langsam verzieht sich die Sonne in Richtung Horizont und es wird Zeit, sich einen Übernachtungsplatz zu suchen.
Gute Nacht? Nein, noch nicht ganz. Ohne den schweren Rucksack auf dem Rücken erkundige ich noch die Umgebung bis zum Sonnenuntergang...
