FILM | Atomic Africa

Länder- und Wüstenbezogene Filme

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Birgitt
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FILM | Atomic Africa

Beitrag von Birgitt »

Dokumentarfilm

Regie: Marcel Kolvenbach
Deutschland 2013 - 89 min.
29.05.2013 - Preview im Filmforum im Museum Ludwig in Köln

Seit Jahren schon sind es afrikanische Staaten, die weltweit die Riege der Länder mit dem stärksten Wirtschaftswachstum anführen. Doch der neue Boom braucht Energie, Stromausfälle sind an der Tagesordnung. Immer mehr afrikanische Regierungen wollen deshalb auf Atomkraft setzen. Nach einer Prognose der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA sollen bis 2050 in Afrika 40 neue Atomkraftwerke gebaut werden, ganz nach dem Motto: "We want power, no arms" ("Strom statt Waffen").

Zwei Jahre lang reiste der Filmemacher Marcel Kolvenbach durch Afrika und recherchierte im Zeichen dieser neuen afrikanischen Atompolitik - vom Osten des Kontinents nach Südafrika, weiter in den Kongo und von dort in die Sahara.
Stets nah bei den betroffenen Menschen zeigt der Filmemacher, wie sich der Konflikt um die Uranvorkommen des Kontinents verschärft. Vom Krieg in Mali bis hin zum Raubbau an der Natur in Tansania prägen die Interessen mächtiger Konzerne wie dem französischen Stromriesen Areva immer mehr das Schicksal ganzer Regionen.

Zugleich zeigt der Film eindrucksvoll, welche Folgen der Einstieg in die Atomkraft für die Umwelt und Sicherheit eines Kontinents haben dürfte, auf dem die wenigen Atomkraftgegner um ihr Leben fürchten müssen. "Atomic Africa" wird so zum politischen Road-Movie durch das nukleare Afrika ... mehr


atomic africa.jpg


WDR, a&o Filmproduktion, FilmInitiativ Köln e.V. und die kongolesische Band Lopango Ya Banka präsentieren:

29.05.2013 - 19:30 Uhr - Preview im Filmforum im Museum Ludwig in Köln

Im Anschluss wird zu einem Gespräch mit Marcel Kolvenbach und den Produzenten Robert Tasso Pütz sowie Tristan Chytroschek eingeladen. Auch zwei Protagonisten des Films, Golden Mosabiko, kongolesischer Menschenrechtsaktivist im Exil, und Anthony Lyamunda, Umweltschützer aus Tanzania, stehen für Fragen zur Verfügung. Moderation: Jutta Krug, WDR.

Gruß
Birgitt
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FILM: "Atomic Africa" - am 06.06.2013 auf WDR

Beitrag von Birgitt »

Ich war vergangenen Mittwoch in Köln im Filmforum und habe mir den Film "Atomic Africa" angesehen.
Empfehlenswert!

Marcel Kolvenbach ist eine gute Dokumentation gelungen.

Mir war bisher nicht bekannt, dass es in Kinshasa (DRC) einen Kernreaktor gibt - vor 50 Jahren von den Belgiern zu Forschungszwecken errichtet - der heute dort so langsam vor sich hin modert. Die Brennstäbe sollten vor einiger Zeit in den kongolesischen Wäldern vergraben werden, man hat sich eines besseren besonnen. Einer der Brennstäbe soll zwischenzeitlich in Italien aufgetaucht sein ...

Golden Mosabiko, einer der Protagonisten, hielt im Anschluss an die Filmvorführung eine das Publikum begeisternde Rede gegen die Atomkraft, insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent und insbesondere vor dem Hintergrund der mangelnden afrikanischen Sicherheitsstandards. Und hier wurden nicht nur die allgemeinen Standards angesprochen, sondern auch der zunehmende Terrorismus.


Für alle, die keine Gelegenheit hatten, den Film in Köln zu sehen:

"Atomic Africa" läuft diese Woche im Fernsehen:

DO 6. Juni 2013 um 23:15 Uhr auf WDR





Gruß
Birgitt
Alexander
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Re: FILM: "Atomic Africa" - am 06.06.2013 auf WDR

Beitrag von Alexander »

Birgitt hat geschrieben:
Di 4. Jun 2013, 18:16
"Atomic Africa" läuft diese Woche im Fernsehen:

DO 6. Juni 2013 um 23:15 Uhr auf WDR
Ist jemandem bekannt, ob der Film auch zu einem anderen Zeitpunkt gesendet wird? Ich habe am Donnerstag leider keine Möglichkeit. Im Internet programmieren kann ich derzeit auch nicht.

Danke

Grüsse
Alexander
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markus-1969
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Re: FILM: "Atomic Africa" - am 06.06.2013 im TV

Beitrag von markus-1969 »

ein thema des Films war der Uranabbau in Katanga.

Hier

viewtopic.php?p=145561#p145561

ist ein Beitrag dazu.
Birgitt
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FILM: "Atomic Africa" - am 16.08.2013 auf tagesschau24

Beitrag von Birgitt »

Alexander hat geschrieben:
Mi 5. Jun 2013, 21:51
Ist jemandem bekannt, ob der Film auch zu einem anderen Zeitpunkt gesendet wird? Ich habe am Donnerstag leider keine Möglichkeit. Im Internet programmieren kann ich derzeit auch nicht.
Für alle, die bisher keine Gelegenheit hatten, den Film zu sehen:

"Atomic Africa" läuft diese Woche wieder im Fernsehen:

FR 16. August 2013 um 22:15 Uhr auf tagesschau24


http://programm.ard.de/TV/Themenschwerp ... chwerpunkt

Gruß
Birgitt
Birgitt
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FILM: "Atomic Africa" am 19.03.2014 in Köln im Kino

Beitrag von Birgitt »

Das Friedensbildungswerk Köln zeigt in Zusammenarbeit mit a&o Filmproduktion, FilmInitiativ Köln e.V. und dem WDR nochmals den für den Grimme Preis nominierten Dokumentarfilm "Atomic Africa":

MI 19.03.2014 - 19:00 Uhr - D - Köln-Südstadt, Odeon Kino

Im Anschluss an die Filmvorführung wird zu einem Gespräch mit dem Regisseur Marcel Kolvenbach geladen.

Weitere Informationen :arrow: hier

Gruß
Birgitt
Joburg
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Re: FILM: "Atomic Africa"

Beitrag von Joburg »

Aus ganz aktuellen Anlass BRICS Treffen in Johannesburg/ Südafrika

https://de.sputniknews.com/amp/politik/ ... e-treffen/

Alles gut und schön - die Geschichte hat auf dem gesamten Kontinent einen gewaltigen Haken. Die Fachkräfte die Atomkraftwerke bewirtschaften können gibt es schlicht und einfach nicht. Das einzige Land welch überhaupt Erfahrung und Fachkräfte hatte war Südafrika. Das Atomkraftwerk Keonberg bei Kapstadt muss immer wieder leichte Störfälle heutzutage bewältigen. Das Werk ist in den Achtziger Jahren circa 30 Kilometer von Kapstadt mit französischer Hilfe gebaut wurden. Und ist natürlich technisch in die Jahre gekommen. Viele weiße südafrikanische Fachkräfte/ Experten haben Südafrika seit 1990 verlassen. Aus sämtlichen Bereichen der zu Apartheid Zeiten funktionierenden Schlüsselindustrien. Es gibt Schätzungen das circa 1,5 Millionen weiße südafrikanische Fachkräfte aus Südafrika ausgewandert sind. Mal ein Kuriosum am Rande es gibt in Canada mittelgroße Ortschaften da sind 80 Prozent der Ärtze Südafrikaner. Canada/ Australien/ Neuseeland sind die Hauptprofieteure des Zusammenbruchs des Apartheidsystems. Die haben die Sahneschicht an wirklichen Fachleuten aus allen Branchen abgegriffen. Europa hat es vehement abgelehnt weiße Südafrikaner aufzunehmen - erst kürzlich wieder Statement der Bundesregierung dazu - weiße Südafrikaner nicht willkommen in Deutschland. Ich habe übrigens zu einer pansonierten Ingenieurin in Johannesburg regelmäßigen Kontakt die in Pretoria ( heute noch in Betrieb) in einer Versuchsanstalt der Atomwirtschaft gearbeitet hat. Die Frau war auch mit dabei wo es darum ging das Südafrika seine Atomwaffen nach Machtübergabe ANC abgibt. Ein Hauptplayer der südafrikanischen Atomindustrie zu Apartheidzeiten ist wenn wundert es wirklich - Mannesmann Anlagenbau - viele Deutsche die nach Südafrika ausgewandert sind haben einen wesentlichen Anteil daran das Südafrika damals Atomwaffen besitzt hat.
Übrigens Südafrika sucht weltweit Fachleute/ Experten für sämtliche Bereiche der Wirtschaft hatte dazu in Johannesburg ein sehr interessantes Gespräch eines internationalen Headhunter der immer auf der Suche ist. Bezahlung top - Problem das viele Absagen ist die Sicherheitslage und wer will sowas wirklich seiner Familie zumuten. Arbeiten und Urlaub sind himmelweite Unterschiede.
Das irre an der Geschichte ist sehr gut ausgebildete eigene Weiße bekommen die Jobs nicht - in Südafrika gibt es jetzt eine Quotenregelung erst schwarz dann weiß. Es gibt haarsträubende Storys schwarze in Schlüsselpositionen aber null Ahnung einzige Qualifikation Mitglied im ANC. In Kwazulu Natal habe ich eine Kohlemine besucht die Führungsriege Slapstick pur. Auch hier wieder seit mehr als 25 Jahren nichts in die Kohlemine investiert alles verrottet Rentabilität gleich null dadurch natürlich Unfälle mehr als vorprogrammiert.
Das Kuriosum das Management ist auch noch total von sich überzeugt. Der neue Staatspräsident und Milliardär Cyril Ramaphosa ist Miteigentümer dieser Kohlemine.

Aber nichts desto trotz - mit Atomkraft wird in Südafrika alles besser ???????
markus-1969
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Re: FILM: "Atomic Africa"

Beitrag von markus-1969 »

Joburg hat geschrieben:
Sa 28. Jul 2018, 11:00
Alles gut und schön - die Geschichte hat auf dem gesamten Kontinent einen gewaltigen Haken. Die Fachkräfte die Atomkraftwerke bewirtschaften können gibt es schlicht und einfach nicht. Das einzige Land welch überhaupt Erfahrung und Fachkräfte hatte war Südafrika. Das Atomkraftwerk Keonberg bei Kapstadt muss immer wieder leichte Störfälle heutzutage bewältigen. Das Werk ist in den Achtziger Jahren circa 30 Kilometer von Kapstadt mit französischer Hilfe gebaut wurden. Und ist natürlich technisch in die Jahre gekommen. Viele weiße südafrikanische Fachkräfte/ Experten haben Südafrika seit 1990 verlassen
Wie "schön." Es ist doch überall das Gleiche:

Die Dinger sind gebaut, abgeschrieben, am Ende und liefern aber noch Strom.

Das Abschalten ist dann betriebswirtschaftlich unwirtschaftlich, so lange nichts passiert.

Wo ist die Lobby derer, die sagt "nach dem Ende der betriebsgewönhlichen Nutzungsdauer für die Dinger konstruiert wurden, ist Schluß ?" Das wäre die eigentlich erforderliche Konsequenz der Politik, die nur zu oft unangenehme Dinge aufschiebt bzw. gar nicht macht (man sehe sich die "Atomaufsicht" an, wie sie vor Fukushima in Japan arbeitete)

In DE hat man die Laufzeit dieser Dinger erst verlängert, dann hat man Milliarden gezahlt als Entschädigung.

Andern Ländern sind wir damit weit voraus, nur gefällt mir die Lage nicht, wenn ich an meine Freunde in CPT denke.
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