Tschad 2019
Moderator: Moderatoren
Tschad 2019
Hallo,
der Tschad hat einen schlechten Ruf, ist aber in unseren Augen zu pauschal und nicht richtig. Wir waren im Februar/März 2019 vier Wochen lang auf einer selbstorganisierten Reise mit gemieteten Toyota Landcruisern und Führer/Fahrern/Koch unterwegs. Von der Hauptstadt N'Djamena ging es Richtung Norden über Mao nach Zouar/Zouarke. Von dort ins Tibesti, das teilweise gesperrt ist. Bis zum "Trou au Natron" ists aber problemlos möglich. Die Weiterfahrt über Bardai nach Yebbi Bou ist derzeit nicht möglich.
Deshalb muss man nach der Wanderung in den Vulkankrater des Trou au Natron wieder die gleiche, schlechte Steinpiste nach Zouar/Zouarke zurückfahren. Weiter gings zunächst südöstlich in die Wüstenstadt Faya und von dort östlich zu den Ounianga Seen. Von dort Richtung Süden über Fada ins Gebiet Ennedi. Dort lohnen sich Abstecher ins Guelta D'Archei und Bachikele Guelta. Über Kalait erreicht man die größere Stadt Abeche. Danach westlich auf guter Teerstraße bis nach am Mongo. Von dort gings ~250 km auf Piste nach Süden in den Tsakuma Nationalpark, wa man im Tinga Camp übernachtet. Ist aber nicht billig. Eine Nacht kostet 150-190 US-Dollar pro Person im Doppelzimmer (Getränkepreise sind moderat). Darin inbegriffen sind 3 Mahlzeiten und 2 Safaris, die in offenen Geländefahrzeugen mit Wildhütern durchgeführt werden. Aufgrund der jahrelangen, ungehemmten Wilderei ist der Tierbestand dezimiert worden, erholt sich aber. Außer Zebras und Gnus sieht man alles Wild. Zurück auf der Piste nach Mongo, fährt man auf guter Teerstraße in Richtung Westen bis Massaguet. Ab hier sind die letzten 80 Kilometer nach N'Djamena trotz Asphalt eine Schlaglochpiste. Insgesamt ~4690 Gesamtkilometer. Außerhalb von N'Djamena (hier aber sehr gute Hotels) gibt es keine Unterkünfte. Nur schlechte in Abeche. Deshalb wurde gezeltet.
Gute Informationsquellen zu kriegen ist schwierig. Der Reise-Know-How "'Durch Afrika, Band 1, Marokko bis Benin, ISBN 3-8317-1101-1" ist von 2003 und bietet Grundinformationen über die Routen/Strecken. Was neueres ist die Zeitschrift "Terra", Faszination unserer Erde, Heft 2/2018, April/Mai/Juni, 12. Jahrgang (Ennedi, Wunder der Wüste im Tschad).
Wir hatten die ganze Zeit über nicht ein einziges Mal Bedenken wegen der Sicherheitslage. Natürlich kann immer etwas passieren, aber wir haben uns nicht "bedroht "gefühlt und die Reise war in keinster Weise irgendwie gefährlich.
Gruß
Bert
der Tschad hat einen schlechten Ruf, ist aber in unseren Augen zu pauschal und nicht richtig. Wir waren im Februar/März 2019 vier Wochen lang auf einer selbstorganisierten Reise mit gemieteten Toyota Landcruisern und Führer/Fahrern/Koch unterwegs. Von der Hauptstadt N'Djamena ging es Richtung Norden über Mao nach Zouar/Zouarke. Von dort ins Tibesti, das teilweise gesperrt ist. Bis zum "Trou au Natron" ists aber problemlos möglich. Die Weiterfahrt über Bardai nach Yebbi Bou ist derzeit nicht möglich.
Deshalb muss man nach der Wanderung in den Vulkankrater des Trou au Natron wieder die gleiche, schlechte Steinpiste nach Zouar/Zouarke zurückfahren. Weiter gings zunächst südöstlich in die Wüstenstadt Faya und von dort östlich zu den Ounianga Seen. Von dort Richtung Süden über Fada ins Gebiet Ennedi. Dort lohnen sich Abstecher ins Guelta D'Archei und Bachikele Guelta. Über Kalait erreicht man die größere Stadt Abeche. Danach westlich auf guter Teerstraße bis nach am Mongo. Von dort gings ~250 km auf Piste nach Süden in den Tsakuma Nationalpark, wa man im Tinga Camp übernachtet. Ist aber nicht billig. Eine Nacht kostet 150-190 US-Dollar pro Person im Doppelzimmer (Getränkepreise sind moderat). Darin inbegriffen sind 3 Mahlzeiten und 2 Safaris, die in offenen Geländefahrzeugen mit Wildhütern durchgeführt werden. Aufgrund der jahrelangen, ungehemmten Wilderei ist der Tierbestand dezimiert worden, erholt sich aber. Außer Zebras und Gnus sieht man alles Wild. Zurück auf der Piste nach Mongo, fährt man auf guter Teerstraße in Richtung Westen bis Massaguet. Ab hier sind die letzten 80 Kilometer nach N'Djamena trotz Asphalt eine Schlaglochpiste. Insgesamt ~4690 Gesamtkilometer. Außerhalb von N'Djamena (hier aber sehr gute Hotels) gibt es keine Unterkünfte. Nur schlechte in Abeche. Deshalb wurde gezeltet.
Gute Informationsquellen zu kriegen ist schwierig. Der Reise-Know-How "'Durch Afrika, Band 1, Marokko bis Benin, ISBN 3-8317-1101-1" ist von 2003 und bietet Grundinformationen über die Routen/Strecken. Was neueres ist die Zeitschrift "Terra", Faszination unserer Erde, Heft 2/2018, April/Mai/Juni, 12. Jahrgang (Ennedi, Wunder der Wüste im Tschad).
Wir hatten die ganze Zeit über nicht ein einziges Mal Bedenken wegen der Sicherheitslage. Natürlich kann immer etwas passieren, aber wir haben uns nicht "bedroht "gefühlt und die Reise war in keinster Weise irgendwie gefährlich.
Gruß
Bert
Re: Tschad 2019
Hallo
Hattest du zufällig eine Kamera dabei ???
Für paar Bilder wäre ich dankbar !!!
Gruß Volker
Hattest du zufällig eine Kamera dabei ???
Für paar Bilder wäre ich dankbar !!!
Gruß Volker



