Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Uwe Schmitz
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Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019

Beitrag von Uwe Schmitz »

Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019, der 4. Teil der langen Reise
Seit 2016 ist unsere Afrika-Ente in Windhoek geparkt, 3x waren wir mit ihr im Herbst, dem dortigen Frühling (Trockenzeit), unterwegs.
Nachzulesen hier 2016: die Wiederauferstehung der Afrika-Ente
und 2017: Mi der Ente durch das südliche Afrika II
und 2018: Namibia und Vicfalls 2018
Als es uns letzten November wieder mal zu heiß in Namibia war, um in den Norden und ins Kaokoveld zu fahren, wählten wir diesmal den April und Mai als Reisezeit, die Regenzeit ist rum und es wird Richtung Winter kühler im Land ... dachten wir.
Ende März landen wir auf dem Windhoek Airport: Es regnet!
Als wir durch den Zoll sind, unser Gepäck haben und David treffen, der uns zu unserem geparkten Auto bringt, ist es nur noch bewölkt, bei immerhin angenehmen 25 Grad. Also gleich das Entchen raus aus der Halle und erstmal gründlich vom Staub des letzten Sommers befreien lassen - das erste Mal Wasser auf die Ente !
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Wir fahren runter nach Windhoek zum Urban Camp, um unsere Sachen im Auto zu verpacken und ein bisschen die Technik zu checken: auf den Rückleuchten sieht's staubtrocken aus !
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Für ein erstes Bier gehen wir an die Bar, Sundowner zu bestellen ist nicht nötig, es beginnt zu tröpfeln, weitet sich nachts zu einem dauerhaften Landregen aus. Alle freuen sich über den späten und langersehnten Regen, außer wir Touristen: Wir hätten's lieber sonnig.
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Am nächsten Morgen geht's zum Superspar einkaufen, danach verlassen wir Windhoek erst etwa 20 km auf der B6 nach Osten und dann nach Norden abbiegend auf die D1502. Wir wollen ins Erongogebirge westlich von Omaruru, aber nicht gleich zu Beginn (und schon wieder) die langweilige B1 nach Okahandja abspulen. So fahren wir auf leerer guter Pad (Schotterstraße) durch Farmland und Buschland zur Guestfarm Otjiterazu, im Regen ...
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Doch zum Glück hört der Regen bald auf, wir schlängeln uns durch hügliges Land in das kleine Tal des Swakop Rivier, der hier oben entspringt.
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Die Farm Otjiterazu hat die Campsites neu angelegt, unter einigen trockenen Akazien am Rande eines kleinen Stausees, der fast leer ist, hier fehlt überall der Regen, den wir bisher im Raum Windhoek reichlich erleben durften. Am Abend scheint dann endlich für uns Touristen die Sonne nochmal kurz, bevor sie untergeht.
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Am nächsten Morgen wieder Sonne, und zu Besuch kommt ein Strauss, neugierig, was wir hier auf seinem Gelände machen ...
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Von der Farm weg nach Okahandja kreuzen wir das Flussbett des Swakop: völlig trocken!
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Der Grader scheint bei der Arbeit zu sein, die eigentlich gute Pad wird neu geglättet. Das sollte auf anderen Strecken in Namibia auch mal häufiger gemacht werden!
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Doch obwohl es so trocken erscheint, sind viele Bäume grün, Gräser wachsen und Blümchen blühen überall immer wieder am Straßenrand.
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Weiter von Okahandja nach Karibib auf Asphalt, von dort nach Omaruru wieder Pad, dann auf der kleinen D2315 am nördlichen Rand des Erongo-Gebirges und entlang des Omaruru-Rivier bergauf-bergab zur Guestfarm Omandumba. Hier waren wir 2016 schon einmal und begeistert von der Lage der Campsites zwischen den riesigen Granitkugeln. Doch das Wetter sieht für uns Touristen nicht so toll aus, braut sich da was zusammen, gibt es Regen?
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Wir beziehen wieder unsere Lieblings-Campsite, und die Wolken meinen es gut mit uns, lassen nur einige Tröpfchen zur Abkühlung auf uns fallen und verziehen sich weiter in die Berge, zum Sunset können wir sogar den geliebten Sundowner zu uns nehmen.
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Am nächsten Morgen unternehmen wir eine Wanderung zwischen und auf die Granitkugeln und -rücken zum Splitted Apple.
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Fortsetzung folgt ...

Viele Grüße
Uwe
Carlo
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019

Beitrag von Carlo »

Hi Uwe,

wieder tolle Fernweh-Fotos! Ich freue mich schon auf die Fortsetzung...

Ciao, Carlo
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Uwe Schmitz
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019

Beitrag von Uwe Schmitz »

Hallo Reisefreunde,
es geht nun weiter nach Westen, ins Damaraland und zum Brandberg, wir wollen unbedingt mal wieder einige Nächte im Freien auf selbst entdeckten schönen Plätzen stehen.
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Die Sonne brennt hier in der wüstenhaften Gegend ganz schön vom Himmel, und so suchen wir einen schattigen Nachmittagsplatz am Fuss des Bergmassivs, den wir in einem Taleinschnitt auch finden und auch als Nachtplatz geeignet befinden.
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Im Schatten der großen Felsen entdecken wir ein kleines Reptil, einem Gecko ähnlich. Und als es dunkel wird, erscheint mondfrei ein gigantischer Sternenhimmel mit der Milchstraße zum Greifen nah.
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Morgens stehen wir lange vor Sonnenaufgang auf, um viel Zeit zu haben, um schöne Fotos machen zu können, nur schnell einen Kaffee ...
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Bei der Suche nach schönen Fotomotiven entdecke ich sie: meine erste Hornviper, nicht sehr groß, noch etwas schläfrig durch die Morgenkühle ... und die ist nun ne ganze Zeit mein einziges Motiv, der Sonnenaufgang ist vergessen!
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Begeistert von dieser beeindruckenden Begegnung geht's zurück zum Auto, nochmal die Bilder ansehen, sichern, dann Frühstück, und weiter geht die Fahrt entlang des Brandbergrandes nach Norden.
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Blühende Aloen-Gewächse, hier muss es wohl vor kurzem mehrmals geregnet haben.
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Fortsetzung folgt ...

viele Grüße jetzt schon vom Panhandle in Botswana
Uwe
Mauritius
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Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019

Beitrag von Mauritius »

Wie wahr, wie wahr, da kommen Erinnerungen auf . . .
Wünsche schöne + tolle Abenteuer, und wenn ich das so sehe, da könnte ich ja glatt mit meinem Wohnmobil auch fahren, auf diesen Pfaden + Wegen . . .
Alexander
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019

Beitrag von Alexander »

Hallo Uwe,

pass blos auf. Diese großen Vögel fressen auch kleine Entlein ;-)

Bild

Weiterhin gute Reise wünscht

Alexander
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Mauritius
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Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019

Beitrag von Mauritius »

Donnerwette, ein Klasse-Foto mit dem großen Vogel, sehr originell, gefällt mir! Vielen Dank!
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Uwe Schmitz
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019

Beitrag von Uwe Schmitz »

Vom Brandberg kommen wir - über Twyfelfontein und den versteinerten Wald, die wir schon in den Jahren vorher besucht hatten - zum Tal des Huab-Rivier.
Es ist Zeit, einen Nachtplatz zu finden. Hier bietet sich eine gute Möglichkeit, eine weitere Nacht im off (ohne Campingplatz) zu verbringen. So stellen wir die Ente oberhalb des Flusstals auf einer Erhebung ab und erkunden das Tal. Wüstenlandschaft, die das Herz jedes Saharafans höherschlagen lassen ...
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Es hat wohl vor kurzem mehrmals geregnet, so dass viele Pflanzen blühen (obwohl die Regenzeit im Februar-März 2019 viel zu dürftig ausgefallen ist).
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Eine angewehte Düne am Fels zu einem Taldurchbruch, doch es ist schon zu spät, um noch vor Sonnenuntergang dort hinaufzusteigen und den Ausblick von oben zu geniessen ...
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Doch dank unserer Hilfsmittel sehen wir uns die Düne und die Fortsetzung des Taleinschnitts von viel weiter oben an.
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Noch vor Sonnenuntergang steigen wir wieder zu unserem Schlafwägelchen hoch, es gibt jetzt einen Klipdrift als Sundower und noch ein leckeres Abendessen.
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Am nächsten Morgen geht's weiter nach Norden, der Randstufe Namibias entlang auf staubiger Piste und an Palmwag vorbei.
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Es wird immer wüstiger, einsamer, steiniger.
Hier offroad zu fahren scheint völlig unmöglich, gut, dass es wenigstens diese eine - wenn auch fürchterlich rumpelige - Piste gibt.
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Wir erreichen den Abzweig zur Khowarib Schlucht und biegen ab zur Khowarib Lodge mit Campsite. Die Mittagstemperatur versucht die 40-Grad-Marke zu knacken, so freuen wir uns über die schattige Bar mit kalten Getränken und einem kleinen Pool, doch das Besondere an dieser Schlucht ist der kleine Fluss Hoanib, der hier durchfliesst und GANZJÄHRIG Wasser führen soll ...
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Schon morgens früh wandern wir am Wasser entlang und freuen uns an dieser Seltenheit in der Wüste. Dann entdecken wir diesen kleinen Wasserfall, durch eine künstliche Aufstauung entstanden. Da müssen wir runter ... und vielleicht auch drunter ...
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Fortsetzung folgt

Viele Grüße
Uwe
Turi
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019

Beitrag von Turi »

hallo Uwe

Einfach nur schööön!
Macht uns schon wieder Lust runter zu fliegen.
Jetzt bekommen wir erst mal Besuch aus Namibia, im September geht's wieder für ein halbes Jahr runter :h:

liebe Grüsse auch an Geli

Turi und Stina
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
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Uwe Schmitz
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019

Beitrag von Uwe Schmitz »

nächstes Kapitel:
Am übernächsten Morgen geht's wieder weiter Richtung Norden, mit kurzem Zwischenstopp in Sesfontein. Hier bauten die deutschen Schutztruppen Ende des 18.Jahrunderts ihren nördlichsten Aussenposten, so weit nördlich in Südwest, dass die Soldaten auf Selbstversorgung angewiesen waren und das Fort wohl eher einem Bauernhof als einer Befestigungsanlage glich.
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Danach gehts auf rauer Straße rein ins Gebirge. Doch der früher berüchtigte Jan-Joubert-Pass wurde vor einigen Jahren mithilfe von EU-Entwicklungshilfegeldern entschärft: Er wurde befestigt, begradigt, etwas abgeflacht. Vielleicht ein bisschen zuviel der guten Hilfe ...
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Am Nachnmittag biegen wir an von der Piste zum Camp Aussicht, hier bietet Marius seit etlichen Jahren durchgeschüttelten Reisenden eine sehr einfache, aber schöne Campmöglichkeit mit toller Aussicht an. Unterhalb seines Haus liegt eine Dioptasmine, blaue kupferhaltige Halbedelsteine dürfen dort gesucht und gefunden werden.
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Einer der Stollen der Mine führt 40 Meter tief in den Berg. Hier lebt inzwischen eine Fledermauskolonie, deren Bewohner sich dem Besucher sehr entgegenkommend zeigen ...
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Nachdem die Sonne untergegangen ist, lädt uns Marius noch zur Fütterung der Stachelschweine ein, es gibt Millipap für die Tiere zu futtern und Schweinestachelmikado für uns zu sehen.
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Fortsetzung folgt
Viele Grüße
Uwe
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Uwe Schmitz
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019

Beitrag von Uwe Schmitz »

Mit Marius vom Camp Aussicht fahren wir mit seinem alten Landy (mit geteilter Frontscheibe!) zu zwei Himbadörfern. Er ist mit den Himbas dort befreundet und hilft ihnen bisweilen oder besorgt und liefert ihnen Waren. Hier haben wir die vielleicht einmalige Gelegenheit, Himbas zu begegnen, die noch nicht durch Zivilisation oder Tourismus aus ihrer traditionellen Lebensweise gerissen sind. Die Dörfer sind eigentlich mehr die Wohnsiedlungen jeweils einer Großfamilie.
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Marius spricht die Sprache der Himba, die übrigens der Herero-Sprache sehr ähnlich ist, und stellt uns einzelnen Leuten der Dorfgemeinschaft vor. "Morro-Morro-Morro", Hallo oder Guten Tag, heißt es zur Begrüßung.
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Eine Himbafrau hat einen Hereromann geheiratet und trägt nun die Tracht der Herero, für uns ein eigenartiger Anblick, für die anderen Himba aber wohl ganz normal.
Die meisten Himbafrauen tragen noch ihre traditionellen Frisuren und Kleidung, bestehend aus einem Lendenschurz und viel Schmuck. Einige Himba haben jedoch die Schule besucht, und dort wird verlangt, dass die lange Haarpracht entfernt wird. Diese Himba sind dann dann auch europäisch gekleidet, eine ungewöhnliche Vermischung der Kulturen, doch auch das scheint unter den Himba akzeptiert.
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Wir dürfen in eine der Hütten eintreten. Die Bewohnerin zeigt uns ihre Schmincke, eine Creme aus rotem Gesteinsmehl und verschiedenen Fetten, mit denen sie sich komplett einreiben und deshalb ihre rote "Hautfarbe" erhalten.
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Blick auf den kleinen Markt mit den klassischen Haushaltsartikeln der Himba. Wir wurden in keinster Weise aufgefordert, irgendetwas zu kaufen.
Wenn Himba auf Wanderschaft sind, hängen sie ihr Hab und Gut rinder- und ziegensicher in die Bäume.
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Aller Schmuck beeinhaltet Aussagen zum Status der Geschmückten. Eine große Muschel an einem Halksband zeigt den Reichtum des Mannes, die Ringe an den Fußgelenken zeigt die Anzahl der Kinder an. Der Haarschmuck wächst im Laufe der Zeit heraus; 2 ganze Tage dauert es, bis sich die Himbafrauen gegenseitig diese erneuert haben.
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Die kleinen Jungs sind auch noch traditionell geschmückt und gekleidet, doch die Jugendlichen und die Männer wenden sich von der Tradition ab und kleiden sich westlich. Während sich die Frauen um den Haushalt und die Kleinen kümmern, die größeren Kinder nach den Tieren sehen, sitzen die meisten Männer den ganzen Tag untätig herum. Das "heile Leben" der Himba bekommt mehr und mehr Risse.
Ein Beispiel der aufkommenden Probleme, das Marius uns schilderte: Die Männer duschen oder waschen sich, während die Frauen sich nie waschen und immer nur die Himbacreme benutzen (und erstaunlicherweise trotzdem sehr angenehm duften!). Wegen dieser Creme wollen die Männer nun nicht mehr mit ihren traditionell sich pflegenden Frauen schlafen, da sie sich durch die rote Creme beschmutzt fühlen ...
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Wie wird es wohl mit dem Leben der Himba in Zukunft weitergehen?


Fortsetzung folgt
Viele Grüße
Uwe
Birgitt
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019

Beitrag von Birgitt »

Hallo Uwe,

vielen Dank für diese tollen Fotos von den Himba und die super interessanten Informationen zu den aktuellen Problemen der Himbas !!!

Gute Reise weiterhin,
Birgitt
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Uwe Schmitz
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019

Beitrag von Uwe Schmitz »

...war jetzt ne längere Pause mit dem Bildbericht, sind gerade wieder aus Mozambique zurück... mehr dazu aber später erst! :h:
Weiter im Norden Namibias:
Wir fahren immer weiter nach Norden. Trockenes Land, Mopanegebüsch. Ab und zu ein Baobab. Die Piste ist glatt und gut zu fahren, von EU-Geldern ausgebaut, zum Glück als Naturstraße. An Schildern wurde nicht gespart, auf jede Furt wird hingewiesen, vor Kurven wird gewarnt, und vor den kleinen Siedlungen deuten Schilder darauf hin, dass hier Menschen die Straße queren könnten.
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Wir erreichen den Kunene, den Grenzfluss zu Angola, und damit auch die Epupa-Fälle, unser nördlichster Punkt in Namibia. Durch die gerade zu Ende gegangene Regenzeit, führt der Kunene recht viel Wasser, so dass sich uns ein tolles Spektakel bietet. Wir wählen die Campsite der Kunene River Lodge, die direkt bei den Fällen liegt, hier können wir von der Barterrasse die erste Schlucht sehen.
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Einmal am Morgen und ein weiteres Mal bei schönem Abendlicht wandern wir einige hundert Meter entlang der Fälle über die Berge. So können wir auch auf die vielen anderen Stellen, an denen der Kunene die Felsen auf angolanischer Seite herabstürzt, betrachten. Ein wahres Naturspektakel nach der Regenzeit! Man siehr den runden Felsen aber an, dass es schon Jahre mit wesentlich mehr Regen gab.
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Viele Baobabs wachsen im Norden Namibias, bosonders hier an den Fällen. Ein Baobab wurde von den Wassermassen die Fälle wheruntergespült , er liegt nun unterhalb der Fälle und wächst waagerecht weiter.
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Die Felsstufe, die der Kunene hier herunterstürzt, gehört zu den ältesten Gesteinen Namibias ist ist etwa 2 Milliarden Jahre alt ( ... ).
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Panoramabild der gesamten Epupa-Fälle
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... und weil wir ja den ganzen Tag hier Zeit haben, ist auch Zeit für ein paar fotografische Spielereien.
HDR-Bild aus 3 Aufnahmen zusammengerechnet
HDR-Bild aus 3 Aufnahmen zusammengerechnet
Die Wasserfälle mal mit 10 Sekunden belichtet
Die Wasserfälle mal mit 10 Sekunden belichtet
Wir folgen dem Kunene nun flussaufwärts nach Osten. Die Himba haben, um ihre Ziegen am Fluss tränken, dornige Äste ins Wasser gelegt, damit die Krokodile nicht ihre Ziegen anbeißen.
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Immer wieder bieten sich grandiose Ausblicke auf die Wassermassen, die da durch eine extrem trockene Landschaft fliessen.
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Es geht nicht immer direkt am Fluss entlang, manchmal ist das Tal einfach zu eng, und dann geht die Piste schnurgerade den nächsten Berg hoch und auf der anderen Seite genauso steil wieder runter.
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Einer der jetzt trockenen Zuflüsse des Kunene war so weichsandig und die Ausfahrt aus dem Flussbett so steil, dass wir uns mit den Sandblechen behelfen mussten. Für solche Fälle haben wir sie schliesslich dabei! :lach:
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Wir erreichen Ruacana. Das Wasser der Wasserfälle, die es hier früher gab, sind durch einen Staudamm gefangen, mit dessen Hilfe Strom produziert wird. Bevor wir mal wieder von einem Hügel ins Kunene-Tal runterfahren, entdecken wir die Staumauer auf angolanischer Seite.
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Neben der Local Campsite am Hippopool, die mehr und mehr verfällt, hat ein neuer Camping aufgemacht, zu dem wir fahren. Er ist etwas höher gelegen mit schönem Sunset-Blick auf den Kunene.
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Am nächsten Morgen fahren wir an die Stelle der Ruacana-Fälle, gleich neben dem Grenzposten nach Angola: Purer Fels, pulvertrocken!
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:shake:


Fortsetzung folgt
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Uwe
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019

Beitrag von Uwe Schmitz »

So, wieder ein Stückchen weiter ...

Von Ruacana aus gehts weiter Richtung Osten, durch das Ovamboland. In keinem unserer Reiseführer finden wir etwas darüber, außer dass es neben dem Raum Windhoek das am dichtesten besiedelte Gebiet in Namibia ist. Wir sind gespannt, was uns erwartet, wie's dort aussieht.
In der Karte lesen wir zur Stadt Outapi "Ombalantu Baobab Tree", da fahren wir mal hin. Es ist ein über 800 Jahre alter riesiger Baobab, der von den Einheimischen verehrt wird. Er ist innen hohl, und in ihm wurden in früheren Kriegen Kinder und Frauen versteckt, heute ist darin eine winzige Kapelle.
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Wir fahren weiter durchs Ovamboland. Immer wieder gibt es kleine Ortschaften, viele landwirtschaftliche Siedlungen und dazwischen weites trockenes Land für die extensive Viehhaltung oder für kleine magere Gärten und Felder, die dank einem Bewässerungssystem, dass aus dem angolanischen Hochland im Norden gespeist wird, ein wenig Wasser erhalten.
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In den besiedelten Gebieten fallen uns immer wieder die Shebeens ins Auge, das sind die örtlichen Kneipen am Wegesrand. Fast jedes zweite Haus lädt zum Trinken ein ...
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In Oshikango - etwa auf halber Strecke - müssen wir tanken und etwas einkaufen: eine moderne Stadt mit quirligem Leben, großen gut gefüllten Supermärkten und regem Fahrzeugverkehr. Etwa 150 Kilometer weiter schlagen wir uns kurz nach Sonnenuntergang mangels Lodges oder Campsite in die Büsche, mittlerweile ist der Bewuchs dichter.
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Wir erreichen den Okavango etwa an der Stelle ab wo er die Grenze zu Angola bildet. Hier am Fluss wird noch traditionell Fisch gefangen, während nur wenige Kilometer vom Fluss entfernt weiter Rinder durch die karge Landschaft getrieben werden.
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Der Okavango trennt den Caprivistrip vom übrigen Namibia. Hier finden wir eine Lodge mit Campingmöglichkeit, die Mobola Lodge. 6 Campsites sind großzügig meist mit Flussblick angelegt, so dass man schön den Sonnenuntergang geniessen kann.
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Wir machen am nächsten Nachmittag eine Bootstour zwischen den Inseln auf dem Okavango. An einer der Inseln legen wir an und werden über diese Insel geführt, ein wahrer Djungel!
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Auf dem Rückweg sehen wir die Bar der Lodge auf einem Inselchen am Okavangoufer stehen, sie ist nur über eine Hängebrücke zu erreichen, was spät abends auf dem Weg zurück zum Auto zu bedenken ist ...
Hier verbringen wir ganz relaxt und in Urlaubslaune einen schönen Abend.
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Fortsetzung folgt
Viele Grüße
Uwe
Maputo
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019

Beitrag von Maputo »

Hallo Uwe

Coole gute Bilder und das Layout mit dem" Dööschwoo" ist auch nicht ganz so Mainstream.

Wir waren früher viel in Namibia unterwegs, das erste mal auch mit einer uralten Klapperkiste die wir in Johannesburg gemietet haben... auch bis Epupa hoch, die Flussdurchfahrt kenne ich...nicht ganz einfach mit einem 2*4 :lol:

Würde gerne wieder einmal in den Nordwesten von Namibia und den Caprivi gehen...aber diese Turi Massen und die Dachzeltmagma schrecken uns ich Moment noch ab. Wir haben unsere Plätze eher in Zimbabwe, Zambia, Mozambique und auch Südafrika gefunden...

lg Maputo
Turi
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Registriert: Di 14. Feb 2006, 21:49
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019

Beitrag von Turi »

Hallo Maputo

Jetzt komm, ich komme nie in Massen :lach:

Betreffend Namibia, man findet schon noch recht abgelegene Ecken im Nord-Westen, allerdings ohne 4x4 nicht machbar.
Wir haben letzten Herbst innerhalb einer Woche gerade mal eine Himba Familie angetroffen, dafür noch Elefanten und Nashörner ausserhalb irgend eines Nationalparks.
Im Herbst wollen wir auch wieder mal nach Zimbabwe, mal sehen was da im Moment läuft, hat sicher wenig Touristen :!:
liebe Grüsse Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
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