Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019
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Angelika Baumann
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019
Hallo zusammen,
wir hatten auf unserer bisherigen Reise nie "Massen". Wir haben auch wenige andere Touristen getroffen. Insgesamt hatten wir in Namibia den Eindruck, dass recht wenig los ist. Vielleicht kommt es auch auf die Reisezeit an... Ein Autovermieter in Windhoek, den wir gut kennen, erzählte uns aber auch Ende März, dass die aktuelle Saison "zäh" angelaufenen sei...
Viele sonnige Grüße aus den traumhaften Drakensbergen
Geli
wir hatten auf unserer bisherigen Reise nie "Massen". Wir haben auch wenige andere Touristen getroffen. Insgesamt hatten wir in Namibia den Eindruck, dass recht wenig los ist. Vielleicht kommt es auch auf die Reisezeit an... Ein Autovermieter in Windhoek, den wir gut kennen, erzählte uns aber auch Ende März, dass die aktuelle Saison "zäh" angelaufenen sei...
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Geli
"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche sich die Welt nie angeschaut haben."
Alexander von Humboldt
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019
Sali Turi, Geli
jooooo...war vor 5 Jahren das letzte mal in Namibia. Es war ein Schock. Etosha sind wir nach einen Tag wieder gegangen, wollten 3 bleiben, das reinste Disneyland, Sossusvlei gab es früher gerade einmal 8 Camps, wunderbare Ruhe, heute der reinste Rummel. Oben nördlich von Palmwag war es wieder ok, die ganzen Trockenflüsse Richtung Angola hat man noch seine Ruhe... Caprivi findet man sich auch noch seine Plätze zum Untertauchen....let's see...lg Maputo / Beat
jooooo...war vor 5 Jahren das letzte mal in Namibia. Es war ein Schock. Etosha sind wir nach einen Tag wieder gegangen, wollten 3 bleiben, das reinste Disneyland, Sossusvlei gab es früher gerade einmal 8 Camps, wunderbare Ruhe, heute der reinste Rummel. Oben nördlich von Palmwag war es wieder ok, die ganzen Trockenflüsse Richtung Angola hat man noch seine Ruhe... Caprivi findet man sich auch noch seine Plätze zum Untertauchen....let's see...lg Maputo / Beat
- Uwe Schmitz
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019
hallo maputo / Beat,
wir sind nicht im südlichen afrika unterwegs, um ganz für uns allein zu sein, sondern wir wollen die schönen stellen der länder im süden besuchen und erleben. und wenn das auch andere touristen möchten, dann stört mich das (wenns nicht "massen" sind) eher nicht. allerdings haben wir auch im 4. jahr hier unten unterwegs sossusvlei und die großen dünen noch nicht besucht, weil wir speziell von dort nicht viel angenehmes gehört haben, dort sind wohl die massen.
da stören uns schon eher die massen, die mit kameras ohne zu fragen (wegen des autos) über uns herfallen ... paparazzis
doch den luxus der feinen campsites und fast jeden abend was kaltes zum trinken zu bekommen (ohne fridge an bord zu haben), das möchten wir hier auch nicht missen.
aber jeder, wie er möchte
viele grüße
uwe
wir sind nicht im südlichen afrika unterwegs, um ganz für uns allein zu sein, sondern wir wollen die schönen stellen der länder im süden besuchen und erleben. und wenn das auch andere touristen möchten, dann stört mich das (wenns nicht "massen" sind) eher nicht. allerdings haben wir auch im 4. jahr hier unten unterwegs sossusvlei und die großen dünen noch nicht besucht, weil wir speziell von dort nicht viel angenehmes gehört haben, dort sind wohl die massen.
da stören uns schon eher die massen, die mit kameras ohne zu fragen (wegen des autos) über uns herfallen ... paparazzis
doch den luxus der feinen campsites und fast jeden abend was kaltes zum trinken zu bekommen (ohne fridge an bord zu haben), das möchten wir hier auch nicht missen.
aber jeder, wie er möchte
viele grüße
uwe
- Uwe Schmitz
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019
Nach fast 3 Wochen in Namibia verlassen wir es jetzt und beschleunigen unsere Reise ein wenig.
Es geht nach Botswana entlang des Panhandles, so wird der Bereich des Okavango genannt, an dem der Fluss immer breiter wird und mit Schilfgürteln bestanden ist (bildlich gesehen ist dieser Abschnitt des Okavango der Pfannenstiel des Okavango-Deltas).
Unser erster Stop sind die Drotsky Cabins mit Campsite und schön gelegener Bar über dem Fluss. Wir bleiben hier (trotz der Beschleunigung!) einen Tag, weil wir eine ausgiebige Bootstour auf dem Okavango und seinen Schilfkanälen machen wollen, um endlich mal Tiere zu sehen. Unser Bootsführer zeigt uns die verschiedenen wilden Seerosen. Um uns die Tiefe des Flusses an dieser Stelle zu zeigen, rupft er eine der schönen Blüten, die senkrecht vom Flussgrund hochwachsen, heraus: Flusstiefe also nur gut zwei Meter! Da wir besonders an der Entdeckung bisher nicht gesehener Vögel interessiert sind, gibts hier folgendes Neues für uns: Die White-fronted Bee-eater an ihren Nesthöhlen und die Pels Fishing Owl, die zweitgrößte Eule im südlichen Afrika.
Und Hippos schrecken wir natürlich beim Grasen auf ... Durch vor Sonnenuntergang gehts wieder Vollgas zurück zum Anleger. Und dort wartet schon ein riesiges Krokodil auf uns ... und kommt unserem Boot ziemlich schnell näher ... Die Straße entlang des Panhandle hat ziemlich viele Potholes (Schlaglöcher) und bremst uns aus, doch trotzdem muss noch Zeit sein für einen Abstecher zum kulturellen Highlight Nord-Botswanas: Die Tsodilo Hills.
Auf 30 km langer Wellblechpiste durch plattes Land kommen wir zu den 3 Felsen, die den San als heilig gelten: Male Hill, Female Hill und The Child. Dort haben die San, die Ureinwohner dieser Region, seit vielen Jahrhunderten aus rituellen Gründen, Tiere, menschliche Figuren und Symbole auf die Felsen gemalt, die heutzutage nur noch mit Führer (zum Schutz der Felsbilder) besichtigt werden können. Die Wanderung auf und um den Female Hill mit den meisten Darstellungen dauert etwa 3 Stunden, im Licht des nahen Sunset leuchten die Felsen in allen Farben, und erst zum Schluss der Runde kommen wir zur bekanntesten Bilderwand, dem van der Post-Panel, benannt nach dem ersten Europäer, der diese Felsbilder zu sehen bekam. Wir übernachten auch gleich auf der Campsite an Fuss der Hills, dabei passiert ein großes Unglück: der Sitzbezug einer der beiden Stühle, die uns abendliche Bequemlichkeit spendet, reißt ... und Geli muss aus diesem Malheur gerettet wewrden ...
Ab dem nächsten Morgen geht es, immer grob Richtung Süd-Ost, einmal quer durch Botswana und damit durch die Kalahari, allerdings auf gutem Asphalt auf dem Trans Kalahari Highway. Puh, sieht das hier langweilig aus, flaches, spärlich bewachsenes ebenes Land bis an den schnurgeraden Horizont. Hier können wir uns kaum etwas spannendes vorstellen.
Doch was kommt da angeflogen? Eine große Anzahl von White-backed Vultures landen am Straßenrand oder hocken schon dort, um eine totgefahrene Kuh zu zerlegen!
Je weiter wir kommen, desto grüner wird die Landschaft, an den Straßenrändern blühen sogar über lange Strecken Blumen. Es muss wohl in der südlichen Kalahari vermehrt geregnet haben. Über Siedlungen wie Phuduhudu und kleine Städte wie Molepolole und Hatsalatladi fahren wir und wollen Felsgravuren suchen, die in der Karte vermerkt sind. Doch nirgendwo können wir Hinweise oder Schilder zu diesen Sehenswürdigkeiten finden, wir fahren nur viele Kilometer roter Wellblechpiste, bis es Zeit wird, einen Nachtplatz zu finden. Erst nach Sonnenuntergang hinter Mochudi können wir uns ein wenig ins Gelände verkriechen und eine stille Nacht verbringen. Am nächsten Morgen gehts beim kleinen Grenzübergang Sikwane-Derdepoort rüber nach Südafrika. Auf Botswanaseite erhalten wir das alte Carnet ausgestempelt, doch auf RSA-Seite gibt es keinen Customs, nur Stempel in den Reisepaß, so haben wir nun unser Auto nirgendwo registriert ... doch stört uns das?
Von der Grenze weg führt nur eine grausige Piste entlang des Madikwe Game Reserve, und direkt hinter dem Elektrozaun sehen wir dieses Jahr unseren ersten Elefanten ganz nah.
Fortsetzung folgt!
viele Grüße
Uwe
Es geht nach Botswana entlang des Panhandles, so wird der Bereich des Okavango genannt, an dem der Fluss immer breiter wird und mit Schilfgürteln bestanden ist (bildlich gesehen ist dieser Abschnitt des Okavango der Pfannenstiel des Okavango-Deltas).
Unser erster Stop sind die Drotsky Cabins mit Campsite und schön gelegener Bar über dem Fluss. Wir bleiben hier (trotz der Beschleunigung!) einen Tag, weil wir eine ausgiebige Bootstour auf dem Okavango und seinen Schilfkanälen machen wollen, um endlich mal Tiere zu sehen. Unser Bootsführer zeigt uns die verschiedenen wilden Seerosen. Um uns die Tiefe des Flusses an dieser Stelle zu zeigen, rupft er eine der schönen Blüten, die senkrecht vom Flussgrund hochwachsen, heraus: Flusstiefe also nur gut zwei Meter! Da wir besonders an der Entdeckung bisher nicht gesehener Vögel interessiert sind, gibts hier folgendes Neues für uns: Die White-fronted Bee-eater an ihren Nesthöhlen und die Pels Fishing Owl, die zweitgrößte Eule im südlichen Afrika.
Und Hippos schrecken wir natürlich beim Grasen auf ... Durch vor Sonnenuntergang gehts wieder Vollgas zurück zum Anleger. Und dort wartet schon ein riesiges Krokodil auf uns ... und kommt unserem Boot ziemlich schnell näher ... Die Straße entlang des Panhandle hat ziemlich viele Potholes (Schlaglöcher) und bremst uns aus, doch trotzdem muss noch Zeit sein für einen Abstecher zum kulturellen Highlight Nord-Botswanas: Die Tsodilo Hills.
Auf 30 km langer Wellblechpiste durch plattes Land kommen wir zu den 3 Felsen, die den San als heilig gelten: Male Hill, Female Hill und The Child. Dort haben die San, die Ureinwohner dieser Region, seit vielen Jahrhunderten aus rituellen Gründen, Tiere, menschliche Figuren und Symbole auf die Felsen gemalt, die heutzutage nur noch mit Führer (zum Schutz der Felsbilder) besichtigt werden können. Die Wanderung auf und um den Female Hill mit den meisten Darstellungen dauert etwa 3 Stunden, im Licht des nahen Sunset leuchten die Felsen in allen Farben, und erst zum Schluss der Runde kommen wir zur bekanntesten Bilderwand, dem van der Post-Panel, benannt nach dem ersten Europäer, der diese Felsbilder zu sehen bekam. Wir übernachten auch gleich auf der Campsite an Fuss der Hills, dabei passiert ein großes Unglück: der Sitzbezug einer der beiden Stühle, die uns abendliche Bequemlichkeit spendet, reißt ... und Geli muss aus diesem Malheur gerettet wewrden ...
Ab dem nächsten Morgen geht es, immer grob Richtung Süd-Ost, einmal quer durch Botswana und damit durch die Kalahari, allerdings auf gutem Asphalt auf dem Trans Kalahari Highway. Puh, sieht das hier langweilig aus, flaches, spärlich bewachsenes ebenes Land bis an den schnurgeraden Horizont. Hier können wir uns kaum etwas spannendes vorstellen.
Doch was kommt da angeflogen? Eine große Anzahl von White-backed Vultures landen am Straßenrand oder hocken schon dort, um eine totgefahrene Kuh zu zerlegen!
Je weiter wir kommen, desto grüner wird die Landschaft, an den Straßenrändern blühen sogar über lange Strecken Blumen. Es muss wohl in der südlichen Kalahari vermehrt geregnet haben. Über Siedlungen wie Phuduhudu und kleine Städte wie Molepolole und Hatsalatladi fahren wir und wollen Felsgravuren suchen, die in der Karte vermerkt sind. Doch nirgendwo können wir Hinweise oder Schilder zu diesen Sehenswürdigkeiten finden, wir fahren nur viele Kilometer roter Wellblechpiste, bis es Zeit wird, einen Nachtplatz zu finden. Erst nach Sonnenuntergang hinter Mochudi können wir uns ein wenig ins Gelände verkriechen und eine stille Nacht verbringen. Am nächsten Morgen gehts beim kleinen Grenzübergang Sikwane-Derdepoort rüber nach Südafrika. Auf Botswanaseite erhalten wir das alte Carnet ausgestempelt, doch auf RSA-Seite gibt es keinen Customs, nur Stempel in den Reisepaß, so haben wir nun unser Auto nirgendwo registriert ... doch stört uns das?
Von der Grenze weg führt nur eine grausige Piste entlang des Madikwe Game Reserve, und direkt hinter dem Elektrozaun sehen wir dieses Jahr unseren ersten Elefanten ganz nah.
Fortsetzung folgt!
viele Grüße
Uwe
Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019
...Frau Schmitz, das wird schon wieder!
Danke für den tollen Bericht und die schönen Bilder...
LG Susanne&Harry
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LG Susanne&Harry
- Uwe Schmitz
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019
ja,ja, es ist schon wieder !
viele Grüße
Uwe
Uwe
- Uwe Schmitz
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019
Vor uns liegen der Besuch der Nationalparks Pilanesberg und Marakele.
Beide Parks sind nicht besoinders groß, liegen nordwestlich von Johannesburg und werden eher von den Städtern zum Wochenendausflug denn von Touristen aufgesucht. Aber sie sind bekannt für großen Tierreichtum, das heißt, dort gibt es die BIG FIVE zu sehen, ... na, mal sehen.
Im Pilanesberg begrüßt uns gleich ein kapitales Kudu-Männchen direkt neben der Piste. Auf dem weiteren Gamedrive am Abend und am nächsten Morgen bestätigt sich das verheißene: Wir sehen wirklich die Big5, Elefant, Büffel, Rhino, Löwe und Leopard. Aber auch die kleinen Tiere sind wohl nicht ängstlich und kreuzen die Piste, was macht die Schildkröte hier? Wenige hundert Meter weiter kommen wir an einen Damm, in dessen aufgestautem Wasser weitere ihrer Kollegen schwimmen und zu uns zu Aussichtsplattform hochgrinsen. Zebras sind wunderschöne Tiere, und den Schabrakenschakal mochten wir gerne beobachten. Leoparden erlebten wir in ganz spezieller Situation: Ein Vogel war wohl gerade mit einem Fahrzeug kollidiert, der Vogel lag noch auf der Piste, als wir uns mit der Ente näherten. Plötzlich sprang ein junger Leopard aus dem Gebüsch, schnappte sich den Vogel und verschwand damit einige Meter ins Gebüsch. So entstand im Schreck oder bei der Überraschung nur das folgende Bild. Das nächste wurde 5 Minuten später gemacht, als bekannt wurde, das dort im Gebüsch ein Leopard liegt und speist; wir fuhren dann lieber weiter ... Aber auch die Landschaft des Pilanesberg ist beeinbruckend:; der Rest eines uralten Vulkans bildet den Boden für diesen Park, mit tollen Ausblicken ins Umland und vielen heutzutage abgerundeten Hügeln. Am nächsten Nachmittag kommen wir zum Marakele-Park: Er ist zweigeteilt durch eine Straße, westlich die Campsite mit Antilpoengebiet und Rhino-Sanctuary, östlich die Schwarzberge mit dem Kransberg mit 2010m als höchstem Gipfel ... und natürlich den übrigen 4 der BIG 5.
Durch einen Tunnel geht es von westlichen in den abgesicherten östlichen Teil. Ganz früh am Morgen nach Tieren Ausschau haltend wollen wir die Straße zum Kransberg rauf, wegen der tollen Aussicht. Da sollen wir mit unserem Autochen hochkommen? Wir kommen auf steiler, aber betonierter Strecke tatsächlich dort hinauf, und oben gibt es einen kleinen Rundwanderweg, ... und die wilden Tiere, bleiben die sicher unten? Doch erst einmal sehen wir nur schöne Blumen, ein Klipspringer-Pärchen und etliche bunte Vögel. Die Aussicht ist wirklich phänomental, das Land liegt zu unserem Füssen, dort bald wollen wir wieder runter und unten weiter Tiere gucken. Doch es ist nicht zu glauben: Außer einem versteckten Elefanten und einigen Antilopen kriegen wir nix mehr zu sehen. Etwas enttäuscht fahren wir zurück zur Campsite, und dort gibt's dann die abendliche Überraschung: ein Rhino grast auf der Wiese des Campingplatzes. Ich hocke mich zum beobachten und fotografieren nieder und warte unbeweglich: das Kerlchen kommt grasend doch immer näher, bis es mir zu m ulmig wird und ich mich bewege; da biegt das Rhino recht gelassen zur Seite ab und grast weiter: da war aber keine Rhinolänge mehr Platz zwisachen uns! Vom Marakele Park aus geht's an Joburg vorbei nach Osten Richtung Krüger Park, nicht ohne vorher ein kleines Zusammentreffen mit unserem Admin Alexander zu haben, der ja zur Zeit in Joburg lebt und arbeitet. Wir kommen an den Echo Caves vorbei, bisher nix von gehört oder gelesen, fahren wir mal kurz hin.
Durch Gebirgsverschiebungen entstanden, durch Wasser weiter ausgehöhlt, schon vor tausenden von Jahren von den Menschen bewohnt, es wurden Reibschalen und Töpferwaren in der Höhle entdeckt. Dann geht's durch den einzigen Tunnel Südafrikas, den Strijdom-Tunnel, und vorbei am Blyde River Canyon, den wir vor 2 Jahren schon besuchten, über Phalaborwa in den Krüger Nationalpark.
Durch den Park soll es dann über einen ganz kleinem Grenzübergang nach Mozambique gehen (das Carnet muß ja wieder mal ausgestempelt werden). Fortsetzung folgt!
viele Grüße
Uwe
Beide Parks sind nicht besoinders groß, liegen nordwestlich von Johannesburg und werden eher von den Städtern zum Wochenendausflug denn von Touristen aufgesucht. Aber sie sind bekannt für großen Tierreichtum, das heißt, dort gibt es die BIG FIVE zu sehen, ... na, mal sehen.
Im Pilanesberg begrüßt uns gleich ein kapitales Kudu-Männchen direkt neben der Piste. Auf dem weiteren Gamedrive am Abend und am nächsten Morgen bestätigt sich das verheißene: Wir sehen wirklich die Big5, Elefant, Büffel, Rhino, Löwe und Leopard. Aber auch die kleinen Tiere sind wohl nicht ängstlich und kreuzen die Piste, was macht die Schildkröte hier? Wenige hundert Meter weiter kommen wir an einen Damm, in dessen aufgestautem Wasser weitere ihrer Kollegen schwimmen und zu uns zu Aussichtsplattform hochgrinsen. Zebras sind wunderschöne Tiere, und den Schabrakenschakal mochten wir gerne beobachten. Leoparden erlebten wir in ganz spezieller Situation: Ein Vogel war wohl gerade mit einem Fahrzeug kollidiert, der Vogel lag noch auf der Piste, als wir uns mit der Ente näherten. Plötzlich sprang ein junger Leopard aus dem Gebüsch, schnappte sich den Vogel und verschwand damit einige Meter ins Gebüsch. So entstand im Schreck oder bei der Überraschung nur das folgende Bild. Das nächste wurde 5 Minuten später gemacht, als bekannt wurde, das dort im Gebüsch ein Leopard liegt und speist; wir fuhren dann lieber weiter ... Aber auch die Landschaft des Pilanesberg ist beeinbruckend:; der Rest eines uralten Vulkans bildet den Boden für diesen Park, mit tollen Ausblicken ins Umland und vielen heutzutage abgerundeten Hügeln. Am nächsten Nachmittag kommen wir zum Marakele-Park: Er ist zweigeteilt durch eine Straße, westlich die Campsite mit Antilpoengebiet und Rhino-Sanctuary, östlich die Schwarzberge mit dem Kransberg mit 2010m als höchstem Gipfel ... und natürlich den übrigen 4 der BIG 5.
Durch einen Tunnel geht es von westlichen in den abgesicherten östlichen Teil. Ganz früh am Morgen nach Tieren Ausschau haltend wollen wir die Straße zum Kransberg rauf, wegen der tollen Aussicht. Da sollen wir mit unserem Autochen hochkommen? Wir kommen auf steiler, aber betonierter Strecke tatsächlich dort hinauf, und oben gibt es einen kleinen Rundwanderweg, ... und die wilden Tiere, bleiben die sicher unten? Doch erst einmal sehen wir nur schöne Blumen, ein Klipspringer-Pärchen und etliche bunte Vögel. Die Aussicht ist wirklich phänomental, das Land liegt zu unserem Füssen, dort bald wollen wir wieder runter und unten weiter Tiere gucken. Doch es ist nicht zu glauben: Außer einem versteckten Elefanten und einigen Antilopen kriegen wir nix mehr zu sehen. Etwas enttäuscht fahren wir zurück zur Campsite, und dort gibt's dann die abendliche Überraschung: ein Rhino grast auf der Wiese des Campingplatzes. Ich hocke mich zum beobachten und fotografieren nieder und warte unbeweglich: das Kerlchen kommt grasend doch immer näher, bis es mir zu m ulmig wird und ich mich bewege; da biegt das Rhino recht gelassen zur Seite ab und grast weiter: da war aber keine Rhinolänge mehr Platz zwisachen uns! Vom Marakele Park aus geht's an Joburg vorbei nach Osten Richtung Krüger Park, nicht ohne vorher ein kleines Zusammentreffen mit unserem Admin Alexander zu haben, der ja zur Zeit in Joburg lebt und arbeitet. Wir kommen an den Echo Caves vorbei, bisher nix von gehört oder gelesen, fahren wir mal kurz hin.
Durch Gebirgsverschiebungen entstanden, durch Wasser weiter ausgehöhlt, schon vor tausenden von Jahren von den Menschen bewohnt, es wurden Reibschalen und Töpferwaren in der Höhle entdeckt. Dann geht's durch den einzigen Tunnel Südafrikas, den Strijdom-Tunnel, und vorbei am Blyde River Canyon, den wir vor 2 Jahren schon besuchten, über Phalaborwa in den Krüger Nationalpark.
Durch den Park soll es dann über einen ganz kleinem Grenzübergang nach Mozambique gehen (das Carnet muß ja wieder mal ausgestempelt werden). Fortsetzung folgt!
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Uwe
- Uwe Schmitz
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019
Noch ein paar Tiere im Krüger Nationalpark, und dann wollen wir nach Mozambique.
Beginnen wir mit den Morgentieren: Marabuts "hocken" am Flussufer zum Aufwärmen in der Morgensonne, wenig später wird das Frühstück gefangen. Kleine Webervögelchen fliegen öfters vor uns in riesigen Wolken wie auf Kommando aus den Sträuchern auf. Zebras im Dreierpack, alle Größen da! Auf der Strecke vom Mopani Rest Camp nach Shingwedzi kreuzen wir mal wieder den Wendekreis des Steinbocks. Hier scheint die Sonne am Mittag des 21.Juni senkrecht vom Himmel, südlich dieser Linie steht die Sonne mittags immer im Norden. Auf einer Nebenpiste stehen Büffel und versperren uns den Weg. Da ich Büffel aus Ostafrika eher als angriffslustig kennengelernt habe, warten wir in gebührender Entfernung und fahren, als sie sich nicht weiterbewegen, wieder zur Straße zurück. Wir wollen noch ein bißchen mehr über das Verhalten (besonders der großen) Tiere erfahren und buchen in Shingwedzi eine Nachmittagstour bis in die Nacht hinein und haben ein Fahrzeug mit Ranger für uns alleine. Dabei erleben wir dann, dass Büffel die Piste räumen, wenn sich ein Auto nähert, mal sehen, ob wir dass auch noch so erleben werden ... Der Ranger verspricht uns, dass wir im Dunklen Raubtiere erleben werden, und tatsächlich, nach einigem Fahren und Suchen stossen wir auf 2 Löwinnen, die die Piste kreuzen. Im Schein der Taschenlampe sehen wir noch die scheuen Ginsterkatzen und letztendlich noch ein ganzes Rudel Tüpfelhyänen mit Jungen. Unsere weiteren Tierbeobachtungen finden am Ufer des Shingwedzi oder an Wasserlöchern statt. Elefanten sind schon alleine wegen ihres Sozialverhaltens immer beobachtenswert. Hier einige Immpressionen: Hier stehen wir an der nordöstlichsten Ecke des Parks und Südafrikas, dem Crooks Corner am Limpopo, drüben ist Zimbabwe, und flussabwärts beginnt Mozambique, da wollen wir jetzt hin. Die nette südafrikanische Grenzbeamtin wundert sich, dass wir mit so einem kleinen Auto hier über die Grenze wollen, hier sei noch nie ein Auto ohne 4WD rüber gefahren. Sie lässt mich zu den mozambiquischen Kollegen gehen, um zu erfragen, ob denn überhaupt die Visa-Klebis vorrätig wären. Nachdem das geklärt ist, wird noch lange wegen des Carnets diskutiert, bis es abgestempelt ist und wir weiter dürfen mit dem Versprechen, dass wir zurückkommen, wenn der Pistenzustand für unser Fahrzeug zu schwierig würde. Auf der Mozambique-Seite erteilt uns ein sehr freundlicher Beamter das Visum für 50 USD (oder Rand oder Metikais möglich), das Carnet wird gestempelt, und wir dürfen die Piste erkunden.
Sie führt zunächst am Rande des Limpopo-Tals zwischen vielen Baobabs durch, bis wir einen fast märchenhaften Fieberbaumwald durchqueren. Die Piste ist mal grob steinig, mal sandig, aber nie für uns zu schwierig, Sie führt uns durch kleine verstreut liegende Siedlungen mit Häusern einfachster Bauweise, die seltenen Menschen winken schüchtern und verwundert ob des Fahrzeugs. Noch vor Sonnenuntergang erreichen wir das Gate des Limpopo Transfrontier Parks, ohne ein einziges wildes Tier gesehen zu haben. Direkt am Nhampfule Gate gibt es eine Camp Site, auf der wir bleiben, völlig still gelegen und ganz alleine. Am nächsten Morgen müssen wir wieder 5 km zurück zum Abzweig, der zum Limpopo führt, den wir dort über einer Furt kreuzen können sollen. Geli testet zu Fuss den Wasserstand, während ich den Frauen beim Wäsche waschen zusehe. Danach gehts auf glatter Sandpiste noch etwa 20 km weiter, bis wir bei Mapai die Aspaltstraße erreichen, die uns zur Küste bringen wird. Neben der meist guten, selten mit Schlaglöchern verzierten Straße fallen uns immer wieder alte und oft schon zerfallene Häuser aus der portugiesischen Besatzungszeit auf.Bei der Ortschaft Chinhacanine kreuzt die Straße auf einer ersten Brücke den Limpopo, er hat hier erstaunlich viel Wasser. Noch am selben Abend erreichen wir nach 360 km die Küste des Pazifischen Ozeans bei dem Städtchen Praia do Bilene, ein kleiner Badeort an einer großen Lagune. Endlich kann ich das mozambiquische Bier probieren! Fortsetzung folgt!
viele Grüße aus Windhoek schon wieder
Uwe
Beginnen wir mit den Morgentieren: Marabuts "hocken" am Flussufer zum Aufwärmen in der Morgensonne, wenig später wird das Frühstück gefangen. Kleine Webervögelchen fliegen öfters vor uns in riesigen Wolken wie auf Kommando aus den Sträuchern auf. Zebras im Dreierpack, alle Größen da! Auf der Strecke vom Mopani Rest Camp nach Shingwedzi kreuzen wir mal wieder den Wendekreis des Steinbocks. Hier scheint die Sonne am Mittag des 21.Juni senkrecht vom Himmel, südlich dieser Linie steht die Sonne mittags immer im Norden. Auf einer Nebenpiste stehen Büffel und versperren uns den Weg. Da ich Büffel aus Ostafrika eher als angriffslustig kennengelernt habe, warten wir in gebührender Entfernung und fahren, als sie sich nicht weiterbewegen, wieder zur Straße zurück. Wir wollen noch ein bißchen mehr über das Verhalten (besonders der großen) Tiere erfahren und buchen in Shingwedzi eine Nachmittagstour bis in die Nacht hinein und haben ein Fahrzeug mit Ranger für uns alleine. Dabei erleben wir dann, dass Büffel die Piste räumen, wenn sich ein Auto nähert, mal sehen, ob wir dass auch noch so erleben werden ... Der Ranger verspricht uns, dass wir im Dunklen Raubtiere erleben werden, und tatsächlich, nach einigem Fahren und Suchen stossen wir auf 2 Löwinnen, die die Piste kreuzen. Im Schein der Taschenlampe sehen wir noch die scheuen Ginsterkatzen und letztendlich noch ein ganzes Rudel Tüpfelhyänen mit Jungen. Unsere weiteren Tierbeobachtungen finden am Ufer des Shingwedzi oder an Wasserlöchern statt. Elefanten sind schon alleine wegen ihres Sozialverhaltens immer beobachtenswert. Hier einige Immpressionen: Hier stehen wir an der nordöstlichsten Ecke des Parks und Südafrikas, dem Crooks Corner am Limpopo, drüben ist Zimbabwe, und flussabwärts beginnt Mozambique, da wollen wir jetzt hin. Die nette südafrikanische Grenzbeamtin wundert sich, dass wir mit so einem kleinen Auto hier über die Grenze wollen, hier sei noch nie ein Auto ohne 4WD rüber gefahren. Sie lässt mich zu den mozambiquischen Kollegen gehen, um zu erfragen, ob denn überhaupt die Visa-Klebis vorrätig wären. Nachdem das geklärt ist, wird noch lange wegen des Carnets diskutiert, bis es abgestempelt ist und wir weiter dürfen mit dem Versprechen, dass wir zurückkommen, wenn der Pistenzustand für unser Fahrzeug zu schwierig würde. Auf der Mozambique-Seite erteilt uns ein sehr freundlicher Beamter das Visum für 50 USD (oder Rand oder Metikais möglich), das Carnet wird gestempelt, und wir dürfen die Piste erkunden.
Sie führt zunächst am Rande des Limpopo-Tals zwischen vielen Baobabs durch, bis wir einen fast märchenhaften Fieberbaumwald durchqueren. Die Piste ist mal grob steinig, mal sandig, aber nie für uns zu schwierig, Sie führt uns durch kleine verstreut liegende Siedlungen mit Häusern einfachster Bauweise, die seltenen Menschen winken schüchtern und verwundert ob des Fahrzeugs. Noch vor Sonnenuntergang erreichen wir das Gate des Limpopo Transfrontier Parks, ohne ein einziges wildes Tier gesehen zu haben. Direkt am Nhampfule Gate gibt es eine Camp Site, auf der wir bleiben, völlig still gelegen und ganz alleine. Am nächsten Morgen müssen wir wieder 5 km zurück zum Abzweig, der zum Limpopo führt, den wir dort über einer Furt kreuzen können sollen. Geli testet zu Fuss den Wasserstand, während ich den Frauen beim Wäsche waschen zusehe. Danach gehts auf glatter Sandpiste noch etwa 20 km weiter, bis wir bei Mapai die Aspaltstraße erreichen, die uns zur Küste bringen wird. Neben der meist guten, selten mit Schlaglöchern verzierten Straße fallen uns immer wieder alte und oft schon zerfallene Häuser aus der portugiesischen Besatzungszeit auf.Bei der Ortschaft Chinhacanine kreuzt die Straße auf einer ersten Brücke den Limpopo, er hat hier erstaunlich viel Wasser. Noch am selben Abend erreichen wir nach 360 km die Küste des Pazifischen Ozeans bei dem Städtchen Praia do Bilene, ein kleiner Badeort an einer großen Lagune. Endlich kann ich das mozambiquische Bier probieren! Fortsetzung folgt!
viele Grüße aus Windhoek schon wieder
Uwe
Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019
Uwe, du hast den Indischen Ozean erreicht...
Mit freundlichen Grüßen
Rolf
Mit freundlichen Grüßen
Rolf
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Rolf
Rolf
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Angelika Baumann
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019
Ja, das habe ich ihm auch gesagt. Aber er hat nicht auf mich gehört...Cheldon hat geschrieben:Uwe, du hast den Indischen Ozean erreicht.
Viele Grüße
Geli
"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche sich die Welt nie angeschaut haben."
Alexander von Humboldt
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- Uwe Schmitz
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019
Von Praia do Bilene am Indischen Ozean (!) fahren wir Richtung Süden nach Maputo. Auf der Küstenstraße nähern wir uns der Stadtmitte, es ist Sonntag, und jung und alt, schwarz wie weiß, tummeln sich auf der Promenade.
Im Stadtzentrum suchen wir das alte portugiesische Fort, eines der ältesten Gebäude der Stadt. Es ist viel kleiner als erwartet, nicht ein Bollwerk wie zB. Fort Jesus in Mombasa, eher ein paar unmauerte Häuschen. Drinnen ist das Militärmuseum untergebracht, alte Waffen sind ausgestellt, leider ist alles nur auf portugiesisch erklärt.
Wir rollen eine Runde durch die Stadt, alle Läden geschlossen, nix los heute. So schauen wir jetzt mal, wo eines der neuesten, teuersten und berühmtesten Bauwerke der Stadt zu finden ist ... da liegt es schon vor uns.
Es ist die Maputo-Katembe-Bridge, sie verbindet die Hauptstadt mit dem ländlichen Bezirk Katembe, der auf der anderen Seite der Lagune liegt. Sie ist die längste Hängebrücke Afrikas und wurde erst im letzten November (2018) eröffnet.
Die neue Straße von Katembe führt auch zum Grenzort Kosy Bay, wir biegen aber für zwei schöne Badetage am Strand des Indischen (!) Ozeans ab nach Ponta do Ouro, mieten uns ein Hüttchen am Strand und lassen es uns gut gehen.
Dann geht's wieder zurück nach Südafrika. Lange gerade Straßen führen uns entlang des Isimangaliso Wetland Parks und des Mkuze Nationalpark, die wir besuchen und weiter nach Zinkwazi mit einem Camping an einer Lagune. Hier nehmen wir Abschied vom Meer, den Mücken und dem schwülwarmen Klima und fahren um Durban herum in die Drakensberge.
Vorher kommen wir noch in den Midlands am Mandela Memorial vorbei. An dieser Stelle wurde Nelson Mandela 1962 verhaftet und verbrachte danach 27 Jahre im Gefängnis; ein würdiges Kunstwerk an bedeutender Stelle.
In den Drakensbergen fahren wir 3 bekannte Campsites an, von denen aus Wanderungen durch die fantastische Landschaft gemacht werden können.
Unsere erste Tour startet in Injasuti und führt zur Battle Cave, eine der bedeutendsten Fundstätten von Felsmalereien in Südafrika. Der Weg führt in ein weites Tal mit einer Wasserquerung ... Eigentlich darf diese Stelle nur mit Führer aufgesucht werden, doch wegen Nebensaison ist kein Begleiter da, und so dürfen wir (mit Schlüssel für das Gate im Zaun) alleine dorthin wandern. Weitere Ziele in den Drakensbergen sind Monks Cowl und der Royal Natal Nationalpark mit dem berühmten Amphitheater, einer 8 km langen steilen Felswand mit Bergspitzen über 3000 Metern Höhe. Mit diesem wunderschönen Chamäleon, dass wir beinahe auf der Piste überfahren hätten, verabschiede ich mich bis nach dem langen Wochenende. Fortsetzung folgt.
viele Grüße, wieder von zu Hause
Uwe
Unsere erste Tour startet in Injasuti und führt zur Battle Cave, eine der bedeutendsten Fundstätten von Felsmalereien in Südafrika. Der Weg führt in ein weites Tal mit einer Wasserquerung ... Eigentlich darf diese Stelle nur mit Führer aufgesucht werden, doch wegen Nebensaison ist kein Begleiter da, und so dürfen wir (mit Schlüssel für das Gate im Zaun) alleine dorthin wandern. Weitere Ziele in den Drakensbergen sind Monks Cowl und der Royal Natal Nationalpark mit dem berühmten Amphitheater, einer 8 km langen steilen Felswand mit Bergspitzen über 3000 Metern Höhe. Mit diesem wunderschönen Chamäleon, dass wir beinahe auf der Piste überfahren hätten, verabschiede ich mich bis nach dem langen Wochenende. Fortsetzung folgt.
viele Grüße, wieder von zu Hause
Uwe
- Uwe Schmitz
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- Registriert: So 31. Jul 2005, 19:07
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Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019
Da das Wetter im Bereich der Drakensberge so gut ist, wollen wir ein wenig über die Grenze nach Lesotho fahren, mal kurz erleben, was da so los ist.
Also umfahren wir in großem Bogen den Sterkfontein Dam, ein wahres Meer in seiner Ausdehnung, und steuern einen kleinen Grenzübergang ganz im Nordosten Lesothos an, Monantsa hinter dem gleichnamigen Pass in 2200m Höhe. Die steile Straße ist gepflastert, mit vielen riesigen Humps, die auch Regenwasser von der Straße leiten sollen. Schnell und unkompliziert wird der Reisepaß ausgestempelt, dann kommt das Grenzschild, eine 20 cm tiefe Stufe, wir plumsen auf einen groben Weg und sind in Lesotho!
Erst einige Kilometer weiter steht ein Container am Wegesrand, eine freundliche Dame vom Zoll stempelt unseren Paß, hat Spass an unserem Auto und erklärt uns: "The roads are veeerrry bad here!"
Da hat sie recht.
Der Caledon bildet hier die Grenze zwischen den beiden Ländern, wir folgen ihm anfangs in engem Tal, das später immer breiter, gefälliger und mit runden Hügeln gesäumt wird.
Die Piste steigt steil an und fällt noch steiler wieder an den Fluss runter, tiefe Wasserauspülungen wechseln sich ab mit grobsteinigen Passagen, wir die arme Ente durchklettern muss, zum Glück gibts außer einigen Fußgängern keinen Verkehr, der uns zusätzlich behindert hätte.
Aber Zeit zum Bilder machen habe ich keine, wir wollen nicht in dieser Höhe draussen übernachten und schaffen es tatsächlich noch, nach 5 Stunden die 60km Piste und nochmal 40km bis Leribe / Hlotse zu fahren und dort im Bird Haven Guesthouse ein wunderschönes kleiner Zimmer zu bekommen, mit Heizdecken im Bett!
Am nächsten Morgen wollen wir uns Dinosaur Tracks im Tal des Caledon ansehen, doch mittlerweile muss man Eintritt zahlen, um im Flussbett unter Wasser einige Vertiefungen zu sehen, die uns als Fußspuren von Sauriern erklärt werden.
So fahren wir noch einen kleinen Bogen durch die Berge und durch die Orte Ha Nyenye Matsoaneng und Ha-Maputsoe schon wieder zur Grenze nach Südafrika.
Hier beginnt nun unsere lange Rückfahrt nach Windhoek.
Eine Nacht verbringen wir im Nature Reserve am Bloemhof Damm und erleben nach dem tollen sunset einen grandiosen Vollmond-Aufgang über dem See. Um nicht wieder die gleiche Strecke wie 2017 über Upington zu fahren, biegen wir bei Kuruman nach Norden ab und fahren die Schotterstraße über van Zylsrus, das erste Stück neu asphaltiert, später schauerliche Wellblechpiste, die uns viel Zeit kostet (unsere unterste Straßen-Kategorie: 17-21 km/h). So erreichen wir nicht mehr unser geplantes Ziel, sondern übernachten direkt am Zaun abseits der tieferliegenden Piste, etwas sichtgeschützt durch einige Büsche. Am nächsten Mittag erreichen wir das Kalahari Trails Camp. Hier gibt es ein Meerkat(Suricat)-Project, das wir uns gerne näher anschauen. Halt, das hier oben ist kein Erdmännchen, sondern eine whitetailed Mongoose, die auch gerne die Löcher der Erdmännchen benutzt.
Weiter gehts für 2 Nächte zum Twee Rivieren Camp Site im Kgalakgadi Nat.Park, wir haben vorgebucht, weil sonst der Grenzübertritt von RSA nach Namibia nicht erlaubt wird.
Also nochmals Tiere: Auch das sind wieder keine Erdmännchen, sondern Ground Squirrels (Erdhörnchen), die ihren Schwanz zum Schattenspenden hochstellen können. Wieder mal (wie 2017) keine Kalahari-Löwen gesehen, schade. Also die letzte Nacht im Twee Rivieren Camp, und am nächsten Morgen Gas geben (50 km/h sind im Park erlaubt), damit wir mittags die 120km nach Mata Mata und die NAM-Einreise erledigt haben. Und dann passiert's: In einer Kurve zwischen Büschen schrecke ich einen auf der Piste ruhenden Löwen auf, vor lauter eigenem Schreck gibt's erst das Foto, als er ganz entspannt ein Stück neben der Piste steht. Und als ob das nicht genug wäre, läuft 10 min. später noch ein weiterer Löwe das Auob-Tal hoch, um sich ablichten zu lassen. Jetzt läuft's aber nur noch ungestört bis nach Windhoek. Letzter Fotostop am Wendekreis des Steinbocks (den Pfosten ein wenig verzieren) und schon sind wir wieder auf dem Urban Camp. Einen Tag Zeit haben wir, um alles zu reinigen, sortieren und uns und unser Gepäck flugfertig zu machen. Dann startet unsere Abendmaschine pünktlich zurück nach Frankfurt. Ich hoffe, es hat euch Spass gemacht, uns auf der großen Runde durchs südliche Afrika zu begleiten.
Einige Daten dazu:
9600km in 60 Tagen (sind im mittel 155km pro Tag ...)
Temperaturen zwischen 6° am Morgen in Lesotho und mitte 30° am Okavango, Regen nur die ersten Tage in Windhoek und am Erongo-Gebirge.
Pannen: Nach 10000km diesmal (und 36500km seit Verschiffung nach Namibia 2016) hat sich die Ente super geschlagen:
- 1x Druckverlust am Reifen: neuen Ventilschaft eingesetzt;
- Auspuff laut, kaputt?: Auspuffschellen mit Dichtmasse versehen und nachgezogen;
- Tank am Tankgeber undicht, wenn vollgetankt: nach erfolglosen Abdichtversuchen wird jetzt nicht mehr volltankt, halb voll reicht immer noch für über 500km!
- Blinker und Alarmanlage gehen nicht mehr: Masseproblem, is mir egal ...
- Das war's schon!
Und krank geworden sind wir auch nie, das behindert doch nur das Reisen
Alles in allem hat es uns wieder sehr gut gefallen, es nerven uns nur nach wie vor die unendlichen Zäune entlang der Straßen, der ganze Aufwand rund ums Fliegen (frühes Buchen, Handgepäck- und Hauptgepäckabstimmung, was darf eigentlich nicht mit, oder wohin?) und die vielen Paparazzi, Einheimische wie Touristen, die uns ständig und ungehemmt mit Handys und Kameras ungefragt ablichten ... auch wenn ich eigentlich Fragen beantworten und Autochen erklären gerne mag.
Mal sehen, wann es das nächste Mal da runter geht!
viele Grüße
Uwe
Also umfahren wir in großem Bogen den Sterkfontein Dam, ein wahres Meer in seiner Ausdehnung, und steuern einen kleinen Grenzübergang ganz im Nordosten Lesothos an, Monantsa hinter dem gleichnamigen Pass in 2200m Höhe. Die steile Straße ist gepflastert, mit vielen riesigen Humps, die auch Regenwasser von der Straße leiten sollen. Schnell und unkompliziert wird der Reisepaß ausgestempelt, dann kommt das Grenzschild, eine 20 cm tiefe Stufe, wir plumsen auf einen groben Weg und sind in Lesotho!
Erst einige Kilometer weiter steht ein Container am Wegesrand, eine freundliche Dame vom Zoll stempelt unseren Paß, hat Spass an unserem Auto und erklärt uns: "The roads are veeerrry bad here!"
Da hat sie recht.
Aber Zeit zum Bilder machen habe ich keine, wir wollen nicht in dieser Höhe draussen übernachten und schaffen es tatsächlich noch, nach 5 Stunden die 60km Piste und nochmal 40km bis Leribe / Hlotse zu fahren und dort im Bird Haven Guesthouse ein wunderschönes kleiner Zimmer zu bekommen, mit Heizdecken im Bett!
Am nächsten Morgen wollen wir uns Dinosaur Tracks im Tal des Caledon ansehen, doch mittlerweile muss man Eintritt zahlen, um im Flussbett unter Wasser einige Vertiefungen zu sehen, die uns als Fußspuren von Sauriern erklärt werden.
So fahren wir noch einen kleinen Bogen durch die Berge und durch die Orte Ha Nyenye Matsoaneng und Ha-Maputsoe schon wieder zur Grenze nach Südafrika.
Hier beginnt nun unsere lange Rückfahrt nach Windhoek.
Eine Nacht verbringen wir im Nature Reserve am Bloemhof Damm und erleben nach dem tollen sunset einen grandiosen Vollmond-Aufgang über dem See. Um nicht wieder die gleiche Strecke wie 2017 über Upington zu fahren, biegen wir bei Kuruman nach Norden ab und fahren die Schotterstraße über van Zylsrus, das erste Stück neu asphaltiert, später schauerliche Wellblechpiste, die uns viel Zeit kostet (unsere unterste Straßen-Kategorie: 17-21 km/h). So erreichen wir nicht mehr unser geplantes Ziel, sondern übernachten direkt am Zaun abseits der tieferliegenden Piste, etwas sichtgeschützt durch einige Büsche. Am nächsten Mittag erreichen wir das Kalahari Trails Camp. Hier gibt es ein Meerkat(Suricat)-Project, das wir uns gerne näher anschauen. Halt, das hier oben ist kein Erdmännchen, sondern eine whitetailed Mongoose, die auch gerne die Löcher der Erdmännchen benutzt.
Weiter gehts für 2 Nächte zum Twee Rivieren Camp Site im Kgalakgadi Nat.Park, wir haben vorgebucht, weil sonst der Grenzübertritt von RSA nach Namibia nicht erlaubt wird.
Also nochmals Tiere: Auch das sind wieder keine Erdmännchen, sondern Ground Squirrels (Erdhörnchen), die ihren Schwanz zum Schattenspenden hochstellen können. Wieder mal (wie 2017) keine Kalahari-Löwen gesehen, schade. Also die letzte Nacht im Twee Rivieren Camp, und am nächsten Morgen Gas geben (50 km/h sind im Park erlaubt), damit wir mittags die 120km nach Mata Mata und die NAM-Einreise erledigt haben. Und dann passiert's: In einer Kurve zwischen Büschen schrecke ich einen auf der Piste ruhenden Löwen auf, vor lauter eigenem Schreck gibt's erst das Foto, als er ganz entspannt ein Stück neben der Piste steht. Und als ob das nicht genug wäre, läuft 10 min. später noch ein weiterer Löwe das Auob-Tal hoch, um sich ablichten zu lassen. Jetzt läuft's aber nur noch ungestört bis nach Windhoek. Letzter Fotostop am Wendekreis des Steinbocks (den Pfosten ein wenig verzieren) und schon sind wir wieder auf dem Urban Camp. Einen Tag Zeit haben wir, um alles zu reinigen, sortieren und uns und unser Gepäck flugfertig zu machen. Dann startet unsere Abendmaschine pünktlich zurück nach Frankfurt. Ich hoffe, es hat euch Spass gemacht, uns auf der großen Runde durchs südliche Afrika zu begleiten.
Einige Daten dazu:
9600km in 60 Tagen (sind im mittel 155km pro Tag ...)
Temperaturen zwischen 6° am Morgen in Lesotho und mitte 30° am Okavango, Regen nur die ersten Tage in Windhoek und am Erongo-Gebirge.
Pannen: Nach 10000km diesmal (und 36500km seit Verschiffung nach Namibia 2016) hat sich die Ente super geschlagen:
- 1x Druckverlust am Reifen: neuen Ventilschaft eingesetzt;
- Auspuff laut, kaputt?: Auspuffschellen mit Dichtmasse versehen und nachgezogen;
- Tank am Tankgeber undicht, wenn vollgetankt: nach erfolglosen Abdichtversuchen wird jetzt nicht mehr volltankt, halb voll reicht immer noch für über 500km!
- Blinker und Alarmanlage gehen nicht mehr: Masseproblem, is mir egal ...
- Das war's schon!
Und krank geworden sind wir auch nie, das behindert doch nur das Reisen
Alles in allem hat es uns wieder sehr gut gefallen, es nerven uns nur nach wie vor die unendlichen Zäune entlang der Straßen, der ganze Aufwand rund ums Fliegen (frühes Buchen, Handgepäck- und Hauptgepäckabstimmung, was darf eigentlich nicht mit, oder wohin?) und die vielen Paparazzi, Einheimische wie Touristen, die uns ständig und ungehemmt mit Handys und Kameras ungefragt ablichten ... auch wenn ich eigentlich Fragen beantworten und Autochen erklären gerne mag.
Mal sehen, wann es das nächste Mal da runter geht!
viele Grüße
Uwe
Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019
ja, sehr. vielen dank fürs mitnehmenUwe Schmitz hat geschrieben: Ich hoffe, es hat euch Spass gemacht, uns auf der großen Runde durchs südliche Afrika zu begleiten.
Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019
x2schnorr hat geschrieben:ja, sehr. vielen dank fürs mitnehmenUwe Schmitz hat geschrieben: Ich hoffe, es hat euch Spass gemacht, uns auf der großen Runde durchs südliche Afrika zu begleiten.
Gruß Albatross
Wer Tippfehler findet darf sie behalten

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Angelika Baumann
- Beiträge: 404
- Registriert: So 31. Jul 2005, 21:48
- Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Re: Mit der Ente durchs südliche Afrika 2019
Hallo zusammen,
noch eine kleine "Zugabe"
Viele Grüße
Geli
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Geli
"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche sich die Welt nie angeschaut haben."
Alexander von Humboldt
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