Angola - Umfahrung über DR Kongo / Lubumbashi ?

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Uwe Schmitz
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Re: Angola - Umfahrung über DR Kongo / Lubumbashi ?

Beitrag von Uwe Schmitz »

Ah, wie schön, achim,
ich danke dir!
im winter 1989/90 bin ich ja mit meiner ente (eben jener, die die letzten 4 jahre in namibia und umgebung entspannen durfte!) durch den damaligen zaire gefahren, von bangui kommend über lisala und bumba und entlang des zaire-flusses nach kisangani, weiter über epulu, beni, goma und raus nach ruanda.
heute kann ich mir die schwierigkeiten, die wir damals hatten, gar nicht mehr vorstellen und habe nur die wenigen dias, ich ich damals gemacht habe, und meine spärlichen tagebucheinträge als erinnerung.
ich habe später immer gesagt, nie wieder durch zaire, egal womit, aber es war das abenteuer meines lebens!
vielleicht sollte ich mir dieses buch zur auffrischung meiner erinnerungen auch besorgen ...
viele grüße und guts nächtle
uwe
ursula
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Re: Angola - Umfahrung über DR Kongo / Lubumbashi ?

Beitrag von ursula »

guten Tag zusammen

jetzt musste ich doch schmunzeln und staunen, wie viele Leute sich in meine alte Heimat gewagt haben!
2 Jahre habe ich in Lubumbashi gelebt und in den "Ferien" sind wir jeweils mit unserem R4 und der Michelin Karte nach Lusaka und an die Victoria Falls gefahren.
Auch die Umgebung von Lubumbashi bot einige besuchenswerte Ziele, der Busch mit den grünen Baggerseen der Kupferminen
oder Chililabombwe im nahegelegenen Sambia.

Wie schon andere bemerkt haben, war es immer eine Herausforderung an Mensch und Auto, es bleiben die die Erinnerungen, die schrecklichen und die unvergesslich schönen!

Grüsse aus Züri
Ursula
Die Fotos und die Super 8 Filmchen blieben wegen der «überstürzten» Abreise unten
Birgitt
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Re: Angola - Umfahrung über DR Kongo / Lubumbashi ?

Beitrag von Birgitt »

Hallo Ursula,

zwei Jahre Lubumbashi? Wow!

Wie schade, dass die Fotos unten geblieben sind! Das wäre wirklich zu schön gewesen, wenn du uns die hättest zeigen können. Das ist eine spannende Ecke Afrikas.

Und wenn ich mir vorstelle, Uwe hätte damals schon sein Foto-Equipment von heute gehabt, wären es nun nicht "nur" ein paar (damals sehr teure) Dias, sondern seine Lichtbildaufnahmen von unten und oben ;-) würden einen mehrseitigen Thread hier füllen. Ich habe mir das gerade mal auf der Michelin angesehen. Eine absolut coole Tour!

@ Uwe:
Wieso eigentlich nie wieder Zaire? Hat es dich nicht irgendwann nochmal "gejuckt"?

Viele Grüße
Birgitt
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Achim Vogt
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Re: Angola - Umfahrung über DR Kongo / Lubumbashi ?

Beitrag von Achim Vogt »

Vielleicht sollten wir in 2024 - dann ist es bei Uwe 35 Jahre her - eine WüSchi-Sur-Re-Vival-Tour organisieren, mit ein paar mehr Fahrzeugen ...

@ Birgitt: Hast Du Dir auf der Michelin-Karte die Tour von Uwe angeschaut? Die aus dem Buch ging nämlich so: Kinshasa - Kikwit - Kananga (so weit, so normal, aber dann ...) - Lodja - Lomela - Ikela - Ekoli - Kisangani und dann eben raus nach Juba! Diese Süd-Nord-Durchquerung ist schon ziemlich einmalig (und so klingt es in dem Buch auch), denn die allermeisten sind eben von Kinshasa über Kananga nach Lubumbashi oder eben oben wie Uwe von Bangui nach Kisangani gefahren.

Viele Grüße
Achim
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Uwe Schmitz
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Re: Angola - Umfahrung über DR Kongo / Lubumbashi ?

Beitrag von Uwe Schmitz »

hallo birgitt,
zuviele gründe gabs, dass es nie mehr gejuckt hat.
wir wollten von west- rüber nach ostafrika, von der feuchtwarmen küste in togo nochmal nen großen bogen ins trockene nordnigeria (die heutigen boko-haram-gebiete), dann wieder runter ins schwül-warme küstengebiet bei douala. ab da änderte sich das klima kaum noch, mal mehr mal weniger schwül, und gerade abends stieg die luftfeuchtigkeit ins unerträgliche ... und dann zu zweit (mit moskitonetz, und dieses bloss nicht berühren) in der engen ente; ich kam mir bisweilen vor, als hätte ich tagelang nicht richtig geschlafen ...
dann der zeitliche druck: jeden tag so weit wie möglich kommen, um das kongobecken hinter sich zu haben, wenn die regenzeit beginnt!
und bei all den belastungen (auch mit dem nicht ganz optimalen auto hier unterwegs zu sein :lach: ) waren auch noch die leute am pistenrand nervig; "you-you-you", "gimmy money" etc., kein bisken freundlich oder hilfsbereit (auch nicht auf der eher selten befahrenen strecke von lisala nach kis am zaire entlang). von den ruwenzori-bergen bis zur ruandagrenze bei goma waren wir alleine unterwegs, niemand war bereit, uns mal ein stück in 'nem matschefeld anzuschieben, "only 10 dollars!"

wir mussten durch, wir haben's geschafft (oft aber nur mithilfe des begleitenden toyotas), aber danach waren wir platt, die energie reichte noch für die vielen nationalparks in kenia (die waren da noch richtig billig) und 'ne mt.meru-besteigung, dann war nach 5 letzten wochen an der tiwi-beach ende der transafrika-reise, der weitere (und einfachere) weg in den süden war für uns für jahre erledigt.
es war - wie schon gesagt - das abenteuer unseres lebens, aber diese art von abenteuer brauche ich kein zweites mal, egal wie und womit.

durch den Zaire ...
durch den Zaire ...

ich sehne mich - als arabistan-begeisterter - nach noch ein paar tollen reisen durch die sahara oder den nahen osten - inshallah bukra ...
viele grüße
uwe
Heinz
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Re: Angola - Umfahrung über DR Kongo / Lubumbashi ?

Beitrag von Heinz »

Hallo Birgitt, hallo Uwe und Achim, wir sind die Strecke nach Kisangani ein Jahr vor Uwe gefahren.
Mit dem richtigen Auto würde ich nochmal fahren.
Grüße Heinz

20180612_150200.jpg
Wasserstraße.jpg
Brückenarbeiten.jpg
Turi
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Re: Angola - Umfahrung über DR Kongo / Lubumbashi ?

Beitrag von Turi »

Hallo Achim

Habe das erst jetzt gelesen:
"Vielleicht sollten wir in 2024 - dann ist es bei Uwe 35 Jahre her - eine WüSchi-Sur-Re-Vival-Tour organisieren, mit ein paar mehr Fahrzeugen ..."

Das wäre schon mal was, habe die Kongolesen, zumindest die Offiziellen, zwar nicht in sooo guter Erinnerung, das Land würde mich aber sicher nochmal reizen.
Vorausgesetzt die Welt würde mal wieder normal, wären wir sicher dabei.

liebe Grüsse
Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Surfy
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Re: Angola - Umfahrung über DR Kongo / Lubumbashi ?

Beitrag von Surfy »

Wer Abenteuer sucht, sollte nicht das schon bekannte suchen.

Ich empfehle da - einfach etwas neues - um Entäuschungen zu vermeiden.

Hab gerade wegen meiner eigenen Reisepläne die berüchtigten Tracks auf der Transsibiria recherchiert - und zumindest die Rob (road of bones) hat da doch enttäuscht. Für Motorradfahrer ein Abenteuer, im 4x4 toll - aber nicht wirklich die Herausforderung wie einige Berichte und Videos dem Betrachter suggerieren möchten.

Surfy
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Uwe Schmitz
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Re: Angola - Umfahrung über DR Kongo / Lubumbashi ?

Beitrag von Uwe Schmitz »

Surfy hat geschrieben:
Di 1. Jun 2021, 15:09
Wer Abenteuer sucht, sollte nicht das schon bekannte suchen.
35 jahre später kann man beim kongo nicht mehr von bekanntem sprechen, war schließlich damals der zaire. :roll:
Surfy hat geschrieben:
Di 1. Jun 2021, 15:09
Ich empfehle da - einfach etwas neues - um Entäuschungen zu vermeiden.
die erste enttäuschung für alle anderen ist vorprogrammiert:
ich würde da bestimmt nicht mitfahren.
über ägypten-sudan-äthiopien vielleicht nochmal, aber nicht dort im klebrig-nassen ... :shake:
Surfy hat geschrieben:
Di 1. Jun 2021, 15:09
Hab gerade wegen meiner eigenen Reisepläne die berüchtigten Tracks auf der Transsibiria recherchiert - und zumindest die Rob (road of bones) hat da doch enttäuscht. Für Motorradfahrer ein Abenteuer, im 4x4 toll - aber nicht wirklich die Herausforderung wie einige Berichte und Videos dem Betrachter suggerieren möchten.
Surfy
ich hab gute bekannte, die sind 2016 und 2018 im fernen sibirien unterwegs gewesen, jeweils von hier aus, mit T3 syncro. 2016 kamen sie nur bis jakutzk, die weitere Kolyma-(knochen-)strasse bis zum ochotskischen meer war vom dauerregen zerstört. beim zweiten versuch gelang es bis nach magadan, der östlichsten auf "strassen" erreichbaren stadt der welt. doch die fotos die ich zu sehen bekam, reizten mich garnicht in diese richtung:
ewiglange hügel und berge mit birken und kiefern, der strand bei magadan ähnelt etwas der französischen atlantikküste, holzhäuser überall ähnlich wie in schweden ... neee, da bietet afrika schon mehr!

ich finde: die achse des wechsels von kulturen, naturen und mehr liegt von nord nach süd.
jedem sein ziel mit gewünschtem schwierigkeitsgrad: unseres liegt grad wieder verstärkt richtung namibia und nachbarn.

frohes reisen wünscht euch
uwe
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