Senegal - Einreise mit Wohnmobil bzw. Expeditionsmobil (3.5T) und Älter als 8 Jahre
Moderator: Moderatoren
Senegal - Einreise mit Wohnmobil bzw. Expeditionsmobil (3.5T) und Älter als 8 Jahre
Hallo,
wir fahren einen Landcruiser (eingetragen als Wohnmobil bzw. Expeditionsmobil, Zulassung von 2005 und bis 3.5T) und beabsichtigen evtl über Marokko, Mauretanien in den Senegal und Gambia zu reisen.
Ich lese überall, dass "die Einfuhr von einem PKW in den Senegal den geltenden senegalesischen Zollvorschriften unterliegt. Gemäß Dekret vom 12.04.2012 ist die Einfuhr von PKWs und Nutzfahrzeugen bis zu 3,5 Tonnen verboten, sofern diese älter als 8 Jahre sind."
1) Habe ich überhaupt eine Chance mit unserem Landy in den Senegal zu reisen (ja/nein)?
2) Fall ja, unter welchen Bedingungen und für wie lange?
Vielen Dank
Holger
wir fahren einen Landcruiser (eingetragen als Wohnmobil bzw. Expeditionsmobil, Zulassung von 2005 und bis 3.5T) und beabsichtigen evtl über Marokko, Mauretanien in den Senegal und Gambia zu reisen.
Ich lese überall, dass "die Einfuhr von einem PKW in den Senegal den geltenden senegalesischen Zollvorschriften unterliegt. Gemäß Dekret vom 12.04.2012 ist die Einfuhr von PKWs und Nutzfahrzeugen bis zu 3,5 Tonnen verboten, sofern diese älter als 8 Jahre sind."
1) Habe ich überhaupt eine Chance mit unserem Landy in den Senegal zu reisen (ja/nein)?
2) Fall ja, unter welchen Bedingungen und für wie lange?
Vielen Dank
Holger
Re: Senegal - Einreise mit Wohnmobil bzw. Expeditionsmobil (3.5T) und Älter als 8 Jahre
Hallo Holger,
Ruf mal Idoumou per WhatsApp an. Der weiß da sicher Bescheid. Er hat ein Reiseunternehmen in Mauretanien.
+222 46 44 24 21
Sag ihm bitte schöne Grüße von Wolf (Wolfgang können die Leute in Mauretanien nicht aussprechen
)
Ruf mal Idoumou per WhatsApp an. Der weiß da sicher Bescheid. Er hat ein Reiseunternehmen in Mauretanien.
+222 46 44 24 21
Sag ihm bitte schöne Grüße von Wolf (Wolfgang können die Leute in Mauretanien nicht aussprechen
Der Virus Africanus hat schon so manchen erwischt. Auch nach mehreren und immer wieder kehrenden Besuchen des Kontinents bin ich immer noch genauso infiziert wie am Anfang. So sehr ich es auch versuche: ich krieg ihn nicht los!!! 
Viele Grüße Wolfgang
Viele Grüße Wolfgang
Re: Senegal - Einreise mit Wohnmobil bzw. Expeditionsmobil (3.5T) und Älter als 8 Jahre
Danke, werde ich machen 
-
middeldorfklaus3
- Beiträge: 423
- Registriert: So 11. Sep 2022, 19:29
Re: Senegal - Einreise mit Wohnmobil bzw. Expeditionsmobil (3.5T) und Älter als 8 Jahre
Laut den Infos im forum ist nur eine gewisse Zeit für den Transit möglich, also nur keine Möglichkeit für einen Urlaub. Die Bamako-rally zb wird ja auch nur mit alten Autos durchgeführt und die geht auch durch den Senegal
-
Michael Hausmann
- Beiträge: 171
- Registriert: Mo 11. Nov 2019, 13:14
- Wohnort: Kevelaer
Re: Senegal - Einreise mit Wohnmobil bzw. Expeditionsmobil (3.5T) und Älter als 8 Jahre
Soweit in meinem Senegal-Threat zu erfahren war, geht es bei der Zeitbregenzung lediglich um die begrenzte Zeit von normal 2 (bis 5 bei Bakschisch-Zahlung) Tagen, um das Carnet nach der Einreise aus Norden in Dakar stempeln zu lassen.middeldorfklaus3 hat geschrieben: ↑Mi 15. Nov 2023, 14:38Laut den Infos im forum ist nur eine gewisse Zeit für den Transit möglich, also nur keine Möglichkeit für einen Urlaub. Die Bamako-rally zb wird ja auch nur mit alten Autos durchgeführt und die geht auch durch den Senegal
Re: Senegal - Einreise mit Wohnmobil bzw. Expeditionsmobil (3.5T) und Älter als 8 Jahre
Kurzes Update vom 16 Nov 2023 (Einreise Wohnmobil Senegal bis 3.5T und Älter als 8 Jahre)
Ich habe heute mit Idoumou gesprochen. Er wollte ein Foto vom Auto und den Papieren via WhatsApp haben. Habe ich ihm auch geschickt. Laut seinen Aussagen wäre alles kein Problem und "we fix that all the time. Really don’t worry"
Carnet de Passage "The carnet de passage is better , it help"
Details wie die das machen hat er mir nicht mitgeteilt. Nach Kosten habe ich nicht gefragt
...und viele Grüße zurück an Wolf
Ich habe heute mit Idoumou gesprochen. Er wollte ein Foto vom Auto und den Papieren via WhatsApp haben. Habe ich ihm auch geschickt. Laut seinen Aussagen wäre alles kein Problem und "we fix that all the time. Really don’t worry"
Carnet de Passage "The carnet de passage is better , it help"
Details wie die das machen hat er mir nicht mitgeteilt. Nach Kosten habe ich nicht gefragt
...und viele Grüße zurück an Wolf
Re: Senegal - Einreise mit Wohnmobil bzw. Expeditionsmobil (3.5T) und Älter als 8 Jahre
Ola,
Auf der Seite der zebrabar steht dazu folgendes:
(Auszug in Kopie)
„Einreise von Mauretanien nach Senegal
Die Einreisebestimmungen ändern sich laufend und wir stehen gerne zur Verfügung, um aktuelle Auskünfte zu geben.
Carnet de passage en douane
Ein “carnet de passage” (cdp), das in Dakar abgestempelt werden muss, vereinfacht den Aufenthalt in Senegal. In Rosso oder Diama erhält ihr ein passavant für einige Tage, bis ihr das cdp in Dakar abstempeln lässt.
Falls ihr kein cdp habt, könnt ihr bei der Einreise in Diama oder Rosso ein “passavant” für momentan 250 Euros kaufen. Es ist 10 Tage gültig und kann zwei Mal für je 15 Tage (40 Tage total) verlängert werden - in St. Louis, Dakar, Kaolack und Ziguinchor.“
In wie weit das aktuell ist, kann ich nicht sagen ……. Aber es deckt sich ja mit den hier schon geteilten Infos …….
Beste Grüße
Jochen
Auf der Seite der zebrabar steht dazu folgendes:
(Auszug in Kopie)
„Einreise von Mauretanien nach Senegal
Die Einreisebestimmungen ändern sich laufend und wir stehen gerne zur Verfügung, um aktuelle Auskünfte zu geben.
Carnet de passage en douane
Ein “carnet de passage” (cdp), das in Dakar abgestempelt werden muss, vereinfacht den Aufenthalt in Senegal. In Rosso oder Diama erhält ihr ein passavant für einige Tage, bis ihr das cdp in Dakar abstempeln lässt.
Falls ihr kein cdp habt, könnt ihr bei der Einreise in Diama oder Rosso ein “passavant” für momentan 250 Euros kaufen. Es ist 10 Tage gültig und kann zwei Mal für je 15 Tage (40 Tage total) verlängert werden - in St. Louis, Dakar, Kaolack und Ziguinchor.“
In wie weit das aktuell ist, kann ich nicht sagen ……. Aber es deckt sich ja mit den hier schon geteilten Infos …….
Beste Grüße
Jochen
[:o]==[o:]
Re: Senegal - Einreise mit Wohnmobil bzw. Expeditionsmobil (3.5T) und Älter als 8 Jahre
Hallo Holger,
wir sind seit Weihnachten mit unserem 7,5t ExMo von 1986 im Senegal. Wir haben ein Carnet und mussten das innerhalb von fünf Tagen in Dakar abstempeln lassen. Bisher alles problemlos.
Viele Grüße
Diana
wir sind seit Weihnachten mit unserem 7,5t ExMo von 1986 im Senegal. Wir haben ein Carnet und mussten das innerhalb von fünf Tagen in Dakar abstempeln lassen. Bisher alles problemlos.
Viele Grüße
Diana
- Achim Vogt
- Moderator
- Beiträge: 2853
- Registriert: Fr 2. Jan 2009, 19:32
- Wohnort: Kampala / Uganda
Re: Senegal - Einreise mit Wohnmobil bzw. Expeditionsmobil (3.5T) und Älter als 8 Jahre
Danke, liebe Diana, das ist eine sehr wichtige Info und sehr hilfreich! Mehr davon
Viele Grüße
Achim
Viele Grüße
Achim
-
skrewdriver
- Beiträge: 750
- Registriert: Fr 9. Mär 2012, 08:24
- Wohnort: grossraum stuttgart
Re: Senegal - Einreise mit Wohnmobil bzw. Expeditionsmobil (3.5T) und Älter als 8 Jahre
hallo
war mit meinem bremach mind.4x in mauretanien,senegal und gambia.das fahrzeug ( Bremach extrem ) hatte laut papiere 3,5 t und war älteren datums.
mit einem carnet war der grenzübergang hin und her nie ein problem.
deshalb frage ich mich immer wieder-was gibt es für einen grund es ohne zu versuchen? das ist doch alles bekannt.
und die leute die es ohne versuchen,das sind die die hinterher behaupten die grenzer seien kurrupt.
die grenzer verlangen dann ohne carnet zusätzlich "gebühren".
und diese vorgehensweise erschwert nur den grenzübertritt.
das carnet wurde teilweise,je nach grenzbeamten und vorhandener stempel,sogar in diama gestempelt.
über rosso bin ich nie gefahren,da dies laut berichte nicht so toll sein.
und dann eventuell das carnet in dakar stempeln zu lassen ,ist wirklich kein problem.
matthias
war mit meinem bremach mind.4x in mauretanien,senegal und gambia.das fahrzeug ( Bremach extrem ) hatte laut papiere 3,5 t und war älteren datums.
mit einem carnet war der grenzübergang hin und her nie ein problem.
deshalb frage ich mich immer wieder-was gibt es für einen grund es ohne zu versuchen? das ist doch alles bekannt.
und die leute die es ohne versuchen,das sind die die hinterher behaupten die grenzer seien kurrupt.
die grenzer verlangen dann ohne carnet zusätzlich "gebühren".
und diese vorgehensweise erschwert nur den grenzübertritt.
das carnet wurde teilweise,je nach grenzbeamten und vorhandener stempel,sogar in diama gestempelt.
über rosso bin ich nie gefahren,da dies laut berichte nicht so toll sein.
und dann eventuell das carnet in dakar stempeln zu lassen ,ist wirklich kein problem.
matthias
Re: Senegal - Einreise mit Wohnmobil bzw. Expeditionsmobil (3.5T) und Älter als 8 Jahre
Die Baujahrbeschränkung auf neuere Fahrzeuge gilt doch nur bei Einfuhr, also Zulassung im Senegal, nicht für Touristen bei der Durchfahrt. Das Carnet beweist dann diese passagere Einfuhr.
Leider gelten bei Wohnmobilen seit etwa 2-3 Jahren strengere Wertgutachten als Grundlage für ein Carnet und ein tolles ExMo kann vom Gutachter schon mal auf 500k eingestuft werden, was je nach Reiseland grob geschätzt 300k Bankbürgschaft bedeutet. Das ist der Grund, warum manche Reisenden den Senegaltransit ohne Carnet versuchen. Vor allem wenn sie ohnehin nicht ganz runter fahren wollen.
Sepp
Leider gelten bei Wohnmobilen seit etwa 2-3 Jahren strengere Wertgutachten als Grundlage für ein Carnet und ein tolles ExMo kann vom Gutachter schon mal auf 500k eingestuft werden, was je nach Reiseland grob geschätzt 300k Bankbürgschaft bedeutet. Das ist der Grund, warum manche Reisenden den Senegaltransit ohne Carnet versuchen. Vor allem wenn sie ohnehin nicht ganz runter fahren wollen.
Sepp
-
skrewdriver
- Beiträge: 750
- Registriert: Fr 9. Mär 2012, 08:24
- Wohnort: grossraum stuttgart
Re: Senegal - Einreise mit Wohnmobil bzw. Expeditionsmobil (3.5T) und Älter als 8 Jahre
hallo sepp
das verstehe ich schon,kosten für das carnet haben sich geändert.
habe bei meiner letzten tour auf die arabische halbinsel für meinen sprinter wohnmobil das auch erfahren müssen.
mein wohnmobil würde sogar vom gutachter höher eingestuft als ich es vor einem jahr erworben hatte.
hatte aber eine rechnung über den kauf von dieser wohnmobil firma.
der adac hat diese rechnung akzeptiert,ohne gutachten.
aber wer so ein teures wohnmobil kaufen kann, für den ist es sicher auch kein problem eine bankbürgschaft bei seiner bank für den adac zu beschaffen!
bei vielen die ich bis jetzt unterwegs getroffen habe,ging es ja schon los um die z.b. 250,- für carnet selbst zu sparen.
und dann wurde auch noch bei der wertangabe des fahrzeugs jahrelang dem adac falsche angaben gemacht.
und dann gibt es auch noch die,die ihr fahrzeug in afrika verschwinden lassen.die lassen sich dann vor ort von der polizei bestätigen,abgebrannt,gestohlen um so wieder die bürgschaft vom adac zurück zuholen.die fahrzeuge werden dann vor ort am zoll vorbei verkauft.
also zum teil sind wir selbst schuld das diese auflagen immer strenger werden.
ganz blöd ist der adac auch nicht.
gruss matthias
das verstehe ich schon,kosten für das carnet haben sich geändert.
habe bei meiner letzten tour auf die arabische halbinsel für meinen sprinter wohnmobil das auch erfahren müssen.
mein wohnmobil würde sogar vom gutachter höher eingestuft als ich es vor einem jahr erworben hatte.
hatte aber eine rechnung über den kauf von dieser wohnmobil firma.
der adac hat diese rechnung akzeptiert,ohne gutachten.
aber wer so ein teures wohnmobil kaufen kann, für den ist es sicher auch kein problem eine bankbürgschaft bei seiner bank für den adac zu beschaffen!
bei vielen die ich bis jetzt unterwegs getroffen habe,ging es ja schon los um die z.b. 250,- für carnet selbst zu sparen.
und dann wurde auch noch bei der wertangabe des fahrzeugs jahrelang dem adac falsche angaben gemacht.
und dann gibt es auch noch die,die ihr fahrzeug in afrika verschwinden lassen.die lassen sich dann vor ort von der polizei bestätigen,abgebrannt,gestohlen um so wieder die bürgschaft vom adac zurück zuholen.die fahrzeuge werden dann vor ort am zoll vorbei verkauft.
also zum teil sind wir selbst schuld das diese auflagen immer strenger werden.
ganz blöd ist der adac auch nicht.
gruss matthias
- Hans Peter
- Beiträge: 58
- Registriert: So 21. Aug 2005, 21:39
- Wohnort: 29574 Ebstorf
- Kontaktdaten:
Re: Senegal - Einreise mit Wohnmobil bzw. Expeditionsmobil (3.5T) und Älter als 8 Jahre
Hallo allerseits,
wir sind gerade aus dem Senegal zurück und ich schreibe euch hier noch mal die Zusammenfassung unserer Erfahrungen
mit den Zollformalitäten im Senegal.
Wir sind am Grenzposten Diama und links ist das Zollgebäude:
Dort erhalten Sie je nach Baujahr Ihres Fahrzeugs eine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung für den Senegal („Passavant“ genannt).
Vorher ist jedoch zu klären, wie alt ihr Auto ist und welche Papiere Sie mitführen.
Einfachstes Verfahren für alle Baujahre:
Sie haben Carnet ATA (Warenbegleit Carnet der für Sie zuständigen Industrie- und Handelskammer in Deutschland gilt auch für die vorübergehende Einfuhr von touristischen Fahrzeugen in den Senegal) oder ein Carnet de Passages en Douane (CdP) eines Automobilclubs dabei.
Sie erhalten nun beim Zoll ein Passavant (2.500 Fcfa) für maximal 120 Stunden (fünf Tage, Feiertage verlängern die Zeit),
innerhalb derer Sie beim Hauptbüro des Zolls im Hafen von Dakar, neu: Mole 8 vorsprechen und das Carnet dort abstempeln lassen müssen.
Einfacher Vorgang, Fahrzeug braucht nicht dabei zu sein, Reisepass, Kopie des Fzgscheins und Passfoto, Bearbeitung kostenlos, ca. eine halbe Stunde Zeitaufwand, 13 Uhr bis 15.30 Mittagspause.
Das Carnet gilt dann 6 Monate, wird auch bei der evtl. mehrmaligen Durchreise durch Gambia nicht weiter abgestempelt und verliert erst mit der endgültigen Ausreise aus dem Senegal seine Gültigkeit.
Übernachtung danach im nahegelegenen Camping des Yachthafens ist üblich und unproblematisch, nicht zu spät ankommen, dann kann es dort voll sein.
Ist ihr Fahrzeug jünger als 8 Jahre und Sie haben kein CdP oder ATA dabei, dann können Sie ein Passavant für 14 Tage (verlängerbar) bekommen oder auch ein Transit Passavant für 3 Tage für 5000 Fcfa.
Ist Ihr Fahrzeug älter als 8 Jahre und Sie haben Sie kein CdP oder ATA dabei, dann werden ihre Autopapiere eingezogen und Sie an einen Spediteur (Transitaire) verwiesen. Dieser oder einer seiner Helfer spricht Sie sicher schon vorher an, um die Lage zu klären.
Es sind entweder die Helfer Goulam oder Bebey oder auch der die Grenze kontrollierende Moulaye Idrissa Zargane selbst,
ohne deren Dienste eine Einreise in den Senegal hier in Diama real nicht möglich ist.
Es gibt folgenden Deal mit den Zollbehörden in Saint Louis:
Zargane schreibt als Transitaire einen Brief an den Zoll, in dem er als Vermittler um eine ausnahmsweise Erlaubnis bittet, dem Touristen die Ein- bzw. Durchreise durch den Senegal zu erlauben, obwohl sein Fahrzeug älter als 8 Jahre ist. Diesen Brief reicht er selbst beim Zoll ein, er wird dann mit einem positiven Vermerk versehen und daraufhin stellt der Zoll in St. Louis ein Passavant für bis zu 14 Tagen aus, das wieder zur Grenze befördert wird. Sie warten an der Grenze so lange, bis ihr Passavant da ist.
Damit darf man dann fahren, ein Besuch beim Hauptzollamt in Dakar entfällt, die Kosten bei Herrn Zargane belaufen sich auf schlappe 250,- Euro pro Fahrzeug. Die ganze Prozedur dauert natürlich, je nach Umfang der Diskussionen und der Menge der an einem Tag ankommenden Fahrzeuge, können Stunden oder gar Tage vergehen, ehe die Vorgänge in St. Louis erledigt sind und die Papiere wieder an der Grenze ankommen, wir haben einmal von Sonnabend Mittag bis Montag Mittag an der Grenze gewartet.
Das Passavant kann in Dakar, Kaolack, Ziguinchor und evtl. anderen Provinzhauptstädten zweimal kostenlos um jeweils 15 Tage verlängert werden, bitte rechtzeitig erkundigen, ob das dort erledigt werden kann.
Bei der Ausreise in ein Nachbarland wird das Passavant an der Grenze eingezogen und endet, bei der Wiedereinreise in den Senegal wird am jeweiligen Grenzposten ein neues Passavant (Zeitraum diskutabel) ausgestellt (2500 Fcfa).
Nie ohne gültiges Passavant fahren, im Senegal kann es mächtig Ärger bis zur Beschlagnahme des Fahrzeugs geben, wenn sie kein gültiges Passavant haben!! Notfalls Fahrzeug stehen lassen und mit Taxi in die nächste Stadt zum Verlängern.
In der Wartezeit haben Sie alle Möglichkeiten, an der Grenze Geld zu wechseln, eine Autoversicherung abzuschließen (Carte Brune für alle CEDEAO Staaten, falls Sie weitere Staaten bereisen wollen), eine Handy SIM Karte für Senegal kaufen – empfohlen: System Orange – vergessen Sie nicht, sich gleich durch den Verkäufer registrieren zu lassen, Übersendung eines Fotos Ihres Passes an die Orange Zentrale.
Goulam und Bebey erledigen gern alles für Sie gegen eine geringe Gebühr, aber auch die nette Mme Fatou im Restaurant hinter dem Zollgebäude wechselt Geld und stellt Versicherungspolicen aus, trinken und essen Sie dort etwas, sie möchte auch leben.
Es gibt Alternativen: Man kann das Fahrzeug an der Grenze stehen lassen und mit dem Taxi nach St. Louis fahren, um dort selbst mit dem Zoll zu sprechen, es soll schon gelungen sein, auch ohne Zahlung der 250 Euro ein Passavant zu bekommen. Man kann auch z.B. eine 36-stündige Transitgenehmigung zur Durchfahrt nach Gambia bekommen, Begleitung durch eine Eskorte, einen Polizisten oder Zöllner, der in Ihrem Fahrzeug mitfährt, Kosten um die 200 Euro, Abfahrt sofort, Direktfahrt auch durch die Nacht, ohne Pause.
Es ist also vor der Abreise von zu Hause zu überlegen, ob das Fahrzeug wieder zurück kommen soll und welche Kosten man aufwenden möchte. Soll das Fahrzeug in Afrika verbleiben, entfallen die Carnet Möglichkeiten, dann ist auch an die Anreise über Mali zu denken. Bei Weiterreise von dort in den Senegal werden an der Ostgrenze nur die Gebühren für ein Passavant fällig: 2500 Fcfa
Kostenvergleich:
Carnet ATA: 130 Euro – wurde auch in den Ländern Gambia und Guinea-Bissau akzeptiert und gebührenfrei abgestempelt. (bitte bei Infobedarf PN)
Carnet de Passages – Automobilclub: 250 Euro + Mitgliedschaft + Porti + Kaution je nach Wertgutachten für das Auto 400 Euro + x ,
Es kann auch ein ausländischer Automobilclub sein, dann wird das CdP billiger, Freunde (Deutsche) sind gerade unterwegs,
haben ein CdP des Tschechischen Clubs dabei.
Zargane: 250 Euro
Eskorte: 200 Euro
Taxi nach St Louis, ggf. Hotel usw.: 50 bis 150 Euro ( Erfolg und Dauer unsicher)
Einreise über Mali: Visa für alle Mitreisenden (In Berlin je Person 50 Euro), in Nouakchott längere Wartezeit einkalkulieren, Strecke bis Kayes in Mali und dann zurück in den Senegal (Treibstoff, Übernachtungen, Zeitaufwand), Kosten auch schnell 200 Euro + x
Am günstigsten ist das wenig bekannte Carnet ATA, bei geplanter Weiterreise in andere Länder Westafrikas kann ein CdP eines Automobilclubs interessant sein, allerdings braucht man für die anderen Staaten kein CdP und kann an den Grenzen für kleines Geld Durchreisedokumente bekommen.
wir sind gerade aus dem Senegal zurück und ich schreibe euch hier noch mal die Zusammenfassung unserer Erfahrungen
mit den Zollformalitäten im Senegal.
Wir sind am Grenzposten Diama und links ist das Zollgebäude:
Dort erhalten Sie je nach Baujahr Ihres Fahrzeugs eine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung für den Senegal („Passavant“ genannt).
Vorher ist jedoch zu klären, wie alt ihr Auto ist und welche Papiere Sie mitführen.
Einfachstes Verfahren für alle Baujahre:
Sie haben Carnet ATA (Warenbegleit Carnet der für Sie zuständigen Industrie- und Handelskammer in Deutschland gilt auch für die vorübergehende Einfuhr von touristischen Fahrzeugen in den Senegal) oder ein Carnet de Passages en Douane (CdP) eines Automobilclubs dabei.
Sie erhalten nun beim Zoll ein Passavant (2.500 Fcfa) für maximal 120 Stunden (fünf Tage, Feiertage verlängern die Zeit),
innerhalb derer Sie beim Hauptbüro des Zolls im Hafen von Dakar, neu: Mole 8 vorsprechen und das Carnet dort abstempeln lassen müssen.
Einfacher Vorgang, Fahrzeug braucht nicht dabei zu sein, Reisepass, Kopie des Fzgscheins und Passfoto, Bearbeitung kostenlos, ca. eine halbe Stunde Zeitaufwand, 13 Uhr bis 15.30 Mittagspause.
Das Carnet gilt dann 6 Monate, wird auch bei der evtl. mehrmaligen Durchreise durch Gambia nicht weiter abgestempelt und verliert erst mit der endgültigen Ausreise aus dem Senegal seine Gültigkeit.
Übernachtung danach im nahegelegenen Camping des Yachthafens ist üblich und unproblematisch, nicht zu spät ankommen, dann kann es dort voll sein.
Ist ihr Fahrzeug jünger als 8 Jahre und Sie haben kein CdP oder ATA dabei, dann können Sie ein Passavant für 14 Tage (verlängerbar) bekommen oder auch ein Transit Passavant für 3 Tage für 5000 Fcfa.
Ist Ihr Fahrzeug älter als 8 Jahre und Sie haben Sie kein CdP oder ATA dabei, dann werden ihre Autopapiere eingezogen und Sie an einen Spediteur (Transitaire) verwiesen. Dieser oder einer seiner Helfer spricht Sie sicher schon vorher an, um die Lage zu klären.
Es sind entweder die Helfer Goulam oder Bebey oder auch der die Grenze kontrollierende Moulaye Idrissa Zargane selbst,
ohne deren Dienste eine Einreise in den Senegal hier in Diama real nicht möglich ist.
Es gibt folgenden Deal mit den Zollbehörden in Saint Louis:
Zargane schreibt als Transitaire einen Brief an den Zoll, in dem er als Vermittler um eine ausnahmsweise Erlaubnis bittet, dem Touristen die Ein- bzw. Durchreise durch den Senegal zu erlauben, obwohl sein Fahrzeug älter als 8 Jahre ist. Diesen Brief reicht er selbst beim Zoll ein, er wird dann mit einem positiven Vermerk versehen und daraufhin stellt der Zoll in St. Louis ein Passavant für bis zu 14 Tagen aus, das wieder zur Grenze befördert wird. Sie warten an der Grenze so lange, bis ihr Passavant da ist.
Damit darf man dann fahren, ein Besuch beim Hauptzollamt in Dakar entfällt, die Kosten bei Herrn Zargane belaufen sich auf schlappe 250,- Euro pro Fahrzeug. Die ganze Prozedur dauert natürlich, je nach Umfang der Diskussionen und der Menge der an einem Tag ankommenden Fahrzeuge, können Stunden oder gar Tage vergehen, ehe die Vorgänge in St. Louis erledigt sind und die Papiere wieder an der Grenze ankommen, wir haben einmal von Sonnabend Mittag bis Montag Mittag an der Grenze gewartet.
Das Passavant kann in Dakar, Kaolack, Ziguinchor und evtl. anderen Provinzhauptstädten zweimal kostenlos um jeweils 15 Tage verlängert werden, bitte rechtzeitig erkundigen, ob das dort erledigt werden kann.
Bei der Ausreise in ein Nachbarland wird das Passavant an der Grenze eingezogen und endet, bei der Wiedereinreise in den Senegal wird am jeweiligen Grenzposten ein neues Passavant (Zeitraum diskutabel) ausgestellt (2500 Fcfa).
Nie ohne gültiges Passavant fahren, im Senegal kann es mächtig Ärger bis zur Beschlagnahme des Fahrzeugs geben, wenn sie kein gültiges Passavant haben!! Notfalls Fahrzeug stehen lassen und mit Taxi in die nächste Stadt zum Verlängern.
In der Wartezeit haben Sie alle Möglichkeiten, an der Grenze Geld zu wechseln, eine Autoversicherung abzuschließen (Carte Brune für alle CEDEAO Staaten, falls Sie weitere Staaten bereisen wollen), eine Handy SIM Karte für Senegal kaufen – empfohlen: System Orange – vergessen Sie nicht, sich gleich durch den Verkäufer registrieren zu lassen, Übersendung eines Fotos Ihres Passes an die Orange Zentrale.
Goulam und Bebey erledigen gern alles für Sie gegen eine geringe Gebühr, aber auch die nette Mme Fatou im Restaurant hinter dem Zollgebäude wechselt Geld und stellt Versicherungspolicen aus, trinken und essen Sie dort etwas, sie möchte auch leben.
Es gibt Alternativen: Man kann das Fahrzeug an der Grenze stehen lassen und mit dem Taxi nach St. Louis fahren, um dort selbst mit dem Zoll zu sprechen, es soll schon gelungen sein, auch ohne Zahlung der 250 Euro ein Passavant zu bekommen. Man kann auch z.B. eine 36-stündige Transitgenehmigung zur Durchfahrt nach Gambia bekommen, Begleitung durch eine Eskorte, einen Polizisten oder Zöllner, der in Ihrem Fahrzeug mitfährt, Kosten um die 200 Euro, Abfahrt sofort, Direktfahrt auch durch die Nacht, ohne Pause.
Es ist also vor der Abreise von zu Hause zu überlegen, ob das Fahrzeug wieder zurück kommen soll und welche Kosten man aufwenden möchte. Soll das Fahrzeug in Afrika verbleiben, entfallen die Carnet Möglichkeiten, dann ist auch an die Anreise über Mali zu denken. Bei Weiterreise von dort in den Senegal werden an der Ostgrenze nur die Gebühren für ein Passavant fällig: 2500 Fcfa
Kostenvergleich:
Carnet ATA: 130 Euro – wurde auch in den Ländern Gambia und Guinea-Bissau akzeptiert und gebührenfrei abgestempelt. (bitte bei Infobedarf PN)
Carnet de Passages – Automobilclub: 250 Euro + Mitgliedschaft + Porti + Kaution je nach Wertgutachten für das Auto 400 Euro + x ,
Es kann auch ein ausländischer Automobilclub sein, dann wird das CdP billiger, Freunde (Deutsche) sind gerade unterwegs,
haben ein CdP des Tschechischen Clubs dabei.
Zargane: 250 Euro
Eskorte: 200 Euro
Taxi nach St Louis, ggf. Hotel usw.: 50 bis 150 Euro ( Erfolg und Dauer unsicher)
Einreise über Mali: Visa für alle Mitreisenden (In Berlin je Person 50 Euro), in Nouakchott längere Wartezeit einkalkulieren, Strecke bis Kayes in Mali und dann zurück in den Senegal (Treibstoff, Übernachtungen, Zeitaufwand), Kosten auch schnell 200 Euro + x
Am günstigsten ist das wenig bekannte Carnet ATA, bei geplanter Weiterreise in andere Länder Westafrikas kann ein CdP eines Automobilclubs interessant sein, allerdings braucht man für die anderen Staaten kein CdP und kann an den Grenzen für kleines Geld Durchreisedokumente bekommen.
allzeit Gute Fahrt
wünscht euch HPH
wünscht euch HPH
- Hans Peter
- Beiträge: 58
- Registriert: So 21. Aug 2005, 21:39
- Wohnort: 29574 Ebstorf
- Kontaktdaten:
Re: Senegal - Einreise mit Wohnmobil bzw. Expeditionsmobil (3.5T) und Älter als 8 Jahre
allzeit Gute Fahrt
wünscht euch HPH
wünscht euch HPH
-
oliver_grimm
- Beiträge: 99
- Registriert: Do 18. Mai 2006, 16:11
Re: Senegal - Einreise mit Wohnmobil bzw. Expeditionsmobil (3.5T) und Älter als 8 Jahre
Hallo
Danke für die tolle und zusammenfassende Info.
Gruß
Oli
Danke für die tolle und zusammenfassende Info.
Gruß
Oli
Hanomag AL-28




