Grenze Nigeria - Kamerun

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ulla
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Re: Grenze Nigeria - Kamerun

Beitrag von ulla »

Hallo

Kann mich leider erst jetzt melden, da wir in Nigeria kein Internet hatten (airtel funktionierte mit unserer in Belel gekauften Simkarte nicht).

Wir haben also die Grenze Demsa - Belel am 24.12.24 genommen und sind froh, es so gemacht zu haben. Die Formalitäten waren einfach, die Grenzer nett und die Strecke direkt über die Grenze holperig, aber gut machbar. Im Flussbett war so gut wie kein Wasser, nur eine kleine Pfütze. Es fahren auch jede Menge normaler (Schmuggler-)Pkw diese Strecke. In der Regenzeit sieht das sicher anders aus.

Die Strecke auf kamerunischer Seite ab Garoua bis zur Grenze ist Teer bis Demsa und dann passable Piste. Auf nigerianischer Seite gab es ab Belel vor langer Zeit mal eine Asphaltstraße, die aber dermaßen erodiert ist, dass man kaum darauf fahren kann. Es gibt daher einige Strecken auf den Asphaltresten, oftmals wird direkt daneben gefahren und dann gibt es anderswo weiträumige Umfahrungen auf kleinen Sandpisten. Ab und zu ist auch mal eine Brücke weggebrochen, so dass auch dieses Stück umfahren werden muss. Da geht es dann durchs Flussbett, in dem ab und zu auch noch Pfützen standen. Alles wie gesagt zumindest in der Trockenzeit auch von den normalen Pkws zu bewältigen.

Viele Grüße aus Porto Novo (Benin)

Ulla
Heinz
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Re: Grenze Nigeria - Kamerun

Beitrag von Heinz »

Seabridge Truppe ist gerade in Cotonou am Strand.
Grüße Heinz
wavejunky
Beiträge: 27
Registriert: Do 15. Aug 2024, 16:12

Re: Grenze Nigeria - Kamerun

Beitrag von wavejunky »

Hier mein Videobericht über die Strecke nach Banyo
im Dezember 2024



LG Marco
globenomaden
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Registriert: Mi 13. Jan 2016, 17:58

Re: Grenze Nigeria - Kamerun

Beitrag von globenomaden »

Nach neuerstem Eintrag in Ioverlander ist die Ekok border auf Kamerun Seite geöffnet und mit einem Militärkonvoi zweimal pro Woche die Strecke bis Buea befahrbar (die Seabridge Gruppe hat auch mit einem Militär Konvoi die Grenze passiert(.

Gruss

Alfred
MarcoPolo
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Re: Grenze Nigeria - Kamerun

Beitrag von MarcoPolo »

Folgenden, sehr aktuellen Erfahrungsbericht eines Motorradfahreres habe ich zu dem Thema Grenzüberquerung mit Eskorte zugespielt bekommen:

"I was the one who updated and went with the convoi. Simply don’t do it if you don’t have to like me with broken motorbike. It’s technically open, but security wise it’s really hazardous. Simply don’t think about it, it’s an active warzone and you don’t want to make our experience. Yes, you must have the Cameroon visa sticker. But that’s about the only relaxed thing about it.
Fightings, shootings and warlord activity change on a daily basis. You never know where’s the next strike. We were told by them that Ekok-Mamfe is the Epicenter, but that evening, the shooting was in Kumba, further south and the convoy went right through. So you can be lucky or unlucky. Military was extremely unprofessional (drunk to begin with) and unable to manage the situation. When it got „tight“, they got very nervous, shouted around and rushed away.It’s an active warzone, military can’t give you any protection and they are not even working as a team together as some are anglophones and others francophones and don’t cooperate with each other. They live the conflict openly in the military and police and you can imagine yourself what that means for the effectiveness of the escort… "

Klingt nicht so toll, es sei denn, man sucht das ultimative Abenteuer.

VG

MP
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Achim Vogt
Moderator
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Re: Grenze Nigeria - Kamerun

Beitrag von Achim Vogt »

Lieber Marco Polo,

herzlichen Dank! Die Info hatte ich auch gesehen und wollte sie hier posten. Es bleibt dabei, dass die Grenze Gembu - Banyo unter normalen Umständen die beste ist. Weiter oben im Norden geht es bis Höhe Garoua (Kamerun), wie Ulla es beschrieben hat. Ekok - Mamfe sollte nach Möglichkeit weiter vermieden werden.

Viele Grüße
Achim
globenomaden
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Re: Grenze Nigeria - Kamerun

Beitrag von globenomaden »

Ich habe den Original Bericht (Blog) gelesen.

Man muss aber auch festhalten, dass der Konvoi durch Pakistan (Belutschistan) bei weitem nicht ungefährlich ist und den in den letzten Jahren hunderte Reisende passiert haben, scheinbar ohne wirkliche Bedenken. Das Fahrzeug eines you tube Reise Bloggers wurde 2024 sogar direkt in Quetta beschossen und von Kugeln getroffen. Zum Glück sind sie nicht stehen geblieben, wer weiss was dann passiert wäre.

Die tragischen Vorfälle in Belutschistan sollten eigentlich auch nicht ermutigen diese Strecke zu nehmen und der Konvoi in Pakistan bietet auch nicht mehr Sicherheit. Natürlich bleibt in beiden Gebieten das Risiko zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Wer das vermeiden will darf auch nicht durch Pakistan fahren. Natürlich sollten solche Krisenherde wenn möglich vermieden werden.

P.S.
Wenn ich die Beschreibung von Ulla lese scheint mir diese Variante weit besser zu sein wie die fürchterliche Banjo Strecke, da diese durch flache Topographie führt. Danke Ulla fuer den Bericht.

Gruss

Alfred
adrenalin64
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Re: Grenze Nigeria - Kamerun

Beitrag von adrenalin64 »

Hallo an alle Mitreisende, kann uns jemand mit aktuellen Infos zu den passierbaren Grenzübergäng von Nigeria nach Kamerun helfen? Wir präferieren Banyo...Sind aber wegen der schlechten Piste unsicher. Gibt es eine bessere Alternative? Wer ist noch aktuell unterwegs? Meldet euch gern bei uns. Heinrich und Ute
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Achim Vogt
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Re: Grenze Nigeria - Kamerun

Beitrag von Achim Vogt »

Hallo, Heinrich und Ute,

aktuell ist der Konvoi von der nigerianisch-kamerunischen Grenze nach Buea nicht zu empfehlen! Am Sonntag sind Wahlen in Kamerun und die Situation in den rebellischen Südwest- und Nordwestprovinzen ist angespannt. Im September starben auf der Strecke sieben Militärs oder Polizisten, als sie - während eines Konvois - auf eine Landmine fuhren.

Banyo - Gembu ist nach wie vor die beste Strecke. Es gibt mehrere Übergänge weiter nördlich, die ebenfalls möglich sind. Auf keinen Fall solltet Ihr weiter nördlich als Garoua rüber fahren. Dort beginnt das Einflussgebiet von Boko Haram! Nach allen Beschreibungen, die ich dazu gelesen habe, gibt es bei diesen Alternativ-Routen aber keine großen Unterschiede zur Gembu-Banyo-Strecke

Einziges Manko: Jetzt ist dort eigentlich die kleine Regenzeit, theoretisch - wer weiß das heute schon noch - noch bis November. Ob die so schlimm ist wie die im Sommer, kann ich nicht beurteilen.

Viele Grüße
Achim
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Achim Vogt
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Re: Grenze Nigeria - Kamerun

Beitrag von Achim Vogt »

Ich bekam zwei Rückmeldungen von Leuten, die vergangene Woche die Grenze Gembu - Banyo gefahren sind. Beide sprechen von Schlamm, die einen mit Lkw sind gut durchgekommen und haben es offenbar sogar genossen. Die anderen sprachen von einer ganz schrecklichen Piste und schwerem Regen.

Ein anderer Reisender berichtet, dass wegen einer erneuten Attacke bis zum 18. Oktober kein Konvoi die Strecke über Ekok nach Buea fahren wird. Außerdem, so heißt es, würden die Landgrenzen wegen der Wahlen - siehe vorheriger Post - von Samstag (11. Oktober) an bis zum kommenden Freitag (17. Oktober) gesperrt werden.

Viele Grüße
Achim
Faja54
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Re: Grenze Nigeria - Kamerun

Beitrag von Faja54 »

Liebe Community

Wir sind unsere Transwestafrika Reise nach Südafrika am planen (start Feb26) und unser aktuelles grösstes Sorgenkind ist der Routenabschnitt Nigeria - Kamerun. Aufgrund der Wet Season lesen wir hier eine schier unmögliche passage. Hat jemand aktuelle Informationen zur Verschiffung ab James Town nach Limbe oder zur Landoute in der Wet Season? Wir sind mit einem Defender300tdi unterwegs.

vielen dank und liebe grüsse
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Achim Vogt
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Re: Grenze Nigeria - Kamerun

Beitrag von Achim Vogt »

Hallo Faja,

was das Boot betrifft, habe ich noch von niemand gehört, der oder die mit etwas anderem als Zweirädern unterwegs war. Das scheint sehr schwierig zu sein, sonst hätten es schon mehr Overlander versucht.

Ein wenig kommt es bei der Strecke Gembu - Banyo oder anderen, in der Nähe liegenden Übergängen (siehe weiter oben in diesem Thread) darauf an, zu welcher Zeit Ihr da durch wollt. Wenn Ihr im Februar losfahren wollt, könntet Ihr zum Beispiel im Juli / August dort sein, wenn die kleine Zwischen-Trockenzeit ist. Da sollte das mit einem Landrover machbar sein. Natürlich immer besser im Konvoi mit mehreren Fahrzeugen.

Was bleibt, ist der Militärkonvoi über Ekok, da sind die Straßenverhältnisse zumindest OK. Den sind einige gefahren, mit sehr gemischten Erfahrungen. Seit den Wahlen in Kamerun ging der aber nicht regelmäßig. Da müsst Ihr Euch dann aktuell nach erkundigen, wenn Ihr in der Nähe seid, so ab Accra oder noch besser ab Cotonou, damit Ihr Eure Strecke durch Nigeria nach Kamerun entsprechend planen könnt.

Viele Grüße
Achim
CRF 300 Rally
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Re: Grenze Nigeria - Kamerun

Beitrag von CRF 300 Rally »

Hallo zusammen, wenn ist die Beste Jahreszeit für diese Strecke?
Sollte Mitte Februar noch gehen? 🏍️
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Achim Vogt
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Re: Grenze Nigeria - Kamerun

Beitrag von Achim Vogt »

Wenn Du den Klimakarten in diesen Zeiten noch trauen willst, dann sollte Mitte Februar noch gehen. Eigentlich beginnt die Regenzeit dort erst wieder im März.

Viele Grüße
Achim
BeneF
Beiträge: 1
Registriert: Mi 15. Okt 2025, 22:50

Re: Grenze Nigeria - Kamerun

Beitrag von BeneF »

Hallo zusammen! Ich breche Mitte Februar mit einem Kumpel auf Enduros von Marokko Richtung Kapstadt auf und brauche eure Einschätzung zu einem speziellen Abschnitt: Wir werden voraussichtlich im Mai den Grenzübergang von Nigeria nach Kamerun über das Mambilla-Plateau nach Banyo ansteuern. Da zu dieser Zeit die Regenzeit beginnt, fragen wir uns, ob der Track dann noch gut machbar ist oder ob uns dort eine extreme Schlammschlacht erwartet. Wäre es strategisch deutlich klüger, das Tempo anzuziehen und die Grenze bereits Ende April zu überqueren? Falls jemand aktuelle Infos zur Sicherheitslage auf dem Weg nach Gembu, zum Zustand der Flussüberquerungen oder zu den Grenzposten in diesem Zeitfenster hat, wären wir für jeden Tipp dankbar. Grüße und danke, Benedikt.
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