Infos Osttürkei?
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Infos Osttürkei?
Ich überlege ernsthaft, die Osttürkei kennen zu lernen und mit meinem Offroader zu 'erfahren'. Im Web und den einschlägigen Reiseforen findet sich erstaunlich wenig zur Osttürkei. Hat mir von Euch jemand Hinweise über aktuellere Reiseberichte, Reiseführer und Infos über die Osttürkei? Danke!
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Alexander
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Re: Infos Osttürkei?
Hallo PieRossi,
welche Informationen suchst du denn genau?
Ich bin über diese Links, vorwiegend Reiseberichte, gestossen:
http://joachim-reuter.de/ararat.php
http://www.zipr.ch/oliboli/Traveller/Iran/iran.html
http://benniaufreisen.dnsalias.org/reis ... uerkei.htm
http://www.kaukasus-reisen.de/reiseberi ... siepe2.htm
http://www.kruska-family.de/index.php?pageID=69
http://www.passion-reisen-beratung.de/w ... index.html
http://www.birdnet.de/travel/travel-as02-1.htm
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de ... erkei.html
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de ... weise.html
Ich glaube, Uwe war vor Kurzem in der Türkei. Vieleicht hat er noch einige Informationen.
Viele Grüsse
Alexander
welche Informationen suchst du denn genau?
Ich bin über diese Links, vorwiegend Reiseberichte, gestossen:
http://joachim-reuter.de/ararat.php
http://www.zipr.ch/oliboli/Traveller/Iran/iran.html
http://benniaufreisen.dnsalias.org/reis ... uerkei.htm
http://www.kaukasus-reisen.de/reiseberi ... siepe2.htm
http://www.kruska-family.de/index.php?pageID=69
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Viele Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Re: Infos Osttürkei?
Cool! Herzlichen Dank! Werde mir das in Ruhe durchsehen.Alexander hat geschrieben:http://joachim-reuter.de/ararat.php
http://www.zipr.ch/oliboli/Traveller/Iran/iran.html
http://benniaufreisen.dnsalias.org/reis ... uerkei.htm
http://www.kaukasus-reisen.de/reiseberi ... siepe2.htm
http://www.kruska-family.de/index.php?pageID=69
http://www.passion-reisen-beratung.de/w ... index.html
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Manfred Franz
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- Registriert: So 11. Sep 2005, 17:55
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Angelika Baumann
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Re: Infos Osttürkei?
Hallo zusammen,Alexander hat geschrieben: Ich glaube, Uwe war vor Kurzem in der Türkei. Vieleicht hat er noch einige Informationen.
ja, wir waren September/Oktober 2006 in der Türkei. Allerdings nicht im Osten. Unser Hauptreisegebiet war Zentralanatolien. Dort ist ein individuelles Reisen ohne Problme möglich. War eine super-tolle Reise.
Weiter im Osten sieht das wohl anders aus. Wir haben Reisende getroffen, die waren u. a. in der Region Van. Sie übernachteten immer an Polizeistationen. Und auch dort ist eine Sicherheit nicht garantiert, wie man immer wieder mal aus der Presse erfährt. Offensichtlich ist ein unbeschwertes Reisen nicht ganz möglich. Es ist sicherlich sinnvoll, aktuelle Infos unterwegs direkt in der Türkei einzuholen.
Viele Grüße
Angelika
Re: Infos Osttürkei?
Hallo,
wir waren 2004 und 2005 u. a. in der (Ost-)Türkei. 2005 leider nur als Transit in den Iran. Wir sind überall herzlich empfangen worden, nur in Djabakir (die heimliche Hauptstadt Kurdistans) war irgendwie eine "komische Stimmung". Egal ob Türken oder Kurden, Militär oder Polizei, keiner wollte etwas Böses, im Gegenteil.
OK, mit der Polizei hatten wir ab und zu mal "Diskussionen", weil man mit dem Motorrad nur max. 70 km/h fahren darf, was besonders auf den gut ausgebauten Straßen schwer fällt
Was uns damals auch zugute kam war, das Deutschland sich aus dem Kriegstreiben im Irak herausgehalten hat. Wir bekamen oft gesagt und mit Händen anschaulich gezeigt, dass man Amerikanern usw. "die Kehle durchneiden" sollte und bei Deutschland küssten sie.
Wir haben nicht oft in der Wildnis übernachtet, weil es oft keine wirkliche Möglichkeit gab. Entweder bewirtschaftete Flächen, die wir nicht zertrampeln wollten oder zu dicht besiedelt oder nicht versteckt genug. Andererseits waren wir auch gern in Ortschaften und hatten uns ein Zimmer genommen, damit wir abends durch den Ort schlendern und Restaurants und Cafes besuchen konnten und wir unter die Menschen wollten. Manchmal bekamen wir auf offener Straße einfach so Früchte geschenkt (von Frauen, die gerade vom Markt kamen) oder wurden oft zum Tee eingeladen und mussten unsere nicht vorhandenen Fussballkenntnisse zum Besten geben.
Als wir einmal "draußen" waren, kamen Leute aus einem benachbarten Dorf und haben uns frisch gefangene Fische gegrillt. Bei Teepausen an Straßencafes kamen immer freundliche Menschen vorbei und fragten nach unserem Wohlergehen und das überhaupt nicht aufdringlich (aber das ist immer eine Frage des persönlichen Empfindens). Oft brauchten wir nicht unsere Rechnung zu bezahlen, was auf uns etwas beschämend wirkte, weil wir im Vergleich doch eher "reich" sind.
Was die Sicherheit angeht, ist es wie mit dem Nahen Osten und Nordafrika. Glaubt man den Schlagzeilen der Medien, dürfte man nie hinfahren. Vor Ort sieht es meist viel freundlicher aus. Gerade in den "heiligen Städten" (auch im Iran) wo man glaubt auf lauter religiöse Eiferer zu treffen, waren die Menschen nett und zuvorkommend. Vielleicht auch, weil wir uns mit Kleidung und Verhalten angepasst hatten.

Großer und kleiner Ararat
Bilder und Berichte habe ich hier:
http://www.reiseenduro.de/carlo/reise/b ... n/tuerkei/
Ciao Carlo
wir waren 2004 und 2005 u. a. in der (Ost-)Türkei. 2005 leider nur als Transit in den Iran. Wir sind überall herzlich empfangen worden, nur in Djabakir (die heimliche Hauptstadt Kurdistans) war irgendwie eine "komische Stimmung". Egal ob Türken oder Kurden, Militär oder Polizei, keiner wollte etwas Böses, im Gegenteil.
OK, mit der Polizei hatten wir ab und zu mal "Diskussionen", weil man mit dem Motorrad nur max. 70 km/h fahren darf, was besonders auf den gut ausgebauten Straßen schwer fällt
Was uns damals auch zugute kam war, das Deutschland sich aus dem Kriegstreiben im Irak herausgehalten hat. Wir bekamen oft gesagt und mit Händen anschaulich gezeigt, dass man Amerikanern usw. "die Kehle durchneiden" sollte und bei Deutschland küssten sie.
Wir haben nicht oft in der Wildnis übernachtet, weil es oft keine wirkliche Möglichkeit gab. Entweder bewirtschaftete Flächen, die wir nicht zertrampeln wollten oder zu dicht besiedelt oder nicht versteckt genug. Andererseits waren wir auch gern in Ortschaften und hatten uns ein Zimmer genommen, damit wir abends durch den Ort schlendern und Restaurants und Cafes besuchen konnten und wir unter die Menschen wollten. Manchmal bekamen wir auf offener Straße einfach so Früchte geschenkt (von Frauen, die gerade vom Markt kamen) oder wurden oft zum Tee eingeladen und mussten unsere nicht vorhandenen Fussballkenntnisse zum Besten geben.
Als wir einmal "draußen" waren, kamen Leute aus einem benachbarten Dorf und haben uns frisch gefangene Fische gegrillt. Bei Teepausen an Straßencafes kamen immer freundliche Menschen vorbei und fragten nach unserem Wohlergehen und das überhaupt nicht aufdringlich (aber das ist immer eine Frage des persönlichen Empfindens). Oft brauchten wir nicht unsere Rechnung zu bezahlen, was auf uns etwas beschämend wirkte, weil wir im Vergleich doch eher "reich" sind.
Was die Sicherheit angeht, ist es wie mit dem Nahen Osten und Nordafrika. Glaubt man den Schlagzeilen der Medien, dürfte man nie hinfahren. Vor Ort sieht es meist viel freundlicher aus. Gerade in den "heiligen Städten" (auch im Iran) wo man glaubt auf lauter religiöse Eiferer zu treffen, waren die Menschen nett und zuvorkommend. Vielleicht auch, weil wir uns mit Kleidung und Verhalten angepasst hatten.

Großer und kleiner Ararat
Bilder und Berichte habe ich hier:
http://www.reiseenduro.de/carlo/reise/b ... n/tuerkei/
Ciao Carlo
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Jürgen Kempe
- Beiträge: 632
- Registriert: Di 18. Jul 2006, 17:26
- Wohnort: S-H
Ost-Türkei
Soweit unsere Erfahrungen aus 2003 noch nicht zum Geschichtsunterricht zu zählen sind kann ich die vorstehenden positiven Berichte bestätigen.
Wir sind mit dem "Türkei- Handbuch" von RKH (Autoren Hoff + Korst) und den Türkei-Karten westl. und östl. Teil 1:800.000 aus dem RV-Verlag gut 14.000 km unterwegs gewesen.
Die Tour war von Anfang Mai bis Mitte Juni und damit noch einige Wochen zu früh. Da im Bereich zu den Nachbarn Syrien, Irak, Iran, Armenien und Georgien sich fast alles in Höhen von über 1.000 bis mehr als 2.500 m abspielt, war es teils noch sehr kalt (wir haben in unserem zum Camper umgebauten Toyo genächtigt), vielfach lagen noch grosse Mengen Schnee.
In den Grenzbereichen gab es häufige Kontrollen durch's Militär, die sich aber auf's Ansehen der Pässe beschränkten und von Entschuldigungen begleitet waren, dass man das nur zu unserer Sicherheit täte.
Übernachtet haben wir, wenn, wie häufig im Osten, keiner der raren Campingplätze zur Verfügung stand, z. B. auch auf Tankstellen- oder Privat-Geländen, wo man sich offensichtlich freute, Gäste zu haben. Ggf. wurde morgens das frische Brot ans Auto geliefert.
Einmal kurz in die falsche Strasse eingebogen hat u. U. den "Verlust" eines halben Tages bedeutet: Der Wendeversuch wurde durch eine Einladung zum 2. Frühstück verzögert, dazu wurden alle erreichbaren Vewandten herbeigeschaft und aufgetafelt, dass sich der Tisch bog. Beim Einkauf eines Brotes war es schwierig, dafür das Geld (weniger als 15 Cent?) loszuweden, zumindest musste dazu noch ein Tee genommen werden.
Auch wir haben in Diyarbakir die andere Stimmung gespürt: hier ging bei unserem Anblick kein strahlendes Lächeln über die Gesichter, man spürte Ablehnung oder zumindest Ingnoranz. Fern der Stadt war das aber sofort wieder anders. Mein persönlicher Höhepunkt in dieser Gegend war (ist) der Nemrud-Dagi mit seinen riesigen Köpfen und dem geheimnisvollen (Grab-?)Hügel, wovon ich schon in Jugendtagen nach Anblick der Abbildungen und der rätselhaften Geschichten faziniert war.
Ich bin nur knapp dem Erstichungstod entgangen, so hat mich der Mann eines Ehepaares dafür gedrückt, das wir die beiden ins Krankenhaus gefahren haben. Van mit seinem See ist ein weiterer östl. Höhepunkt, es lohnt sich, sich sowohl mit der Geschichte der Insel (mit uralter Kirche und trauriger Gegenwart), als mit der Konsistenz des Wassers (kein Süss-, kein Salz-Wasser, nur eine Sorte Fisch kann darin leben) als auch ggf. mit der (vom Aussterben bedrohten) Van-Katze (mit den unterschiedlich farbigen Augen) zu befassen.
Pardon, ich hab' mich in Schwärmerei verloren. Ernüchternd war dann die Schwarzmeer-Küste, eine furchtbare (Autobahn-) Baustelle und wenig Natur. Also, schnell wieder abgebogen landeinwärts, und nach wenigen km ist wieder Anlass zur Freude.
Ich freu' mich schon auf die Tour, die im Umkreis des Sahara-Clubs fürs nächste Jahr geplant ist, da werden einige Erinnerungen aufgefrischt werden können.
Gute Reise!
Jürgen K. Kempe
Wir sind mit dem "Türkei- Handbuch" von RKH (Autoren Hoff + Korst) und den Türkei-Karten westl. und östl. Teil 1:800.000 aus dem RV-Verlag gut 14.000 km unterwegs gewesen.
Die Tour war von Anfang Mai bis Mitte Juni und damit noch einige Wochen zu früh. Da im Bereich zu den Nachbarn Syrien, Irak, Iran, Armenien und Georgien sich fast alles in Höhen von über 1.000 bis mehr als 2.500 m abspielt, war es teils noch sehr kalt (wir haben in unserem zum Camper umgebauten Toyo genächtigt), vielfach lagen noch grosse Mengen Schnee.
In den Grenzbereichen gab es häufige Kontrollen durch's Militär, die sich aber auf's Ansehen der Pässe beschränkten und von Entschuldigungen begleitet waren, dass man das nur zu unserer Sicherheit täte.
Übernachtet haben wir, wenn, wie häufig im Osten, keiner der raren Campingplätze zur Verfügung stand, z. B. auch auf Tankstellen- oder Privat-Geländen, wo man sich offensichtlich freute, Gäste zu haben. Ggf. wurde morgens das frische Brot ans Auto geliefert.
Einmal kurz in die falsche Strasse eingebogen hat u. U. den "Verlust" eines halben Tages bedeutet: Der Wendeversuch wurde durch eine Einladung zum 2. Frühstück verzögert, dazu wurden alle erreichbaren Vewandten herbeigeschaft und aufgetafelt, dass sich der Tisch bog. Beim Einkauf eines Brotes war es schwierig, dafür das Geld (weniger als 15 Cent?) loszuweden, zumindest musste dazu noch ein Tee genommen werden.
Auch wir haben in Diyarbakir die andere Stimmung gespürt: hier ging bei unserem Anblick kein strahlendes Lächeln über die Gesichter, man spürte Ablehnung oder zumindest Ingnoranz. Fern der Stadt war das aber sofort wieder anders. Mein persönlicher Höhepunkt in dieser Gegend war (ist) der Nemrud-Dagi mit seinen riesigen Köpfen und dem geheimnisvollen (Grab-?)Hügel, wovon ich schon in Jugendtagen nach Anblick der Abbildungen und der rätselhaften Geschichten faziniert war.
Ich bin nur knapp dem Erstichungstod entgangen, so hat mich der Mann eines Ehepaares dafür gedrückt, das wir die beiden ins Krankenhaus gefahren haben. Van mit seinem See ist ein weiterer östl. Höhepunkt, es lohnt sich, sich sowohl mit der Geschichte der Insel (mit uralter Kirche und trauriger Gegenwart), als mit der Konsistenz des Wassers (kein Süss-, kein Salz-Wasser, nur eine Sorte Fisch kann darin leben) als auch ggf. mit der (vom Aussterben bedrohten) Van-Katze (mit den unterschiedlich farbigen Augen) zu befassen.
Pardon, ich hab' mich in Schwärmerei verloren. Ernüchternd war dann die Schwarzmeer-Küste, eine furchtbare (Autobahn-) Baustelle und wenig Natur. Also, schnell wieder abgebogen landeinwärts, und nach wenigen km ist wieder Anlass zur Freude.
Ich freu' mich schon auf die Tour, die im Umkreis des Sahara-Clubs fürs nächste Jahr geplant ist, da werden einige Erinnerungen aufgefrischt werden können.
Gute Reise!
Jürgen K. Kempe
Re: Ost-Türkei
Super! Danke für die Antworten!
Piero
Piero
-
Fedaykin - Till
- Beiträge: 65
- Registriert: Do 13. Sep 2007, 16:49
- Wohnort: Bab âl Almaniya
Re: Infos Osttürkei?
Ich war 2005 3 Wochen ausschließlich im kurdischen Teil der Türkei, so z.B. in Urfa mit Rucksack unterwegs und kann die positiven Erfahrungen nur bestätigen. In keinem anderen Land danach wurde ich ähnlich herzlich aufgenommen noch habe ich gleiche Gastfreundschaft erfahren. Das wir in der Gegend auch mehrere Tage zu Fuß unterwegs waren, verbreitete sich durch die halbe Provinz und man wusste schon von uns, bevor wir weitere Ortschaften erreichten. Die Menschen waren stets interessiert, korrekt, freundlich und hilfsbereit.
Die Zweifel meiner 4 Mitreisenden an der angeblich so gefährlichen Gegend, vor der man uns selbst in Istanbul gewarnt hatte, waren schnell zerstreut, wir würden jederzeit wieder in die Osttürkei reisen, selten verlief eine Reise so rundherum zufriedenstellend wie diese.
Till
Die Zweifel meiner 4 Mitreisenden an der angeblich so gefährlichen Gegend, vor der man uns selbst in Istanbul gewarnt hatte, waren schnell zerstreut, wir würden jederzeit wieder in die Osttürkei reisen, selten verlief eine Reise so rundherum zufriedenstellend wie diese.
Till
The easy way is always mined.





