die letzten Jahre hat uns in unserer Freiluftkombüse immer unser Trangia Spirituskocher treue Dienste geleistet, aber da wir nun ein 3/4 Jahr in Afrika unterwegs sein wollen ist uns das mitnehmen einer ausreichenden Menge Spiritus nicht genehm und die Leistung für Richtige Gerichte (Kartoffeln kochen z.b.) zu gering.
Deshalb würde mich mal Interessieren mit was ihr auf Fernreisen kocht?!
Wie ist das den da mit dem Generator wie lang hält der wirklich?
Hoi Jessi
Ich war mit dem Coleman auf der Tour. Die Brennleistung find ich sehr gut und die Handhabung ist ganz ok.
Schade ist, das er rostet wie sau und darum schnell unschön aussieht. Zum reinigen muss man ihn halt ab und zu komplett zerlegen.
Mit dem Benzin hab ich es so gemacht, dass ich aussen am Auto einen 20 Liter Kanister mit Bleifreibenzin aus der Schweiz mitnahm. Das hat über 7 Monate gereicht... Für die Rückfahrt hab ich in Botswana wieder aufgefüllt und das hat bis nach Hause gereicht.
Den Generator hab ich in Südafrika und in Äthiopien getauscht, d.h. der Treibstoff aus Botswana war bedeutend schlechter als der aus der Schweiz.
Bei meiner nächsten Tour werde ich aber mit Gas kochen. Gasflaschen kann man auch in Afrika auffüllen und ich finde Gas halt bequemer...
Da gibts kein Generator aber die Schreiben da was von Reinbenzin, was ist das?
Reinbenzin ist, wie es der Name sagt, reines Benzin. gibts zB in der Apotheke zum medizinischen Gebrauch... Wird in Afrika schwer zu finden sein... Und es ist viel teurer als Benzin von der Tankstelle...
petroleum kocher.ich hatte ihn früher immer mit zwischenzeitlich mal spiritus,benzin oder gas nun wieder den.
petroleum ist überall zu bekommen.im zweifel brennt der auch sehr gut mit benzin von der tankstelle oder mäßig auch mit diesel.
mein kocher ist nicht die hier gezeigte neue version sondern einer aus den 60er jahren.der tut immer noch seinen dienst.
ein reparatursatz wie düsen,nadel und dichtringe dabei kann mit dem nichts schief gehen.
bei der letzten tour hatte ich den tank voll und 3l petroleum zusätzlich dabei das habe ich in den 3 monaten nicht verbraucht bekommen.
jeden tag mehrmals cafe und fast täglich immer irgendwie noch so was gekocht.
die heizleistung des petrogases ist enorm.
kann ich empfehlen.ist aber nichts zum drinnen kochen aber das sind die benzin kocher ja auch nicht.
gruß liphpip
gas fand ich neben dem petrokcoher bisher auch am praktischsten.wenn dann am besten die kleinen 3kg campinggaz flaschen nehmen die kann man überall befüllen lassen problemlos.UNBEDINGT einen zweiten druckminderer als ersatz mit nehmen.die sind manchmal recht empfindlich gegenüber staub und dreck dann setzen die sich zu und das wars dann mit kochen.mir schon zweimal passiert.ärgerlich wenn man dann versuchen muß ersatz zu besorgen und so lange nicht kochen kann.
auf die Gefahr, jemandem seine romantische Idylle anzugreifen stelle ich mal de ketzerische Behauptung auf, dass Benzinkocher nur eine Berechtigung haben für den Motorradfahrer - und selbst den Motorradfahrer ärgern die Dinger gewaltig.
Ich hatte auf meinen Reisen:
Primus, Enders, Coleman, MSR Kocher. Der Primus ist der letzte und der Enders der erste (noch ohne Pumpe usw. dauert lange)
Als Schnellbewertung kann man sagen, bei Tankstellenbenzin funktioniert keiner Störungsfrei.
Der Coleman und der MSR sind die reine Zumutung besonders für die nicht unerheblichen Preise.
Der Primus (neuestes Modell) hat mich da bei meiner letzten Afrikareise März/April echt nochmal besänftigt mit seiner Zuverlässigekeit - der ist wirklich brauchbar.
Reinbenzin tut allen gut, auch den sonst "Schlechten". Mittlerweile führen das alle Outdoorläden - auch unter der in USA gebräuchlichen Bezeichnung "White Petrol". Für mehr, als den beginn einer Reise lässt sich das nicht bewerkstelligen, denn 1 l ist schnell verbraucht.
Da ich mich gerade umstelle auf 4x4 Reisebetrieb, ist das Ergebnis der Koch - Entscheidung zugunsten von Gas ausgefallen.
Gas gibts überall und billiger als in D. Um dem Flaschen und Miet- Wirrwarr zu entkommen habe ich mir selbst eine Umfülleinrichtung gebaut. In D. fülle ich von 15Kg Haushaltsflaschen in 2,5 Kg blaue Camping Gaz Flaschen um.
Überall außerhalb von D. kann man diese auch günstiger tauschen als in D. - geht das nicht, fülle ich einheimische Flaschen um, auf meine "blauen"
Beim Umfüllen (eigentlich ist es verboten) muß darauf geachtet werden, dass man nicht mehr Gas einfüllt, als das Gewicht der Füllung auf der Flasche angegeben ist.
Das ist deswegen so wichtig, weil Flüssiggas einen viel höheren Ausdehnungskoeffizienten hat als z.B. Wasser.
Füllt man also eine Flasche ganz voll und diese erwärmt sich, muss sie platzen, weil Flüssigkeiten nicht komprimierbar sind.
Mit ausreichendem Leeraum über der Flüssigkeit ist es also kein Problem. Folglich gehört zum Umfüllen eine zuverlässige Waage hinzu.
Als Kocher habe ich dann einen zweiflammigen Campin Gaz, der auch noch Grillen kann und eine Zünsicherung hat
Zum MSR XGK Kocher (http://www.bergzeit.de/msr-xgk-ex-kocher.html) kann ich ziemlich viel berichten, besitze ihn seit gegen 20 Jahren, wohl das Urmodell bei dem die Kocherstützen noch anders waren, der Brenner selbst scheint noch identisch zu sein.
Er ist klein, was auf dem Motorrad wichtig war und hat trotzdem extrem gute Leistung. Gelegentlich muss man ihn putzen, dafür hat es ein Stahlseil im Rohr, welches man jeweils ein paar mal raus und reinschieben muss. Die neueren Modelle haben eine Schütteldüse, bei welcher ein bisschen Schütteln reichen soll um die Düse zu reinigen. Bei meinem lag so ein Stocher dabei. Stochern muss man aber eigentlich nur bei verbleitem Benzin was es ja kaum mehr gibt.
Für die ersten Autoferien habe ich auf Diesel umgerüstet (Düse wechseln, liegt bei), für kältere Gebiete lag ein kleines Fläschchen für Benzin bei, da dort Diesel nicht mehr einfach so zündet, das braucht man aber in der Wüste nicht. Mit Diesel zu kochen hinterlässt aber eher schwarze Hände und ähnliches. Ich habe nun wieder auf Benzin zurückgerüstet und eine 1.5 L Benzinflasche gekauft. Die reicht ziemlich lange. Ich schätze mit einem dl pro Tag kommt man durch.
Das Verhältnis von Leistung zur Grösse ist wohl kaum schlagbar vor allem wenn man sowieso Benzin dabei hat, ein Gaskocher ist aber schon einfacher im Handling.
gaskartuschen für kurzurlaube einfach unschlagbar, für langzeit zu teuer und zu viel platzverbrauch.
gasflasche: sehr hohes gewic ht und manches mal eher schwierig zu bekommen - mann kurvt dann in der gegend herum bis man dann einen buschfreihandeinfüllbetrieb findet und lieber mal ein paar hundert meter weg geht.
colman ist klein und handlich (haben aber statt dem doppelflammigen 2 stück einzelne, wenn einer kaputt geht ist immer noch ersatz da)
nachteil: pumpen
um nicht alle töpfe schwarz zu bekommen, vor dem kochen aussen mit etwas spüli einschmieren
vorteil: benzin gibt es an jeder tanke
schnorr hat geschrieben:Hallo Brigitte,
Ich koche auch sehr gerne mit Gas, komme auch mit 5 Kilo 5-6 Monate aus, finde aber das Gewicht eines Gaskochers + Flasche (alleine die Flasche wiegt schon leer einiges) höher als der eines Benzinkochers. Da ist es also zu überlegen, mit welchem Fahrzeug du fährst, wieviel Platz du noch hast und wieviel Gewicht du verbraten möchtest. Auch ist zu beachten, daß du nicht überall die Gasflaschen tauschen kannst, weil die Anschlüsse nicht überall gleich sind (dies fängt schon in Holland an) du mußt also entsprechende Anschlüsse haben, oder umfüllen.
Benzin bekommst du überall, und zum reinigen von z.B. Fahrzeugteilen habe ich sowieso immer einen kleinen Kanister mit Benzin dabei. Klar ist, daß die Kocher mit normalem "Afrika-"Benzin verrußen und ständig gereinigt werden müssen (da wäre dann ein paar Liter gereinigtes Benzin im Kanister sinnvoll, ist aber auch wieder Gewicht). Eine Ersatzdüse ist da wichtig.
Ganz einfach und unkaputtbar ist der kleine Bordekocher, da er nur ein bewegliches Teil hat und nicht so leicht verrußt, allerdings ist er für eine größere Reisegruppe nicht geeignet, weil zu klein, und er ist ein paar Menschen schon explodiert, weil sie die Einfülldichtung nicht sauber gehalten haben.
Letztendlich koche ich natürlich sehr gerne mit Holz am offenen Feuer, nicht nur der Romantik wegen. Hier versuche ich aber darauf zu achten, daß ich den Einheimischen, die teilweise sehr lange für Holz gehen müssen, nicht das lebensnotwendige wegbrenne, nur der Romantik wegen.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
Hier in Ghana haben wir sogar unseren 120ltr. Gastank an der Gastankstelle wieder befüllen können. Die meisten Tankstellen haben sogar Adapter - wenn auch nicht so professionelle wie bei uns, sondern solchen die mit ein paar Lappen abgedichtet werden.
Rauchen solltest beim Befüllen hier wirklich nicht.
Wir können beispielsweise in unserem Laster drinnen mit Gas kochen und backen. (120ltr. Gastank passt aber nicht in jedes Fahrzeug).
Wir kochen jedoch meist draussen mit unserem Coleman 2-Flammen Benzinkocher. Bleifreies Benzin war überall auf unserer Strecke von Marokko nach Ghana erhältlich.
Die Universallösung ist einen Gas- und einen Benzinkocher dabei zu haben. Dann hast zusammen mit dem Lagerfeuer 3 unabhängig funktionierende Kochstellen :D
gas ist eigentlich schon optimale universallösung.
die budeln bekommt man überall aufgepumpt und ansonsten einfach anzünden und brennt.
n zweiten regler und gut.
wenn man den nich grad festeinbaut kann man auch damit gut draussen kochen !windschutz vorrausgesetzt...
mit gas werden wohl auch so 90% der reisenden kochen.geschätzt aus allen die ich so getroffen hab.
Je nach Sauberkeit des Brennstoffes muss man halt mehr oder weniger häufig die Düse mit einer kleinen Nadel reinigen.
Standardmäßig betreibe ich ihn mit Paraffinöl (hochgereinigtes Petroleum), weil es sehr sauber verbrennt, Düsenreinigung auch nach intensivem Urlaubsgebraucht nicht notwendig ist und - es stinkt nicht, wenn man sich beim Nachfüllen mal was über die Finger schüttet.
Ich habe auch zwei Gaskartuschen dazu, verwende sie aber nie, weil der Kocher mit Öl einfach zu gut funktioniert.
Einzig: Das Vorwärmen sollte man vorher mal üben, denn genügend Vorwärmen ist das A und O bei dem Teil.