Libyen nach der Wahl
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Re: Libyen nach der Wahl
und jetzt auch als video:
http://www.spiegel.de/video/libyen-flug ... frame.html
Nur das das ein A330 sein soll kann ich nicht glauben.
http://www.spiegel.de/video/libyen-flug ... frame.html
Nur das das ein A330 sein soll kann ich nicht glauben.
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Wolfgang K
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Re: Libyen nach der Wahl
Das erste Flugzeug im Video bzw. auf Kunos Bildern ist ein Airbus.
Das was der SPON als Airbus 330 bezeichnet ist nur einer wenn ihm noch schnell zwei Triebwerke aus dem Hinter gewachsen sind
Das was der SPON als Airbus 330 bezeichnet ist nur einer wenn ihm noch schnell zwei Triebwerke aus dem Hinter gewachsen sind
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Kuno
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Re: Libyen nach der Wahl
Der SPON schreibt von "Dutzenden" von zerstoerten Flugzeugen.
Der Begriff "Dutzende" suggeriert mehrere Dutzend, fuer mich(!), mehr als "drei Dutzend".
Tatsaechlich sind aber wohl nur etwa drei Flugis ganz am Arsch, etwa 5 oder 6 wo sich eine Reparatur nicht mehr lohnt. Die anderen koennen wohl repariert werden bzw. sind nur leicht beschaedigt. Insgesamt sind wohl weniger als zwei Dutzend Flugzeuge ueberhaupt beschaedigt - was zwar schlimm genug ist, dem SPON aber wohl nicht gereicht hat.
Der Begriff "Dutzende" suggeriert mehrere Dutzend, fuer mich(!), mehr als "drei Dutzend".
Tatsaechlich sind aber wohl nur etwa drei Flugis ganz am Arsch, etwa 5 oder 6 wo sich eine Reparatur nicht mehr lohnt. Die anderen koennen wohl repariert werden bzw. sind nur leicht beschaedigt. Insgesamt sind wohl weniger als zwei Dutzend Flugzeuge ueberhaupt beschaedigt - was zwar schlimm genug ist, dem SPON aber wohl nicht gereicht hat.
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Kuno
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Re: Libyen nach der Wahl
In Tripoli wird grad das Gas zum kochen knapp... und die Kaempfe gehen weiter. Eine Grad Rakete ist heute in die Brega-Tanks an der Airport-Road eingeschlagen und auch in verschiedenen Wohnquartieren kam es zu Schaeden.
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Kuno
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Re: Libyen nach der Wahl
Es gibt immer noch keine Entspannung in Libyen. Waehrend man fast gar nichts ueber die Situation im "Hinterland" liest, ist nun selbst Benghazi in den Medien "zu Gunsten" von Tripoli in den Hintergrund gekommen. Die Gasflaschen sind nach wie vor knapp und teuer, das Wasser wurde zeitweise abgestellt genauso wie die Stromversorgung. Zudem ist offensichtlich die Versorgung mit Benzin ein Problem geworden. Die Tanker aus Zawia werden blockiert und die Ersatztanker aus Misurata teilweise abgefangen und "privat genutzt". Die Benzinpreise auf dem Schwarzmarkt haben scheinbar die 5-Dinar-Marke erreicht. Als Urlaubsland wird sich Libyen wohl noch fuer laengere Zeit nicht anbieten koennen...
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Alexander
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Re: Libyen nach der Wahl
was Kuno oben anspricht unterstreicht dieser Artikel:
Libya clashes kill 38 in Benghazi
At least 38 people have been killed in clashes between troops loyal to the Libyan government and Islamist fighters in the city of Benghazi, officials say. mehr...
Libyen ist erledigt wie es aussieht.
Grüsse
Alexander
Libya clashes kill 38 in Benghazi
At least 38 people have been killed in clashes between troops loyal to the Libyan government and Islamist fighters in the city of Benghazi, officials say. mehr...
Libyen ist erledigt wie es aussieht.
Grüsse
Alexander
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Kuno
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Re: Libyen nach der Wahl
Es sieht tatsaechlich nicht gut aus im Land.Alexander hat geschrieben:Libyen ist erledigt wie es aussieht.
Wenn ich mir aber vorstelle, wie schwer sich eigentlich recht gut funktionierende Laender wie zB. die CH und DE mit ihren gewalttaetigen Extremisten tun - seien es nun Islamisten, Rechtsextreme oder auch die oft verschwiegenen "linksautonomen Aktivisten", dann ueberrascht es mich nicht, dass ein Land wie es LY aktuell ist, solchen Organisationen relativ hilflos ausgeliefert ist.
Vielleicht geht es bei den aktuellen Kaempfen in LY tatsaechlich nur darum, dass sich die Baertigen den geschwundenen politischen Einfluss mit militaerischen Aktionen wieder neu sichern wollen. Wer am Ende hinter den Versorgungsproblemen steckt - Wasser, Strom, Gas und nun zeitweise auch das Internet, ist schwer auszumachen. Man kann sich aber gut vorstellen, dass es dabei keine echten Engpaesse sind, sondern dass man versucht, damit den Leuten zu zeigen, dass Demokratie halt einfach nicht funktioniert...
Am Samstag war in Tripoli ploetzlich Ruhe. Keine Schuesse und keine Explosionen waren mehr zu hoeren. Man glaubte, die NATO sei zurueck und konnte sich nur allzu gut an die praezisen und absolut toedlichen Angriffe der Flugzeuge waehrend des Aufstandes erinnern - und wahrscheinlich konnten sich die Kaempfenden lebhaft vorstellen, dass sie selber nun Grund fuer einen Luftschlag waeren.
Es war aber kein NATO Angriff. Die Amerikaner evakuierten ihre Botschaft.
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Alexander
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Re: Libyen nach der Wahl
Nein, es wird nicht besser in Libyen. Das grösste Tanklager wurde in Brand geschossen.
Huge blaze spreads at fuel storage depot in Tripoli
A huge blaze engulfing Libya's biggest fuel storage facility in the capital, Tripoli, has spread to a second tank.
Libya's National Oil Company (NOC) has described the fire as "out of control".
It comes hours after the authorities appealed for international assistance to try to contain the blaze. mehr...
Grüsse
Alexander
Huge blaze spreads at fuel storage depot in Tripoli
A huge blaze engulfing Libya's biggest fuel storage facility in the capital, Tripoli, has spread to a second tank.
Libya's National Oil Company (NOC) has described the fire as "out of control".
It comes hours after the authorities appealed for international assistance to try to contain the blaze. mehr...
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Alexander
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Alexander
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Re: Libyen nach der Wahl
Hier noch eine Meldung auf deutsch:
Rakete schießt riesiges Treibstofflager in Tripolis in Brand
Libyens staatlicher Ölkonzern warnte angesichts der Explosion vor einer Katastrophe für Mensch und Umwelt. Wegen der anhaltenden Gewalt fordern immer mehr Staaten ihre Bürger zur Ausreise aus dem Mittelmeerland auf. mehr...
Grüsse
Alexander
Rakete schießt riesiges Treibstofflager in Tripolis in Brand
Libyens staatlicher Ölkonzern warnte angesichts der Explosion vor einer Katastrophe für Mensch und Umwelt. Wegen der anhaltenden Gewalt fordern immer mehr Staaten ihre Bürger zur Ausreise aus dem Mittelmeerland auf. mehr...
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Alexander
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Birgitt
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Libyens Zerfall bedroht den Nahen Osten
Libyens Zerfall bedroht den Nahen OstenDas nordafrikanische Land ist ein Rückzugsort für Terroristen geworden. Schwere Waffen gelangen über Libyen bis in den Gazastreifen. Jetzt wollen die Nachbarn reagieren [...] Es ist noch nicht so lange her, da platzte dem Innenminister des Niger beim Besuch in Paris ganz undiplomatisch der Kragen. Libyen sei eine Brutstätte des Terrorismus geworden, klagte Massoudou Hassoumi. "Die Mächte, die von außen beim Sturz von Oberst Gaddafi mitgeholfen haben, sollen nun auch die Haftung für die Zeit danach übernehmen", sagte er in Richtung Frankreichs und der USA.
30.07.2014 - Zeit
Gruß
Birgitt
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Kuno
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Re: Libyens Zerfall bedroht den Nahen Osten
Bei allen berechtigten Sorgen ueber die Entwicklung in Libyen - das was da in diesem Artikel steht und angeblich vom nigrischen Praesidenten gesagt wurde ist dann doch etwas dreist. Er suggeriert, dass es seit dem Fall Ghaddafi's im Niger zu Terrorakten und Entfuehrungen kommt... und vorher war da gar nichts?Birgitt hat geschrieben:Jetzt wollen die Nachbarn reagieren [...] Es ist noch nicht so lange her, da platzte dem Innenminister des Niger beim Besuch in Paris ganz undiplomatisch der Kragen.
Oder der hier:
"48 Stunden später zog sein ägyptischer Amtskollege Abdel Fattah al-Sissi nach, als bei einem ähnlichen Terrorüberfall auf ägyptische Grenzer 22 Soldaten starben. Kurz vor dem Fastenbrechen attackierte ein aus Libyen kommendes Kommando mit vier Jeeps einen Kontrollposten nahe der Oase Farafra mit Raketen und Maschinengewehren."
Kamen die Angreifer tatsaechlich aus Libyen? Wie deckt sich das dann mit der Meldung, dass die Aegypter nach einer Anzeige eienr Mutter eines der Angreifer mehrere von ihnen im Niltal verhaftet haben?
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Kuno
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Re: Libyen nach der Wahl
...und waehrend man hierzulande bereits dazu tendiert bei Libyen von einem "failed state" zu sprechen und uns anderen Interessensobjekten zuwenden, gibt es im Land selber immer noch Leute, die mit viel Mut und teilweise unter Einsatz ihres Lebens fuer eine Verbesserung kaempfen - so auch gestern wieder:
"An angry civilian crowd this evening ignored warning shots from Ansar Al Sharia militiamen and seized control of Benghazi’s Jalaa hospital which had been in the hands of militants since the end of June."
Aus dem Libya Herald.
"An angry civilian crowd this evening ignored warning shots from Ansar Al Sharia militiamen and seized control of Benghazi’s Jalaa hospital which had been in the hands of militants since the end of June."
Aus dem Libya Herald.
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Kuno
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Re: Libyen nach der Wahl
Tunesien denkt recht laut darueber nach die Grenze zu Libyen zu schliessen und in Tripoli soll das Bargeld auf den Banken knapp werden...und das Botschaftspersonal wird evakuert (von den Botschaften, die noch besetzt waren).
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Kuno
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Re: Libyen nach der Wahl
Die Lage in Libyen wird sich in den naechsten Tagen verschlimmern.
An der Grenze bei Ras Jedir steigt die Spannung da nicht nur viele Libyer aus ihrem Land herauswollen sondern angeblich auch etwa 6'000 Aegypter nach Tunesien einreisen wollen - aber, so heisst es, die Tunesier wollen ein Visum sehen... und das hat natuerlich keiner dieser Aegypter, denn sie hatten ja nie vorgesehen, nach Tunesien zu gehen.
In Tripoli faengt es an, bei der taeglichen Versorgung eng zu werden. Nebst Wasser und Gas (und Strom und Benzin) fehlt es jetzt auch bereits an Brot. Den Baeckereien fehlen die Baecker, da diese das Land verlassen haben oder verlassen wollen (siehe oben, die Aegypter an der Grenze zu Ras Jedir).
Der naechste "Mangelpunkt" wird die medizinische Versorgung sein. Gut 80% des medizinischen Personals in den Libyschen Spitaelern sollen aus dem Ausland sein - den Philippinen und Indien. Da diese Leute jetzt auch ausreisen wollen und im gleichen Augenblick die Patienten mit Schussverletzungen zunehmen, wird deren Versorgung bald ein Problem sein. Etwas besser koennte es noch fuer die angreifenden Milizen aus Misuratha sein, welche mit den Muslimbruedern zusammenarbeiten - die koennen offensichtlich die guten Verbindungen zur Tuerkei nutzen und werden dorthin ausgeflogen (was natuerlich ein rein humanitaerer Akt ist und absolut keinen politischen Hintergrund haben kann).
Ergaenzung: An der Grenze von Ras Jedir sollen heute sieben Aegypter von Libyschen "Sicherheitskraeften" erschossen worden sein.
An der Grenze bei Ras Jedir steigt die Spannung da nicht nur viele Libyer aus ihrem Land herauswollen sondern angeblich auch etwa 6'000 Aegypter nach Tunesien einreisen wollen - aber, so heisst es, die Tunesier wollen ein Visum sehen... und das hat natuerlich keiner dieser Aegypter, denn sie hatten ja nie vorgesehen, nach Tunesien zu gehen.
In Tripoli faengt es an, bei der taeglichen Versorgung eng zu werden. Nebst Wasser und Gas (und Strom und Benzin) fehlt es jetzt auch bereits an Brot. Den Baeckereien fehlen die Baecker, da diese das Land verlassen haben oder verlassen wollen (siehe oben, die Aegypter an der Grenze zu Ras Jedir).
Der naechste "Mangelpunkt" wird die medizinische Versorgung sein. Gut 80% des medizinischen Personals in den Libyschen Spitaelern sollen aus dem Ausland sein - den Philippinen und Indien. Da diese Leute jetzt auch ausreisen wollen und im gleichen Augenblick die Patienten mit Schussverletzungen zunehmen, wird deren Versorgung bald ein Problem sein. Etwas besser koennte es noch fuer die angreifenden Milizen aus Misuratha sein, welche mit den Muslimbruedern zusammenarbeiten - die koennen offensichtlich die guten Verbindungen zur Tuerkei nutzen und werden dorthin ausgeflogen (was natuerlich ein rein humanitaerer Akt ist und absolut keinen politischen Hintergrund haben kann).
Ergaenzung: An der Grenze von Ras Jedir sollen heute sieben Aegypter von Libyschen "Sicherheitskraeften" erschossen worden sein.
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Wolfgang K
- Beiträge: 2201
- Registriert: Fr 25. Nov 2005, 13:50
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Re: Libyen nach der Wahl
Die Tunesier haben die Grenze laut einem tun. Radiosender wohl heute Mittag "temporär" zugemacht.
Für den Südosten Tunesiens ist das alles eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera.
Wenn sie die Grenzen dicht machen halten sie manchen Ärger draußen bekommen aber intern Ärger, weil in der Grenzregion wahrscheinlich 70% der Wirtschaft vom legalen und semilegalen (Spritschmuggel) Grenzverkehr abhängt.
Einige Stimmen sagen man solle die Grenze soweit offenhalten, dass es nicht zu gewaltsamen Durchbrüchen kommt.
Ich könnte mir vorstellen, dass die tunesischen Ordnungskräfte dort an der Grenze bald an den Rande der Überforderung kommen.
Für den Südosten Tunesiens ist das alles eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera.
Wenn sie die Grenzen dicht machen halten sie manchen Ärger draußen bekommen aber intern Ärger, weil in der Grenzregion wahrscheinlich 70% der Wirtschaft vom legalen und semilegalen (Spritschmuggel) Grenzverkehr abhängt.
Einige Stimmen sagen man solle die Grenze soweit offenhalten, dass es nicht zu gewaltsamen Durchbrüchen kommt.
Ich könnte mir vorstellen, dass die tunesischen Ordnungskräfte dort an der Grenze bald an den Rande der Überforderung kommen.




