Kuno hat geschrieben:Ich erinnere mich noch gut an die 'Embargo Zeiten', wo ich regelmaessig nach Tunesien ruebergefahren bin, da es von Libyen au keine fluege gab. War jedesmal eine Riesenumstellung.
Ganz recht! Die libyschen Fahrer fuhren dort naemlich wie die Henker, die direkt mit ihrem Auto die Exekution durchzufuehren gedachten. Meist hatten sie dabei auch den Sprit nicht nur in den Tank gefuellt oder waren sonstwie in Vorfreude auf kommende Genuesse (aller Art) in Tunesien bereits heftig benebelt!
Aber: Allen die die nordafrikanische Fahrweise fuer bemerkenswert halten, empfehle ich Fahrten in Sued-Ostasien. Vorzugsweise dort, wo die maennliche Bevoelkerung auch regelmaessig begeistert den traditionellen Hahnenkaempfen beizuwohnen pflegt! Da wird das physikalische Axiom " Wo ein Koerper ist, kann kein zweiter sein!", immer wieder mit Nachdruck einer eingehenden Realitaets-Pruefung unterzogen: die Strasse ist eng, das scheppernde Auto verwandelt Schmerzensschreie in Grimassen, die Hitze ist gross und der Weg grundsaetzlich weit. Am Rande des schmalen Asphalts ziehen sich tiefe Graeben - damit genau geschaffen fuer einen finalen Concours maennlicher Hartnaeckigkeit: Wer zuerst ausweicht (also in den Graben faehrt, um dem frontalen Crash zu entgehen) hat verloren. Vielleicht hat er noch Zeit fuer einen Blick zurueck, ehe sich die Augen schliessen. Er wird dann die triumphierende Anrufung irgendeiner Gottheit in bunten Buchstaben auf der Feindkarosse tanzen sehen, bevor ihm endgueltig schwarz vor Augen wird.




