Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Marokko/Sahara, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten.

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Turi
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von Turi »

Hallo Schu

gemäßigte Islamist

ist in meinen Augen das Gleiche wie " gemässigter Katholizist"
Wenn man bedenkt wieviel Radikale (radikal denkende) es in der Kirche gibt auf beiden Seiten.

Hier ein Zitat aus einer Internetseite:
Linz - Auf der Homepage der erzkonservativen selbsternannten katholischen Nachrichtenagentur "kath.net" schreibt seit kurzer Zeit ein Gastautor, der weit mehr als nur einem konservativen Kirchenkreis zuzurechnen ist: Marcus B. gilt als Anhänger rechtsextremen Gedankengutes verbrämt mit christlich-katholischem Fundamentalismus. Im "Handbuch deutscher Rechtsextremismus" wird er viermal angeführt. So war er Autor der Zeitschrift "Europa vorn" und von "Wir selbst", einer Publikation der Jungen Rechten. 1987 leitete er die Gruppe "Politische Offensive", die eine Vorliebe für die NSDAP-Parteihymne Horst-Wessel-Lied pflegte.
Im gleichen Zusammenhang wird von "gemässigtem Katholizismus geredet".
Nur so als kleines Beispiel, muss nicht konkret darauf eingegangen werden .
Ich bin der Meinung, dass die überwiegende Mehrheit der sog. Islamisten ihre Religion genau so offen leben wie die Mehrheit der Katholiken.
sandige Grüsse
Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
schu achbar ?

Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von schu achbar ? »

Sollte der extremistische Schreiber auf kath.net tatsächlich so ein "Kathoilizist" sein, dann können wir ja beruhigt davon ausgehen, dass er niemals auch nur die Chance hat seine Ideen in einer Regierung auszuleben.
In Nordafrika sieht das aber gerade etwas anders aus.


Und was in dann mit der alten Definition ?
"Islamisten", so wurde mir immer gesagt, sind doch Leute die angeblich einem steinzeitlichen ,ursprünglichen Islam anhingen u. Gewalt als Mittel nicht ausschlössen.

Ist dann ein gemäßigter Islamist so ein 50 %iger davon ?

Also jetzt mal Klartext: Natürlich können sich die Nordafrikaner wählen was sie lustig sind.
Peinlich ist doch nur dieses europäische Gesundbeten in den Medien.
Erst diese ganze Lobhudelei mit der tollen Revolution, alle wollten Freiheit , Demokratie etc.
Jetzt tritt der Alltag ein, die religiöse Grundkonditionierung beginnt Oberhand zu kriegen und Alle die das vorausbefürchtet haben
sind jetzt die Arschgeigen, als wären sie alle ben Ali oder Ghaddi Fans gewesen.
Das ist lächerlich.

Darum gehts doch garnicht sondern eigentlich um das Gleiche wie im Irak.
Nur da waren es die bösen Amis und der grenzdebile Bush, somit dann auch alle Hobbyfriedensforscher derr BRD
einmütig eine düstere Zukunft vorhersagten.
Jetzt gilt das aber bei den Superrevolutionen nicht mehr und damit das Geschwalle nicht entlarvt wird wurde der "gemäßigte Islamist" aus der Taufe gehoben.

Für Hamas und Konsorten ergeben sich durch die Neuordnung in Nordafrika ungeahnte finanzielle Möglichkeiten.
Nicht nur durch die Waffen , die aus Libyen ihren Weg zu den Djehadies der ganzen Region gefunden haben.
Die Freunde sind endlich in Amt und Würden u. können sich an den dick gefüllten Geldtöpfen bedienen wo sie ordentlich was rüberreichen können.
Das sollte man halt im Hinterkopf haben.
Hajo
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von Hajo »

Hallo,

interessant ist die Kommentierung von Leuten, die ihr Wissen nur aus den Nachrichten erhalten haben.

Und weil es gefallen hat noch ein paar Diskussionen (wieder ohne Bewertung) und Kommentare lesen:

16 interesting facts about Libya that won't make the evening news:

Tunesien

Was ich eigentlich sagen wollte: Google+ ist für mich fast der wichtigste Nachrichtenaggregator geworden.

Hajo
schu achbar ?

Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von schu achbar ? »

Bis auf die Liste über Ghaddis Wohltaten sehe ich da wenig Info aber viel Meinung.
Aber interessant ist es trotzdem.
Hajo
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von Hajo »

Der Begriff Agregator war falsch. Meine Infos hole ich über RSS-Feeds, die Hinweise, Diskussionen und Meinungen, sowie Bilder und Musik über Google+. Aber genug der Werbung.

Hajo
Walter
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von Walter »

aus: http://www.orf.at/stories/2086501/
Im libyschen Nationalen Übergangsrat gibt es offenbar einen Richtungsstreit, wie mit den Umständen, die zum Tod von Langzeitmachthaber Gaddafi geführt haben, umzugehen ist. Ein Teil will nun offenbar für eine Aufarbeitung sorgen. Der Todesschütze soll vor Gericht gestellt werden, so der stellvertretende Vorsitzende des Rates. Das kann als indirektes Eingeständnis einer Exekution gewertet werden. Ein anderer Vertreter widersprach hingegen, zuerst solle überhaupt festgestellt werden, ob Gaddafi aus nächster Nähe nach seiner Gefangennahme getötet worden sei.
Walter
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UNO: Ende Flugverbot und Luftschläge, Kritik: Menschenrechts

Beitrag von Walter »

aus: http://www.orf.at/stories/2086501/2086505/
Die Vereinten Nationen haben den Militäreinsatz in Libyen formell beendet. Der Sicherheitsrat verabschiedete am Donnerstag in New York eine Resolution, die das im März verhängte Flugverbot aufhebt. Auch Luftschläge zum Schutz von Zivilisten sind nun nicht mehr autorisiert. ..........
Hajo
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von Hajo »

Hallo,

hier ist ein Blogbeitrag mit Verweis auf die Originalquellen zum Thema: Militär-Intervention in Libyen: Wie sich doch die Blickwinkel unterscheiden können Finsterer Schatten des Zweifels.

Lesenswert

Hajo
Wolfgang K
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von Wolfgang K »

Merkels Thesen sind nicht neu und immer noch Käse...

Möchtest Du darüber diskutieren? Oder nur darauf hinweisen?

Grüße
Wolfgang
Hajo
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von Hajo »

@Wolfgang
Eigentlich nur hinweisen, da ich mir mittlerweile ein eigenes Urteil über die Vorgänge in N-Afrika nicht mehr zutraue.

Wusste nicht, dass dies schon diskutiert wurde, aber ich lese nicht jeden Thread.

Hajo
Wolfgang K
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von Wolfgang K »

Hi Hajo.

Die Liste der Wohltaten des „Bruder Führers“ lässt sich noch erweitern, wobei einige der Sachen IMHO so nicht stimmen und vor allen Dingen nicht jeder Zugang zu diesen Segnungen hatte. Aber das spielt gar nicht die Rolle. Man könnte auch argumentieren das die „Freiheit“ wichtiger sei als alle diese Wohltaten, aber das sagt sich leichter, wenn man selbst genug zu futtern hat.

Mir geht es um was ganz anderes:
Libyen war vor der Revolution eines der reichsten Länder Afrikas (oder das reichste, zumindest pro Kopf). Und das Beste ist: Es ist es immer noch. Das Öl ist alles noch da, es verdirbt nicht im Boden.

Und es gibt noch etwas anders: Diese Errungenschaften und Wohltaten sind keinen Leistungen Gaddafis. Er hat dafür nichts leisten müssen. Erbrauchte nur Geld zu verteilen und sich damit die Macht sichern. Letztendlich ist das auch das einzige was er erreicht hat. Er Lichtjahre von einem Good Governance entfernt. Er war Ideologe und sah sich gerne als Visionär, aber er war kein machen. Alles was er politisch angegangen hat ist gründlich in die Hose gegangen.

Wenn es den Libyern im Vergleich mir ihren Nachbarn wirtschaftlich gut ging, dann nicht WEGEN Gaddafi, sondern TROTZ Gaddafi. Es ist nur deswegen nicht vollkommen den Bach runter gegangen weil einfach dermaßen viel Kohle da war, das auch sein Regime es nicht vollkommen vermurksen konnte. Leistungen sind solche Sachen nur, wenn eine Führung dafür hat etwas machen müssen. Gaddafi hat einfach nur in die Kasse greifen müssen. Das kann jede andere Regierung auch – und wird es auch weiter tun müssen sonst kommt der nächste Aufstand.

Man könnte aber jetzt argumentieren er hätte „es gut gemeint“ und sich halt ein wenig unbeholfen angestellt. Dann hätte er ja andere mal ein Stück weit machen lassen können. Das Problem ist aber dass er insbesondere in den 1980ern allen denjenigen die auf administrative uns systembedingte Probleme aufmerksam gemacht haben in den Basketballstadien im wahrsten Sinne die Hälse hat langziehen lassen. Es ging immer nur um seine persönliche Macht.

Was helfen also alle diese Segnungen, wenn sie nicht umgesetzt wurden (Bildungs- und Gesundheitssystem waren nach hohen Anfangsinvestitionen vollkommen abgewirtschaftet) und bis heute in Libyen praktisch keine funktionierende Wirtschaft, keine Indurstrie die nicht vom Öl lebt. Wenn know how gebraucht wird, muss man alles, aber auch alles im Ausland einkaufen.

Wenn man Gaddafi nicht moralisch oder politisch sondern einfach nach seinen Leistungen beurteilen möchte, dann sollte man einen Vergleich mit dem Oman anstellen. Ich rede dabei ganz bewusst nur von den Lebensumständen. Beide Länder sind unter Alleinherrschern in den 1970ern an den Start gegangen. Die Kohle die pro Einwohner zur Verfügung stand war ungefähr gleich. Dabei war der Oman sogar noch locker 100Jahre hinten dran. Es gab weder Straßen noch Elektrizität, angeblich noch nicht mal einen einzigen Arzt im Land. Wenn man die Länder heute vergleicht wird eine schnell klar was Gaddafi „geleistet“ hat: 42 Jahre an der Macht zu bleiben, alles andere ist ihm zugefallen und er hat schrecklich wenig daraus gemacht. Sei es wirtschaftlich, Kulturell oder politisch.



Grüße
Wolfgang
Wolfgang K
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von Wolfgang K »

Hajo hat geschrieben: Eigentlich nur hinweisen, da ich mir mittlerweile ein eigenes Urteil über die Vorgänge in N-Afrika nicht mehr zutraue.
Ich denke man muss trennen was vor und was nach der Revolution war. Das ist extrem wichtig, weil es zwei getrennte Paar Schuhe sind.
Aber ich stimme dir zu. Das was jetzt passieren wird kann niemand vorhersehen. Und es wird viele Überraschungen geben.

Herzliche Grüße
Wolfgang
Alexander
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von Alexander »

Internationales Strafgericht "in Kontakt" mit Saif al-Gaddafi

"Informeller Kontakt" über Mittelspersonen - Sohn des getöteten libyschen Machthabers könnte sich stellen mehr...

Mit derartigen Meldungen bin ich zunächst vorsichtig. Die Gadaffies haben schon zu oft taktiert und gelogen.
Vieleicht ist Saif aber ein Leben in Gefangenschaft lieber als tot in Freiheit und möchte nicht das Schicksal seines Vaters teilen.

Grüsse
Alexander
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Walter
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HUman Rights Watch: Rachezug

Beitrag von Walter »

aus: http://www.orf.at/#/stories/2086962/
Human Rights Watch: Rachezug gegen Gaddafi-Anhänger

Milizen in der libyschen Stadt Misrata üben nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten Rache an Anhängern des getöteten Machthabers Muammar al-Gaddafi. Die Organisation Human Rights Watch (HRW) berichtete heute unter Berufung auf Dutzende Augenzeugen im ganzen Land, Bewaffnete aus Misrata würden aus der Nachbarstadt Tawargha vertriebene Einwohner „terrorisieren“.

Es lägen glaubhafte Berichte vor, dass auf unbewaffnete Menschen aus Tawargha geschossen werde. Zudem gebe es willkürliche Festnahmen und Gefangene würden brutal geschlagen. Die Milizen werfen den ehemaligen Einwohnern Tawarghas demnach vor, an der Seite von Gaddafis Truppen in Misrata Gräueltaten wie Vergewaltigungen und Morde verübt zu haben........................
Walter
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Neuer Chef für Übergangsregierung gewählt

Beitrag von Walter »

aus: http://www.orf.at/#/stories/2087161/
Neuer Chef für Übergangsregierung gewählt
Eineinhalb Wochen nach der Tötung des langjährigen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi hat das nordafrikanische Land einen neuen Chef der Übergangsregierung gewählt. Der Akademiker Abdul al-Rahim al-Kib erhielt gestern die Zustimmung des Übergangsrates zum vorläufigen Ministerpräsident. Sein Vorgänger, Mahmud Dschibril, löste sein Versprechen ein, nach der offiziellen Befreiung des Landes zurückzutreten.
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