Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

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Turi
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von Turi »

Meldung von gestern Abend
"Nach der Tötung des ehemaligen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi herrschte am Donnerstag Äbend Verwirrung über das Schicksal des letzten, in Libyen flüchtigen Gaddafi-Sohnes. Der arabische Nachrichtensender "Al Jazeera" berichtete, Saif al-Islam al-Gaddafi sei nach seiner Flucht aus Sirte von Rebellen gefangen genommen worden. Der Nachrichtensender "Al-Arabija" meldete, er sei getötet worden. "

Die ganze Presse gehört doch Ghaddafi hinterhergeschickt.
Die wissen vor lauter Nachrichten nicht mehr was gemeldet wird.
Hoffe hier im Wüschi werden in Zukunft nicht mehr so viele sogenannte Presseberichte zitiert.
Mir wird langsam schlecht.
Die Medien, sei es TV, Radio oder Zeitungen und das Internet sowieso, überschlagen sich und jeder will der "Wissendere" sein.
Vielleicht kann man sich wieder mal ein wenig mehr auf's Wesentliche konzentrieren, sonst verkommt das Wüschi immer mehr zum Blick/Bildzeitung.
An dem ganzen Schrott kommt man auch ohne Wüschi nicht vorbei.
fröhliches Reisen
Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Alexander
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von Alexander »

Libyen: Das Risiko durch explosive Kriegsüberreste

Ein Entminungsspezialist von Handicap International ist in Libyen eingetroffen. Seine Aufgabe, die Risiken von nichtexplodierter Munition in den Wohngegenden zu identifizieren und die Entminung vorzubereiten. mehr...

Grüsse
Alexander
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Walter
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die wichtigen Personen

Beitrag von Walter »

aus: http://www.orf.at/stories/2085825/2085776/
Nach dem Tod des langjährigen Diktators Muammar al-Gaddafi soll in Libyen eine provisorische Regierung gebildet werden. Wer ihr angehören wird, ist noch unklar.

Die Umbildung der Übergangsregierung könnte aber bereits einen ersten Einblick in die Machtverhältnisse und die regionale Gewichtung nach der erfolgreichen Revolte geben. Derzeit spielen folgende Männer eine wichtige Rolle:

Mustafa Abdel Dschalil: Der Politiker ist seit Ende August Vorsitzender des Nationalen Übergangsrates und damit führender Politiker der neuen Machthaber. Der 1952 geborene Jurist ist konservativ und gilt als frommer Muslim. 2007 wurde er Justizminister und bot Gaddafi sowie dessen Gefolgsleuten in einigen prominenten Justizfällen die Stirn. Mehrfach kritisierte er Verstöße gegen Menschenrechte. Er war der erste führende Politiker, der im Februar wegen des Einsatzes von Gewalt gegen unbewaffnete Demonstranten als Minister zurücktrat.

Mahmud Dschibril: Der Ministerpräsident der derzeitigen Übergangsregierung studierte und arbeitete zeitweise in den USA. Später versuchte der 1952 geborene Wirtschafts- und Politikwissenschaftler, das Libyen Gaddafis wirtschaftlich zu reformieren - als Leiter des Nationalen Ausschusses für wirtschaftliche Entwicklung. Nach dem Ausbruch des Aufstands schlug sich Dschibril auf die Seite der Regimegegner, denen ein weltoffenes und demokratisches Libyen vorschwebte. Ob Dschibril weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird, ist unklar. Nach Kritik aus den eigenen Reihen an seinem Führungsstil verkündete er vor ein paar Wochen, künftig auf ein politisches Spitzenamt zu verzichten.

Abdelhafis Ghoga: Der Anwalt ist Vizevorsitzender des Übergangsrates. In der Rebellenhochburg Bengasi hat er sich einen Namen in Menschenrechtsfällen gemacht. Nach Medienangaben verteidigte der redegewandte Anwalt politische Gefangene und ließ sich von den Machthabern nie den Mund verbieten. Damit soll er sich Ansehen und Respekt selbst bei lokalen Größen des Regimes verschafft haben.

Abdelhakim Belhadsch: Der heutige Militärkommandeur von Tripolis stürmte mit seinen Truppen den Militärkomplex Gaddafis im Stadtteil Bab al-Asisija. Die USA und die NATO sehen den studierten Bauingenieur als starken Mann, der in Libyen Ruhe, Ordnung und Rechtsstaatlichkeit durchsetzen könnte. Früher wurde Belhadsch nach eigenen Worten als „Mudschahid“ vom US-Geheimdienst CIA gefoltert. Als Kommandeur der radikalen Kämpfenden Islamischen Vereinigung in Libyen (LIFG) soll er auch Kontakt mit dem Terrornetz Al-Kaida gehabt haben.
Walter
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Dschalil zur zukünftigen Ausrichtung des Rechtssystems

Beitrag von Walter »

aus: http://www.orf.at/stories/2085825/2085823/
machte er sich stark für eine islamische Orientierung Libyens: „Bei uns ist das islamische Recht die Grundlage der Rechtsordnung“, sagte er. „Ein Gesetz, das dem islamischen Recht widerspricht, ist null und nichtig.“ In diesem Sinne sei auch das geltende libysche Eherecht zurückzuweisen, das die Zahl der Frauen für einen Muslim begrenzt. Man werde auch islamische Banken gründen, die keine Zinsen verlangen.
Wolfgang K
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von Wolfgang K »

Hoffe hier im Wüschi werden in Zukunft nicht mehr so viele sogenannte Presseberichte zitiert.
Mir wird langsam schlecht.
Die Medien, sei es TV, Radio oder Zeitungen und das Internet sowieso, überschlagen sich und jeder will der "Wissendere" sein.
Vielleicht kann man sich wieder mal ein wenig mehr auf's Wesentliche konzentrieren, sonst verkommt das Wüschi immer mehr zum Blick/Bildzeitung.
Ja, das ist der Trend.
schu achbar ?

Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von schu achbar ? »

Religiös sein heisst auch Munition sparen.
War ja schon Thema hier die Ballerei in die Luft.

""Ein Sieg für Gott
In einer Geste der Frömmigkeit forderte Dschalil die Libyer auf, ihre Freude nicht länger damit zu bekunden, dass sie in die Luft schießen. Stattdessen sollten sie „Gott ist groß“ rufen, forderte er. Anschließend kniete er für ein kurzes Gebet nieder.

„Gott hat über die Revolution und ihren Sieg gewacht“, verkündete Dschalil. Er dankte in seiner Ansprache allen Kämpfern, die im Kampf mit den Truppen Gaddafis für den Sieg gekämpft haben und gestorben sind. ""
Quelle:Focus
Walter
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offenbar Massenhinrichtungen in Sirte

Beitrag von Walter »

aus: http://www.orf.at/stories/2085931/
In der libyschen Stadt Sirte, in der sich der Langzeitmachthaber Gaddafi mit seinen letzten Getreuen verschanzt hatte, soll es vonseiten der Rebellen zu Massenhinrichtungen an Gaddafi-Anhängern gekommen sein, wie die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch am Montag berichtete. In einem leerstehenden Hotel seien 53 bereits stark verwesende Leichen gefunden worden.
Walter
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Saif auf der Flucht?

Beitrag von Walter »

aus: http://www.orf.at/stories/2086105/2086104/
Ein anderer Sohn Gaddafis, Saif al-Islam, bereitet offenbar seine Flucht vor. Er befinde sich an der Grenze zum Niger und zu Algerien und wolle mit Hilfe eines gefälschten Passes das Land verlassen. Das sagte ein Vertreter der Übergangsregierung am Montag. Gaddafis früherer Geheimdienstchef Abdullah al-Senussi sei in die Pläne involviert. Die Region sei extrem schwierig zu überwachen und einzugrenzen. Deshalb sei es schwer, die Flucht Saif al-Islams zu verhindern.
schu achbar ?

Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von schu achbar ? »

""In der Küstenstadt Sirte kamen am Dienstag Dutzende von Menschen ums Leben, als Autofahrer auf einem Gelände der staatlichen Öl-Gesellschaft Benzin in ihre Tanks abfüllen wollten. Augenzeugen sprachen von einem Unfall, wahrscheinlich habe in dem Gedränge ein Kurzschluss oder ein Funken einen großen Benzintank in Brand gesetzt. Der Nachrichtensender Al-Arabija sprach von bis zu 100 Toten und zahlreichen Verletzten.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch kritisierte derweil, die zurückgelassenen Waffen der Gaddafi-Truppen in der Region rund um die Stadt Sirte seien nicht rasch genug von den neuen Machthabern sichergestellt worden. In den vergangenen Tagen hätten sich Plünderer bereits eine große Zahl von Schusswaffen angeeignet. Große Waffenlager in der Wüste seien gänzlich unbewacht.
http://news.de.msn.com/politik/libyen-k ... en-gaddafi
Hajo
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Registriert: Mo 10. Mär 2008, 19:28

Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von Hajo »

Hallo,

ich treibe mich ja noch in anderen Kreisen (hier Google+) rum. Ich wollte ohne Kommentar mal auf eine Diskussion verlinken, wie sie im anderen Forum mit erheblichem Eifer geführt werden. (bitte Kommentare lesen) nochmals zur #revolution in #tunesien, #ägypten, #libyen:

Hajo
Gerhard Göttler
Beiträge: 1148
Registriert: Mi 14. Sep 2005, 12:36

Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von Gerhard Göttler »

Guter Link, danke! G.G.
Wolfgang K
Beiträge: 2201
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von Wolfgang K »

@Hajo: guter Link.

Wie sich die Diskussionen doch in vielen Foren gleichen :!: Wobei es dort wirklich zivilisiert zugeht.

Danke!
Walter
Beiträge: 271
Registriert: So 9. Mär 2008, 18:09
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Verlängerung des NATO Einsatzes angeblich gewünscht

Beitrag von Walter »

aus: http://www.orf.at/#/stories/2086269/
Die libysche Übergangsregierung hat die NATO offiziell gebeten, ihren Militäreinsatz in Libyen zu verlängern. Das meldete der Nachrichtensender Al-Arabija heute. Der stellvertretende Vorsitzende der Übergangsregierung, Ali al-Tarhuni, hatte bereits gestern gesagt, es wäre besser, der Luftwaffeneinsatz der NATO-Staaten würde um einen Monat verlängert.
Walter
Beiträge: 271
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Waffen und Munition

Beitrag von Walter »

aus: http://www.orf.at/#/stories/2086368/
Zehntausende Tonnen Waffen unbeaufsichtigt:
In der libyschen Wüste 120 Kilometer südlich der Stadt Sirte lagern unbeaufsichtigt zehntausende Tonnen Munition aus den Beständen des getöteten Machthabers Muammar Gaddafi. Wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP gestern berichtete, gibt es dort rund 80 sandfarben gestrichene Betonbunker, in denen Munition aus überwiegend russischer und französischer Produktion lagert.
Allein in einem der Bunker zählte der Reporter rund 8.000 100-Millimeter-Granaten. In anderen Bunkern lagerten meterhoch Bomben von 250, 500 und 900 Kilogramm Gewicht sowie Raketen, Splitterbomben, Granaten und viele andere Waffen.

Plünderer bereits aktiv:
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zeigte sich in einer Erklärung besorgt über die unbewachten Waffenlager. In viele der Bunker seien bereits Plünderer eingedrungen, erklärte die Organisation. Die Lager sind für jeden zugänglich. Rund um das Wüstenlager herum liegen tausende Munitionskisten im Sand.

Laut Human Rights Watch wurden sie auf dutzenden Hektar verstreut, um ihre Zerstörung durch NATO-Luftangriffe zu verhindern. Ein Experte der Organisation schätzte die Menge der in den Wüsten-Bunkern gelagerten Munition auf „zehntausende Tonnen“.
schu achbar ?

Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?

Beitrag von schu achbar ? »

Hajos link ist wirklich gut.
Im Sinne von `erfahren wie andere Leute so "denken" `
Ich fürchte ich gehöre auch zu solchen denens ins "Hirn geschissen" haben.

Am besten ist Der wo gleich auf die Bezahlung des Bischofs kommt :lol:

Es gibt einen neuen Begriff im TV an den mich das öffentlich-rechtliche Wahrheitsministerium noch langsam heranführen muss.
Der "gemäßigte Islamist".
Wenn mir irgendjemand hier erklären könnte was das ist, dann wäre ich sehr froh.
Vielleicht ja die Revolutions-Phülosoven aus dem Google Forum.
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