Hallo,
es gibt ja jetzt hinreichend Wahlanalysen, wer die AfD gewählt hat. Vorwiegend Arbeiter und Arbeitslose. Menschen mit Zukunftsängsten, Perpektivlosigkeit, von denen viele Angst haben, das sie zu kurz kommen, das ihnen noch etwas weggenommen wird. Von diesen Menschen gibt es im Osten offensichtlich ein paar mehr. Diese Ängste bedient die AfD in hemmungsloser populistischer Weise. Bemerkenswert ist noch, dass recht viele Wähler von ganz links (PDS) nach ganz rechts (AfD) gewechselt sind. Das ist wohl reine Protestwählerei - mit irgendwelchen Überzeugungen und Werten kann das kaum etwas zu tun haben. Und die AfD hat viele bisherige Nichtwähler mobilisieren können.
Die Altparteien werden in vielen Punkten zurecht kritisiert, aber ich weiß nicht, ob die Verängstigten mit Inhalten und Argumenten überhaupt zu erreichen sind? Wenn die sich dafür interessieren würden, dann würden sie nicht AfD wählen, denn diese Partei hat nur dumpfe Parolen und keine Konzepte anzubieten. 3 Jahre nach Gründung hat diese Partei immer noch kein Grundsatzprogranmm. Man arbeitet jetzt aber wohl an einem, weil man gemerkt hat, dass die inhaltliche Leere sonst zu offensichtlich ist.
Außer einem "Programm-Leitlinien" genannten Katalog an Forderungen auf ca. 2 Seiten hat diese Partei aktuell inhaltlich nichts anzubieten. Man fordert die Entschuldung Griechenlands, Auflösung des Euro, Garantien für die Rentenhöhe, Grenzsicherung, Einbehaltung der EU-Umlage und und und. Jegliche Informationen, wie man den Forderungskatalog realisieren und finanzieren wollte, bleibt diese Partei schuldig. Das stört die AfD-Fans aber nicht, die finden Ihre Ressentiments in den AfD-Parolen wieder und mehr wollen die offenbar gar nicht wissen.
https://www.alternativefuer.de/programm ... grammatik/
Ich habe auch mal die Wahlprogramme von SPD, CDU und AfD zur Wahl in Sachsen-Anhalt überflogen. SPD und CDU arbeiten sich an landespolitischen Themen ab. Die AfD arbeitet sich zum Teil an Grundsätzen der Einwanderungspolitik, GEZ-Abschaffung, Ausbau des Ehegattensplitting, Glyphosanverbot usw. ab. Das ist alles Bundespolitik. Nichts davon wird im Landtag von Sachsen-Anhalt entschieden, um den es bei der Wahl ging. Das "Programm" ist einfach Dummenfang. Ja theoretisch kann ein Bundesland über den Bundesrat einen Gesetzesvorschlag initiieren. Die Chancen, das daraus ein beschlossenes Gesetz wird, liegen schon für die Altparteien nur bei 10%, für die AfD bei null.
Turi, ich verstehe das richtig: Wenn es in Griechenland Aufnahmezentren gibt, durch die die Flüchtlinge geschleust werden und alles geregelt läuft, dann hast Du neuerdings keine Probleme mehr mit den Flüchtlingen? Auch dann nicht, wenn noch 5 Millionen Kriegsflüchtlinge aus Syrien und dem Irak möglicherweise auch Jemen und anderen Ländern kommen? Denen willst Du ja helfen. Nur für die Fakten: In Syrien und dem Irak haben fast 60 Mio. Menschen gelebt. Nur ca. 1% davon ist bisher zu uns gekommen. Wenn Du die Frage mit ja beantwortest, dann steht das im völligen Widerspruch zur ganzen Hetze und Paranoia (Kriminalität etc.), die Du hier seit Monaten ins Forum kippst. Aber dann haben wir eine Gesprächsbasis, denn natürlich ist niemand dagegen, dass das alles in geordneten, strukturierten Bahnen läuft. Wenn Du die Frage mit Nein beantwortest, verstehst Du wahrschienlich selbst, warum Dein Geschriebsel Nonsens ist,
Und Zum Thema Schweiz hat die Hausaufgaben gemacht: Ihr bereichert Euch an den Ärmsten, Schwächsten und Schutzbedürftigen.
Alles über 1000 Franken: Schweiz knöpft Flüchtlingen Bargeld ab. Hausaufgaben super gemacht! Und unbedingt Deutschland kritisieren, wenn man sich hier nicht so erbärmlich verhält, wie in der Schweiz.
Beste Grüße
Guido