Malaria

In diesem Bereich findest du aktuelle Hinweise zu Epidemien und gesundheitliche Risiken im Reiseland und wie man sich davor schützt bzw. vorbeugt, Informationen zur Gesundheitsversorgung, Ärzte und Krankenhäuser.

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marylin
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Re: Malaria

Beitrag von marylin »

Man kann nur hoffen, daß es diesmal nicht, wie bei nahezu allen Impfungen, zum Durchbruch und der Bildung stärkerer Resistenzen führt. Es ist durchaus denkbar, daß sich ein Erregr , der bereits seine Nachtaktivität aufegeben hat , nun eben auf die Ausbreitung und das "Gefährlicherwerden" anderer Malariaarten konzentriert- bzw. daß z.B. Falciparum malariae nun halt "Anders" wird. Mit Impfungen beginnt man einen Wettlauf, der aufgrund des immer spezifischer wirkenden Materials immer schwieriger zu gewinnen sein wird. Auch muß man bedenken: die Entwicklung von Impfstoffen geschieht in erster Linie aus finanziellen Interessen- und gleichzeitig wird die entwicklung von Tabletten eingeschränkt werden. Insofern dürfte eine Billigquelle erschöpft werden, und eine Teuerquelle als marktbeherrschend sich etablieren.
Wir werden sehen- ich persönlich als langjähriger, erfolgreicher, Verwender des angebl. wirkungslosen Fansidar bin wie immer skeptisch.
schnorr
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Re: Malaria

Beitrag von schnorr »

marylin hat geschrieben:Man kann nur hoffen, daß es diesmal nicht, wie bei nahezu allen Impfungen, zum Durchbruch und der Bildung stärkerer Resistenzen führt.
hast du für diese aussage quellenangaben, dass sich bei nahezu allen impfungen resistenzen gebildet haben?
die finde ich ein wenig irgendwo hergeholt.
es gibt resistenzen bei malariamedikamenten und auch bei antibiotika, aber impfungen?
Viele Grüße
Jörg

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marylin
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Re: Malaria

Beitrag von marylin »

n Ja- da wirst leicht fündig. Vor den Masern Windpocken impfungen war das ne regelinfektion, heute gibt es ständig mehr Komplikationen. Grippeimpfung- da muss schon fast 2 mal jährlich der Impfstoff upgedatet werden. Schau- erreger sind lebewesen, die natürlicherseits ums Überleben kämpfen. Besonders schlecht schneiden da eben die spezifisch hergestellten Impfungen- weniger Breitbandigkeit. Impfen ist halt 18. Jahrhundert 3.0 Viel wichtiger wäre endlich mal ein einsehen, daß man mit Blutuntersuchungen gezielte, individuell wirksame, Immunstimulanzien herausfinden kann (LTT etc. pp), daß die AUSWIRKUNGEN von Infekten geringer bleiben. Oder die einheimischen Medikamnte besser zu verstehen (Immerhin hat der malische "Malarialtee" gute Ergebnisse in einer US Studie.
Die Zeiten haben sich geändert- und der erfinder einer "Arznei" will schon bei der Produktion wissen, daß sein Geld reinkommt..... Das sind keine Pioniere mehr wie weiland Paul ehrlich oder sonst wer, der geschichte geschrieben hat
schnorr
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Re: Malaria

Beitrag von schnorr »

komplikationen beiimpfungen sind aber keine resistenzen!
und auch die veränderungen der grippeviren sind keine resistenzen auf grund der impfungen!
bitte keine halbwahrheiten verbreiten, gerade bei solch wichtigen themen nicht! :shake:
Viele Grüße
Jörg

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seppr
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Re: Malaria

Beitrag von seppr »

Hallo Herr marylin

Deine Aussagen in diesem von Einzelerfahrung und Glauben stark mitgeprägtem Thema lassen auf tiefes Misstrauen gegenüber der Schulmedizin im Allgemeinen und der Pharmahersteller im Speziellen schließen.

Aber alles zu seiner Zeit. Die Schulmedizin und die Pharmariesen haben mit Imfungen und Medikamenten wie Antibiotika schon sehr viel ausrichten können und die Letalität vieler früher tödlicher Krankheiten ist massiv zurückgegangen.

Ob die damit einher gehende erhebliche Steigerung der Lebenserwartung der Menschen um geschätzte 20 Jahre innerhalb 1-2 Generationen ein allgemeiner Segen ist steht auf einem anderen Blatt. Aber sie wurde nicht durch individuelle Immunstimulation sondern durch spezifische Eingriffe erreicht, die aber auch Risiken und sogar tödliche Komplikationen mit sich gebracht haben. Dass hier noch massiver Forschungsbedarf besteht, um manche wichtige Zusammenhänge besser zu verstehen ist schon klar. Speziell im Bereich des Immunsystems.

Ich möchte Dir also nicht generell widersprechen. Nur sind einige Deiner Statements halb oder ganz falsch. Nicht alle, wenn Dich das tröstet.

Sepp
schnorr
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Re: Malaria

Beitrag von schnorr »

seppr hat geschrieben: Aber alles zu seiner Zeit. Die Schulmedizin und die Pharmariesen haben mit Imfungen .... schon sehr viel ausrichten können und die Letalität vieler früher tödlicher Krankheiten ist massiv zurückgegangen.
aber auch diese aussage über das impfen wird immer behauptet, ist bisher allerdings nicht wirklich schlüssig bewiesen worden, zumal eine erhöhte steigerung der hygiene gleichzeitig aufgekommen ist. da gibt es berechtigte zweifel!

ich wundere mich nur immer sehr, warum verschieden länder verschiedene impfpläne haben (und die belgier haben nun wahrlich kein anderes immunsystem wie die schweden oder die deutschen und sind auch nicht wirklich gesünder)
Viele Grüße
Jörg

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seppr
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Re: Malaria

Beitrag von seppr »

Du hast Recht, ich habe etwas ungenau bzw. falsch formuliert.

Ich meinte nicht, dass die Letalität der Krankheit, wenn sie schon ausgebrochen ist, durch Impfung zurückgehe. Dieser Rückgang liegt mehr an der modernen Intensivmedizin.
Sondern die Gesamtzahl tödlicher Verläufe wird niedriger durch vorherige Impfprogramme.

Nicht bei jeder Virusinfektion ist die Wirkung von Impfungen gleichermaßen augenscheinlich wie bei der Polio. In meiner Kindheit war diese Infektion noch recht häufig und zum Teil schrecklich. Welche andere Maßnahme als Impfprogramme hat diesen Virus bei uns zum Verschwinden gebracht? Hygienisch hat sich in den letzten 40-50 Jahren nicht so viel geändert.

Sepp
joerg1
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Re: Malaria

Beitrag von joerg1 »

da will ich nun auch noch kurz meine Erfahrungen zu meinen bislang 2x igen Malariainfektionen hinzufügen:

1. Malaria Tropica, infiziert im Mali, ohne vorherige Prophylaxe: Behandlung mit Coartem (Artemisinin bzw. Arthemeter/Lumefantrin) -> nach 24h alles wieder schön
2. Malaria unbekannten Typs (nur Schnelltest) in Sambia, trotz Prophylaxe mit Lariam -> Behandlung mit Artenate (identisches Medikament wie oben) -> nach 24h ohne weitere Symptome

Auch wenn ich o.g. Standby Präparate immer dabei habe ziehe ich eine eine Prophylaxe mit Atovaquone (Malarone-Gerika) vor, da es nicht immer ganz einfach ist, eine Malaria sicher und rechtzeitig zu diagnostizieren. Nicht immer und überall kann man kurzfristig einen Bluttest machen oder einen Schnelltest durchführen (o.k. inzwischen kann ich da bei aus Erfahrung mir ganz gut ohne diagnostizieren ;-) ).
Zudem ist das o.g. Medikament nur zu 100% wirkungsvoll, wenn es innerhalb der ersten 48h nach Auftreten der ersten Symptome eingesetzt wird - und diese werden von offensichtlich von vielen unterschätzt oder nicht erst genommen!

Gruß

Jörg
Turi
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Re: Malaria

Beitrag von Turi »

Nicht immer und überall kann man kurzfristig einen Bluttest machen oder einen Schnelltest durchführen
Wir hatten zwar auf unseren Reisen noch nie Malaria, auch ohne Prophylaxe, Gott sei Dank.

Immer Schnelltests dabei, hat dafür einem deutschen Fahrradfahrer in Mali genützt.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
doncarlos
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Re: Malaria

Beitrag von doncarlos »

Hi Wüschis,
danke an Jörg1 und Turi für die mir sehr wertvollen Erfahrungsberichte. Auch ich hatte trotz tausendfacher afrikanischer Schnakenstiche bisher noch keine Malaria. Dennoch werde ich jetzt mit dem Alter etwas vorsichtiger und versorge mich zukünftig auch mit den Artemisinin-Mitteln und den schnelltests. Könntet Ihr mir bitte noch etwas Aufklärung erteilen zur Anwendung der letzteren? In welchen zeitlichen Abständen macht Ihr diese, d.h. wie lange nach einem massiven "Schakenüberfall"?

Dann kann ich es nicht lassen auch den Medizinern unter unseren Forumsdiskutanten noch einen Kommentar mitzugeben, insbesondere an seppr wenn er wie folgt schreibt:
Die Schulmedizin und die Pharmariesen haben mit Imfungen und Medikamenten wie Antibiotika schon sehr viel ausrichten können und die Letalität vieler früher tödlicher Krankheiten ist massiv zurückgegangen.
Ob die damit einher gehende erhebliche Steigerung der Lebenserwartung der Menschen um geschätzte 20 Jahre innerhalb 1-2 Generationen
Ich kann ja nachvollziehen dass die Mediziner diesen gewaltigen zivilisatorischen Fortschritt gerne auf ihr Konto buchen möchten und sie leisten wohl auch einen (großen?) Beitrag dazu. Dennoch ist für diesen Jahrhunderttrend ein ganzes Bündel von Ursachen verantwortlich.
Beispielhaft greife ich nur 2 Bereiche heraus:
Hat nicht der allgemeine technische Fortschritt auch einen Anteil daran? als Beispiel nenne ich nur mal die Verbreitung des Kühlschranks in den modernen Haushalten und die damit erreichte verbesserte Haltbarkeit der früher sehr schnell verdorbenen Lebensmittel.
Oder was ist mit dem allgemeinen sozialpolitischen fortschritt, von dem zwar Afrika über weite Strecken noch nicht besonders beleckt ist, zugegebenermaßen. Dennoch haben sich auch dort die früher noch sehr viel häufigeren Kriege gewaltig reduziert und Kriege sind nun mal besonders massive Totmacher und drücken die allgemeine LE gewaltig meint Doncarlos
"Man entdeckt keine neuen Welten ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren" (frei nach A.Gide)
globenomaden
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Re: Malaria

Beitrag von globenomaden »

Der Nachweis der Malaria Erreger durch den Schnelltest basiert auf einem spezifischen Antigen, dass durch die Immun Reaktion des Körpers produziert wird.
Hierbei ist wichtig zu wissen, dass bei einer beginnenden Infektion die Erreger im Blut noch sehr gering sind (und das Krankheitsbild daher oft nicht eindeutig ist) und daher die Immunreaktion - vereinfacht gesagt - etwas verzögert ist. Das bedeutet, dass die Schnelltest zu Beginn einer Infektion manchmal negative Ergebnisse zeigen. Man muss den Test unbedingt öfters wiederholen. Ein Test bei einem negativen ersten Ergebnis ist auf jeden Fall zu wenig um Malaria ausschliessen zu können. Die Herausforderung ist natürlich trotzdem nicht zu lange mit der Behandlung zu warten. Eine gernerelle Regel wann und wie oft ein Test anzuwenden ist, gibt es nicht. Deswegen sagt die "Schulmedizin" eine Blutuntersuchung mittels Mikroskop ist der sog. "Gold Standard". Auf der anderen Seite ist ein positives Resultat des Tests mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wirklich Malaria.

Ist man jedoch in einer abgelegenen Gegend (z.B. in Afrika) unterwegs wo man mindestens einige Tage in ein zuverlässiges Spital benötigt, gibt es gar keine Alternative zu den Schnelltests.

Es gibt eine große Anzahl von Schnelltest deren Qualität sehr unterschiedlich ist. Wichtig ist z.B. auf die Hitzebeständigkeitdes Test zu achten oder auf die Sensibilität bei gerninger Parasiten Dichte. Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte hier ein link zur WHO mit den Testergebnissen zu einer Vielzahl von Schnelltest.

http://apps.who.int/iris/bitstream/1066 ... g.pdf?ua=1

Ciao
Eva&Alfred
http://www.globenomaden.at
doncarlos
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Re: Malaria

Beitrag von doncarlos »

Hi liebe Globenomaden,
herzlichen Dank für die Aufklärung über die Wirkungsweise und Anwendbarkeit von Malaria-schnelltests.
Werde diese demnächst für die Afrikafahrt auch besorgen. Wohl am besten von unterwegs, also z.B. in Marokko wo man wohl auch die hitzebeständige variante in den apotheken haben wird meint gutgläubig doncarlos
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Alexander
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Re: Malaria

Beitrag von Alexander »

Forscher rücken dem Malariaerreger immer weiter auf den Pelz. Ein kürzlich entwickelter Impfstoff wurde jetzt erfolgreich getestet. Nebenwirkungen soll es keine gegeben haben.
Es ist nur ein erster kleiner Versuch, auf den weitere folgen müssen - doch er stimmt zuversichtlich: Ein internationales Forscherteam hat einen Impfstoff entwickelt, der in einer Studie Patienten vollständig vor der Infektionskrankheit Malaria geschützt hat.
SPON: Malaria-Impfstoff besteht erste Tests mit Patienten

Grüsse
Alexander
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seppr
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Re: Malaria

Beitrag von seppr »

Oh Gott.
Die sind noch weit weg von einer Marktreife. Ich glaube auch nicht daran. Nur die Presseaussagen sind Spitze.

Dieser Ansatz scheint mir mehr dazu geeignet zu sein, die Immunreaktionen nach einer Infektion verstehen zu lernen als bald einen brauchbaren Impfstoff für z.B. Touristen zu entwickeln.
Aber richtig ist, dass man zuerst verstehen muss, dann erst produzieren kann.

Sepp
Alexander
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Malaria aus Zahnpasta?

Beitrag von Alexander »

Angeblich gibt es einen Wirkstoff in der Zahnpasta, der in während zwei Phasen der Infektion diese unterbrechen kann
Postings Forscher entdeckten, dass der Wirkstoff Triclosan das Wachstum von Malariaparasiten unterdrücken kann Er wird in Produkten wie Zahnpasta und Reinigungsmitteln eingesetzt und wirkt gegen eine Vielzahl von Bakterien: Nun weckt eine britische Studie Hoffnungen, dass der Wirkstoff Triclosan auch zur Bekämpfung resistenter Malaria-Stämme weiterentwickelt werden könnte.
Der Standard: Malaria: Zahnpasta-Wirkstoff als Bakterienhemmer

Grüsse
Alexander
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