15916-57-13-26-01 und ein Motor...
Moderator: Moderatoren
Re: 15916-57-13-26-01 und ein Motor...
Den weichen Sand am Strand meistert der Patrol wieder prächtig. Sogar noch etwas weiter fahre ich, als meine alten Spuren meine frühere Anwesenheit dokumentieren.
Wieder geniesse ich das kühle Nass, während bereits das Reis in der Pfanne am kochen ist. Freiheit. Machen und lassen wann und was man will.
Nach dem Essen gleich nochmals ins Meer. Etwas weiter aussen kann man noch immer gut stehen. Der Wellengang ist kinderfreundlich und die Haifische sind ja viel weiter aussen.
Trotzdem gibts ein wenig Kribbeln, nun einfach ein wenig rauszuschwimmen.
Rückfahrt nach einem schönen Nachmittag. Heute will ich wieder über die Grenze, zurück in die Westsahara. Zu früh möchte ich nicht, da der Bürokrieg sonst länger dauern könnte. Denn sie kennen eine Grenzschliessungszeit und möchten niemanden im verminten Niemandsland zurücklassen müssen, so müsste der Übertritt ja vielleicht schneller gehen, so meine Überlegung.
Bei der Strasse, Magirus steht noch immer da.
Bahnübergang der doch so bedeutenden Eisenerzlinie sieht ja gar nicht wichtiger aus, als bei uns eine Bummlerlinie...
Bald gelange ich an den Grenzposten
Interessanterweise sehe ich wieder eine Portugiesische Rally/Challenge, die ebenfalls nach Dakar fahren will. Einige Fahrzeuge kenne ich noch vom Vorjahr. Die mesten scheinen in den letzten Zügen der Grenzformalitäten zu sein...
Wieder geniesse ich das kühle Nass, während bereits das Reis in der Pfanne am kochen ist. Freiheit. Machen und lassen wann und was man will.
Nach dem Essen gleich nochmals ins Meer. Etwas weiter aussen kann man noch immer gut stehen. Der Wellengang ist kinderfreundlich und die Haifische sind ja viel weiter aussen.
Trotzdem gibts ein wenig Kribbeln, nun einfach ein wenig rauszuschwimmen.
Rückfahrt nach einem schönen Nachmittag. Heute will ich wieder über die Grenze, zurück in die Westsahara. Zu früh möchte ich nicht, da der Bürokrieg sonst länger dauern könnte. Denn sie kennen eine Grenzschliessungszeit und möchten niemanden im verminten Niemandsland zurücklassen müssen, so müsste der Übertritt ja vielleicht schneller gehen, so meine Überlegung.
Bei der Strasse, Magirus steht noch immer da.
Bahnübergang der doch so bedeutenden Eisenerzlinie sieht ja gar nicht wichtiger aus, als bei uns eine Bummlerlinie...
Bald gelange ich an den Grenzposten
Interessanterweise sehe ich wieder eine Portugiesische Rally/Challenge, die ebenfalls nach Dakar fahren will. Einige Fahrzeuge kenne ich noch vom Vorjahr. Die mesten scheinen in den letzten Zügen der Grenzformalitäten zu sein...
>>>Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden!<<<
Re: 15916-57-13-26-01 und ein Motor...
Am Zoll befragt man mich wieder nach den Kanistern. Natürlich habe ich sie nicht mit teurerem, Mauretanischem Diesel gefüllt, um dann an halb-preis-Tanksäulen vorbeizufahren.
Grinsend bemerkt der Zollbeamte, dass ich ihn auf de Arm nehme.
Die Formalitäten für die Ausreise gehen recht schnell. Ein, zwei Stempel in den Pass. Es wird nicht bemängelt, dass meine Grenzversicherung bereits seit einigen Tagen abgelaufen ist. Auch interessiert sie mein Gepäck überhaupt nicht.
Ein verschwitzter Spanier in seiner Motorradkleidung, welcher mit einem BMW Motorrad nach Süden fährt ist froh um ein Par Tipps zu Mauretanien und nimmt frisches Obst und etwas zu Trinken gerne entgegen. Reisende scheinen in solchen Ländern einfach wie Brüder zu sein - meistens.
Zurück zum Auto, aufschliessen und ich will gerade einsteigen, da kommt ein super Angebot für einen Patrolverkauf.
3'000€, dies sei schliesslich ein super Auto. Ich lächle den Mann fies an und fahre weg.
Ach ja, hab ich euch schon geschrieben, dass ich einmal 10 Ausgewachsene Kamelkühe mit je einem jungen für den Patrol geboten bekommen habe?
Das macht etwa 15'000CHF.
Der Pistenbelag im Niemandsland ist bekanntlich fürchterlich schlecht. Lastwagen und PKW's kommen mir im Schritttempo entgegen, während ich die Stossdämpfer noch einmal richtig beübe.
Ankunft am Marrokanischen Posten. Hier wieder da komplette Chaos. Jedoch etwas höherer Sicherheitsstandart.
Sogar einen Scanner besitzen sie da unten. Diesmal in einer Halle und ich erkenne dessen Existenz erst, als ich aufgerufen werde, meinen Patrol da reinzutsellen.
Ein Saharoui kriegt offensichtlich Ärger in einem der Bureaus, bei welchem der Betreiber aber scheinbar nicht die volle Übersicht zu haben scheint.
Mir wird jedenfalls auch vorgeworfen, dass sich mein Patrol bereits in 2 oder 3-Facher Ausführung in diesem Land befindet.
Scheinbar wurde er nie korrekt ausgetragen, was für mich eine sehr teure Verzollung nach sich hätte ziehen könnte.
Er weist mich an, dies in Tanger bei der Ausreise zu regeln.
Direkt am Zoll steht noch eine Tankstelle. Dort kriege ich nun viel und günstigen Diesel.
Die Zeit ist also schon etwas vorgerückt und ich suche langsam nach einem Nachtplatz.
Sofort fallen mir wieder die Tafeln auf.
Ich will wissen, worüber sie mal informiert haben.
Ja, Minentafeln. "Im Zuge der Entminung"
Mir ist das ganze etwas zu unsicher und mir kommt in den Sinn, dass es sporradisch südlich von Daklah solche Tafeln hatte. Somit ist die ganze Sache bis da rauf (geschätze 500km) möglicherweise nicht vollständig entmint. Was bedeutet, dass ich nirgends sicher von der Strasse abbiegen und einen Nachtplatz finden kann.
Wie löse ich also dieses Problem?
Da Schlafen seit einigen Jahren zu meinen Grundbedürfnissen gehört, möchte ich denen auch weiterhin Rechnung tragen.
Nur wo?
Grinsend bemerkt der Zollbeamte, dass ich ihn auf de Arm nehme.
Die Formalitäten für die Ausreise gehen recht schnell. Ein, zwei Stempel in den Pass. Es wird nicht bemängelt, dass meine Grenzversicherung bereits seit einigen Tagen abgelaufen ist. Auch interessiert sie mein Gepäck überhaupt nicht.
Ein verschwitzter Spanier in seiner Motorradkleidung, welcher mit einem BMW Motorrad nach Süden fährt ist froh um ein Par Tipps zu Mauretanien und nimmt frisches Obst und etwas zu Trinken gerne entgegen. Reisende scheinen in solchen Ländern einfach wie Brüder zu sein - meistens.
Zurück zum Auto, aufschliessen und ich will gerade einsteigen, da kommt ein super Angebot für einen Patrolverkauf.
3'000€, dies sei schliesslich ein super Auto. Ich lächle den Mann fies an und fahre weg.
Ach ja, hab ich euch schon geschrieben, dass ich einmal 10 Ausgewachsene Kamelkühe mit je einem jungen für den Patrol geboten bekommen habe?
Der Pistenbelag im Niemandsland ist bekanntlich fürchterlich schlecht. Lastwagen und PKW's kommen mir im Schritttempo entgegen, während ich die Stossdämpfer noch einmal richtig beübe.
Ankunft am Marrokanischen Posten. Hier wieder da komplette Chaos. Jedoch etwas höherer Sicherheitsstandart.
Sogar einen Scanner besitzen sie da unten. Diesmal in einer Halle und ich erkenne dessen Existenz erst, als ich aufgerufen werde, meinen Patrol da reinzutsellen.
Ein Saharoui kriegt offensichtlich Ärger in einem der Bureaus, bei welchem der Betreiber aber scheinbar nicht die volle Übersicht zu haben scheint.
Mir wird jedenfalls auch vorgeworfen, dass sich mein Patrol bereits in 2 oder 3-Facher Ausführung in diesem Land befindet.
Scheinbar wurde er nie korrekt ausgetragen, was für mich eine sehr teure Verzollung nach sich hätte ziehen könnte.
Er weist mich an, dies in Tanger bei der Ausreise zu regeln.
Direkt am Zoll steht noch eine Tankstelle. Dort kriege ich nun viel und günstigen Diesel.
Die Zeit ist also schon etwas vorgerückt und ich suche langsam nach einem Nachtplatz.
Sofort fallen mir wieder die Tafeln auf.
Ich will wissen, worüber sie mal informiert haben.
Ja, Minentafeln. "Im Zuge der Entminung"
Mir ist das ganze etwas zu unsicher und mir kommt in den Sinn, dass es sporradisch südlich von Daklah solche Tafeln hatte. Somit ist die ganze Sache bis da rauf (geschätze 500km) möglicherweise nicht vollständig entmint. Was bedeutet, dass ich nirgends sicher von der Strasse abbiegen und einen Nachtplatz finden kann.
Wie löse ich also dieses Problem?
Da Schlafen seit einigen Jahren zu meinen Grundbedürfnissen gehört, möchte ich denen auch weiterhin Rechnung tragen.
Nur wo?
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Re: 15916-57-13-26-01 und ein Motor...
Schliesslich finde ich eine kleine Piste, welche mit Steinmännchen markiert ist. Da fühle ich mich beim Einbiegen sicher.
Ein kleiner Hügelzug wird umfahren, die Piste macht eine Kurve und plötzlich stehe ich auf einem Schotterplatz.
Einige Zelte stehen auf der kleinen Anhöhe.
Super, eine Siedlung. Wird wohl eher kein gehöriges Ausruhen werden.
Man hat mich längst entdeckt. Ein Mann kommt auf mich zu. Er ist nicht vermummt. Auch nicht bewaffnet?
Weitere Personen stehen schier regungslos auf der Anhöhe und beobachten mich.
Wo bin ich da nur wieder hingeraten?
Nun soll, entgegen meinen Erwartungen, ein schönes Erlebniss folgen, welches die Gastfreundschaft und Wärme wiederspiegelt, die schon öfters gelobt wurde.
Es sind Militärs. Teils zivil gekleidet. Warum dies so ist, bleibt mir verborgen. Es scheint eher ein Hobbybetrieb zu sein, als ein straff geführter Trupp.
Sie heissen mich mehrmals herzlich willkommen und begrüssen mich auf ihrem Platz.
Gerne dürfe ich bei ihnen übernachten. Sie bieten mir Decken und ein Zelt zum Übernachten an, die Nacht solle kühl werden, meint einer. Ich lasse die Decken in ihren Händen, da ich im Patrol bestens versorgt bin.
Ohne eine Gegenleistung zu fordern bringen sie mir frisch zubereiteten "whiskey du maroc" (Saharouis sagen "whiskey du sahara", also der berühmte Chinatee)
Streichkäse und Brot wird mir ebenfalls auf dem Tablett serviert. Die Freude ist gross!
Hier unten heisst der Streichkäse "la belle vache" und nicht wie das französische Konkurrenzprodukt "la vache qui rit"
Erneut werden mir Decken und Wasser angeboten. Eine solche Fürsorge habe ich noch selten erlebt!
Gerne revanchiere ich mich dann mit feinster Stalder-Creme, die den Schweizern wohl ein Begriff ist.
Fruchtsaft nehmen sie gerne an, jedoch Orangen aus Mauretanien werden nur zögerlich und wohl aus Anstand angenommen. Dies sind ja quasi doch feindliche Orangen. War ja gut gemeint...
Tolle Begegnung an einem sicheren Platz in der nicht ganz so ungefährlichen Westsahara
Ein kleiner Hügelzug wird umfahren, die Piste macht eine Kurve und plötzlich stehe ich auf einem Schotterplatz.
Einige Zelte stehen auf der kleinen Anhöhe.
Super, eine Siedlung. Wird wohl eher kein gehöriges Ausruhen werden.
Man hat mich längst entdeckt. Ein Mann kommt auf mich zu. Er ist nicht vermummt. Auch nicht bewaffnet?
Weitere Personen stehen schier regungslos auf der Anhöhe und beobachten mich.
Wo bin ich da nur wieder hingeraten?
Nun soll, entgegen meinen Erwartungen, ein schönes Erlebniss folgen, welches die Gastfreundschaft und Wärme wiederspiegelt, die schon öfters gelobt wurde.
Es sind Militärs. Teils zivil gekleidet. Warum dies so ist, bleibt mir verborgen. Es scheint eher ein Hobbybetrieb zu sein, als ein straff geführter Trupp.
Sie heissen mich mehrmals herzlich willkommen und begrüssen mich auf ihrem Platz.
Gerne dürfe ich bei ihnen übernachten. Sie bieten mir Decken und ein Zelt zum Übernachten an, die Nacht solle kühl werden, meint einer. Ich lasse die Decken in ihren Händen, da ich im Patrol bestens versorgt bin.
Ohne eine Gegenleistung zu fordern bringen sie mir frisch zubereiteten "whiskey du maroc" (Saharouis sagen "whiskey du sahara", also der berühmte Chinatee)
Streichkäse und Brot wird mir ebenfalls auf dem Tablett serviert. Die Freude ist gross!
Hier unten heisst der Streichkäse "la belle vache" und nicht wie das französische Konkurrenzprodukt "la vache qui rit"
Erneut werden mir Decken und Wasser angeboten. Eine solche Fürsorge habe ich noch selten erlebt!
Gerne revanchiere ich mich dann mit feinster Stalder-Creme, die den Schweizern wohl ein Begriff ist.
Fruchtsaft nehmen sie gerne an, jedoch Orangen aus Mauretanien werden nur zögerlich und wohl aus Anstand angenommen. Dies sind ja quasi doch feindliche Orangen. War ja gut gemeint...
Tolle Begegnung an einem sicheren Platz in der nicht ganz so ungefährlichen Westsahara
>>>Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden!<<<
Re: 15916-57-13-26-01 und ein Motor...
Am Morgen stehe ich auf, als die Sonne meinen Patrol zum ersten mal berührt.
Tatsächlich war die Nacht eher frisch, trotz der Küstennähe!
Nach meiner Morgentoilette kommt schon wieder einer der Jungs, um nach dem Rechten zu sehen.
Eine kurze Weile vergeht und er steht mit frisch zubereiteten Tee und Brot wieder da.
Nach dem reichhaltigen Frühstück will ich die Reifen noch etwas aufpumpen, da mir nun für einige Hundert Kilometer Asphalt wartet.
Dabei fällt mir dummerweise der Kompressor von der Motorhaube und ein Kabel reisst ab.
Bei der darauf folgenden Reparatur staunen sie ab meinem Equipement, welches auch den 220V Lötkolben beinhaltet.
Ich starte den Motor, der Keilriemen quietscht. Darauf hin bringt mir einer etwas Waffenöl und träuffelt ganz fein auf die Keilriemen. Wohl so dass sie gerade noch nicht durchrutschen. Nachspannen wäre wohl die bessere Lösung gewesen...
Unbedingt wollen sie nun Fotos machen - für Marrokaner und insbesondere Militärs durchaus untypisch.
Für mich aber eine tolle Erinnerung!
Bald fahre ich dann weiter, um noch ein par Kilometer fahren zu können.
Da kommt mir ein voll bepacktes Fahrrad entgegen. Ich halte an, weil ich bei dem Anblick an einen Touristen erinnert werde.
Tatsächlich ist es ein Kambodjaner, der von seinem Heimatland bis nach Senegal fahren will. Die grosse Kälte hat er bereits hinter sich - ein harter Bursche!
Gerne nimmt auch er etwas frisches Wasser und Früchte entgegen. Ein gutes Gespräch - mal in Englisch - ergibt sich.
Weiterfahrt.
Ich brauche 19l Diesel. Was ich damit mache, werdet ihr bald erfahren.
Doch fahre ich noch weiter der Strasse entlang. Minentafeln, diesmal gut lesbare, belegen schier den Weg.
Weiter nach Norden hat es wieder einige Schilder, jedoch sind sie total verrostet. Da müsste mal wer mit Sandstrahlgerät und POR15 antraben. Trotz der Tatsache, dass es "allgemein" bekannt ist, dass man nicht östlich von der Strasse abfahren sollte, stellt der Umstand der unlesbaren Minenwarntafeln eine grosse Gefahr dar.
Zu nahe Bakanntschaften mit Minen habe ich schon gemacht, als dass ich darber wirklich spassen könnte...
Tatsächlich war die Nacht eher frisch, trotz der Küstennähe!
Nach meiner Morgentoilette kommt schon wieder einer der Jungs, um nach dem Rechten zu sehen.
Eine kurze Weile vergeht und er steht mit frisch zubereiteten Tee und Brot wieder da.
Nach dem reichhaltigen Frühstück will ich die Reifen noch etwas aufpumpen, da mir nun für einige Hundert Kilometer Asphalt wartet.
Dabei fällt mir dummerweise der Kompressor von der Motorhaube und ein Kabel reisst ab.
Bei der darauf folgenden Reparatur staunen sie ab meinem Equipement, welches auch den 220V Lötkolben beinhaltet.
Ich starte den Motor, der Keilriemen quietscht. Darauf hin bringt mir einer etwas Waffenöl und träuffelt ganz fein auf die Keilriemen. Wohl so dass sie gerade noch nicht durchrutschen. Nachspannen wäre wohl die bessere Lösung gewesen...
Unbedingt wollen sie nun Fotos machen - für Marrokaner und insbesondere Militärs durchaus untypisch.
Für mich aber eine tolle Erinnerung!
Bald fahre ich dann weiter, um noch ein par Kilometer fahren zu können.
Da kommt mir ein voll bepacktes Fahrrad entgegen. Ich halte an, weil ich bei dem Anblick an einen Touristen erinnert werde.
Tatsächlich ist es ein Kambodjaner, der von seinem Heimatland bis nach Senegal fahren will. Die grosse Kälte hat er bereits hinter sich - ein harter Bursche!
Gerne nimmt auch er etwas frisches Wasser und Früchte entgegen. Ein gutes Gespräch - mal in Englisch - ergibt sich.
Weiterfahrt.
Ich brauche 19l Diesel. Was ich damit mache, werdet ihr bald erfahren.
Doch fahre ich noch weiter der Strasse entlang. Minentafeln, diesmal gut lesbare, belegen schier den Weg.
Weiter nach Norden hat es wieder einige Schilder, jedoch sind sie total verrostet. Da müsste mal wer mit Sandstrahlgerät und POR15 antraben. Trotz der Tatsache, dass es "allgemein" bekannt ist, dass man nicht östlich von der Strasse abfahren sollte, stellt der Umstand der unlesbaren Minenwarntafeln eine grosse Gefahr dar.
Zu nahe Bakanntschaften mit Minen habe ich schon gemacht, als dass ich darber wirklich spassen könnte...
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Re: 15916-57-13-26-01 und ein Motor...
Nun ja, ich fahre zum alten Patrolwrack.
Stelle meinen Patrol direkt vor die Maroc Telecom Relaisstation. Klopfe an.
Niemand macht auf. Ich hämmere meine Fäuste regelrecht an die Stahltüre. Nichts tut sich.
Ich gehe zurück zum Patrol und warte ein wenig. Gehe dann um das Gebäude herum und muss feststellen, dass der 4,2er Patrol fehlt. Der Hausmeister ist wohl grad ausgeflogen. Trotzdem klopfe ich nochmals kräftig ans Tor.
Nun tut sich etwas!
Schon lande ich in den Armen des jenigen, dem ich vor par Wochen par Teile vom W160 abgeschraubt habe.
Die Freude ist natürlich riesig über meine Wiederkehr. Er hätte es wohl nicht geglaubt, dass ich mich noch blicken lasse...
Mein Versprechen wegen den Crêpes? Natürlich halte ich das ein!
Heisshunger, begleitet von Begeisterung lässt den Vorrat sofort schwinden. Die Hausfrau ist schliesslich weg, da kommt dann der Tourist und bekocht sie...
Natürlich, die 19l Diesel.
Ich biete dem Mann einen Deal an. Der Handel Diesel gegen zwei, drei Teile aus seinem W160 kommt so zustande und der Diesel fliesst in ein Fass.
Tee wird getrunken, Benzin und Politik geredet.
So erfahre ich von einer Begebenheit, welche er selber erlebt hat.
90km Nördlich von seinem Haus wollte er vor 9 Jahren an einem Brunnen Wasser holen. Er fuhr mit dem Landcruiser direkt auf den Brunnen zu. Eine Explosion zerriss seinen Wagen und schleuderte ihn einige Meter durch die Luft. Mine!
Er hatte Glück im Unglück. Seine ganze Ferse wurde zwar abgerissen, jedoch konnte diese wieder angewerkelt werden, so dass er heute wieder normal gehen kann. Üble Narben erinnern aber noch immer daran. Kann man so etwas böses vergessen?
Einen Brunnen (auch in der Westsahara) zu verminen ist ein schlimmes Verbrechen!
Nachdenklich verlasse ich später die Familie und fahre langsam weiter Richtung Norden.
Früh suche ich mir einen Nachtplatz
Natrülich frittiere ich nochmals und schaue, ob das Zahnweh wieder auftauchen würde, wenn ich die Mahlzeit diesmal etwas weniger heiss verschlinge.
Die Zahnreaktion bleibt aus...
Stelle meinen Patrol direkt vor die Maroc Telecom Relaisstation. Klopfe an.
Niemand macht auf. Ich hämmere meine Fäuste regelrecht an die Stahltüre. Nichts tut sich.
Ich gehe zurück zum Patrol und warte ein wenig. Gehe dann um das Gebäude herum und muss feststellen, dass der 4,2er Patrol fehlt. Der Hausmeister ist wohl grad ausgeflogen. Trotzdem klopfe ich nochmals kräftig ans Tor.
Nun tut sich etwas!
Schon lande ich in den Armen des jenigen, dem ich vor par Wochen par Teile vom W160 abgeschraubt habe.
Die Freude ist natürlich riesig über meine Wiederkehr. Er hätte es wohl nicht geglaubt, dass ich mich noch blicken lasse...
Mein Versprechen wegen den Crêpes? Natürlich halte ich das ein!
Heisshunger, begleitet von Begeisterung lässt den Vorrat sofort schwinden. Die Hausfrau ist schliesslich weg, da kommt dann der Tourist und bekocht sie...
Natürlich, die 19l Diesel.
Ich biete dem Mann einen Deal an. Der Handel Diesel gegen zwei, drei Teile aus seinem W160 kommt so zustande und der Diesel fliesst in ein Fass.
Tee wird getrunken, Benzin und Politik geredet.
So erfahre ich von einer Begebenheit, welche er selber erlebt hat.
90km Nördlich von seinem Haus wollte er vor 9 Jahren an einem Brunnen Wasser holen. Er fuhr mit dem Landcruiser direkt auf den Brunnen zu. Eine Explosion zerriss seinen Wagen und schleuderte ihn einige Meter durch die Luft. Mine!
Er hatte Glück im Unglück. Seine ganze Ferse wurde zwar abgerissen, jedoch konnte diese wieder angewerkelt werden, so dass er heute wieder normal gehen kann. Üble Narben erinnern aber noch immer daran. Kann man so etwas böses vergessen?
Einen Brunnen (auch in der Westsahara) zu verminen ist ein schlimmes Verbrechen!
Nachdenklich verlasse ich später die Familie und fahre langsam weiter Richtung Norden.
Früh suche ich mir einen Nachtplatz
Natrülich frittiere ich nochmals und schaue, ob das Zahnweh wieder auftauchen würde, wenn ich die Mahlzeit diesmal etwas weniger heiss verschlinge.
Die Zahnreaktion bleibt aus...
>>>Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden!<<<
Re: 15916-57-13-26-01 und ein Motor...
Der nächste Tag geht recht unspektakulär vor sich. Mit 60Km/h rassle ich durch die Westsahara.
Bei dieser Fahrweise pendelt sich der Verbrauch bei unter 7l/100km ein.
Nun sehe ich auch das LKW Wrack, von dem Hämpu geredet hat. Offenbar mussten die Rettungskräfte genau zu dem Zeitpunkt, als Hämpu den Unfallort passierte, päckchenweise Fleisch aus der Führerkabine rausnehmen. (zitiert)
Da überlegt man sich dann schon, ob man übermüdet weiterfahren will, oder doch die Nachtruhe wählen will.
Ein aufgelaufenes Schiff weckt mein Interesse.
Nun fahre ich wieder auf die altbekannte Tankstation zu, bei der ich den Landroverfahrer abgeladen habe.
Natürlich steht die Polizei wieder in der Senke. Sie warten auf Kundschaft.
Auch wenn ich mit nur 60Km/h daherrolle, halten sie mich an. Fragen mich nach dem woher und wohin.
Zynisch gebe ich zu bedenken, dass sie vielleicht doch mal einen anderen Standort zum knipsen wählen sollten, viel lukrativer sei dann das Geschäft. Sie stünden ja immer am selben Ort, da fahre ich ihnen sicher nicht in die Falle. Sie müssen ab dem genialen Einfall ebenfalls grinsen und lassen mich unbehelligt ziehen.
In Lâayoune fülle ich dann 308l Diesel nach. Der Tankwart staunt nicht schlecht, als ich 10 Kanister auf den Platz stelle.
Im altbekannten Hotel erkennt mich der Garde fast nicht mehr. Nach 3 Wochen Abwesenheit. Nun ja, mein Patrol ist immer noch nicht gewaschen und so erkennt er mich nun doch noch.
Fahrt zu meinem Mechaniker des Vertrauens, der ebenfalls Freude hat, mich wieder zu sehen.
Nun wird mein Patrol für 50DH gewaschen und ist immerhin nach der überteuerten Wäsche immer noch schmutzig.
Dafür wechseln 5 Riesenbananen und 6 Orangen für 2€70 den Besitzer. Sagenhafte Qualität...
Bei dieser Fahrweise pendelt sich der Verbrauch bei unter 7l/100km ein.
Nun sehe ich auch das LKW Wrack, von dem Hämpu geredet hat. Offenbar mussten die Rettungskräfte genau zu dem Zeitpunkt, als Hämpu den Unfallort passierte, päckchenweise Fleisch aus der Führerkabine rausnehmen. (zitiert)
Da überlegt man sich dann schon, ob man übermüdet weiterfahren will, oder doch die Nachtruhe wählen will.
Ein aufgelaufenes Schiff weckt mein Interesse.
Nun fahre ich wieder auf die altbekannte Tankstation zu, bei der ich den Landroverfahrer abgeladen habe.
Natürlich steht die Polizei wieder in der Senke. Sie warten auf Kundschaft.
Auch wenn ich mit nur 60Km/h daherrolle, halten sie mich an. Fragen mich nach dem woher und wohin.
Zynisch gebe ich zu bedenken, dass sie vielleicht doch mal einen anderen Standort zum knipsen wählen sollten, viel lukrativer sei dann das Geschäft. Sie stünden ja immer am selben Ort, da fahre ich ihnen sicher nicht in die Falle. Sie müssen ab dem genialen Einfall ebenfalls grinsen und lassen mich unbehelligt ziehen.
In Lâayoune fülle ich dann 308l Diesel nach. Der Tankwart staunt nicht schlecht, als ich 10 Kanister auf den Platz stelle.
Im altbekannten Hotel erkennt mich der Garde fast nicht mehr. Nach 3 Wochen Abwesenheit. Nun ja, mein Patrol ist immer noch nicht gewaschen und so erkennt er mich nun doch noch.
Fahrt zu meinem Mechaniker des Vertrauens, der ebenfalls Freude hat, mich wieder zu sehen.
Nun wird mein Patrol für 50DH gewaschen und ist immerhin nach der überteuerten Wäsche immer noch schmutzig.
Dafür wechseln 5 Riesenbananen und 6 Orangen für 2€70 den Besitzer. Sagenhafte Qualität...
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Re: 15916-57-13-26-01 und ein Motor...
Die Wüste schreit förmlich...
Ich wäge nun ab, was ich als nächstes tun werde.
Variante 1: Lackierung meines Wüstenschiffes in Marrakech
Variante 2: Noch etwas in der Marrokanischen Wüste rumcruisen
Ich wäge nun ab, was ich als nächstes tun werde.
Variante 1: Lackierung meines Wüstenschiffes in Marrakech
Variante 2: Noch etwas in der Marrokanischen Wüste rumcruisen
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Re: 15916-57-13-26-01 und ein Motor...
Toller Bericht Chirgu !!!
Bitte Fortsetzung !!!
Leider kann ich Dein Reifenflickviedeo nicht sehen, die Deutsche GEMA
hat was gegen Musik die sie kennt, und da sie von Dir keine Zahlung erwarten kann, wird das Viedeo gesperrt !!
Beste Wünsche vom ....
Bitte Fortsetzung !!!
Leider kann ich Dein Reifenflickviedeo nicht sehen, die Deutsche GEMA
Beste Wünsche vom ....
SandLover
Meine Werkstatt : Landy´s Pit-Stop in Nierstein
Meine Werkstatt : Landy´s Pit-Stop in Nierstein
Re: 15916-57-13-26-01 und ein Motor...
Danke Dir!
Natürlich geht es noch weiter. Bin noch am schneiden.
Mit Proxtube kanns Du die Videos trotzdem sehen...
Natürlich geht es noch weiter. Bin noch am schneiden.
Mit Proxtube kanns Du die Videos trotzdem sehen...
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Alexander
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Re: 15916-57-13-26-01 und ein Motor...
Ich habe es versucht. Funktioniert leider trotzdem nicht https://proxtube.com/Chrigu hat geschrieben:Mit Proxtube kanns Du die Videos trotzdem sehen...
Mache ich etwas falsch, oder geht es auch mit proxtube nicht mehr?
Grüsse
Alexander
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Alexander
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Re: 15916-57-13-26-01 und ein Motor...
Im Alter klappt es halt immer noch mit dem Langzeitgedächtnis. Das bleibt irgendwie hängenChrigu hat geschrieben:Alexander hat geschrieben: Hoi Alex!
Ich bin erstaunt ab Deinem Bedächtniss, bezüglich den Bienen!![]()
Irgendwie werden die Imker dann aber arbeitslos
Grüsse
Alexander
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Re: 15916-57-13-26-01 und ein Motor...
Hast ja recht Alex. Hab Dich unterschätzt...
Dafür gibts noch etwas Bericht...
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Re: 15916-57-13-26-01 und ein Motor...
Irgendetwas zerreisst die Stille meiner wohlverdienten Nacht.
Es sind Schüsse. Mehrmals knallt es und ich kann es vorerst nicht lokalisieren.
Schaue mich dann genauer um und kann erleichtert feststellen, dass in der Nähe das Militär eine Schiessübung abhält. Nun gut, da will ich ja nicht stören
Bald fährt dann der erste LKW voller stehender Soldaten wieder vom Gelände weg. Der Sound dieses Trucks erwärmt mein Gemüht noch mehr, als die schon wieder unbarmherzig vom Himmel herunterbrennende Sonne...
Habe ich etwas verschlafen?
Der Weg führt mich dann wieder nach Tantan. Dort wo ich eine Busse bezahlen musste, fahre ich wieder bei den Polizisten vorbei.
Meinen Mahnfinger löst bei ihnen ein Grüssen und Lächeln aus. Sie verstehen wohl nicht...
Mittagessen mit etwas Schweinefleisch & Beilage...
Die Strecke führt mich zurück nach Tiznit, wo ich mit der Gruppe schon kurz reinschaute.
Riesengrosse Orangen werden eingepackt, kosten schliesslich fast nichts, sind ausgereift und zudem sicherlich gesund.
Der nächste Tag beginnt dann mit einem ganz anderen Weckton.
Es sind 6 Zylinder in Reihe, aufgeladen mit einem ineffizienten Turbolader, der Pfeifft, als müsse er bald das zeitliche segnen.
ein Mitsubishi Fighter
Oftmals sind die Trucks schwer beladen, die Ladungssicherung dürftig. Es kommt schliesslich auch vor, dass sie kippen, wenn der Fahrer die Situation unterschätzt.
Es sind Schüsse. Mehrmals knallt es und ich kann es vorerst nicht lokalisieren.
Schaue mich dann genauer um und kann erleichtert feststellen, dass in der Nähe das Militär eine Schiessübung abhält. Nun gut, da will ich ja nicht stören
Bald fährt dann der erste LKW voller stehender Soldaten wieder vom Gelände weg. Der Sound dieses Trucks erwärmt mein Gemüht noch mehr, als die schon wieder unbarmherzig vom Himmel herunterbrennende Sonne...
Habe ich etwas verschlafen?
Der Weg führt mich dann wieder nach Tantan. Dort wo ich eine Busse bezahlen musste, fahre ich wieder bei den Polizisten vorbei.
Meinen Mahnfinger löst bei ihnen ein Grüssen und Lächeln aus. Sie verstehen wohl nicht...
Mittagessen mit etwas Schweinefleisch & Beilage...
Die Strecke führt mich zurück nach Tiznit, wo ich mit der Gruppe schon kurz reinschaute.
Riesengrosse Orangen werden eingepackt, kosten schliesslich fast nichts, sind ausgereift und zudem sicherlich gesund.
Der nächste Tag beginnt dann mit einem ganz anderen Weckton.
Es sind 6 Zylinder in Reihe, aufgeladen mit einem ineffizienten Turbolader, der Pfeifft, als müsse er bald das zeitliche segnen.
ein Mitsubishi Fighter
Oftmals sind die Trucks schwer beladen, die Ladungssicherung dürftig. Es kommt schliesslich auch vor, dass sie kippen, wenn der Fahrer die Situation unterschätzt.
>>>Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden!<<<
Re: 15916-57-13-26-01 und ein Motor...
Besuch beim Outback Import in Marrakech.
Besprechen wegen Neulackierung. Preis wird mir nun höher genannt, als vorher abgemacht war, zudem soll die Lackierung mehr Zeit in Anspruch nehmen, als angedacht.
So fahre ich vorerst wieder zurück ins Hotel.
An einer Ampel stehe ich dann hinten an. Sehe, dass es grün wird, alle rollen an.
Plötzlich schepperts. Als ich dann nach vorne schaue, habe ich einen Fiat UNO aufgeladen.
Meine harte Stahlramme habe ich dem Fiat wohl einfach in den weichen Hintern geschoben.
Das allerbeste kommt natürlich erst noch...
Insgesamt haben es 3 Polizisten gesehen.
Das ist natürlich suboptimal. Jedoch rührt sich keiner von der Stelle. Sie widmen sich weiter der Verkehrsführung. Wir werden angehupt und sollen die Strasse verlassen.
Der Marokkaner will Geld.
Auch wenn ich hinten rein gefahren bin, zahle ich nicht einfach.
Ich möchte für meine Haftpflichtversicherung einen Polizeirapport. Das kommt der Fehler, dass ich den Polizisten nun rufen lasse.
Er nähert sich und will folgende Papiere sehen:
- Fahrzeugausweis, den kriegt er.
- Einfuhrdokument vom Zoll, das finde ich auch.
- Grüne Versicherungskarte, reiche ich ihm rüber
- Führerausweis - shit!
Keinen Führerausweis, keinen Rapport!
Nun ja, die Situation ist kompliziert und die Punkte gehen alle an die Marokkaner.
Der Polizist sagt nun, ich sei ohne Führerschein unterwegs, ich müsse mein Auto hier stehen lassen, nach Hause fliegen und ein Duplikat erstellen lassen. Ich lache ihn aus.
Ich will meine Papiere zurück. Der Polizist sagt mir, dass ich die Sache mit dem Geschädigten selber regeln solle, und dann die Papiere bei ihm wieder abholen könne. Dann schaue er einfach drüber hinweg, als wäre nichts geschehen.
Super Auge des Gesetzes
Ich bin aber nicht bereit, seine Wunschsumme zu bezahlen. So entfacht sich auf der Kreuzung ein hitziges Gespräch. Unterstützt wird dieses mit einem famosen Hupkonzert.
Der Polizist will mich festhalten und könnte dies theoretisch auch tun. Zeit hätte er ja auch und eine Busse könnte er mir auch noch anhängen.
Ich mache ihm den Vorschlag, dass ich mit dem Geschädigten, der meine Papiere mitnehmen darf, zu einem Spengler fahre, den Schaden schätzen und anschliessend begleichen lasse und die Papiere zurückkriege.
Der Geschädigte findet diese Idee gut und überredet den Polizisten, der bald die Papiere wieder hergibt.
Dem Marokkaner mit meinem Dickschiff nun beim Stossverkehr durch Marrakech zum Spengler zu folgen artet in einer argen Hetzerei aus. Auf keinen Fall darf ich ihn aus den Augen verlieren oder etwa noch weitere Autos rammen...
Geschafft...
Der Spengler schaut sich das Auto an. Nicht nur die Heckklappe ist kaputt. Auch eine Traverse ist verbogen. Hätten die Fiat's ihre Auto doch solider gebaut...
300€ darf ich löhnen - so fällt die Neulakierung ins Wasser und ich entscheide mich, diese Stadt schleunigst zu verlassen.
Ob es meinem Patrol was gemacht hat?
Ja natürlich. Ich habe nun diese doofen Glasscherben von ihm überall bei der Winde verteilt. Mit der Zeit fällt das aber runter.
Besprechen wegen Neulackierung. Preis wird mir nun höher genannt, als vorher abgemacht war, zudem soll die Lackierung mehr Zeit in Anspruch nehmen, als angedacht.
So fahre ich vorerst wieder zurück ins Hotel.
An einer Ampel stehe ich dann hinten an. Sehe, dass es grün wird, alle rollen an.
Plötzlich schepperts. Als ich dann nach vorne schaue, habe ich einen Fiat UNO aufgeladen.
Meine harte Stahlramme habe ich dem Fiat wohl einfach in den weichen Hintern geschoben.
Das allerbeste kommt natürlich erst noch...
Insgesamt haben es 3 Polizisten gesehen.
Das ist natürlich suboptimal. Jedoch rührt sich keiner von der Stelle. Sie widmen sich weiter der Verkehrsführung. Wir werden angehupt und sollen die Strasse verlassen.
Der Marokkaner will Geld.
Auch wenn ich hinten rein gefahren bin, zahle ich nicht einfach.
Ich möchte für meine Haftpflichtversicherung einen Polizeirapport. Das kommt der Fehler, dass ich den Polizisten nun rufen lasse.
Er nähert sich und will folgende Papiere sehen:
- Fahrzeugausweis, den kriegt er.
- Einfuhrdokument vom Zoll, das finde ich auch.
- Grüne Versicherungskarte, reiche ich ihm rüber
- Führerausweis - shit!
Keinen Führerausweis, keinen Rapport!
Nun ja, die Situation ist kompliziert und die Punkte gehen alle an die Marokkaner.
Der Polizist sagt nun, ich sei ohne Führerschein unterwegs, ich müsse mein Auto hier stehen lassen, nach Hause fliegen und ein Duplikat erstellen lassen. Ich lache ihn aus.
Ich will meine Papiere zurück. Der Polizist sagt mir, dass ich die Sache mit dem Geschädigten selber regeln solle, und dann die Papiere bei ihm wieder abholen könne. Dann schaue er einfach drüber hinweg, als wäre nichts geschehen.
Super Auge des Gesetzes
Ich bin aber nicht bereit, seine Wunschsumme zu bezahlen. So entfacht sich auf der Kreuzung ein hitziges Gespräch. Unterstützt wird dieses mit einem famosen Hupkonzert.
Der Polizist will mich festhalten und könnte dies theoretisch auch tun. Zeit hätte er ja auch und eine Busse könnte er mir auch noch anhängen.
Ich mache ihm den Vorschlag, dass ich mit dem Geschädigten, der meine Papiere mitnehmen darf, zu einem Spengler fahre, den Schaden schätzen und anschliessend begleichen lasse und die Papiere zurückkriege.
Der Geschädigte findet diese Idee gut und überredet den Polizisten, der bald die Papiere wieder hergibt.
Dem Marokkaner mit meinem Dickschiff nun beim Stossverkehr durch Marrakech zum Spengler zu folgen artet in einer argen Hetzerei aus. Auf keinen Fall darf ich ihn aus den Augen verlieren oder etwa noch weitere Autos rammen...
Geschafft...
Der Spengler schaut sich das Auto an. Nicht nur die Heckklappe ist kaputt. Auch eine Traverse ist verbogen. Hätten die Fiat's ihre Auto doch solider gebaut...
300€ darf ich löhnen - so fällt die Neulakierung ins Wasser und ich entscheide mich, diese Stadt schleunigst zu verlassen.
Ob es meinem Patrol was gemacht hat?
Ja natürlich. Ich habe nun diese doofen Glasscherben von ihm überall bei der Winde verteilt. Mit der Zeit fällt das aber runter.
>>>Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden!<<<
Re: 15916-57-13-26-01 und ein Motor...
Ich entschliesse mich, mein Fahrerisches Können im Sand noch etwas auszuweiten und insbesondere Dünenweichseiten schräg abfahren zu lernen.
Um aber in den Sandkasten zu gelangen, muss ich zuerst wieder in den Atlas.
Viehtransport
Hohe Pässe erwarten mich, wunderschöne Landschaften und enorm genüssliches Fahren mit dem Reihensechser sind Inhalt der nächsten Stunden.
Meine Aufmerksamkeit wird von wunderschönen Berglandschaften gebunden.
Immer wieder muss ich anhalten um Bilder zu machen und einfach zu geniessen.
Oftmals zücke ich eine Orange und geniesse die süsse Frucht bei tollster Aussicht
Einem Strassenhändler kaufe ich einen wunderschönen Edelstein ab. Der Preis ist gut und die Unterhaltung mit ihm ein schönes Erlebnis. Schon ist der kleine Auffahrunfall wieder vergessen...
Ob der Händler das Strassenschild mitgestaltet hat?
Ich geniesse so intensiv, dass ich auch noch rückblickend sagen kann, dass dies einer der genüsslichsten Teile der Reise war. So entspannt bin ich noch nie im Leben über Land gefahren.
Einfach anhalten und ein Kaffee trinken gehen, Handy gegen Steinschachbrett eintauschen, wieder Kaffee trinken, weiterfahren, geniessen. Gerne werde ich die Gegend ein weiteres Mal bereisen.
Die Nächte werden kühl, die Standheizung kommt wieder zum Einsatz. Bei Zeiten Mauretanischen Diesels wurde sie vom Betrieb verschont.
Um aber in den Sandkasten zu gelangen, muss ich zuerst wieder in den Atlas.
Viehtransport
Hohe Pässe erwarten mich, wunderschöne Landschaften und enorm genüssliches Fahren mit dem Reihensechser sind Inhalt der nächsten Stunden.
Meine Aufmerksamkeit wird von wunderschönen Berglandschaften gebunden.
Immer wieder muss ich anhalten um Bilder zu machen und einfach zu geniessen.
Oftmals zücke ich eine Orange und geniesse die süsse Frucht bei tollster Aussicht
Einem Strassenhändler kaufe ich einen wunderschönen Edelstein ab. Der Preis ist gut und die Unterhaltung mit ihm ein schönes Erlebnis. Schon ist der kleine Auffahrunfall wieder vergessen...
Ob der Händler das Strassenschild mitgestaltet hat?
Ich geniesse so intensiv, dass ich auch noch rückblickend sagen kann, dass dies einer der genüsslichsten Teile der Reise war. So entspannt bin ich noch nie im Leben über Land gefahren.
Einfach anhalten und ein Kaffee trinken gehen, Handy gegen Steinschachbrett eintauschen, wieder Kaffee trinken, weiterfahren, geniessen. Gerne werde ich die Gegend ein weiteres Mal bereisen.
Die Nächte werden kühl, die Standheizung kommt wieder zum Einsatz. Bei Zeiten Mauretanischen Diesels wurde sie vom Betrieb verschont.
>>>Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden!<<<




