Die Proteste gegen die Erhöhung der Lebenshaltungskosten gehen weiter ...
Dozens of demonstrators on Tuesday were beaten and arrested by police and security agents in Khartoum as hundreds of Sudanese took to streets in a peaceful march to protest against soaring commodity price [...] In early Tuesday, the riot police and security agents cordoned the streets and prevented the protestors from reaching the gathering area. Nonetheless, hundreds of demonstrators poured into the streets near the Presidential Palace and managed to penetrate the security cordon chanting “No, no to high prices, No to the government of hunger”. The police and security reinforcements clashed with the protestors and dispersed them violently using tear gas and batons. Dozens of the protestors were arrested including two members of the SCP Central Committee, Siddig Youssef, and Youssef Hussein besides rights defender Amal Habani and journalist Mamoun Eltilib.
Im Sudan kommt es aktuell wieder zu vereinzelten Protesten gegen steigende Lebenshaltungskosten, bisher in Khartoum, El-Fasher, Damzain, Al-Thawras, Al-Radeef und einigen anderen Städten ...
Sudanese riot police on Sunday used tear gas and batons to disperse protests against price hikes and deteriorating living conditions at several parts of the country. High school students have demonstrated in El-Fasher, capital of North Darfur State and Damzain, capital of the Blue Nile State. In El-Fasher, eyewitnesses told Sudan Tribune that residents have burnt tires and blocked major roads in protest against lack of bread roads. Also, according to Darfur 24 website, residents of Al-Thawras and Al-Radeef neighbourhoods, as well as high school students, took to the streets to protests against the deteriorating living conditions. It is noteworthy that sporadic protests on Friday and Saturday have erupted at several areas in the capital, Khartoum were protesters burnt tires and chanted slogans denouncing the high cost of living.
Die Proteste im Sudan weiten sich aus auf Port Sudan, Al-Nuhood und weitere Städte. In Atbara wurde der Ausnahmezustand und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Die Polizei ist mit Tränengas im Einsatz ...
Popular protests have erupted Wednesday at a number of the Sudanese states against price hikes and worsening economic conditions. In Atbara town of River Nile State in northeastern Sudan, demonstrators took to the streets to protest against deteriorating living conditions and price hikes as the price of a loaf of bread has increased to 3 Sudanese pounds (the official price is one pound). An eyewitness, Adel Abdel-Latif told Sudan Tribune that Atbara hasn’t seen this type of organized protests since long years, pointing out that elementary, high school and college students took the streets and were joined by dozens of residents. “The situation is very severe and the number of protestors is on the rise … " [...] Later, the security committee has declared an emergency situation and curfew from 6:00 pm to 6:00 am in the troubled town [...] hundreds of residents took to the streets of Port Sudan, capital of the Red Sea State since early morning [...] large protests have erupted in Al-Nuhood town, North Kordofan State
Nun sind die ersten Toten zu beklagen. Nach Angaben der Behörden kamen in Qadaref sowie im Bundesstaat Nahr an-Nil insgesamt acht Menschen ums Leben. Auch in Gadaref, Dongola und Barbar kommt es zu Protesten ...
Die landesweiten Proteste im Sudan aufgrund der gestiegenden Brot- und Treibstoffpreise gehen weiter, verlaufen aber seitens der Demonstranten glücklicherweise überwiegend friedlich ...
"There are reports that police have been stationed around the country to prevent the protests from breaking out," said Morgan. "The Sudanese minister of information said on Saturday that they are going to do what they can to ease the economic situation and that bread prices will come down." On reports of restricted internet access, Morgan said both the Sudanese government as well as mobile phone companies have denied any responsibility. She said, however, that access to social media platforms remains limited.
Die Proteste im Sudan weiten sich aus. Es geht mittlerweile nicht mehr nur um steigende Lebenshaltungskosten. Man fordert den Sturz des Regimes. Auch außenpolitisch ist einiges in Bewegung. Sudan hat den kuwaitischen Botschafter einbestellt, nachdem die kuwaitische Regierung ihre Landsleute aus Sicherheitsgründen zur Ausreise aus dem Sudan aufgefordert hat ...
In Omdurman, der Nachbarstadt von Khartum, strömten laut Augenzeugen nach einem Fußballspiel hunderte Menschen aus dem Stadion und forderten lautstark "Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit" [...] Aus Solidarität mit den Protesten hat eine wichtige Ärztevereinigung im Sudan einen unbefristeten Streik erklärt. Die Mediziner würden an diesem Montag mit der Arbeitsniederlegung beginnen und nur für Notfälle Ausnahmen machen, erklärte die Vereinigung CCSD. Es sei die moralische Pflicht aller Bürger, die Gewalt abzulehnen, die von den Sicherheitskräften bei der Unterdrückung der Proteste an den Tag gelegt worden sei, hieß es. Es sei mit scharfer Munition auf unbewaffnete Demonstranten geschossen worden.
Die Gewerkschaften des Sudan haben für heute einen Marsch zum Präsidentenpalast angekündigt, um Bashir zum Rücktritt aufzufordern. Bashir hat daraufhin erste Reformen angekündigt ...
Auf die weitere Entwicklung darf man gespannt sein. Hier noch etwas Hintergrundinfo zu der langen Geschichte der sudanesischen Proteste, die regelmäßig immer wieder hochkochen
Im Sudan protestieren seit Tagen Tausende gegen die Regierung. Droht dem Land nun ein arabischer Frühling? Der Sudanexperte Ulrich Delius von der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ bezweifelt dies. Andere politische Analysten glauben, dass der Protest immer mehr Züge eines Volksaufstandes annimmt ...
Zudem führt der andauernde Wertverfall der nationalen Währung zu immer größerer Armut. Offiziell spricht die Regierung von einer Inflationsrate von 70 Prozent pro Jahr. Allerdings geht der Ökonom Steve Hanke von der Johns Hopkins University in Baltimore davon aus, dass die Inflation real bei 139 Prozent liegt. Damit hätte das Land sogar Südsudan, das sich 2011 vom Norden abspaltete, überholt. Nur in Venezuela sei die Inflation noch höher [...] In einem Ranking, in welchem die amerikanische „Heritage Foundation" die wirtschaftliche Freiheit der Länder misst, rangiert Sudan auf dem 161. Platz von 180 Ländern – nur knapp vor afrikanischen Armenhäusern wie Tschad oder der Zentralafrikanischen Republik [...] Dass Sudan nun ein „arabischer Frühling“ bevorstehen könnte, bezweifelt der Sudanexperte Ulrich Delius von der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ hingegen. „Das Militär steht immer noch stramm hinter al-Baschir“, sagte Delius am Telefon, „und Baschir wird auch nicht zögern, es einzusetzen, wenn sich die Lage zuspitzen sollte.“ Zudem habe er in Ägyptens Präsidenten Abd al-Fattah as-Sisi einen treuen Verbündeten, der kaum etwas so fürchte, wie ein Überschwappen der Proteste auf sein eigenes Land.
Es gibt im Sudan regelmäßig Proteste gegen die schlechte Wirtschaftslage und die schwierigen Lebensumstände der Bevölkerung. Die Polizei und Armee unterdrücken solche Demonstrationen mit Gewalt, was viele Tote fordert. Doch die Gewalt jetzt ist größer als sonst. Bis zum 25. Dezember wurden bei ihrer Niederschlagung nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International 37 Menschen getötet [...] Auch die Dynamik der Proteste ist anders. In der Vergangenheit begannen sie in der Hauptstadt Khartum, aber dieses Mal waren es Arbeiter in der Stadt Atbra, im Osten Sudans, die als erste auf die Straße gingen. Innerhalb von drei Tagen verbreiteten sich die Demonstrationen in großen Teilen des Landes und bis in die Hauptstadt. Politische Analysten glauben, dass der Protest immer mehr Züge eines Volksaufstandes annimmt.
Für kommenden Sonntag (13.01.2019) und kommenden Donnerstag (17.01.2019) hat die Opposition weitere landesweite Protestmärsche angekündigt ...
Sudanese opposition forces Thursday called for new protests during the upcoming days in the capital and the other cities across the country a part of its plans to intensify popular pressure on President Omer al-Bashir to step down. The Sudanese Professional Association, National Consensus Forces, Sudan Call, and the Gathering of Unionists in Opposition issued a joint statement saying they agreed to take to the stress on Sunday 13 and Thursday 17 January.
Zehntausende Sudanesen protestieren seit Wochen gegen politische und wirtschaftliche Missstände. Damit steht auch die Stabilität eines wichtigen Partners des Westens auf dem Spiel. Wie wird sich die Situation entwickeln?
Ähnlich wie derzeit in Frankreich steht auch im Sudan nicht weniger auf dem Spiel als die Zukunft der Gesellschaft und der politischen Kultur des Landes. Auch im Sudan ist es ein Querschnitt aller Bevölkerungsgruppen – inklusive der Mitte –, der auf die Straße geht. Anders als in Frankreich jedoch sind die Reaktionen brutaler, die Folgen gravierender. Wie sich die Situation in den folgenden Wochen und Monaten entwickelt, hängt maßgeblich davon ab, inwieweit es der Regierung gelingt, die Lebensgrundlagen der Bevölkerung zu verbessern und glaubhaft politische Forderungen umzusetzen. Auch die Frage, wie viel Rückhalt der Präsident noch hat, wird entscheidend sein. Drei Szenarien sind denkbar
Die Proteste im Sudan gegen das Regime halten unvermindert an, auch nach 3 Monaten noch. Mitte Februar hat Präsident AL-Bashir einen einjährigen Notstand ausgerufen ...
Im Sudan sind wieder Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um den Rücktritt von Präsident Omar al-Baschir zu fordern. Die Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas gegen die Demonstranten vor, dennoch erreichten sie ihr Ziel: das Armee-HQ ...
Die Organisatoren hatten dazu aufgerufen, zum Armeehauptquartier in der Hauptstadt Khartum zu marschieren, das sich in der Nähe der Residenz von Präsident Omar al-Bashir befindet. Ein Großaufgebot von Sicherheitskräfte war im Einsatz und ging mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor, die sich aus verschiedenen Richtungen dem Areal näherten. Dem Großteil der Menschenmasse gelang es dennoch die Tore des Geländes zu erreichen. Dabei war immer wieder der Slogan "Eine Armee, ein Volk" zu hören.
Erst Massenproteste im Sudan, jetzt eine Massenbelagerung des Militärhauptquartiers. Ziel: Die Armee soll Diktator Bashir stürzen ...
In der Nacht zum Montag sah es so aus, als setze sich die Gewaltoption durch. Mit schweren Waffen eröffneten Sicherheitskräfte in der Dunkelheit das Feuer auf die versammelten Menschen auf der Straße. Die Zahl von Toten und Verletzten ist nicht bekannt. Bemerkenswert aber: Nach übereinstimmenden Berichten schützten daraufhin Soldaten die Demonstranten. Sie verhinderten damit weiteres Blutvergießen durch Elitepolizeieinheiten und Sondermilizen ...
Der sudanesische Präsident Al-Bashir ist nach 3 Jahrzehnten an der Macht vom Militär abgesetzt worden. Das bestätigte das Verteidigungsministerium in Karthum. Eine Übergangsregierung soll nun zwei Jahre lang die Staatsgeschäfte führen. Die Demonstranten sind ratlos aktuell. Ist das ihr Sieg? Ist es das, wofür sie gekämpft haben? Ist Ibn Ouf als Übergangspräsident die richtige Wahl? Der Darfur-Exilverband „Darfur Union“ in Großbritannien bezeichnete Ouf bereits bei seiner Ernennung zum Vizepräsidenten im Februar als „Völkermordverantwortlichen“ ...
„Als Verteidigungsminister verkünde ich den Sturz des Regimes und die Verbringung seines Chefs in Gewahrsam an einen sicheren Ort“, erklärte Vizepräsident Awad Ibn Ouf am Mittwochnachmittag im Staatsfernsehen. Ein Militärrat werde für zwei Jahre den Übergang zu freien Wahlen überwachen. Für drei Monate gilt der Ausnahmezustand. Die Verfassung ist suspendiert, alle staatlichen Institutionen sind aufgelöst [...] Aber führt dieser Umsturz zur Demokratie wie in Tunesien, zu einem neuen Militärregime wie in Ägypten oder zum Bürgerkrieg wie in Libyen? Sudan kennt alle drei Optionen, und alle scheinen derzeit offen.