Auswärtiges Amt hat geschrieben:Mauretanien
Stand 02.04.2026
Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Auswirkungen der Krise im Nahen und Mittleren Osten)
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr; Geld/Kreditkarten)
Aktuelles
Auswirkungen der Krise im Nahen und Mittleren Osten
Mauretanien ist nicht direkt von der Krise im Nahen und Mittleren Osten betroffen. Dennoch wirkt sich u.a. die Blockade der Straße von Hormuz auf die Versorgung des Landes mit essenziellen Gütern wie Treibstoff und Rohöl aus.
Die mauretanische Regierung hat verschiedene Maßnahmen zur Einsparung von Treibstoff angeordnet, u.a. eine öffentliche Aufforderung zum sparsamen Umgang mit Diesel/Benzin, Abschaltung von Straßenbeleuchtungen, nächtliche Fahrverbote für vierrädrige Fahrzeuge sowie Erhöhung der staatlich regulierten Diesel/Benzin-Preise.
Zwar ist die Lage an den Tankstellen in der Hauptstadt bislang geordnet, dennoch bilden sich vermehrt Schlangen, da die Belieferung mit Treibstoff momentan nur unregelmäßig erfolgt. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Einschränkungen bei der Treibstoffversorgung, insbesondere im ländlichen Raum und den bei Reisenden beliebten Wüstengebieten kommen kann.
- Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung und den Sicherheitshinweis.
- Folgen Sie den Empfehlungen und Anweisungen der Behörden zu den aktuellen Einschränkungen, wenn Sie sich bereits in Mauretanien befinden.
- Verfolgen Sie tagesaktuell die Nachrichten und berücksichtigen Sie diese bei Ihrer weiteren Reiseplanung.
- Informieren Sie sich vor Einreise mit Fahrzeug oder vor Anmietung eines Fahrzeuges bei den jeweiligen Transportanbietern zur aktuellen Versorgungslage und den geltenden Verfahren.
Reiseinfos
Siehe Aktuelles.
Infrastruktur/Verkehr
Auf Überlandstraßen besteht aufgrund undisziplinierter Fahrweise und unvermutet auftauchender Hindernisse wie Tiere und Menschen auf der Strecke eine erhöhte Unfallgefahr, insbesondere bei Dunkelheit. Im Winterhalbjahr und im Osten des Landes wird es teils schon zwischen 17 und 18 Uhr dunkel. Immer wieder kommt es zu schweren Verkehrsunfällen, wobei es auf dem Land in der Regel keine Möglichkeit der schnellen Erstversorgung bzw. des Transports in ein Krankenhaus gibt. Dies gilt besonders für die sogenannte „Route de l’Espoir“ von Nouakchott nach Néma, die vor allem auf der Strecke Nouakchott - Boutilimit zahlreiche Sanddünen überquert.
Teile der Strecke zwischen Boutilimit, Kiffa und Ayoun El-Atrous (N3) sind in sehr schlechtem Zustand und nur eingeschränkt befahrbar, siehe auch Abschnitt Sicherheit.
Bei Fahrten tief ins Land/ins Landesinnere sind ausreichend Wasser und Treibstoff mitzuführen, da es keine Versorgungsmöglichkeiten gibt; Brunnen sind selten und häufig verunreinigt. Bei Reisen in Wüstengebiete bestehen erhebliche Risiken, auch durch das extreme Klima.
Aufgrund der aktuellen Lage kann nicht ausgeschlossen werden, dass es auch in großen Städten wie Nouakchott und Nouadhibou zu Treibstoffknappheit kommen könnte. In weiten Teilen Mauretaniens besteht abseits der großen Städte kein Mobilfunknetz.
- Verzichten Sie unbedingt auf Fahrten bei Dunkelheit.
- Fahren Sie über Land und insbesondere abseits der asphaltierten Straßen stets im Konvoi und mit angemessener Ausrüstung sowie Wasser-, Treibstoff- und Lebensmittelvorräten.
- Tanken Sie häufig nach und achten Sie auf einen sparsamen Treibstoffverbrauch.
- Nutzen Sie möglichst erfahrene Reiseführer oder informieren Sie sich genau.
- Hinterlassen Sie Informationen über geplante Routen und Abfahrts- und Ankunftszeiten.
- Führen Sie nach Möglichkeit auf Überlandfahrten und Wüstentouren auch adäquate Kommunikationsmittel wie z.B. ein Satellitentelefon mit.
Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der Ouguiya (MRU). Sie ist nicht frei konvertierbar. Kreditkarten werden meist nur in größeren Hotels akzeptiert. Die Mitnahme von Devisen in für die Reise benötigter Menge ist daher zu empfehlen.
In Nouakchott und einigen größeren Städten gibt es Möglichkeiten zum Geldtransfer. Vor allem in Nouakchott und Nouadhibou ist an einer wachsenden Zahl von Geldautomaten das Geldabheben mit Kredit- und zum Teil auch mit Debitkarte (Girocard) möglich. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass Geldautomaten stets ausreichend befüllt sind.