sehr schönes Post und sehr treffend ich frage mich manchmal auch weshalb wir uns das Recht herausnehmen einem Land vorzuschreiben wollen wie es lebt,wie es seine Wirtschaftliche Entwicklung vorantreibt etc
Das wäre wie wenn die Afrikanische Union Wahlbeobachter in die USA schickt weil es dort Unregelmäßigkeiten gab oder die Arabische Liga eine Flugverbotszone über Stuttgart verhängt weil es schwere Übergriffe durch Sicherheitskräfte bei Anti S 21 Demos gab.
Und wo war der Aufschrei Chinas als Bruno in Bayern hingerichtet wurde?
Einmischen tun sich seit langer Zeit viele... Die Serengeti im naturbelassenen Zustand gibt es nur durch einen Herrn Prof, Grzimek http://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Grzimek. Die Serengeti hat dem Land viel Gutes gebracht, z.b. Einnahmen durch Tourismus.
Auch der Bau des Highways wird durch den Einfluß bestimmter Personen vorangetrieben, zum Beispiel durch einen reichen Multimilladär aus den USA. Dabei spielt auch Geld eine gewisse Rolle. Korruption ist ja sicher kein Fremdwort für Dich, oder?
Vermutlich warst Du noch nie länger in Tansania, oder täusche ich mich?
christian aus Freiburg hat geschrieben:
Vermutlich warst Du noch nie länger in Tansania, oder täusche ich mich?
Christian
ich war noch gar nie in Tansania, bin ich jetzt disqualifiziert?
Und wenn sie die ganze Serengeti zu betonieren und einen Parkplatz für einen Wal Mart daraus machen geht uns das nichts aber auch gar nichts an.
In Deutschland bzw Europa wurde und wird die Natur systematisch zerstört,heimische Arten komplett ausgerottet und kein Afrikanischer Staat hat sich hier eingemischt und wo war hier ein Herrn Prof, Grzimek?
Wenn man sich das Bevölkerungswachstum in diversen Schwarzafrikanischen Staaten ansieht kann man sich ausrechnen das bestimmte Arten schlichtweg keine Zukunft haben weil der Siedlungsdruck viel zu hoch wird.
Das ist zwar hart aber die Zahlen lügen nicht.
Dabei spielt auch Geld eine gewisse Rolle.
Geld spielt eigentlich immer eine Rolle
Denke einfach mal über die Arroganz nach die hinter der Absicht steckt anderen Ländern vorzuschreiben was sie zu machen haben oder was nicht,dahinter stecken immer noch Postkoloniale Ansichten/Absichten.
Burton hat geschrieben:Und wenn sie die ganze Serengeti zu betonieren und einen Parkplatz für einen Wal Mart daraus machen geht uns das nichts aber auch gar nichts an.
In Deutschland bzw Europa wurde und wird die Natur systematisch zerstört,heimische Arten komplett ausgerottet und kein Afrikanischer Staat hat sich hier eingemischt und wo war hier ein Herrn Prof, Grzimek?
Es ist so, Burton:
Erstens: Es geht "uns", die Menschen ausserhalb Tansanias, sehr wohl etwas an, was dort passiert. Dass du dieses Interesse mit Arroganz verwechselt ist nicht verstaendlich.
Zweitens: In DE und in Europa wurde viel Natur zerstoert - wie ueberall auf der Welt, wo sich Menschen aufhalten. Damals konnte sich kaum ein Afrikanischer Staat einmischen, weil es die Staaten noch gar nicht gab und weil ihnen spaeter wohl auch die Mittel dazu gefehlt haetten (oder weil sich die Leute dort noch nicht fuer das Thema interessiert hatten). Du fragst, wo Prof. Grzimek damals war - nun, es gab und gibt viele "Prof. Grzimek". Nicht alle agieren so geschickt wie er und nicht allen ist ein so grosses Medienecho gegeben.
Guten Morgen!
@ Burton
Du warst noch nie dort. Und Hintergruende kennst Du auch nicht. Das disqualifiziert Dich nicht, berechtigt Dich aber auch nicht so Besserwisserisch daherzureden.
Eine Einmischung findet am staerksten ueber die abertausende sogenannter Hilfsprojekte auf diesem Kontinent statt, auch mit deutschen Steuergeldern. Dann gibt es speziell in Tanzania eine Missionierung, die ich persoenlich nicht mehr akkzeptieren kann.
Das Projekt Serengeti ist fuer Tansania ein erfolgreiches Projekt, erfolgreich gemanagt auch mit auslaendischer Hilfe. (Frankfurter Zoologischer Gesellschaft). Und es hat internationale Bedeutung (Unesco Weltnaturerbe) Es gibt keinen Grund sich nicht fuer einen Schutz einzusetzen. Deine persoenliche negative Einstellung(Bevoelkerungsdruck...kann man nichts machen) teile ich so nicht. Auch hierzulande gibt es Menschen die sich fuer Dinge einsetzen. Als Beispiel nenne ich mal antiAKw
Bewegung oder Stuttgart 21. Mit Deiner Einstellung kann eine Organisation wie der WWF oder Greenpeace gleich den Laden schliessen. Vermutlich wirst Du soetwas auch niemals unterstuetzen...
Ich kann Missionierung grundsätzlich schon akzeptieren, aber den Einfluß der vielen amerikanischen Sekten in Tansania finde ich zu stark. Bezog sich ja auch auf Einflußnahme in einem Land.Einige regen sich bei uns ja schnell auf, wenn zum Beispiel moslimische Gläubige den Koran verteilen und öffentlich missionieren. Grundsätzlich finde ich, kann jeder frei Missionieren, wenn er das möchte. Etwas problematisch sehe ich es,wenn das Missionieren kombiniert wird mit materiellen Geschenken(Kleidung / Nahrung usw.). Dies ist oft der Fall...Habe ich in armen Gegenden in Asien und Afrika(Tansania) erlebt. Aber damit kommen wir vom Thema ab.
Grundsätzlich finde ich es moralisch legitim seine Ansicht zumindest friedlich zu äußern und dafür einzustehen. Ob diese Meinung dann auch mit massiven Maßnahmen duchgesetzt werden darf, ist eine andere Sache. Als kritisches Beispiel dafür sehe ich Sea Sherpherd: http://www.seashepherd.org/
Kuno hat geschrieben:(oder weil sich die Leute dort noch nicht fuer das Thema interessiert hatten)
sie interessieren sich auch heute noch nicht dafür und werden es auch nie
die Menschen ausserhalb Tansanias, sehr wohl etwas an, was dort passiert.
es kommt immer darauf an was du als außerhalb bezeichnest,Kenia geht das sicher auch etwas an ja
Aber mit dieser Einstellung liegst du ja ganz auf der Doktrin des US Militärs der Französischen Armee oder der Briten die genau festlegen ab wann interveniert wird und mit welchen Mitteln.
, berechtigt Dich aber auch nicht so Besserwisserisch daherzureden.
ab wann bin ich denn berechtigt?
und was berechtigt dich den Menschen in Afrika vorzuschreiben wie sie leben sollen?
Ich brauche dazu überhaupt kein Hintergrund Wissen ich zweifle weder die Erfolgsgeschichte der Serengeti an noch einen Prof. Grzimek darum geht es hier überhaupt nicht.
Auch hierzulande gibt es Menschen die sich fuer Dinge einsetzen. Als Beispiel nenne ich mal antiAKw
Bewegung oder Stuttgart 21
Merkst Du noch was? Die Antiakw Bewegung ist international. Und Ländergrenzen sind für mich schall und rauch. Deine Denke kann ich nicht im geringsten nachvollziehen. Wenn sich jemand für ein Weltnaturerbe einsetzt ( Wie hier mit einer petition) ist das keine Einmischung in die Angelegenheit eines anderen Landes, es ist eine legitime Art seine Ansicht zu äußern. Damit schreibt niemand einem Land vor wie es leben soll.
Du hast eine ausgesprochern negative Art die Dinge zu sehen, dass sich die Menschen dort nie für diese Dinge interessieren werden, halte ich für rassistische Diskrmmierung. Nach dem Mtto: die dummen einfältigen Neger.
Das war jetzt mein letzter Beitrag zu Deinen Aussagen in diesem Forum.
christian aus Freiburg hat geschrieben:Du hast eine ausgesprochern negative Art die Dinge zu sehen...
Christian, ich kenne mich in der Ecke suedlich der sahara auch nicht besonders gut aus - lese aber sehr gerne die Reiseberichte aus dieser Gegend. Dabei ist mir aufgefallen, dass es kaum je berichtet wird, dass Einheimische sich irgend was Substantielles einfallen lassen, was mit Naturschutz und/oder Tourismus zu tun hat. Es faellt mir eigentlich kein einziges vorgestelltes Projekt ein, bei dem die Locals die Idee hatten und die Geschichte dann auch noch durchgezogen haben. Liegt das daran, dass hier im Forum (und auch anderswo) tendentioes berichtet wird - oder kriegen die Einheimischen diesbezueglich tatsaechlich nichts gebacken? Kannst du da etwas aufklaeren?
Ich wäre natürlich auch sehr froh, wenn die Straße nicht durch den Park, sondern außen herum geführt wird. Am Protest stören mich aber 2 Dinge.
Da wird teilweise die Straße mit dem Ende der Serengeti gleich gesetzt. Die Argumentation ist dann in etwa: Die Straße zerschneidet die Migrationsroute, Migration kommt zum Erliegen, die großen Herden an Gnus, Zebras, usw. werden dort weitgehend aussterben, dadurch werden wiederum Löwen usw. aussterben. Das dürfte Quatsch sein und das macht es den Befürwortern einfach, die Gegner der Straße als unsachliche "Öko-Spinner" darzustellen.
Es gibt ähnlich gelagerte Fälle. Nxai Pan, Makgadikgadi Pans NP und angrenzende Gebiete bilden in Botswana auch ein zusammenhängendes Migrationsgebiet für riesige Zebraherden, welches durch die asphaltierte A3 mit relativ viel Verkehr komplett zerschnitten wird. Größere Probleme macht das in der Praxis nicht. Probleme machen eher Seuchenzäune in der Region. Der wildreiche Caprivi und somit auch der Transnationale KAZA-Park wird auch in der Mitte durch den Trans-Caprivi-Highway zerschnitten. Auch da gibt es keine größeren Probleme.
Wenn die Route außen um die Serengeti herum viel mehr Geld kostet und auch zukünftig höhere Kosten für die Wirtschaft bedingt, dann muss man sich bei einem armen Land vielleicht auch Gedanken machen, wie man das kompensiert. Da gibt es glaube ich mittlerweile auch konkrete Angebote. Aus Erfahrung würde ich aber vermuten, dass 80% von denen, die gegen den "Serengeti-Highway" wettern, sehr leise werden würden, wenn es darum ginge, sich nicht nur mit der Stimme sondern auch finanziell zu engagieren. Viele engagieren sich auch finanziell schon auf die ein oder andere Weise für Projekte und niemand kann sich überall engagieren. Aber viele sind eben auch nur gut in öffentlicher Empörung. Kuno und ein paar andere hier nehme ich explizit davon aus.
Kuno hat geschrieben:Dabei ist mir aufgefallen, dass es kaum je berichtet wird, dass Einheimische sich irgend was Substantielles einfallen lassen, was mit Naturschutz und/oder Tourismus zu tun hat. Es faellt mir eigentlich kein einziges vorgestelltes Projekt ein, bei dem die Locals die Idee hatten und die Geschichte dann auch noch durchgezogen haben. Liegt das daran, dass hier im Forum (und auch anderswo) tendentioes berichtet wird - oder kriegen die Einheimischen diesbezueglich tatsaechlich nichts gebacken? Kannst du da etwas aufklaeren?
In Ostafrika kenne ich mich nicht aus. In Namibia sieht es teilweise wie folgt aus: Es gibt auch viele Aktionen der Locals - natürlich primär der weißen Locals mit mehr Bildung und mehr Finanzen. Bitte nicht schlagen, wenn ich etwas stark vereinfache und pauschalisiere, aber aus Sicht der schwarzen Locals geht die Geschichte häufig so: Es wird viel Geld mit Tourismus eingenommen, aber 80-90% der schwarzen Locals haben genau nichts davon. Die haben ihren kleinen Acker oder 20 Ziegen und 2 Esel. Löwen, Elefanten sind für die ausschließlich eine Bedrohung (reißen Ziegen, zerstören Ernten, Wasserleitungen, "besetzen" wertvolles Weideland, ...). Warum sollen die sich für Naturschutz engagieren, wenn sie aktuell nur (teilweise existenzielle) Probleme dadurch bekommen und auch mittel- und langfristig kaum Chancen sehen, am Tourismus zu partizipieren? Die hätten ein besseres Leben, wenn es keine Löwen, Elefanten, etc. mehr gäbe. Wenn Gelder fließen, dann gehen die an den lokalen Chief, der häufig so eine Art Feudalherr ist und nicht unbedingt etwas nach unten weiter reicht. Am Chief vorbei geht in vielen Gegenden aber auch gar nichts. Es ist sehr schwer, diese traditionellen Strukturen aufzubrechen.
christian aus Freiburg hat geschrieben:
Das war jetzt mein letzter Beitrag zu Deinen Aussagen in diesem Forum.
du hast schlichtweg keine Fakten bezogene Aussagen zu bieten deshalb zb die Rassismus Keule mit der eigentlich alles über deinen geistigen Horizont gesagt ist,übrigens halte ich die "Neger" wesentlich schlauer als uns weil sie sich nur für wesentliche Dinge im Leben konzentrieren,im Prinzip müssten die in diesen Bereichen Entwicklungshilfe in Europa leisten
Es ist sehr schwer, diese traditionellen Strukturen aufzubrechen.
danke für diese Aussage untermauert eigentlich nur meine Sichtweise,hier werden Jahrtausende Jahre alte Strukturen einfach mal so aufgebrochen und zurück bleibt ein Chaos wie im Kongo und keiner ist verantwortlich
Burton hat geschrieben:...untermauert eigentlich nur meine Sichtweise,hier werden Jahrtausende Jahre alte Strukturen einfach mal so aufgebrochen und zurück bleibt ein Chaos...
Der ist jetzt aber auch nicht viel besser, als der mit der Rassismuskeule
Ich schließe mich mal den Aussagen von Guido zu Namiba an. Bezüglich Tansania habe ich, was das Interesse an Naturschutz und Nachhaltigkeit betrifft, ein Projekt eines Einheimischen auf einem Gebirgszug östlich von Arusha kennengelernt.
Dort werden auf Gemeindeebene Projekte zur nachhaltigen Entwicklung umgesetzt. Auch hier gibt es Unterstützung und Anregung durch "ausländische" Helfer. Mein Eindruck war aber, das der Grundgedanke (zum Beispiel schutz der Bergwälder) von der Gemeinschaft mit getragen wird. Wird haben dort auf einer Wanderung einige Projekte kennengelernt, die von einem Einheimischen(Bürgermeister) koordiniert und umgesetzt werden.. Vieles was dort umgesetzt wird liegt im elementarsten interesse der Menschen, deshalb vielleicht der sichtbare Erfolg. Man sollte sich aber bewusst sein, dass auch in Europa vor 50 Jahren nur wenige Menschen den begriff Nachhaltigkeit überhaupt kannten. Wer nichts zu essen hat , den interessiert erstmal nur wie er satt wird. Mangelnde Bildung fördert auch nicht gerade ein denken über den eigenen Tellerrand hinaus.
Überbevölkerung in vielen Gebieten tut ein übriges. Da wo sich die Menschen bewusst werden, was für einen Schatz sie haben(Serengeti z.b.) ändert sich auch Ihre Einstellung. 2009 habe ich einen Angestellten der Zoologischen Gesellschaft im Auto mitgenommen. Er hat mir nur gutes über den Nationalpark und die Vorteile für "sein" Land erzählt. Auch Massais habe ich kennengelernt, die ganz konkret erzählt haben warum Sie keinen Löwen und auch keine anderen Wildtiere mehr töten, anders als Ihre Vorfahren. Besonders bei den Massais habe ich diese sehr klar formulierte neue Sichtweise der Dinge(so hat es ein Massai selbst formuliert) mehr als einmal gehört.