Uwe hat geschrieben:Die ZGF scheint aktuell auch nicht mehr den starken Einfluss wie in früheren Zeiten in Tansania zu haben.
den Eindruck hatte ich auch. Die ZGF darf, so schien es mir:
- ihre wissenschaftliche Forschung ausüben
- veterinärdienstlich tätig werden
- gewollt oder ungewollt Werbung betreiben
- und Geldmittel zur Verfügung stellen.
Die Grzimek-Ärea ist seit langem vorbei. Ausserhalb der ZGF-Gebäude hiess es
"Mr. Grzimek, who is that ?"
Uwe hat geschrieben:Eine deutlich höhere Fahrzeugfrequenz und eine permanente Befahrbarkeit wiederum würde die Migration herüber in die Massai-Mara möglicherweise zum Erliegen bringen. Dies würde 3 Monate Futterausfall für die Gnus bedeuten und zu einem Populationsrückgang von bis zu 90 % dieser Tierart führen. Für diesen Fall erwarten die Zoologen eine sogenannte Umkehr der Populationsdynamik
Ob Kenia tatenlos mit ansehen würde, wenn die Migration in die Masai-Mara versiegte, daran glaube ich allerdings auch nicht, und ob die Gnus ihre alten Routen so einfach aufgeben, scheint mir auch fraglich, wenn man bedenkt, wie unbeirrt sie - trotz aller Gefahren - an den unmöglichsten Stellen ihre Rivercrossings durchziehen.
Auf der Transitstrasse durch den Mikumi NP (siehe Birgitts Beitrag), immerhin der Trans-Afrika-Highway, versucht man mit "Speed Blocks" den Verkehr zu "entschleunigen". Hat meiner Einschätzung nach sogar etwas Erfolg.
Man könnte auch die Fahrzeiten überprüfen, und damit die Geschwindigkeit drosseln, aber da fängt dann wieder Afrika an. So etwas wird immer irgendwie umgangen.
Vielleicht kann ja die Internationale Gemeinschaft die Chinesen dazu bewegen, einen Tunnel zu bauen, im Gegenzug bekommen sie dann irgendwo weitere zusätzliche Schürfrechte.
Lothar