Ich forste mich schon länger durch dieses Forum und habe sooooo tolle Geschichten und Berichte gelesen.
Ich möchte uns kurz vorstellen. Ich bin Stefan, 38 Jahre alt. Meine Gattin Martina ist 37. Wir sind seit etwa 15 Jahren ein Paar und werden im August unseren 10. Hochzeitstag feiern. Wir haben zwei Söhne, 10 und 8 Jahre alt. Wir haben unser ganzes Leben ein bürgerliches Leben geführt, so wie es die Gesellschaft eben vorgibt. Martina ist Kindergartenpädagogin. Sie liebt ihren Job, kämpft aber genauso wie ich mit der Wertehaltung und dem System unserer westlichen Gesellschaft. Ich bin im Schadenmanagement im Versicherungsbereich. Ich habe jahrelang eine Personalführung von 20+ gehabt, streben nach der "großen Karriere" stand im Vordergrund. Im Herbst 2017 fiel ich dann ich ein schwarzes Loch, Burnout. Wir haben zu dieser Zeit beschlossen eine schon längere Zeit aufgeschobene Reise zu machen. Daher sind wir mit den Kindern klassisch als Backpacker im Juni, Juli und August 2019 durch Südostasien gereist. Die Zeit von Herbst 2017 bis Juni 2019 habe ich mehr schlecht als recht ausgehalten. Vermutlich hat mir die Vorfreude auf die Reise dabei geholfen.
Seit September sind wir zurück. Wir dachten, dass unsere anfängliche Depression nach der Rückkehr sich bald einstellen wird und alles ins Lot kommt. Gerade bei mir ist das nicht der Fall. Zwar habe ich mich entschieden, einen nicht zu sehr fordernden Job anzunehmen, den ich seit Anfang Dezember ausübe. Und wir haben uns auch dazu entschlossen zu minimieren. So verkaufen wir unser Haus und haben auch unseren täglichen Lebensstil radikal reduziert.
Ich habe trotzdem das Gegühl, dass dieses System so aufgebaut ist, dass ein selbstbestimmtes Leben nicht möglich ist. 38.5 h im Büro sitzen und hoffen, dass der Chef Urlsub gewährt, wenn man eine Woche ans Meer will.
DAS MACHT MICH NICHT MEHR GLÜCKLICH.
So. Lange Geschichte für euch zu lesen.
Meine Frau und ich diskutieren daher schon seit einiger Zeit, dass wir uns auf eine Reise auf unbestimmte Zeit vorbereiten wollen. Mit Kind und Kegel. Wir wollen das auf jeden Fall mit einem eigenen Mobil machen, da das mit Kindern erstens ein Stück zu Hause demonstriert und zweitens auf Dauer kostengünstiger sein wird.
Erfahrungen mit Wohnmobil haben wir nicht. Hauptsächlich schwebt mir eine Fahrt gen Osten im Kopf herum. Aber auch der amerikanische Kontinent ist auf jeden Fall denkbar.
Ich würde mich über viele Inputs freuen.
* wer von euch ist schon mit Falilie in einem Mobil gereist oder reist noch immer?
* reicht ein Wohnmobil oder ist ein Expeditionsmobil von Nöten?
* welche positiven oder negativen Erfahrungsberichte könnt ihr uns übermitteln?
* etc etc etc
Wie ihr seht, stehen wir noch absolut am Anfang einer Entscheidungsfindung. Wir würden uns sooooo gerne inspirieren lassen.
Lg und vielen Dank im Voraus.
Pana

