Im Nebel des Krieges habe ich jetzt die ukrainischen Nazis entdeckt: Regiment Asow/Asov. Bestandteil der ukrainischen Armee, offen faschistisch, aber nicht offen antisemitisch.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Regiment_Asow
https://www.nzz.ch/schweiz/gewalttaetig ... ld.1671749
Aufmerksam wurde ich durch einen Artikel auf bladi, wonach die Asov-Gang ihre Kugeln zum Kampf gegen Muslime mit Schweinefett versieht. Wäre unappetitlich, sollte es stimmen.
https://www.bladi.net/ukraine-balles-gr ... 91052.html
Gag am Rande: auch auf der russischen Seite kämpfen Nazis. Gäbe es nicht diese fiesen Kollateralschäden könnte man das glatt witzig finden. Internationale Faschotrupps bekämpfen sich gegenseitig
Hier mal ein Statement, dem ich inhaltlich ziemlich zustimmen kann:
Die Revolyutsionnaya Rabochaya Partiya, RRP (Workers Revolutionary Party; russischer Trotzkist), sieht jedoch keinen Unterschied zwischen Russen und Ukrainern:
„Die Regierung der Russischen Föderation nutzte ihren sogenannten Schutz als Gelegenheit, um eine imperialistische Aggression durchzuführen. Die Verteidigung der friedlichen Bevölkerung von Donbass markierte keineswegs den Beginn des Krieges. Da die russischen Truppen jedoch nicht in die beiden Republiken einreisen konnten, überquerten sie die Grenze und betraten das Territorium der Ukraine. In diesen Minuten sind in Kiew, Kramatorsk, Odessa, Charkow, Berdjansk Explosionen zu hören. "Nazis" und "Banderistas" sterben dort nicht. Friedliche Einwohner der Ukraine, Proletarier der Ukraine sterben dort“, prangert die Partei an.
Keine Argumentation zur „NATO-Eindämmung“, keine Kritik am ukrainischen politischen Regime und kein anderer geopolitischer Unsinn kann dieses Massaker rechtfertigen! Putin spricht von einem „volksfeindlichen Regime“ und sagt, die Armee der Russischen Föderation versuche, die Ukraine von „Nazis“ zu befreien. Aber das russische Regime ist nicht besser als das ukrainische Regime. Nur das ukrainische Proletariat und schon gar nicht der russische Imperialismus hat das Recht, die Ukraine von der ultra-neoliberalen und nationalistischen Diktatur zu befreien! In diesem Krieg ist nichts richtig. Es gibt nur die imperialistischen Interessen der Bourgeoisie der Russischen Föderation und den schmutzigen Kommerz der Bourgeoisie der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union. Und im Namen dieser Interessen, die der Arbeiterklasse völlig fremd sind, fließt jetzt das Blut der Arbeiter der Ukraine und des Donbass"
Sprachlich köstlich alte Schule, automatisch übersetzt aus dem Spanischen von ecsaharaui.com, der Seite, bei der man keine Artikel verlinken kann
Weiterhin unter der Überschrift: "49. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats: Was wollen die USA und Europa, wenn sie die Ukraine bewaffnen?"
Die Schweiz hat den Angriff der Russischen Föderation auf die Ukraine scharf verurteilt. Dies war eine flagrante Verletzung des humanitären Völkerrechts. Russland habe die grundlegendsten Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen verletzt. Die Versuche der Russischen Föderation, ihr Vorgehen zu legitimieren, waren nicht glaubwürdig. Es gibt nichts, was diesen Eingriff legitimieren könnte. Die Schweiz ist bereit, alle Menschen in Not aufzunehmen und fordert die Konfliktparteien auf, das humanitäre Völkerrecht und die Bürgerrechte zu respektieren. Alle Zivilisten müssen geschützt und menschlich behandelt werden. Medizinische Einrichtungen, Infrastruktur und Personal müssen unter allen Umständen geschützt werden“, fährt Ignazio Cassis fort.
Die Worte des Bundespräsidenten, der noch vor wenigen Monaten die Einreise afghanischer Flüchtlinge verweigert hat, die auch Schutz und menschenwürdige Behandlung, medizinische Strukturen und angemessenes medizinisches Personal benötigt hätten, klingen sehr falsch. Warum die Ukrainer willkommen heißen und nicht die Afghanen? Könnte es sein, dass die Ukrainer von Russland angegriffen werden und die Afghanen von den Taliban, die von den Vereinigten Staaten selbst bewaffnet sind?
Und hier kommen wir zum Rassismus, der scheinbar auch im Krieg trefflich funktioniert. Diverse Berichte von muslimischen und afrikanischen Studenten liegen vor, wonach sie massiv gehindert werden, die Ukraine zu verlassen und Nachteile bei der Flucht allgemein erleiden. Alleine Marokko hat 12 000 Studenten in der Ukraine, von denen einige administrativ gehindert wurden, die Rückführungs-Sonderflüge zu erreichen.
Den Kommentar von Thomas Fischer im Spiegel möchte ich noch empfehlen. Und erwähnen, daß mich der in diesem Land ausgebrochen Kriegs- und Rüstungswahn ziemlich ratlos macht.
Viele Grüße
Barbara