Kuno hat geschrieben:Wenn ich mich richtig erinnere, dann stand im Interview mit den beiden Geiseln, dass sie eine offizielle Polizeibegleitung hatten.
In diesem Fall darf man sogar davon ausgehen, dass die Polizeibegleitung und die Entführer am gleiche Strick zogen...
Jedenfalls konnte man das schon vor längerem in den pakistanischen Zeitungen lesen.
Der Begleitjeep ist angeblich im Dorf nach rechts abgebogen, die Beiden sind weitergefahren, danach die Entführung.
In Algerien läuft das im übrigen so; davor und dahinter je ein Begleitfahrzeug, Halt an einer Übergabestelle und die begleiteten Fahrzeuge werden übergeben.
Wir sind während einer Begleitung nie ohne Übergabe weitergefahren bzw man liess uns nicht weiterfahren.
Ist ja auch logisch, macht ja sonst nicht all zuviel Sinn.
Im Fall der beiden oben erwähnten gehe ich auch davon aus, dass das Militär/Polizei die Finger mit im Spiel hatten.
Aber eben, alles Spekulationen, wichtig ist schlussendlich, dass sie wieder gesund zu Hause angekommen sind.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Wenn ich mich richtig erinnere, dann stand im Interview mit den beiden Geiseln, dass sie eine offizielle Polizeibegleitung hatten. Der Uebergang von der einen Begleitpatrouille zur naechsten geschah aber nicht immer nahtlos - so auch im Fall, wo sie dann entfuehrt wurden.
Man liest sehr unterschiedliches in den Reiseberichten. Die Einen schrieben dass sie Teilstücke alleine fahren konnten, Andere schrieben dass sie Stundenlang warten musste bis die Ablösung kam. So wirklich organisiert scheint das ja nicht zu sein.
Ich stelle mir halt immer wieder die Frage, wie verhalte ich mich da als Reisenden richtig?
Bäärti hat geschrieben:In diesem Fall darf man sogar davon ausgehen, dass die Polizeibegleitung und die Entführer am gleiche Strick zogen...
Jedenfalls konnte man das schon vor längerem in den pakistanischen Zeitungen lesen.
.
Der Gedanke muss einem ja fast kommen, wenn man liest, dass just in dem Moment, wo die Begleitung nicht dabei ist, die Verbrecher zuschlagen.
Kannst du Pakistanische Zeitungen lesen? Wäre interessant, zu sehen wie man sich dort zu diesem Thema geaeussert hat.
Ich stelle mir halt immer wieder die Frage, wie verhalte ich mich da als Reisenden richtig?
Meine Erfahrung ist, dass es vielfach nicht eine Frage vom Verhalten der Reisenden ist,
sondern zur falschen Zeit am falschen Ort.
ist doch das Gleiche wenn man in einen Verkehrsunfall verwickelt wird, hinterher sagt man sich;
Wieso bin ich nicht eine andere Strecke oder fünf Minuten später gefahren.
Darum verstehe ich auch nicht wieso sich die Zwei angeblich entschuldigt haben, sie haben meiner Meinung nach keinen Fehler begangen ausser, dass sie auf Reisen gingen.
Passieren kann einem immer und überall etwas.
Auf solche Reisen zu verzichten bedeutet aber auch auf einen Teil seines Lebens zu verzichten,
wenn's einem mal gepackt hat.
Das Restrisiko muss man eben eingehen.
Ist wie Bergsteigen, Tourengehen etc.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Turi hat geschrieben:Das Restrisiko muss man eben eingehen.
Ist wie Bergsteigen, Tourengehen etc.
Beim Bergsteigen und Tourengehen in den Alpen kann man bei entsprechender Vorbereitung das Restrisiko auf 5 % reduzieren. Beim Bergsteigen in Pakistan kann man das auch. Bei der Anreise nach Pakistan gibt es etliche Probleme mehr. Passieren kann immer etwas das ist klar. Aber man kann nicht die kriminelle Energie bemessen, die einem auf einer Reise von Polizei, Miltiär und sonstigen Menschen entgegen gebracht werden könnte.
Ich kann aber gut verstehen, das man auf eine Reise zum Beispiel nach Pakistan nicht verzichten möchte, schließlich gibt es ja auch viele Pakistani die gerne nach Deutschland in die Schweiz oder Europa kommen. Solche Reisewünsche bestehen also gegenseitig.
Ich habe mal nachgeschaut Deutschland zahlt offiziell immerhin 52,1 Millionen Euro für irgendtwas an Pakistan, x-Millionen an die und x-Millionen an jene. Wir zahlen sowieso immer. Das könnte man ja mal in Punkto Reisesicherheit diskutieren.
Gruss Mia
Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle. (Karl Popper)
Aber man kann nicht die kriminelle Energie bemessen, die einem auf einer Reise von Polizei, Miltiär und sonstigen Menschen entgegen gebracht werden könnte
Kann man denn die kriminelle Energie messen die einem auf grossen Bahnhöfen, in Vororten von Paris oder gewissen Gegenden in Frankfurt, Berlin oder Zürich entgegengebracht wird?
Betreffend Polizei und Militär habe ich noch nie eine kritische oder gar lebensbedrohende Erfahrung gemacht.
Kann allerdings nur , aussereuropäisch, über Nordafrika und bis zur Türkei urteilen .
Wo die Millionen hinfliessen und mit welcher Begründung das musst Du unsere, vom Volk gewählte, Regierungen fragen.
Hat jedoch nicht viel mit den Entführungen zu tun.
Wieviel % Risiko ist denn erlaubt
Ich denke es ist jedem einzelnen seine Entscheidung wann und wohin Er oder Sie fahren will,
oder sollte man die, die evtl. ein grösseres Risiko als die Mehrheit der Bevölkerung eingehen, entmündigen?
Nichts ist schlimmer als die Freiheit zu verlieren, ist nicht schon genug davon verloren gegangen?
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Turi hat geschrieben:Ich denke es ist jedem einzelnen seine Entscheidung wann und wohin Er oder Sie fahren will,
oder sollte man die, die evtl. ein grösseres Risiko als die Mehrheit der Bevölkerung eingehen, entmündigen?
Es wird eher frueher als spaeter darauf hinauslaufen, dass das Reisen wieder beschraenkungen unterliegt - diesmal aber von unseren Heimatlaendern aufgesetzt. Ob man das dann direkt als "Entmuendigung" bezeichnen kann bleibe einmal dahingestellt.
Das Thema bleibt heikel und die Vergleiche, de ihr oben angebracht habt "hinken" alle ziemlich stark. Natuerlich kommt es auch in Paris zu Verbrechen an Touristen. Im Vergleich zu einer Entfuehrung in Pakistan sind die aber fuer die Medien (und die Allgemeinheit) viel weniger spektakulaer und man muss sie auch in eine Relation setzen. Wieviele Leute aus der Schweiz befinden sich waehrend einem Jahr in Paris und wieviele davon fallen einem schweren Verbrechen zum Opfer - im Verhaeltnis wohl weniger als in Pakistan. Vermute ich mal.
Bergsteigen - Freizeitsport. Eine haeufige Unfallursache. Aber da steigt Mia sofort steil. Weil sie Interesse am Bergsport hat. Klar. Fuer mich Flachlaendler it alles, was mit Bergen zu tun hat automatisch Risiko und Gefahr. Und damit faellt es mir ach sehr leicht, zu verlangen, dass die, die in den Bergen zu Schaden kommen, dafuer selber aufkommen muessen. Genau so geht es mit den Leuten, die in Pakistan einem Verbrechen zum Opfer fallen.
Hallo,
Durch das Reisen in Nordafrika sind mir sehr viele sehr anständige Menschen begegnet vor denen ich den allerhöchsten Respekt habe und nachdem in Nordafrika der Islam Religion ist, sind es Muslime.
Wenn es überhaupt etwas gibt, das einen Einblick und Verständnis für eine Kultur und Religion ermöglicht und fördert, dann ist es das Reisen in diesen Ländern.
Wenn man die Reisenden vertreibt, vertreibt man auch die Chancen auf Fürsprecher.
Die Frage ist eigentlich grundsätzlich die Art wie kriminelle Handlungen wie Entführungen im Ausland in den Medien aufgebauscht werden. Für die Sensationsgier immer ein gefundenes Fressen. Dann kommt immer die Schuldzuweisung, dann die Forderungen nach Regelungen und nach 4 Wochen ist es vergessen.
In diesem Fall ist zwar kein Geld geflossen, aber ich glaube, es könnte helfen wenn die Staaten Lösegeldzahlungen einfach verweigern. Einmal erpresst immer erpresst. Im Gegenteil wie schon angesprochen, die Geldmittel, die den Ländern zur Verfügung gestellt werden, komplett streichen. Das spricht sich schnell von oben nach unten weiter.
Gruß Mia
Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle. (Karl Popper)
Mia hat geschrieben:Wenn man die Reisenden vertreibt, vertreibt man auch die Chancen auf Fürsprecher.
Die Reisenden werden ja von ihren eigenen Politikern und Medien verurteilt und angemahnt sich nicht mehr in "solche" Laender zu begeben.
Und
Mia hat geschrieben:Im Gegenteil wie schon angesprochen, die Geldmittel, die den Ländern zur Verfügung gestellt werden, komplett streichen.
Wenn nun also eine Verbrecherorganisation den Staat in dem sie aktiv sind schaedigen wollen, dann muessen sie nur einen Auslaender entfuehren und sofort werden die Hilfsgelder, die in X Projekte in diesem Land fliessen oder zur Ausbildung und ausruestung der Polizeikraefte beitragen.... gestrichen.
Turi hat geschrieben:Kann man denn die kriminelle Energie messen die einem auf grossen Bahnhöfen, in Vororten von Paris oder gewissen Gegenden in Frankfurt, Berlin oder Zürich entgegengebracht wird?
Nein, aber man wird normalerweise nicht einfach von der Polizei usw verschleppt, wenn man sich ausweisen kann und nichts getan hat.
Turi hat geschrieben:Betreffend Polizei und Militär habe ich noch nie eine kritische oder gar lebensbedrohende Erfahrung gemacht.
Kann allerdings nur , aussereuropäisch, über Nordafrika und bis zur Türkei urteilen .
Ich auch nicht.
Turi hat geschrieben:Wo die Millionen hinfliessen und mit welcher Begründung das musst Du unsere, vom Volk gewählte, Regierungen fragen.
Hat jedoch nicht viel mit den Entführungen zu tun.
Das habe ich auch schon versucht, aber nicht mehr erfahren können, außer das man zahlt, aber anscheinend nicht nachvollziehbar wohin.
Vielleicht kann man es auch nicht zugeben. Aber falls es für die Sicherheitskräfte in den jeweiligen Ländern war,
ist es dann sowieso rausgeschmissenes Steuergeld. Zumindest in Pakistan bis zu diesem Zeitpunkt.
Turi hat geschrieben:Wieviel % Risiko ist denn erlaubt
Beim Bergsteigen kann man es zumindest lernen, das Restrisiko auf ca. 5 % zu minimieren.
Ab wann es Spass macht .......
Entmündigen
Nein ganz im Gegenteil. Mir persönlich wird darüber zuviel debattiert wie man das nur wagen kann und was dann alles passieren kann und das die Leute zu Hause bleiben sollen bei solch einem Risiko usw....
Wenn die Menschen sich von solchen Gedanken abhalten hätten lassen, besäßen wir keine so schönen Reiseberichte wie von Barth und Nachtigall. Zum Beispiel
Gruß Mia
Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle. (Karl Popper)
5% Risiko beim Bergsteigen. Vielleicht ist das Risiko, dass es einem bei einem Unfall in den Bergen erwischt noch weit geringer - die Anzahl der Unfaelle, die jedoch jedes Wochenende in den Bergen (in der CH, da wo's auch richtige Berge hat ) passieren garantiert den heimischen Rettungsdiensten und Spitaelern jedoch ein gutes Einkommen. Wenige sind's nicht. Ob selbstverschuldet oder nicht bleibe dahingestellt.
Risiko und Prozentzahlen kann man verwenden wie die Statistik im Allgemeinen. Wenn ich vielleicht grad mal auf die Reise der beiden Entfuehrungsopfer von oben zurueckkommen darf: Im Vergleich zu den Gesamtkilometern ihrer Reisestrecke, war die Strecke, auf denen das Risiko einer Entfuehrung bestand vielleicht auch nur 5%.
Bath und Nachtigall waren auf offiziellen Missionen. wie die allermeisten Resienden in dieser Zeit ging es darum Handeslrouten zu eroeffnen und am Ende die Besitznahme neuer Laender vorzubereiten. Solche Leute waren schon fast als "Verschleissmaterial" eingeplant und im Verhaeltniss der Anzahl derjenigen, die zu solchen Reisen aufbrachen, war die Anzahl der Todesfaelle unterwegs auch enorm hoch. Frei Reisen war damals kaum moeglich - die Berichte sind natuerlich trotzdem interessant zu lesen.
Was vielleicht mal interessant waere - gibt es jemanden, der einen alten Zeitungsbericht hat, geschrieben, als wieder mal eienr dieser Forscher (darf ich sie so nennen) irgendwo in Afrika verschwunden war? Ich nehme an, es wurde auch damals schon ein gewisser Medienrummel getrieben, wenn es zu einem sensationellen Fall kam.... genau so wie heute, nur halt mit den damaligen eingeschraenkten Moeglichkeiten.
Beim Bergsteigen kann man es zumindest lernen, das Restrisiko auf ca. 5 % zu minimieren.
Ab wann es Spass macht .......
Genau das ist das Problem.
Reisen in ferne Länder und weniger bekannte Kulturen ist eben spannender als zum 200zten mal Neuschwanstein, wo das Risiko minimiert ist.
Nein, aber man wird normalerweise nicht einfach von der Polizei usw verschleppt, wenn man sich ausweisen kann und nichts getan hat.
Denke das Risiko ist von den "usw" vorhanden, mit der Polizei habe ich in unseren Gefilden bisher mehr Probleme gehabt,
In den Reiseländern lässt sich noch ein "Ticket" aushandeln, versuch das mal bei uns.
Nebenbei kenne ich keinen Fall in dem Touristen von öffentlichen Organen verschleppt worden wären, ausser den Schweizern in Libyen.
Gruss turi
Gruss turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!