Interessant ist, dass selbst im VAE Artikel der Unterschied zwischen Subvention und Investition schon gar nicht mehr gemacht wird. Über das Stadium ist man hinaus.
Ich möchte mal aus einer ganz anderen Perspektive darauf schauen:
Ob Projekte wie Desertec nun sinnvoll sind (egal für wen) oder nicht, wird sich ausschließlich an der Rentabilität messen. Wenn es rentabel ist, bringt es für die Länder die Produktionsstätten beheimaten möchten einen Industriezweig, der „nach dem Öl“ eine Zukunft bietet. Die betroffenen Länder werden selbst entscheiden ob sie es haben wollen oder nicht, bzw. ob sie damit Geld verdienen wollen oder nicht. Da können die Europäer „meinen“ was sie wollen. Für Investoren (die Vermutlich aber überwiegend aus der Region kommen werden) bieten sich dann interessante Anlagemöglichkeiten, sofern die politischen Verhältnisse in dem betreffenden Land eine ausreichende Sicherheit der Investition (Gefahr von Verstaatlichung, Enteignung, etc.) bieten. Die „nach dem Öl“ anstehende Destabilisierung könnte durch positive Anreize zu einer rationalen Politik zumindest abgemildert werden. Sofern es sich lohnt…
Was aber, wenn es nicht rentabel ist, sprich kein Investor sein Geld geben mag (zumindest nicht über doppelte und dreifache Absicherung durch Staatbürgschaften? Da die Idee ja nun nicht ganz neu ist, darf man sich wundern, warum ausgerechnet jetzt (Merke: „Es muss unter allen Umständen, um jeden Preis sofort alles nur mögliche gegen den Klimawandel getan werden, koste es wen was es wolle!

“) ein Europäisches Konsortium mit gigantischer PR-Welle wieder daran geht. Richtig vermutet: Fördergelder und Subventionen, das lohnt sich immer. Und an dieser Stelle werde ich dann zum Gegner des Projektes. Das Projekt ist zu groß um wie all die kleinen Projekte von der „Stütze“ durchgefüttert zu werden. Es muss wirtschaftlich auf eigenen Füßen stehen können, zumal das von Kuno beschriebene Szenario der Abwicklung und der Auftragsvergabe recht wahrscheinlich ist. Wenn es rentabel ist sollen und werden die Länder es auch in Eigenregie tun. Europäische Firmen werden nebst Chinesischen Aufträge für Beratung und Umsetzung erhalten.
Auch wenn sich rumgesprochen hat, dass der Strom nicht aus der Steckdose kommt, steht die Erkenntnis, dass das Geld nicht einfach vom Konto oder vom Staat kommt noch aus.
Grüße
Wolfgang
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