DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Marokko/Sahara, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten.

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mikepiller
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Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?

Beitrag von mikepiller »

Seltsam,

immer wenn es gerade etwas ruhiger hier wird, platzt die nächste solare Explosion rein.

Und ich hätte mich so gerne mal verfrommelt- also konform- hier eingebracht,
aber ich habe da was nicht verstanden und möchte nicht schon wieder für Aufregung sorgen:

So muss mir kein Diskutant in langen psychologsichen Analysen den Spiegel hinhalten. Ist ja total unwichtig. Solches bringt die Libyen-Geiseln nicht frei und BRP Merz sowie BR Calmy-Rey nicht weiter, wenn man über die zwei Magistraten psychologisiert. Das Psychologisieren ist gemäss der neuen Literatur nun eine Krankheit und krank wollen wir ja nicht sein, auch wenn wir es vielleicht sind. Hans
HF:
British gefragt:
Wie war das nochmal im Mittelteil?

Gruß
Micha
Wenn der Wind des Wandels weht,
bauen die einen Windmühlen,
die anderen bauen Mauern.
(chin. Sprichwort)
Hans Frommelt
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Googeln mit Desertec und anderen Begriffen

Beitrag von Hans Frommelt »

Wenn man mit folgenden Begriffen googelt, findet man eine breite Palette von Meinungen, sowohl Pro als auch Contra :

Desertec Scheer
Desertec Fabeck
Desertec Alt
Desertec Kolonialismus
Desertec munich
Desertec Franz
Desertec WWF
Desertec Esso
Desertec Shell
Desertec Solarkraftwerke
Sahara Solarkraftwerke
Strom aus der Sahara
etc.

Man kann auch mit Industrienamen, wie Siemens, ABB, etc. googeln. Eindeutig feststellbar ist dann, dass die Kommunikationschefs aller Industrieunternehmen samt der Greenpeace einander alles abschreiben, also einen starken Pro-Meinungsblock bilden. Warum es so ist, wurde im Wuestenschiff bereits erwähnt. Hans
Alexander
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Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?

Beitrag von Alexander »

Offshore-Konzept der Regierung
Experten verreißen pompöse Windpark-Pläne


Verkehrsminister Tiefensee will 40 Windparks auf dem Meer errichten und beschwört schon die Ökostrom-Wende. Experten werfen der Regierung dagegen vor, wichtige Weichen für die Energierevolution nicht gestellt zu haben - und die Versäumnisse nun mit pompösen Versprechen zu kaschieren. mehr...

Erneuerbare Energien kosten die Verbraucher Milliarden / VEA fordert: Subventionen reduzieren und marktnahe Verfahren einführen

Die Subventionen für Erneuerbare Energien sprengen alle Prognosen. Auf Deutschlands Verbraucher kommen unerwartete Mehrkosten zu. Nur durch Solarstrom werden es 7 bis 11 Milliarden Euro sein. mehr...

Was ist nun die richtige Lösung?

Das ist bestimmt die falsche Strategie :evil:

Banden klauen massenweise Solar-Anlagen

Da wird der Begriff "Erneuerbare Energien" aber gründlich missverstanden. Der Solarboom in Deutschland hat eine Diebstahlserie ausgelöst: Vom Emsland bis nach Bayern ziehen Banden übers Land und montieren bei Nacht Solaranlagen von den Dächern. Der Schaden geht in die Millionen, die Polizei hat eigens Beamte für die Fälle abgestellt. mehr...

Grüsse
Alexander
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Wolfgang K
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Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?

Beitrag von Wolfgang K »

Interessant ist, dass selbst im VAE Artikel der Unterschied zwischen Subvention und Investition schon gar nicht mehr gemacht wird. Über das Stadium ist man hinaus.

Ich möchte mal aus einer ganz anderen Perspektive darauf schauen:

Ob Projekte wie Desertec nun sinnvoll sind (egal für wen) oder nicht, wird sich ausschließlich an der Rentabilität messen. Wenn es rentabel ist, bringt es für die Länder die Produktionsstätten beheimaten möchten einen Industriezweig, der „nach dem Öl“ eine Zukunft bietet. Die betroffenen Länder werden selbst entscheiden ob sie es haben wollen oder nicht, bzw. ob sie damit Geld verdienen wollen oder nicht. Da können die Europäer „meinen“ was sie wollen. Für Investoren (die Vermutlich aber überwiegend aus der Region kommen werden) bieten sich dann interessante Anlagemöglichkeiten, sofern die politischen Verhältnisse in dem betreffenden Land eine ausreichende Sicherheit der Investition (Gefahr von Verstaatlichung, Enteignung, etc.) bieten. Die „nach dem Öl“ anstehende Destabilisierung könnte durch positive Anreize zu einer rationalen Politik zumindest abgemildert werden. Sofern es sich lohnt…

Was aber, wenn es nicht rentabel ist, sprich kein Investor sein Geld geben mag (zumindest nicht über doppelte und dreifache Absicherung durch Staatbürgschaften? Da die Idee ja nun nicht ganz neu ist, darf man sich wundern, warum ausgerechnet jetzt (Merke: „Es muss unter allen Umständen, um jeden Preis sofort alles nur mögliche gegen den Klimawandel getan werden, koste es wen was es wolle! :mrgreen: “) ein Europäisches Konsortium mit gigantischer PR-Welle wieder daran geht. Richtig vermutet: Fördergelder und Subventionen, das lohnt sich immer. Und an dieser Stelle werde ich dann zum Gegner des Projektes. Das Projekt ist zu groß um wie all die kleinen Projekte von der „Stütze“ durchgefüttert zu werden. Es muss wirtschaftlich auf eigenen Füßen stehen können, zumal das von Kuno beschriebene Szenario der Abwicklung und der Auftragsvergabe recht wahrscheinlich ist. Wenn es rentabel ist sollen und werden die Länder es auch in Eigenregie tun. Europäische Firmen werden nebst Chinesischen Aufträge für Beratung und Umsetzung erhalten.
Auch wenn sich rumgesprochen hat, dass der Strom nicht aus der Steckdose kommt, steht die Erkenntnis, dass das Geld nicht einfach vom Konto oder vom Staat kommt noch aus.

Grüße
Wolfgang

.
Kuno
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Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?

Beitrag von Kuno »

Mir gefaellt deine Signatur, Wolfgang: "."
Wolfgang K
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Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?

Beitrag von Wolfgang K »

Kuno hat geschrieben:Mir gefaellt deine Signatur, Wolfgang: "."
Sieh es als Beweis, dass ich mich zur Not auch kurz fassen kann :wink:
Alexander
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Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?

Beitrag von Alexander »

Der Trend geht zur Miniatur

Schlaue Energiekonzepte setzen auf Kleinkraftwerke statt auf Großprojekte

Rechtzeitig zu den Bundestagswahlen tauchen vermehrt falsche Propheten aus der politischen Versenkung auf. Sie preisen die angeblichen Vorzüge der „sauberen“ Kernenergie und schwärmen im gleichen Atemzug von gigantischen Solarkraftwerken in der Wüste. Ein paar Dutzend neue Atommeiler in Osteuropa, Asien und vielleicht sogar bei uns, Sonnenstrom aus der Sahara – schon sind wir alle Energie- und Klimasorgen los? Schön wär’s. mehr...

Grüsse
Alexander
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Alexander
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Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?

Beitrag von Alexander »

Andere Initiativen:

Bild

http://www.energie-fuer-afrika.de/

Grüsse
Alexander
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Roger-Tecumseh
Beiträge: 2066
Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37

Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Alexander hat geschrieben:Der Trend geht zur Miniatur

Schlaue Energiekonzepte setzen auf Kleinkraftwerke statt auf Großprojekte

Grüsse
Alexander

"Es ist altes Denken. Und altes Denken hilft in einer neuen Zeit nicht weiter. Größer, teurer, gigantischer steht an den Irrwegen, die schnurstracks nach Gorleben, Kalkar und Tschernobyl führen. Oder zur milliardenschweren Fata Morgana über der Wüste. Neues Denken heiß dagegen: smart and small."



Was ist - immer unter dem hier behandelten Sujet betrachtet (!) - an dieser Zeit denn so neu?? Wir beuten die Ressourcen der Erde aus und fuerchten (wie schon vor Jahrzehnten), sie erschoepft zu haben, noch ehe neue Technologien ausgereift sind! Der Energiebedarf wird wachsen - wie seit dem Beginn der Industrialisierung, nur sehr viel schneller! Also nichts Neues unter der Sonne.
Der Schreiber extrapoliert einzig die bekannte Entwicklung weiter in die Zukunft, ohne seine Gedanken in Richtung Paradigmenwechsel zu wenden; zeigt sich so selbst als ueberzeugter alter "Denker". Offenbar gelingt auch ihm nur diese ewige und sterile Mechanik der Antagonismen, hier: small is better than big - thats all!

Wann endlich wird sich die Erkenntnis durchsetzen, dass es nicht simple Kausalitaeten sind, die unser Leben bestimmen, sondern sehr komplexe - nichtlineare - Interaktionen? Daraus folgt, dass es niemals EINE Loesung, EINE Methodik sein kann, die unsere Zukunft sichern wird!

Ich kann in dem platten und glatten Statement des Schreibers nur einen - eigentlich ueberfluessigen - Thread-Fueller sehen.
Hans Frommelt
Beiträge: 202
Registriert: So 29. Mär 2009, 11:58

Altes Denken; Neues Denken

Beitrag von Hans Frommelt »

Denken, Trend, Kreativität, Nichtlinearen Interaktionen, Irrwege, Methodik, etc. sind alles schöne Begriffe, über die man vieles erklären kann. Man wusste schon immer von den Kohlevorkommen, Ölvorkommen, von der Wasserkraft, Windkraft, Holz, Sonne, überhaupt allen Erneuerbaren. Alles ist altes Denken.
Die Not machte erfinderisch und leitete den Paradigmenwechsel von Holz zur Kohle ein. Als bald alle Wälder in England abgeholzt waren, - man baute Kriegsschiffe aus Holz und feuerte mit Holz das offene Kamin - überlegte man langsam, wie es weitergehen könnte. Kohle statt Holz verbrennen war die Lösung. Statt Holzschiffe dann Schiffe aus Stahl. Für beides musst man viele hundert Meter unter die Erde. Eine mühsame Arbeit, ich hätte diese nicht ausführen wollen. Erdöl und Erdgas waren wesentlich besser im Handling und man musste nicht mehr im Kohlestaub schuften. Der Paradigmenwechsel zu Öl und Gas wurde eingeleitet. Dann kam der Glaube an die Atomenergie, keine Ressourcenprobleme mehr, war der Werbeslogan. Zuerst die Spaltung dann die Fusion und wir frieren nie mehr.
Kriegschiffe wurde mit Holz gebaut, dann mit Kohle, Öl und Gas das Eisenerz in Kanonen und Ferrys verwandelt. Mit der Wasserstroffbombe regeln wir die Länder, die nicht parieren, denken viele. Die Bombe ist noch heute ein wichtiges Thema. Jetzt wird es traurig für viele. Die Erneuerbare Energien eignen sich nicht für Krieg, recht stark vereinfacht ausgedrückt. Das ist schon eine lausige Zukunft, wenn wir keine Kriege mehr führen können, weil wir den Umgang mit Öl, Kohle, Gas und Holz verlernt haben um anderen Völkern unser Denken, Trend, Kreativität, Nichtlinearen Interaktionen, Irrwege, Methodik, etc. aufzudrücken. Damit man die Kontrolle über andere Länder nicht verliert, müssen nun auch die Erneuerbaren Energien herhalten, man will ein DESERTEC in die Sahara bauen. Strom für Deutschland, ganz einfach ausgedrückt.
Nun bin ich am Ende des Schreibens. Es ist ebenfalls ein solch „ueberfluessigen - Thread-Fueller“. Gruss Hans
Marcus der Africanus
Beiträge: 163
Registriert: Fr 17. Jul 2009, 16:07

Desertec, offshore-windparks...

Beitrag von Marcus der Africanus »

Leute,
alle diese Grossprojekte sind verzweifelte Versuche
der 4 großen Energiekonzerne (RWE und Konsorten),
ihre de-facto Monopole bei der Stromversorgung in die
"neue Zeit" hinüberzuretten.
Die fürchten doch dezentrale Technologien
wie der Teufel das Weihwasser.

Es wäre problemlos möglich, den kompletten Energiebedarf
in D (bzw auch in ganz Europa) über dezentrale Photovoltaik-
Windkraft- Biogas- und Blockheiztechnologie zu decken.
Aber dann bliebe den jetzigen Versorgern "nur" der Profit aus den
Netz-und Speichersystemen, und die Stromerzeugung wäre raus.

DAS ist der Hintergrund für die Suche nach
großtechnologischen Stromerzeugungsformen.

Gruss
MdA
Roger-Tecumseh
Beiträge: 2066
Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37

Re: Desertec, offshore-windparks...

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Marcus der Africanus hat geschrieben:Leute,
alle diese Grossprojekte sind verzweifelte Versuche
der 4 großen Energiekonzerne (RWE und Konsorten),
ihre de-facto Monopole bei der Stromversorgung in die
"neue Zeit" hinüberzuretten.
Die fürchten doch dezentrale Technologien
wie der Teufel das Weihwasser.

Es wäre problemlos möglich, den kompletten Energiebedarf
in D (bzw auch in ganz Europa) über dezentrale Photovoltaik-
Windkraft- Biogas- und Blockheiztechnologie zu decken.
Aber dann bliebe den jetzigen Versorgern "nur" der Profit aus den
Netz-und Speichersystemen, und die Stromerzeugung wäre raus.

DAS ist der Hintergrund für die Suche nach
großtechnologischen Stromerzeugungsformen.

Gruss
MdA


Na dann ist ja alles klar - ENDLICH! :)
mikepiller
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Registriert: Sa 13. Mai 2006, 20:59
Wohnort: Berlin

Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?

Beitrag von mikepiller »

Und es war so einfach.

Danke!!
Wenn der Wind des Wandels weht,
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(chin. Sprichwort)
Alexander
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Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?

Beitrag von Alexander »

10 Missverständnisse zum Thema Photovoltaik

Im Jahre 1978 ging die erste Sonnenstromanlage ans Netz. Im Jahr 2008 wurde weltweit bereits die Leistung eines Atomkraftwerkes an Photovoltaikstrom „geerntet“. Im Zusammenhang mit dem industriellen Ausbau der PV spricht man bereits von einem kleinen „Weltwirtschaftswunder“. mehr...

Grüsse
Alexander
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Re: DESERTEC - Saharastrom für Deutschland sinnvoll oder nicht?

Beitrag von Alexander »

In Ägypten wird zunehmend über die Möglichkeiten der erneuerbaren Ressource bei der Stromerzeugung nachgedacht.

"Muslime & Globalisierung" - Wenn der Wind in der Wüste weht

Mit versiegenden Erdöl- und Erdgasreserven blickt Ägypten, das bevölkerungsreichste Land der arabischen Welt, auf den Wind als Lösung für einen drohenden Energiemangel. mehr...

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