Die Stadt Aden im Süden des Landes ist seit mehreren Tagen von der Außenwelt abgeschnitten. Einheimische kommen weder hinein noch hinaus, die Versorgung wird zunehmend schwieriger, auch einzelne Stadtviertel sind isoliert.
Im Norden haben vor einigen Tagen 50.000 Menschen in der Stadt Saada protestiert. Es darf angenommen werden, dass sich darunter viele Huthi-Rebellen befunden haben.
Die Protestbewegung "Southern Movement" hat sich inzwischen den Protesten angeschlossen und weitergehende Ziele wie die Abspaltung des Südens zurückgestellt.
Heute sind in Sana'a erneut tausende Pro- und Anti-Saleh-Demonstranten auf die Straßen gegangen. Dennoch darf man hoffen, dass die Situation vorerst nicht eskaliert, da in der Bevölkerung die Angst vor gewaltsamen Auseinandersetzungen sehr groß ist.
Getragen werden die Proteste - wie in anderen arabischen Ländern - vor allem von unorganisierten jungen Leuten, darunter vielen Studenten. Diese haben auf dem Gelände der Universität von Sana'a ein Zeltlager aufgeschlagen.
Hier einige Impressionen aus der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag:
Demonstranten kontrollieren - ähnlich wie in Kairo vor einigen Wochen - Neuankömmlinge. Und ähnlich wie dort waren junge Leute damit beschäftigt, Müll einzusammeln





Viele Grüße
Achim




