Konflikt im Jemen
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Re: Konflikt im Jemen | Demonstrationen und Proteste
Noch ist die Situation in der Stadt Sana'a ruhig, aber extrem angespannt.
Yemeni general defects as president's grip erodes
Viele Grüße
Achim
Yemeni general defects as president's grip erodes
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- Achim Vogt
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Re: Konflikt im Jemen | Demonstrationen und Proteste
Die Machtbasis von Präsident Saleh bröckelt massiv: Heute wollten offenbar alle Minister zurücktreten (einige hatten dies am Samstag schon getan), dem kam der Präsident durch die Entlassung des Kabinetts zuvor. Mindestens fünf Botschafter, darunter derjenige in China, sind zurückgetreten. Außerdem haben die sieben Abgeordneten des Parlaments aus Aden und alle Abgeordneten aus der Protest-Hochburg Taiz das Parlament verlassen. Drei Offiziere, darunter der Befehlshaber der Nordwestregion, Ali Muhsin, sind zu den Demonstranten übergetreten und schützen derzeit mit Panzern die protestierenden Studenten um die Universität von Sana'a. Aber auch mehrere Kommandeure in den Regionen haben die Seiten gewechselt.
Viele Grüße
Achim
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- Achim Vogt
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Re: Konflikt im Jemen | Demonstrationen und Proteste
Panzer beider Seiten sind an strategischen Stellen stationiert. Derzeit laufen möglicherweise geheime Gespräche zwischen Präsident und Opposition über einen Ausweg für Präsident Saleh. Wie lange die gespannte Ruhe hält, ist aber überhaupt nicht zu kalkulieren.
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Birgitt
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Jemens Präsident droht seinem Volk mit Bürgerkrieg
Jemens Präsident Saleh bietet seinen Rücktritt an – für Anfang 2012. Gleichzeitig droht er mit Gewalt [...] Das Blut der Demonstranten, die am vergangenen Freitag während einer Protestaktion in der Hauptstadt Sanaa von Scharfschützen niedergestreckt wurden, ist noch nicht ganz getrocknet, da droht der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh schon mit neuen Schlägen gegen das eigene Volk. Jetzt warnte er seine Gegner vor einem Bürgerkrieg, falls sie weiter gegen ihn mobilmachen sollten ...
Jemens Präsident droht seinem Volk mit Bürgerkrieg
22.03.2011 - Welt
Gruß
Birgitt
Jemens Präsident droht seinem Volk mit Bürgerkrieg
22.03.2011 - Welt
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Birgitt
- Achim Vogt
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Re: Konflikt im Jemen | Demonstrationen und Proteste
So viel Unsinn wie in dem Artikel der "Welt" - ich weiß schon, warum ich solche Postillen ungern lese - habe ich lange nicht mehr gelesen. Und das gilt sowohl für den Teil zum Jemen als auch für den zu Syrien.
Der Präsident des Jemen hat seinem Volk nicht mit Bürgerkrieg gedroht. Er hat klar gemacht - und damit hat er durchaus recht -, dass die Konfrontation zweier rivalisierender Truppen zu einem Bürgerkrieg führen kann. Das hat der - später im Artikel zitierte - konservative Scheich Zindane ja durchaus genauso gesehen.
Nicht der Präsident hat seine Panzer am zentralen Tahrir-Platz, wo die Demonstranten sind, aufgefahren, sondern der abtrünnige General Ali Muhsin. Dessen Panzer stehen auch vor der Zentralbank und dem Verteidigungsministerium. Die Panzer der Republikanischen Garden, die noch zu Saleh stehen, sind ausschließlich vor dem Präsidentenpalast (und außerhalb des Stadtzentrums an den Ausfallstraßen) postiert.
Die drei abtrünnigen Militärs (es gibt noch ca. 15 weitere) "sollen" nicht dem eigenen Stamm angehören - sie tun das! Ali Muhsin ist weitläufig mit Ali Abdallah Saleh verwandt.
Präsident Saleh hat am Sonntag nicht sein Kabinett entlassen, um dem Druck der Demonstranten zu begegnen, sondern um dem gemeinsamen Rücktritt der Minister zuvorzukommen (drei Minister waren schon vorher zurückgetreten).
Zindane kann ja gerne erklären, dass Saudi-Arabien Ali Abdallah Saleh schon den Rücken gekehrt hat. Aber zu einem sauber recherchierten Artikel hätte gehört zu erwähnen, dass Gespräche unter saudischer Vermittlung noch laufen. Saleh selbst hatte seinen Außenminister entsandt mit der Bitte, der saudische Außenminister möge vermitteln.
Die Proteste in Syrien haben nicht am Freitag, sondern am Mittwoch vergangener Woche begonnen, und zwar in Damaskus und nicht in Deraa. Am Freitag wurden sie nur zum ersten Mal landesweit und damit in einem größeren Maßstab organisiert.
Dem Land droht kein Auseinanderbrechen, sondern aufgrund seiner ethnisch-religiösen Heterogenität ein Bürgerkrieg. Die Minderheiten der Drusen, Alawiten (schiitische Sekte, der Assad entstammt), Christen und Kurden haben Sorge vor einem sunnitisch dominierten Regime. Insofern ist die Aussage, die syrischen Sunniten fühlten sich den irakischen Sunniten verbunden, ziemlicher Unsinn. Es geht um eine innenpolitische Auseinandersetzung. Zwar gibt es grenzüberschreitende Stammeszugehörigkeiten mit Irak, diese fallen aber zum Beispiel gegenüber den historischen Verbindungen mit den Sunniten im Libanon kaum ins Gewicht.
Faktisch nicht verkehrt, aber von der Zementfraktion ist das Argument mit den Waffenarsenalen. Die Logik dahinter: Wir müssen nun also die Diktatoren behalten, weil ja sonst die Waffen in die falschen Hände geraten könnten. Könnte es evtl. sein, dass Waffen in den Händen von Diktaturen ohnehin schon in den falschen Händen sind?
Viele Grüße
Achim
Der Präsident des Jemen hat seinem Volk nicht mit Bürgerkrieg gedroht. Er hat klar gemacht - und damit hat er durchaus recht -, dass die Konfrontation zweier rivalisierender Truppen zu einem Bürgerkrieg führen kann. Das hat der - später im Artikel zitierte - konservative Scheich Zindane ja durchaus genauso gesehen.
Nicht der Präsident hat seine Panzer am zentralen Tahrir-Platz, wo die Demonstranten sind, aufgefahren, sondern der abtrünnige General Ali Muhsin. Dessen Panzer stehen auch vor der Zentralbank und dem Verteidigungsministerium. Die Panzer der Republikanischen Garden, die noch zu Saleh stehen, sind ausschließlich vor dem Präsidentenpalast (und außerhalb des Stadtzentrums an den Ausfallstraßen) postiert.
Die drei abtrünnigen Militärs (es gibt noch ca. 15 weitere) "sollen" nicht dem eigenen Stamm angehören - sie tun das! Ali Muhsin ist weitläufig mit Ali Abdallah Saleh verwandt.
Präsident Saleh hat am Sonntag nicht sein Kabinett entlassen, um dem Druck der Demonstranten zu begegnen, sondern um dem gemeinsamen Rücktritt der Minister zuvorzukommen (drei Minister waren schon vorher zurückgetreten).
Zindane kann ja gerne erklären, dass Saudi-Arabien Ali Abdallah Saleh schon den Rücken gekehrt hat. Aber zu einem sauber recherchierten Artikel hätte gehört zu erwähnen, dass Gespräche unter saudischer Vermittlung noch laufen. Saleh selbst hatte seinen Außenminister entsandt mit der Bitte, der saudische Außenminister möge vermitteln.
Die Proteste in Syrien haben nicht am Freitag, sondern am Mittwoch vergangener Woche begonnen, und zwar in Damaskus und nicht in Deraa. Am Freitag wurden sie nur zum ersten Mal landesweit und damit in einem größeren Maßstab organisiert.
Dem Land droht kein Auseinanderbrechen, sondern aufgrund seiner ethnisch-religiösen Heterogenität ein Bürgerkrieg. Die Minderheiten der Drusen, Alawiten (schiitische Sekte, der Assad entstammt), Christen und Kurden haben Sorge vor einem sunnitisch dominierten Regime. Insofern ist die Aussage, die syrischen Sunniten fühlten sich den irakischen Sunniten verbunden, ziemlicher Unsinn. Es geht um eine innenpolitische Auseinandersetzung. Zwar gibt es grenzüberschreitende Stammeszugehörigkeiten mit Irak, diese fallen aber zum Beispiel gegenüber den historischen Verbindungen mit den Sunniten im Libanon kaum ins Gewicht.
Faktisch nicht verkehrt, aber von der Zementfraktion ist das Argument mit den Waffenarsenalen. Die Logik dahinter: Wir müssen nun also die Diktatoren behalten, weil ja sonst die Waffen in die falschen Hände geraten könnten. Könnte es evtl. sein, dass Waffen in den Händen von Diktaturen ohnehin schon in den falschen Händen sind?
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Achim
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Kuno
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Re: Konflikt im Jemen | Demonstrationen und Proteste
Achim: ich kenne (leider) weder Syrien noch den Yemen. Trotzdem vielen Dank dafuer, dass du uns auf die "Ungenauigkeiten" in den Medien hinweist.
- Achim Vogt
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Yemeni parliament gives president emergency powers
Leider geht die Situation gerade im Jemen nicht in eine positive Richtung: Das Parlament hat heute mittag den Ausnahmezustand bestätigt, obwohl gar nicht genügend Abgeordnete für ein Quorum angwesend waren. Alles deutet nun auf einen gewalttätigen Ausgang des Dramas hin, möglicherweise am Freitag, wenn die Demonstranten zum Präsidentenpalast ziehen wollen (das haben sie allerdings schon öfter angekündigt und bisher nicht getan).
Yemeni parliament gives president emergency powers
Viele Grüße
Achim
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Achim
- Achim Vogt
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Re: Konflikt im Jemen | Demonstrationen und Proteste
Präsident Saleh sendet Brief mit Vorschlägen an Opposition und rebellischen General Ali Mohsen. Auszug aus dem Artikel:
(von: Reuters)
Viele Grüße
Achim
Yemen's Saleh offers elections as pressure mountsThe letter, also sent to army commander Ali Mohsen, who has declared support for the protesters, contained a proposal to hold a referendum on a new constitution, then a parliamentary election followed by a presidential poll before the end of 2011.
(von: Reuters)
Viele Grüße
Achim
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Birgitt
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Krise im Jemen | Anhänger und Gegner des Präsidenten versammeln sich
Im Jemen haben sich vor dem Präsidentenpalast in Sanaa zehntausende Anhänger von Präsident Ali Abdullah Saleh versammelt. Gleichzeitig demonstrieren auf dem nahe gelegenen Tahrir-Platz Zehntausende für seinen sofortigen Rücktritt. Dazwischen haben sich starke Polizei- und Armee-Einheiten gedrängt. Saleh erklärte in einer Ansprache vor seinen Anhängern, er werde das Land nicht dem "Chaos" überantworten. Die Umstände des von ihm angesprochenen Abgangs blieben jedoch unklar ...
Krise im Jemen: Anhänger und Gegner des Präsidenten versammeln sich
25.03.2011 - tagesschau
Gruß
Birgitt
Krise im Jemen: Anhänger und Gegner des Präsidenten versammeln sich
25.03.2011 - tagesschau
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Birgitt
- Achim Vogt
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Re: Konflikt im Jemen | Demonstrationen und Proteste
Birgitt hatte in einem anderen Thread zu Syrien einen Bericht der Rheinischen Post gepostet. Darin ist auch dieser interessante Absatz zum Jemen enthalten:
Achim
Viele GrüßeMachtwechsel im Jemen noch am Samstag denkbar
Nach wochenlangen Massenprotesten im Jemen mehren sich die Zeichen für einen Machtwechsel an der Spitze des arabischen Landes. Er hoffe, dass noch am Samstag eine Vereinbarung gefunden werde, sagte der amtierende Außenminister Abubakr al-Kirbi.
Präsident Ali Abdullah Saleh sei bereit, sämtliche Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Alle Seiten seien sich einig, dass ein Kompromiss gefunden werden müsse. Der Zeitrahmen für einen Wechsel sei Verhandlungssache. Am Vortag hatte Präsident Saleh gesagt, er sei unter bestimmten Bedingungen zu einem Rückzug bereit, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. In Sanaa hatten Zehntausende Salehs sofortigen Rücktritt gefordert.
Am Freitag war es auch in Syrien, Jordanien und Bahrain zu neuen Protesten gekommen. Die USA und das an Jemen grenzende Saudi-Arabien fürchten bei einem Rückzug Salehs ein Machtvakuum, das die im Land aktive Extremistengruppe Al-Kaida weiter stärken könnte.
Achim
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Birgitt
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Yemen's President Saleh 'negotiating' departure
Agreement is close on a transfer of power from Yemen's veteran President, Ali Abdullah Saleh, a government minister says. After six weeks of protests, Mr Saleh has said he is willing to step down this year. But the demonstrators want him to go immediately. This is the first time the government has confirmed that President Saleh is negotiating the terms of his departure, observers say ...
Yemen's President Saleh 'negotiating' departure
26.03.2011 - BBC
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Birgitt
Yemen's President Saleh 'negotiating' departure
26.03.2011 - BBC
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Birgitt
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Birgitt
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Plünderungen im Jemen
Bei einer Explosion in einer Munitionsfabrik im Jemen sind mindestens 78 Menschen ums Leben gekommen [...] Die Fabrik liegt nahe der Stadt Dschaar in der Provinz Abjan im Süden des Jemen. Am Sonntag war nach Angaben aus Sicherheitskreisen ein Kommando von 30 mutmaßlichen Mitgliedern des Terrornetzwerks Al Kaida in die Fabrik eingedrungen [...] Die Extremisten nutzen nach Informationen jemenitischer Medien den seit Wochen andauernden Machtkampf zwischen Präsident Ali Abdullah Saleh und seinen Gegnern aus, um ihren Einflussbereich zu vergrößern. Vor diesem Szenario warnen US-Terrorismusexperten schon seit längerer Zeit ...
Plünderungen im Jemen: Mindestens 78 Tote bei Explosion in Munitionsfabrik
28.03.2011 - tagesschau
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Birgitt
Plünderungen im Jemen: Mindestens 78 Tote bei Explosion in Munitionsfabrik
28.03.2011 - tagesschau
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Re: Konflikt im Jemen | Demonstrationen und Proteste
Die Konjunkturen des Jemen wechseln derzeit täglich. Am Sonntag, 27. März 2011, hat sich das Lager des Präsidenten in einer negativen Volte entschieden, die bisherigen Zugeständnisse wieder zurückzunehmen und auf einer Regierungszeit des Präsidenten bis zum Ende der regulären Amtszeit 2013 zu beharren. Noch am Tag zuvor hatte es geheißen, es sei ein Deal möglich, nachdem Saleh innerhalb von 60 Tagen zurücktrete und der bisherige, aus dem Süden stammende Vizepräsident Abdu Rabu Mansour als Interimspräsident die Amtsgeschäfte übernehmen solle.
Auch diese neuen Vorschläge waren von der Opposition jedoch umgehend abgelehnt worden. Möglich ist, dass der Deal an der Forderung Salehs scheiterte, er und seine Familie dürften nicht gerichtlich belangt werden.
Inzwischen hat sich die Sicherheitslage weiter verschlechtert. In mehreren Provinzen haben Militante, darunter auch Islamisten, die Kontrolle über einzelne Ortschaften übernommen. Es kam zu Angriffen auf Soldaten.
Nachdem also noch am Samstag ein friedlicher Machtwechsel möglich schien, stehen nun die Zeichen wieder auf Sturm. Der Ausbruch eines Bürgerkrieges kann nicht ausgeschlossen werden. In einzelnen Gebieten verweigerten zum Präsidenten loyal stehende Stämme abtrünnigen Generälen der Armee den Zutritt zu Städten.
Viele Grüße
Achim
Auch diese neuen Vorschläge waren von der Opposition jedoch umgehend abgelehnt worden. Möglich ist, dass der Deal an der Forderung Salehs scheiterte, er und seine Familie dürften nicht gerichtlich belangt werden.
Inzwischen hat sich die Sicherheitslage weiter verschlechtert. In mehreren Provinzen haben Militante, darunter auch Islamisten, die Kontrolle über einzelne Ortschaften übernommen. Es kam zu Angriffen auf Soldaten.
Nachdem also noch am Samstag ein friedlicher Machtwechsel möglich schien, stehen nun die Zeichen wieder auf Sturm. Der Ausbruch eines Bürgerkrieges kann nicht ausgeschlossen werden. In einzelnen Gebieten verweigerten zum Präsidenten loyal stehende Stämme abtrünnigen Generälen der Armee den Zutritt zu Städten.
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Hunderttausende protestieren im Jemen gegen Saleh
Hunderttausende Menschen haben im Jemen sowohl für als auch gegen den seit 32 Jahren regierenden Präsidenten Ali Abdullah Saleh demonstriert. Auf dem Tahrir-Platz in Sanaa sagte ein muslimischer Geistlicher zu Tausenden Saleh-Gegnern: "Unsere Revolution ist friedlich und wird friedlich bleiben." Mit der Starrsinnigkeit, mit der er sich gegen seinen Rücktritt sträube, fordere Saleh "die Geduld und den starken Willen" der Protestbewegung heraus ...
Nach den Freitagsgebeten: Hunderttausende protestieren im Jemen gegen Saleh
01.04.2011 - tagesschau
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Jemens Sicherheitskräfte schießen auf Demonstranten
In Jemen setzen Regierungsgegner den Präsidenten Ali Abdallah Saleh mit neuen Protesten weiter unter Druck. Dutzende Demonstranten wurden verletzt, als die Polizei mit Tränengas, Schlagstöcken und auch mit scharfer Munition versuchte, Proteste in der Stadt Taes niederzuschlagen. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet, es sei auch ein Mann getötet worden, als er ein Plakat von Präsident Saleh zerriss ...
Neue Proteste gegen Präsident Saleh: Jemens Sicherheitskräfte schießen auf Demonstranten
03.04.2011 - tagesschau
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Neue Proteste gegen Präsident Saleh: Jemens Sicherheitskräfte schießen auf Demonstranten
03.04.2011 - tagesschau
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