Flüchtlingswelle nach Europa

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Alexander
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Algerien hat diese Woche fast 1000 Afrikaner nach Niger deportiert. Ein Konvoi von 50 Fahrzeugen fuhr die Flüchtlinge über 1000 Kilometer zurück nach Agadez. 121 Flüchtlinge stammten aus Niger. Der Rest aus anderen westafrikanischen Ländern.
Algerian authorities have deported hundreds of West African migrants to Niger this week, trucking them thousands of miles across the desert in one of the biggest roundups seen this year, according to officials and human rights groups.

Algeria has often sent migrants back to Niger since 2014 as the number of people taking the dangerous route to Europe from West Africa has swelled. But the latest group is different because it involves people from across the region, not just Niger, officials said, suggesting a more determined effort to remove immigrants.
Algeria deports hundreds of West African migrants to Niger

Grüsse
Alexander
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doncarlos
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von doncarlos »

Hi Wüschis,
jetzt erklärt sich für mich auch die Präsenz deutscher Bundespolizisten in Agadez.
Da hat wohl unsere Angela neulich beim Besuch der Sahel-Staaten das Terrain insoweit politisch (und mit Finanzierungs-sowie Amtshilfezusagen) vorbereitet. Bisher haben die jeweiligen Regierungen der Subsahara-staaten sich doch v.a. mit dem Sicherheitsargument geweigert die ausgereisten Leute wieder zurück zu nehmen (nicht ermittelbar wer reinkommt etc.).Die von den 50 algerischen Militär-LKWs zruückgekarrten 1000 Schwarzafrikaner unterschiedlicher Provenienz werden dann wohl von unseren dazu eigens eingeflogenen deutschen Polizisten im "hotspot" Agadez erkennungsdienstlich behandelt, dann pro Forma mit einem Durchreisevisum bzw. neuen Behelfsdokumenten versehen und an die südlichen Landesgrenzen (Nigeria, Burkina, Mali) verschubt.
Dass die Algerier dabei auch mitspielen erklärt sich vieleicht dadurch, dass die doch recht unkontrolliert im Lande umherschwirrenden Schwarzen dort wohl auch ein Sicherheitsproblem sind.
Demnächst werden es dann wohl auch die Marokkaner den Algeriern nachmachen und die teils schon jahrelang im Umfeld der spanischen Enklaven campierenden "Flüchlinge" auf diese Weise "zurückführen" (was natürlich noch abzuwarten bleibt).
Die Maghreb-Staaten haben wohl auch am Beispiel der Auflösung des "Dschungels" im französischen Calais ersehen dass auch in Europa der bisherige "Laxismus" aufgegeben wird und mit konsequenten Antiflüchtlingsaktionen glaubt man Europa bzw. auch dem angesehenen Deutschland gefallen zu können meint Doncarlos
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schnorr
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von schnorr »

doncarlos hat geschrieben:Die von den 50 algerischen Militär-LKWs zruückgekarrten 1000 Schwarzafrikaner unterschiedlicher Provenienz werden dann wohl von unseren dazu eigens eingeflogenen deutschen Polizisten im "hotspot" Agadez erkennungsdienstlich behandelt, dann pro Forma mit einem Durchreisevisum bzw. neuen Behelfsdokumenten versehen und an die südlichen Landesgrenzen (Nigeria, Burkina, Mali) verschubt.
sind das deine vermutungen oder hast du dafür eine quellenangabe?
Viele Grüße
Jörg

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doncarlos
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von doncarlos »

Hi Schnorr,
das ist natürlich reine Spekulation, aber vielleicht doch nicht einfach aus er Luft gegriffen. Dennoch habe ich keine Quellen beim deutschen BND und wenn würde ich diese natürlich nicht hier offenlegen - oder?
Aber wir werden ja sehen! Vielleicht kann man auch in den Chefredakionen deutscher Magazine 1 + 1 zusammenzählen und schickt mal einen Reporter zum Recherchieren in die Ecke.
a) Was für algerische LKWs sollen dies denn gewesen sein -wenn nicht aus dem Arsenal der Militärs, die allein in dieser Gegend über das erforderliche Gerät verfügen. Natürlich wird man -aus Gründen der Souveränitätsachtung des Nachbarstaats- die Militärkennzeichen vorher unkenntlich gemacht haben. Oder es war halt eine totale Nacht- und Nebelaktion.
b) Was die rätselhafte Funktion von 20 deutschen Bundespolizisten in Agadez angeht und dann gleichzeitig die Frage warum die 1000 Schwarzaferikaner ausgerechnet dahin gebracht wurden und nicht vielleicht gleich runter nach Tahoua -was auch nicht wesentlich weiter ist- legt s doch einfach nahe, diese beiden Dinge miteinander in Verbindung zu bringen.

Natürlich wäre diese Geschichte ein Politikum, kann sie doch wohl nicht ohne Mitwissen der SPD und/oder auch der Grünen erfolgt sein, die sich aber beide nach außen hin immer wieder wortreich gegen die Einrichtung von Hotspots bzw. Erstaufnahmlagern jenseits der deutschen Grenzen aussprechen.

Als nüchternem Beobachter der deutschen staatlichen Flüchtlingspolitik sieht mir dies ganz wieder wie eine typische Merkel-aktion aus -ähnlich wie bei dem Abkommen mit Erdogan diesen Sommer.
Bin mal gespannt was man in dieser sache noch so alles zu hören und zu lesen bekommt meint Doncarlos
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Alexander
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Hallo doncarlos,
doncarlos hat geschrieben:das ist natürlich reine Spekulation, aber vielleicht doch nicht einfach aus er Luft gegriffen. Dennoch habe ich keine Quellen beim deutschen BND und wenn würde ich diese natürlich nicht hier offenlegen - oder?
Du hast recht. Das ist reine Spekulation und ob sie nicht aus der Luft gegriffen ist eine weitere. Da du keine, wie du sagst, BND Informationen hast ist es m.E. auch nicht notwendig, diesen in diesem Zusammenhang ins Spiel zu bringen.
doncarlos hat geschrieben:aus Gründen der Souveränitätsachtung des Nachbarstaats- die Militärkennzeichen vorher unkenntlich gemacht haben. Oder es war halt eine totale Nacht- und Nebelaktion.
Eine Tarnung ist im Prinzip unnötig, das es zwischen Algerien und einigen Anrainerstaaten bereits zwischenstaatliche Abkommen zur Grenzsicherung, besonders im Hinblick auf die Terroristenbekämpfung gibt. Das erlaubt auch die Überschreitung der Grenzen des jeweiligen Landes.
doncarlos hat geschrieben:Was die rätselhafte Funktion von 20 deutschen Bundespolizisten in Agadez angeht und dann gleichzeitig die Frage warum die 1000 Schwarzaferikaner ausgerechnet dahin gebracht wurden und nicht vielleicht gleich runter nach Tahoua -was auch nicht wesentlich weiter ist- legt s doch einfach nahe, diese beiden Dinge miteinander in Verbindung zu bringen.
Das ist ebenfalls spekulativ. Der Grund, dass die zurückgeführten Flüchtlinge zunächst nach Agadez und nicht nach Tahoua verbracht werden liegt in der Tatsache, dass in Agadez die nächste größere und für das Gebiet zuständige Militäreinheit stationiert ist. Und wesentlich weiter ist Tahoua im Prinzip schon entfernt. Ca. 380 km

Niger, als eines der ärmsten Länder auf unserem Planeten ist dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Jede Hilfe wird im Übrigen äußerst dankbar angenommen. Und sei diese noch so klein. Der Forderung der nigrischen Regierung an Deutschland, das afrikanische Land mit mindestens einer Milliarde Euro zu unterstützen, veranlasst das Land natürlich sich möglichst kooperativ in der Flüchtlingsfrage zu verhalten.
doncarlos hat geschrieben:Als nüchternem Beobachter der deutschen staatlichen Flüchtlingspolitik sieht mir dies ganz wieder wie eine typische Merkel-aktion aus -ähnlich wie bei dem Abkommen mit Erdogan diesen Sommer.
Meines Erachtens eine durchaus notwendige und hilfreiche Aktion unserer Frau Bundeskanzlerin. Die deutsche Polizei wird sich nicht nur an der Grenzsicherung beteiligen, vor allem durch Ausbildung und Technologie. Sie wird auch Aufklärungsarbeit leisten für die Zeit, wo die Deutsche Bundeswehr in Niger stationiert wird. Darüber gibt es bereits bilaterale Verhandlungen.

Grüsse
Alexander
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doncarlos
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von doncarlos »

Hi Alexander,
du schreibst am Ende Deiner "Entlarvung" meiner "Spekulationen"
meines Erachtens eine durchaus notwendige und hilfreiche Aktion unserer Frau Bundeskanzlerin. Die deutsche Polizei wird sich nicht nur an der Grenzsicherung beteiligen, vor allem durch Ausbildung und Technologie. Sie wird auch Aufklärungsarbeit leisten für die Zeit, wo die Deutsche Bundeswehr in Niger stationiert wird. Darüber gibt es bereits bilaterale Verhandlungen.
Toll, dass Du mit Deiner offenkundig besseren Kenntnis der Quellenlage nun das Rätsel um die Funktion der 20 Bundespolizisten in Agadez lüften konntest.
Du kannst auch schlüssig begründen, dass und warum die 1000 Afrikaner nach Agadez gebracht wurden und nicht sonstwohin in Niger.
Du siehst aber als unbestritten besserer Kenner der Verhältnisse vor Ort keinen Zusammenhang zwischen diesen beiden Meldungen - oder doch?
Ich möchte Dir jetzt keine Naivität unterstellen aber lass uns mal die Dinge vor Ort im Auge behalten um zu sehen ob die deutschen Polizisten vielleicht nicht doch mitmachen bei der "erkennungsdienstlichen Behandlung" dieses just zum gleichen Zeitpunkt an genau der selben Stelle eingetroffenen Flüchtlingsrücktransports.
Nichts für ungut, aber ich bin dafür auch -im deutschen flüchtlings-politischen Kontext- heikle Situationen kritisch zu durchleuchten und nicht wegzusehen meint Doncarlos

PS Mir ist schon klar daßTahoua weiter entfernt vom algerisch-nigrischen Grenzposten Inguezzam/Assamaka liegt als Agadez. Nur ist es mir vor ca. 30 Jahren in meiner damaligen Unbedarftheit wirklich mal passiert daß ich hinter Assamaka nicht die Piste nach Arlit erwischt habe und dann erst wieder hinter In-Gall auf den Tahoua-Agadez-Goudron" gestoßen bin. Ich danke noch heute Allah dass ich damals mit meinem wackligen Peugeot nicht irgendwo mutterseelenallein eingesandet bin-obwohl es mehrmals nahe dran war.
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Hallo doncarlos,
doncarlos hat geschrieben:Ich möchte Dir jetzt keine Naivität unterstellen
Das hoffe ich auch. Aber unterschwellig höre ich da doch einen unterstellenden Ton heraus. Sonst würdest du es nicht erwähnen.

Eine erkennungsdiensliche Behandlung durch die deutsche Polizei ist absolut überflüssig, da die nigrinischen Sicherheitsbehörden durchaus selbst in der Lage sind, relevante Daten, z.B. Fingerabdrücke mit elektronischen Mitteln zu erfassen. Ich durfte selbst meine Fingerabdrücke auf einem Scanner hinterlassen.
doncarlos hat geschrieben:Nur ist es mir vor ca. 30 Jahren in meiner damaligen Unbedarftheit...
30 Jahre sind eben schon lange her und manch einer schwelgt zu sehr in der Vergangenheit und vergißt dabei die Gegenwart. Ich möchte ja keine Naivität unterstellen ;-)

Grüsse
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doncarlos
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von doncarlos »

Hi Alexander,
sorry wenn bei Dir einige Säuernis aufgekommen sein sollte wegen meinen manchmal etwas flapsigen Formulierungen. Nein, Naivität kann und will ich dir bestimmt nicht unterstellen, wenn überhaupt dann ein "Wegsehen" von den doch einigermaßen merkwürdigen Koinzidenzen (gleichzeitiges Eintreffen eines Trupps deutscher Bundespolizisten mit dem Massentransport von 1000 aus Algerien abgeschobenen Afrikaflüchtlingen).
Bezeichnend ist ja in Deiner Entgegnung dass du auf den Kern meiner Äußerungen gar nicht eingehst sondern wesentlich im Formalen verbleibst bzw. auf Nebensachen wie Tahoua statt Agadez herumhackst.
Ich will auch gar nicht tiefer bohren kann aber meine Verwunderung über die Begriffsstutzigkeit der sonst immer schnell zum Alarmismus neigenden deutschen Linken nicht verbergen.
Aber jetzt will ich es damit auch gut sein lassen. Vielleicht greift ja doch eines der deutschen Medien diese Vorgänge mal auf, was bei deren Afrikablindheit aber eher unwahrscheinlich ist.
Abgesehen davon, befürworte ich diese Aktion ja durchaus und würde nur wünschen, dass eine ähnliche Aktion in Marokko passiert, wo ja auch zig-tausende Schwarzafrikaner die spanischen Enklaven dort berennen (wie aus der vorletzten Meldung dazu hervorgeht). Wenn eine solche aktion allerdings vom "reaktionären Marokkanischen Königreich" verübt würde hätten wir hier totsicher den verbalen aufschrei vieler Forums-Diskutanten meint Doncarlos
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Alexander
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Die EU hat mit Mali einen Vertrag zur Rückführung von abgelehnten Flüchtlingen geschlossen. Mali und die anderen teilnehmenden afrikanischen Staaten bekommen im Gegenzug 1,8 Milliarden Euro an Hilfsgeldern zugesprochen, um Grenzen zu sichern und den Rückkehrern den Einstieg in ein Berufsleben zu ermöglichen. Kräfte aus Mali werden nach Europa reisen, um den europäischen Behörden bei der Identifizierung von Flüchtlingen zu helfen.

The Indian Express: European Union, Mali sign deal to return migrants

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Alexander
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Gestern kamen 266 Maliflüchtlinge in Bamako an, die von Algerien zunächst nach Agadez transportiert wurden. Neun weitere malische Flüchtlinge wurden von Äqutorial Guinea ausgewiesen erreichten Bamako. Zwei der Menschen überlebten die Reise nicht

266 Malian migrants repatriated from Algeria since last December 1 arrived last night in Bamako. They traveled through Niger before arriving in Mali. Two of them died and another wounded, due to poor repatriation conditions. Nine other Malians were also deported from Equatorial Guinea. The Malian association of the expellees denounces the conditions of expulsion that it considers "inhuman".
Google übersetzt:
Mali Jet: Migration: more than 260 Malians expelled from Algeria

Grüsse
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Barbara4x4
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Barbara4x4 »

doncarlos hat geschrieben: Abgesehen davon, befürworte ich diese Aktion ja durchaus und würde nur wünschen, dass eine ähnliche Aktion in Marokko passiert, wo ja auch zig-tausende Schwarzafrikaner die spanischen Enklaven dort berennen (wie aus der vorletzten Meldung dazu hervorgeht). Wenn eine solche aktion allerdings vom "reaktionären Marokkanischen Königreich" verübt würde hätten wir hier totsicher den verbalen aufschrei vieler Forums-Diskutanten meint Doncarlos
Statt Zig-tausende wäre vielleicht Hunderte angemessener? Die großen Tage der Westroute sind schon lange vorbei. Zumindest in NW-MA stellt sich die Lage bzgl Migranten drastisch anders dar als vor 10 Jahren.

M6 ruft gerade zur 2. Regularisierungsmaßnahme für Illegale in MA auf.

« Je tiens à réaffirmer que nous ne faisons que remplir le devoir qui nous incombe vis-à-vis de cette catégorie, étant donné qu’il s’agit de personnes que la précarité a poussées à risquer leurs vies et à quitter leurs familles et leur pays », affirme le souverain.
« Le Maroc a longtemps récusé les méthodes suivies par certains pour traiter les questions de la migration, méthodes qui, se sont, d’ailleurs, révélées inopérantes », ajoute le roi, faisant sans doute référence au pays voisin, l’Algérie, qui a décidé d’expulser manu militari les migrants subsahariens et qui a soulevé un tollé au niveau international.

Quelle: http://www.bladi.net/maroc-regularisati ... 46855.html

Er äußert Verständnis für Flucht und spricht sich gegen repressive Maßnahmen aus. Dein Wunsch bzgl. MA wird zumindest vorerst nicht in Erfüllung gehen, inch'allah.

Viele Grüße
Barbara
doncarlos
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von doncarlos »

Hi Barbara4x4,
danke für die Weiterverfolgung dieser m.E. recht dubiosen Sache und für die Zugänglichmachung dieser marokkanischen Pressemitteilung.
Dort wird ja von 25.00 schwarzafrikanischen Migranten gesprochen, die bereits in einer früheren "Regularisierungsmaßnahme" (???) behandelt worden seien und deren Neuauflage für die verbliebenen (illegalen?) Afrikaflüchtlinge jetzt angekündigt wurde. Was man darunter allerdings verstehen soll wurde nicht weiter ausgeführt.
Ich könnte mir aber vorstellen dass es den Marokkanern v.a. darum zu tun ist, die frei campierenden Schwarzen in feste und leichter kontrollierbare Unterkünfte umzusiedeln und auch vielleicht die Prostitution etc. einzudämmen. In der Tat habe ich in der letzten zeit im vergleich zu früheren Jahren deutliche Veränderungen in dieser Richtung beobachtet insbes. in Tanger aber auch in Fnideq gegenüber Ceuta.
Ansonsten ist an dieser Mitteilung ja interessant, daß sich der marokkanische Verfasser mokiert über Äußerungen eines algerischen Menschenrechtspräsidenten, welcher den afrikanischen Flüchtlingen unterstellt zur Ausbreitung der AIDS-Seuche beizutragen.
Demgegenüber rühmt sich der marokkanische König -nachdem er einige Krokodilstränen über das Elend vergießt, welches die Flüchtlinge zum Verlassen ihrer Länder unter Lebensrisiko getrieben hätte- dass man in Marokko nicht militärisch gegen die Schwarzafrikaner vorgehe sondern effektivere Methoden anwende. (Welche.... wäre interessant zu wissen?).

Im Bericht wird auch von einer großen internationalen Aufregung gesprochen, welche das algerische Vorgehen ausgelöst hätte.
Davon kann ja aber nach meiner Beobachtung nun gar keine Rede sein. Auch "Le Monde" hat in den letzten Ausgaben dies gar nicht aufgegriffen. Und auch in den spalten unseres Forums hat man wohl kein größeres Interesse mehr an der Durchleuchtung der kombinierten algerisch-nigrisch-deutschen Abschiebeaktion. Dies wäre noch vor einigen Monaten gänzlich anders gewesen meint Doncarlos
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Hier einige Details zur Massendeportation von Flüchtlingen aus Algerien und wie sie behandelt werden. Algerien wird vorgeworfen auch Menschen mit anerkanntem Flüchtlingsstatus zu deportieren.
A mass and summary deportation of migrants, including men and women who may have fled persecution or have worked for years in Algeria, would violate their rights,” said Sarah Leah Whitson, Middle East and North Africa director at Human Rights Watch. “The right of a country to control its borders is not a license for lawlessness.”
The Nation: Algeria: Halt summary deportations of sub-Saharan migrants

Grüsse
Alexander
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von doncarlos »

Hi Alexander,
danke für die Bekanntgabe dieser Quelle aus "The Nation" wonach die Abschiebeaktion nach Agadez -die uns in den letzten Tagen ja nur beschäftigte- wohl bloß die Spitze des Eisbergs, bzw. eher sogar der Auftakt zur Massendeportation der geflüchteten Schwarzafrikaner im großen Stil sein dürfte.
Offensichtlich werden momentan in der Tat -zigtausend Afrikaflüchtlinge in den Städten des Nordens -wo viele schon jahrelang lebten und arbeiteten- gnadenlos eingesammelt und in Großbussen -immerhin keine Militär-LKWs- in die Sahara zurücktransportiert wo sie dann in Auffanglagern bei Tamanrasset konzentriert werden. Von dort werden diese dann nach Agadez weiterverschubt wo die deutschen Polizeiexperten zusammen mit den nigrischen Behörden für die endgültige Rückführung in deren Heimatländer sorgen.
Wir werden uns also auf weitere "Flüchtlings-karawanen nach Agades" allerdings in umgekehrter Richtung für die nächste Zeit einzustellen haben meint ohne ein großer Prophet sein zu wollen Doncarlos

P.S. Die im "Nation-artikel" berichteten Methoden dieser algerischen Deportaionswelle drehen einem nun tatsächlich den Magen herum. Angesichts dessen muss ich mich von meiner vorgestrigen Aussage distanzieren, dass ich mir ein ähnliches Vorgehen auch in Marokko wünschen würde. Dort geschehen diese ominösen "Regularisierungsmaßnahmen" von denen M6 spricht wohl etwas "humaner" bzw. vielleicht auch nur etwas weniger spektakulär.
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Barbara4x4
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Barbara4x4 »

Hier was zu den Maßnahmen, ab heute können Illegale ihre Anfrage einreichen:
Une Commission de suivi et de recours, présidée par le Conseil national des droits de l’Homme, sera également mise en place pour le réexamen des demandes rejetées par les commissions préfectorales et provinciales, "afin d’optimiser le processus de régularisation et d’en élargir les bénéficiaires", ajoute la commission nationale qui a arrêté, au cours de cette réunion, les modalités de lancement et de mise en œuvre de cette deuxième phase d’intégration "dans le cadre d’une démarche humaniste, respectueuse des droits de l’Homme et protectrice des catégories vulnérables".

La deuxième phase d’intégration capitalisera sur le succès et les acquis de l’opération précédente initiée en 2014 "en reconduisant les mêmes critères d’éligibilité raisonnables et équitables qui y ont été adoptés et qui permettront de régulariser le plus grand nombre de migrants dans la continuité d’une politique migratoire solidaire et inclusive", précise la même source.
........
Au cours de sa tournée dans des pays d'Afrique subsaharienne, plusieurs chefs d'Etat ont tenu à féliciter le Roi et le Maroc pour sa politique migratoire, qui vise l'intégration économique et sociale de personnes en situation irrégulière issues principalement des pays d’Afrique subsaharienne, avait indiqué lundi la Commission nationale chargée de la régularisation et l'intégration des migrants au Maroc.
Quelle:
http://mobile.menara.ma/fr/actualités/m ... jeudi.html

Nebenbei baut Marokko einen Wall entlang der Südgrenze. Das Militär sagt, es sei gegen die Waffenschmuggler. Die Ausstattung und Dichte der Posten erfuhr im 21. Jh.einen massiven Ausbau, jetzt kommt noch zusätzlich der bewährte Erdwall.

Im Gegensatz zu manch europäischem Zaunkönig zeigt M6 IMHO Stil und Würde.

Viele Grüße
Barbara
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