Kuno hat geschrieben:Aber im Ernst, Alexander: Schnorr hat natuerlich recht und du solltest keine Zeit verplempern und deine Leserschaft etwas mehr bei Laune halten. Schreib endlich mal wieder was!
Ok, Kuno. Ich habe den Wink verstanden. Es geht weiter...
Vorbereitungen
Wer eine Wüstenwanderung in diesem Stil unternehmen will, sollte gut vorbereitet sein. Besonders die körperliche Fitness ist das A & O für eine Reise zu Fuss durch den Sand.
Ich habe mir ein Trainingsprogramm auferlegt, das ich konsequent durchgezogen habe. Ca. sieben Monate vor Urlaubsantritt legte ich mit dem Lauftraining los. Mindestens drei bis vier Mal in der Woche zog ich meine Laufschuhe an. Noch einigermaßen fit vom Vorjahr joggte ich drei bis vier Kilometer und steigerte das bis zum Ende auf 11 Kilometer. Aber nicht nur die Laufmaschinerie musste auf Vordermann gebracht werden. 87 Kilo durch den Sand zu ziehen bedeutet Belastung des Hüftbereichs und des Oberkörpers, besonders wenn ich den Rucksack auch noch selber tragen musste.
Im Laufe des Vorbereitungstrainings verlor ich 12 Kilo an überflüssiger Masse

und während der Wanderung noch mal sechs bis sieben Kilo. Da ich aber in den letzten Tagen meines Urlaubs noch alle Möglichen ägyptischen kulinarischen Genüsse versuchen musste, glich sich der Gewichtsverlust wieder etwas aus, sodass ich am Schluss insgesamt 17 Kilo weniger Fett auf den Rippen hatte.
Wer nun fragt, warum man auf einer Wüstenwanderung so viel abnimmt, hier ist die Antwort: Für die Wüstenwanderung und der damit verbundenen Belastung hatte ich einen täglichen Kalorienbedarf von ca. 5000 kcal angenommen. Aus Gewichtsgründen habe ich die tägliche Nahrungsaufnahme auf ca. 2000 kcal beschränkt. Die Differenz von 3000 kcal wurde aus Körperreserven gedeckt. Man könnte von einer kalorienreduzierten Diät sprechen
Am Tag gab es drei Malzeiten, die aus Peronin, Nahrungskonzentratsriegeln und –gels bestanden. Trotz der fehlenden 3000 kcal hatte ich danach nie Hunger, was vermutlich teilweise auch auf die körperliche Belastung zurückzuführen war.
Inwieweit man sich mental auf so eine Reise vorbereiten kann, weiß ich nicht. Wer eine Extremreise unternimmt, sollte m.E. eine gewisse mentale Stärke besitzen. Darunter verstehe ich, dass der Reisende mit der Einsamkeit, der Ruhe und Stille klar kommt, auf unnötiges verzichten kann, bei Gefahren oder Problemen einen ruhigen Kopf behält, ohne in Panik zu geraten. Eine gewisse mentale Kondition sollte vorhanden sein, also der Wille sein Reiseziel zu erreichen. Man könnte es auch Disziplin nennen. Auf jeden Fall dürfen einen Wüstenwanderer, der vollkommen autark unterwegs ist, Probleme nicht gleich aus der Bahn werfen.
Hält man das Ganze dann bis zum Ende durch, wird man mit einmaligen Eindrücken und Bildern wie diesen belohnt:
Fortsetzung folgt