Auswärtiges Amt hat geschrieben:Bahrain
Stand 02.04.2026
Letzte Änderungen:
- Eilmeldung
- Aktuelles (Sicherheitslage in der Region)
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr; Rechtliche Besonderheiten)
Eilmeldung
Vor allen Reisen in die folgenden Staaten bzw. Gebiete wird weiterhin gewarnt:
Israel/Palästinensische Gebiete, Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Jemen.
Diese Reisewarnung gilt auch für Transitaufenthalte zum Weiterflug in andere Staaten.
Seit Ende Februar 2026 führen Israel und die USA Luftschläge gegen Ziele in Iran durch. In Reaktion darauf erfolgen seither Luftangriffe aus Iran auf verschiedene Ziele in der Region, u.a. auch auf zivile Einrichtungen wie Hotels, Flughäfen und Büro- und Wohngebäude. Es besteht eine erhöhte abstrakte Gefährdung für terroristische Anschläge.
Zahlreiche Fluggesellschaften haben den Flugbetrieb in die Region aufgrund von Luftraumsperrungen und Sicherheitsbedenken eingestellt oder stark eingeschränkt. Hiervon sind auch internationale Drehkreuze wie bspw. die Flughäfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar betroffen. Auch wenn einige Staaten ihre Lufträume inzwischen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen für ein eingeschränktes Flugangebot wieder geöffnet haben, kann eine zusätzliche Verschärfung der Sicherheitslage in der Region nicht ausgeschlossen werden.
Falls Sie sich trotz der geltenden Reisewarnung in der Region aufhalten:
- Registrieren Sie sich auf der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts (ELEFAND) und weisen Sie auch andere Deutsche auf diese Möglichkeit hin. Prüfen Sie regelmäßig, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Dies gilt insbesondere, wenn Sie zwischenzeitlich in ein anderes Land weitergereist sind.
- Nehmen Sie Warnungen vor bevorstehenden Luftangriffen ernst. Suchen Sie bei Alarm umgehend nahegelegene Schutzräume oder das Innere eines Gebäudes auf und bleiben Sie Fenstern fern.
- Seien Sie sich des aktuell erhöhten Risikos im Umfeld US-amerikanischer, israelischer und jüdischer Einrichtungen bewusst. Meiden Sie diese möglichst weiträumig.
- Informieren Sie sich regelmäßig zur aktuellen Lage über die Medien.
- Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
- Kontaktieren Sie bei Fragen zu gebuchten Flügen Ihre Fluggesellschaft oder Ihren Reiseveranstalter. Wählen Sie für den Transit zu anderen Reisezielen möglichst Verbindungen außerhalb der von den aktuellen militärischen Auseinandersetzungen betroffenen Region.
- Beachten Sie bitte auch unsere FAQ zur aktuellen Lage im Nahen und Mittleren Osten.
Aktuelles
Vor Reisen nach Bahrain wird gewarnt.
Sicherheitslage in der Region
Seit Ende Februar 2026 führen Israel und die USA Luftschläge gegen Ziele in Iran durch. In Reaktion darauf erfolgen seither Luftangriffe aus Iran auf verschiedene Ziele in der Region, u.a. auch auf kritische Infrastruktur und zivile Einrichtungen wie Wasser- und Stromnetze, Hotels, Unternehmen, Flughäfen und Büro- und Wohngebäude. Die Lufträume mehrerer Staaten wurden gesperrt; auch der von Bahrain. Weitere Luftraumsperrungen bleiben möglich. Zahlreiche Fluggesellschaften haben den Flugbetrieb in die Region eingestellt oder stark eingeschränkt. Hiervon sind auch internationale Drehkreuze wie bspw. die Flughäfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar betroffen. Auch wenn einige Staaten ihre Lufträume inzwischen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen für ein eingeschränktes Flugangebot wieder geöffnet haben, kann eine zusätzliche Verschärfung der Sicherheitslage in der Region nicht ausgeschlossen werden.
Es ist in Bahrain in Gegenden mit mehrheitlich schiitischer Bevölkerung zu pro-iranischen Protestkundgebungen und vereinzelten, auch gewalttätigen Ausschreitungen sowie Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften gekommen. Zudem finden insbesondere freitags nach dem Mittagsgebet im Umfeld von schiitischen Moscheen gelegentlich Demonstrationen statt, die von einem starken Polizeiaufgebot begleitet werden. Weltweit besteht eine erhöhte abstrakte Gefahr terroristischer Anschläge
- Beachten Sie die geltende Reisewarnung.
- Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind.
- Informieren Sie sich regelmäßig zur aktuellen Lage über die Medien.
- Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Meiden Sie die Nähe von Militäreinrichtungen.
- Seien Sie sich des aktuell erhöhten Risikos im Umfeld US-amerikanischer, israelischer und jüdischer Einrichtungen sowie der kritischen Infrastruktur (z.B. Öl- und Gasanlagen) bewusst. Meiden Sie diese möglichst weiträumig.
- Beachten Sie die geltenden Fotografier-/Filmverbote, siehe Reiseinfos – Rechtliche Besonderheiten.
- Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf.
- Achten Sie auf ausreichende Vorratshaltung (Trinkwasser, Nahrung, Medikamente, Treibstoff, Taschenlampen mit Batterien).
- Nutzen Sie Angebote des Zivilschutzes in Bahrain, z.B. MyGOV-App mit aktivierter Warnfunktion.
- Seien Sie an belebten Orten und bei plötzlichen, unvorhergesehenen Anlässen besonders aufmerksam.
- Beachten Sie die nächtliche maritime Sperrzone für die Küstengebiete um Bahrain.
- Bei Fragen zu gebuchten Flügen/Reisen in die Region kontaktieren Sie Ihre Fluggesellschaft oder Ihren Reiseveranstalter.
Reiseinfos
Siehe Aktuelles.
Infrastruktur/Verkehr
Das Straßennetz in Bahrain ist hervorragend ausgebaut. Die Fahrweise ist nicht immer sicher und situationsangepasst. Im Straßenverkehr gilt eine Null-Promille-Grenze.
Der öffentliche Personennahverkehr ist in Bahrain kaum entwickelt.
Die Benutzung offizieller Taxis und Mietwagen ist empfehlenswert. Vom Fahrradfahren auf öffentlichen Straßen wird abgeraten.
Das bahrainische Innenministerium hat eine nächtliche Sperrzone für private und kommerzielle Schifffahrt rund um die Küstengebiete der Insel verhängt. Diese gilt jeweils von 18 Uhr bis 4 Uhr des Folgetags; kurzfristige Änderungen können nicht ausgeschlossen werden.
- Fahren Sie stets vorsichtig und defensiv.
- Nutzen Sie nur offiziell registrierte und entsprechend erkennbare Taxis.
- Beachten Sie die nächtliche maritime Sperrzone für die Küstengebiete um Bahrain
Rechtliche Besonderheiten
Drogenbesitz und Waffendelikte werden mit langjährigen Haftstrafen geahndet.
Es ist verboten, militärische Einrichtungen zu fotografieren. Dies gilt auch für das Fotografieren und Filmen im Zusammenhang mit den aktuellen militärischen Auseinandersetzungen, vor allem für Aufnahmen von Drohnen/Raketeneinschlägen, Bränden, Raketenabschüssen oder Trümmerteilen. Dies kann als Spionage gewertet werden und harte Strafen nach sich ziehen.
Prostitution ist strafbar.