Auswandern: Wer hat Erfahrungen und Tipps?

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Arifa
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Re: Auswandern: Wer hat Erfahrungen und Tipps?

Beitrag von Arifa »

joachimH hat geschrieben:Wir alle sollten vielleicht mal eine Weile im Ausland Leben und uns dort behaupten muessen, das wuerde sicher viel zur Voelkerverstaendigung und dem Abbau von Auslaenderfeindlichkeit beitragen,gilt uebrigens auch fuer die Einwohner unserer Auswanderungsziellaender.

Seit ich selbst Auslaender bin,habe ich Respekt vor allen "Auslaendern " in D-Land,den erst dann kann man ansatzweise nachvollziehen, was diese Menschen aufgegeben haben, und welche Anstrengungen sie unternehmen um sich in einem fremden Land zu behaupten..
Das kann ich nur unterstreichen ...
Arifa

Eine Reise in die Sahara ist auch immer eine Reise ins eigene Ich.
liphpip
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Re: Auswandern: Wer hat Erfahrungen und Tipps?

Beitrag von liphpip »

jupp da schließe ich mich an.

bei mir gehts bald zum zweiten mal los.
aber was heißt auswandern?ich sehe es eher so das ich ne weile in einem anderen land wohnen werde.wie lange die weile dann sein wird weiß ich ja vorher nicht.

zur zeit fragen alle "für immer?"

darauf antworte ich immer "wie kann ich das wissen?ich probiers halt!wenns nicht läuft bin ich irgendwann wieder da"

öfter mal was neues hälts hirn in bewegung und das kann nie schlecht sein.

gruß liphpip
Birgitt
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Re: Auswandern: Wer hat Erfahrungen und Tipps?

Beitrag von Birgitt »

Und gerade ein Artikel zum Thema Immobilien in Syrien:

SYRIA: NEW RULES FOR REAL ESTATE ACQUISITIONS BY FOREIGNERS
01.07.2008 - ANSAmed

DAMASCUS - A new law regulates in Syria the acquisition of property by foreigners [...] is the first step towards the facilitation of the acquisition of residential property [...] The law actually allows the acquisition of homes of up to 200 square metres by non-Syrians with the purpose of residence, if it is the permanent residence of the residents and is not re-sold or rented in the five years following the acquisition. The act of acquisition needs the approval of the Interior Ministry. The foreign diplomatic representations are also authorised to acquisitions, with a previous authorisation by the Prime Minister's Office and on the basis of reciprocity. Moreover, a property inherited by a non-Syrian citizen must be transferred to a Syrian citizen within one year of the act, otherwise the property is confiscated by the State. Finally, the foreigners are allowed to rent offices and residences for a maximum period of 15 years, not subject to renewal ... mehr

Gruß
Birgitt
HJ61
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Re: Auswandern: Wer hat Erfahrungen und Tipps?

Beitrag von HJ61 »

joachimH hat geschrieben:

Wenn ich dann im D-TV Serien wie ·die Auswanderer " sehe,muss ich einfach lachen,oder manchmal fast weinen, weil ich mir denke,die armen Schweine,die haben ja keine Ahnung auf was sie sich eingelassen haben und was Auswandern bedeutet.
Das es bei vielen nicht so laeuft wie sie es sich vorstellen,kommt im TV vielleicht nicht so rueber,ist aber so.

So,nach dem kalten und ernuechternden Guss muss ich fairerweise auch sagen , das es trotzdem moeglich ist "sein Glueck in der Fremde zu machen",seinen Traum zu verwirklichen,aber man muss eben auch einiges selbst dazu beitragen,nichts faellt einem in den Schoss,ein bisschen Glueck gehoert sicher auch dazu. :lol:

Naja,und wen es wirklich juckt,der moege es wie die Red Hot Chillies halten:I only regret the things I did not do.....

in diesem Sinne & mit sonnigem Gruess

Joachim
----------------------
seit 16 jahren auslaender........
Hi,

die Serien sind für mich Kasperletheater.
Da gibt es ein paar Wenige die es geschafft haben weil sie begriffen haben das man selbst was tun muss . Wie der Typ in Texas der die Ärmel hochgekrempelt hat und was bewegt. Hier wollte dem keiner mehr einen Job geben wegen des Alters. Wer die Power hat kann es schaffen.

Nur wenn Jemand z. B. nach Norwegen auswandert, die Sprache nicht spricht, sich darüber aufregt das es im Winter etwas länger dunkel ist als in D hat sich schlecht oder gar nicht vorbereitet. Dann noch meckern weil die Personalchefs einem die Bude nicht einrennen. Wie naiv kann man sein?

Wer ins Ausland geht mit der Einstellung hier ist alles Sch......., da muss man nur hin dann wird alles besser wird sich wundern.

Menschen mit der Einstellung an meinem Unglück sind nur andere schuld, und die müssen es richten werden überall scheitern.

Wer in D nicht bereit ist was zu tun für sein Glück wird auch im Ausland scheitern.

Grüsse Gerhard
carpe diem
mikepiller
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Re: Auswandern: Wer hat Erfahrungen und Tipps?

Beitrag von mikepiller »

Hi,

um die letzten Beiträge noch zu ergänzen, auch wenn es nicht direkt die Eingangsfragen bedient:

Gut ist auch immer, wenn auf längeren Reisen oder durch ein Auswanderung bestehende Probleme- etwa in der Beziehung- gelöst werden sollen (da wird ja alles besser)...

Habe ich inzwischen drei mal in meinem Kreis erlebt.
Drei mal NICHT funktioniert.
Alle hatten eines nicht begriffen, als sie weg gingen:
Die Probleme liegen oft nicht außerhalb, sondern innerhalb von uns selbst.
Fertig gepackt, man nimmt sie mit!

Da sollte man sich tunlichst von Anfang an NICHTS vormachen.

Gruß
Micha
Barbara4x4
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Re: Auswandern: Wer hat Erfahrungen und Tipps?

Beitrag von Barbara4x4 »

Hallo,

grundsätzlich gibt's ja 2 Arten von Auswandern: "richtig" Auswandern, d.h. KEINEN Wohnsitz mehr in D, oder "halb" Auswandern, mit Beibehaltung einer Meldeadresse in D. Für Deutsche ist es übrigens unmöglich, den 1. Wohnsitz im Ausland und den 2. in D zu haben... (Stand 2006)

Da beide Formen unterschiedliche Auswirkungen auf die Organisationsstrukturen haben (Bankkonto in D, Krankenversicherung, Steuern) sollte man sich vorab hierzu gut informieren.

Aus persönlicher Erfahrung empfehle ich, mindestens 3 Monate erst mal auf Probe im gewählten Ort zu leben. Wenn Paare auswandern, sollte erst mal jeder für sich alleine seine Monate absitzen ;) Ich hätte nie gedacht, welchen Unterschied das macht.

Mir geht's wie liphip: mal ein paar Jahre weg ist noch nicht Auswandern ;)

Und auch ich meine, jeder sollte mal in einer Ausländerbehörde um eine Aufenthaltsgenehmigung gebeten haben. Sehr interessante Erfahrung.

Eines ist mir aufgefallen: in den 80ern, als nur wenige D verließen, gab es Spitzeninfos von öffentlichen Stellen dazu. 2005 war bei den selben Stellen das Angebot stark ausgedünnt. Ob da ein Zusammenhang mit den stark gestiegenen Auswandererzahlen besteht?

Viele Grüße
Barbara
Kuno
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Re: Auswandern: Wer hat Erfahrungen und Tipps?

Beitrag von Kuno »

Barbara4X4 hat einen guten Vorschlag gemacht, dem ich nur beipflichten kann:

3 Monate auf Test sind das Minimum, bevor man sich entscheiden kann.

> In einem Ferienland leben ist nicht dasselbe, wie wenn man dort Ferien macht.

> Erkundigt euch bei Landsleuten, die schon länger dort sind, was für Erfahrungen sie im Alltag machen.

> Oft wird man als Weissnase einfach grundsätzlich als REICH angesehen und entsprechend abgezockt.

> Kontaktiert mal eure Botschaft. Die sind zuständig, wenn ihr einen neuen Pass braucht und all das Zeugs. Es gibt Botschaften verschiedener "Einstufungen" und ab und zu kann man da auch nicht sooo positive Erfahrungen machen.

> ...und am Ende muss man sich auch vor den eigenen Landsleuten in Acht nehmen. Nicht alle von denen haben in "El Dorado" Gold gefunden und sind nun über den Berg. Da gibt es auch immer wieder die, die nur auf "Frischfleish" warten :mrgreen:
ursula
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Auswandern

Beitrag von ursula »

> ...und am Ende muss man sich auch vor den eigenen Landsleuten in Acht nehmen. Nicht alle von denen haben in "El Dorado" Gold gefunden und sind nun über den Berg. Da gibt es auch immer wieder die, die nur auf "Frischfleish" warten
bitte "Landsleute" auf "Weisshäuter" ausdehnen :(
ursula
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Auswandern nach Afrika

Beitrag von ursula »

will damit sagen, dass ich mit Landsleuten nur gute Erfahrungen gemacht habe. Ebenso mit Deutschen, Franzosen, Österreichern, Briten, Griechen, Spaniern, Libanesen etc

Hingegen haben uns andere europäische Weisshäuter ziemlich übers Ohr gehauen :mrgreen:
ursula
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nach Afrika auswandern

Beitrag von ursula »

so, nachdem ihr nun alle ausgewandert seid, ist es höchste Zeit, etwas zur Rückkehr zu sagen. Das läuft nämlich nicht immer so glatt, wie man sich das vorstellt, wenn man überhaupt damit rechnete. Sicher haben es Leute, welche für eine internationale Firma oder im diplomatischen Dienst ins Ausland ziehen, ein bisschen einfacher.

Nach ein paar Jahren Afrika hatte ich einige Probleme, mich in Europa wieder einzugewöhnen. Zwar hatte ich Arbeit und Wohnung schon durch Zeitungsinserate auf dem Heimflug gefunden und auch nachher bekommen, es war Hochkonjunktur, aber so richtig heimelig war mir nicht, es war mir zu eng. So benutzte ich die nächste sich bietende Gelegenheit, wieder nach Afrika auszuwandern, Anfang bei Null, wie vorher.

Bloss - Jahre später, bei der nächsten und definitiven Rückkehr, waren die Probleme mit der Reintegration noch viel grösser - man tickt einfach anders, wenn man Jahre in Schwarz- und Nord-Afrika verbracht hat. So Mitte/Ende Dreissig sollte man sich aber fragen, ob man nach Europa zurückkehren will oder sich für immer in Afrika niederlassen soll, denn später kriegt man sonst die Kurve gar nicht mehr. Beruflich verpassen viele den Anschluss, das wird einem auch ziemlich deutlich ins Gesicht gesagt bei einem Anstellungsgespräch.

Die alten Freunde waren verschwunden oder man hatte sich nichts mehr zu sagen, man fand keine gemeinsamen Interessen mehr.
Man verändert sich schon da unten und sieht einiges total anders, wird kritischer unserem Wohlstand gegenüber. Man wird KOMISCH, man denkt QUER, man ist VERWILDERT - das waren so die netteren Feststellungen. Fremd hier und fremd dort ? oder positiv betrachtet: man hat zwei ganz verschiedene Heimaten :D

Möglicherweise hängt es auch davon ab, wohin es einem verschlägt, in den Busch am Ende der Welt oder in eine moderne Gross-Stadt. Heute gibt es Internet, telefonieren und die Flüge sind auch billiger geworden. Kann sein, dass dadurch der Unterschied nicht mehr so krass ist, wenn man dann hier wieder auftaucht und sich in Europa ansiedeln will.

Und vielleicht sind die Leute hier auch ein bisschen weltoffener geworden, vielleicht...

wie zitierte Joachim so schön: Ich bereue nur das, was ich nicht gemacht habe
so wahr - so wahr ;-)

Grüsse
Ursula

Joachim - kannst du dir nach 16 Jahren (Spanien?) vorstellen, wieder in Deuschland zu arbeiten und zu leben?
schnorr
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Re: Auswandern: Wer hat Erfahrungen und Tipps?

Beitrag von schnorr »

habt ihr eine ungefähre zeitangabe als erfahrung, ab wann es sehr schwierig wird, sich zu reintegrieren?

aus meinem bekannten-und freundeskreis habe ich die erfahrung gemacht, das es ab ca. 3 jahre ausland viel schwieriger wird. individuell gibt es natürlich auch abweichungen. es sind leute aus dem entwicklungsdienst stärker betroffen gewesen als leute aus international agierenden konzernen, die hatten es etwas leichter.
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
HJ61
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Re: Auswandern: Wer hat Erfahrungen und Tipps?

Beitrag von HJ61 »

Hi Jörg,

das hängt davon ab wo man war , wegen was man weg war, wie man untergracht war, was man gemacht hat.

Ich kenne Rückkehrer die nach 10 Jahren Südafrika wenig Probleme hatten, weil man im Haus mit Angestellten gewohnt und in einer deutschen Firma sein Geld verdient hat. Also wenig Kontakt mit Land und Leute hatte.

Ein Arbeitskollege hat nach 5 Jahren USA wenig Probleme gehabt hier wieder druchzustarten.

Ein Anderer konnte nach knapp einem Jahr Indien nichts mehr mit unseren "Problemen" hier anfangen.

Grüsse Gerhard
carpe diem
Kuno
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Re: Auswandern: Wer hat Erfahrungen und Tipps?

Beitrag von Kuno »

Pflichte Gerhard bei. Selbst Leute, die im selben Städtchen im Ausland gewohnt haben können sich ganz nterschiedlich schwer tun sllten sie je wieder nach D zurückkommen.

Es ist sowiso sehr schwer hier eine Angabe zu machen, es gibt halt weder nur HEIMATLAND / AUSLAND noch eine verbindliche Regel, ab wann man nicht mehr "heimattauglich" sein wird. Spielt aber eh' keine Rolle, denn wenn man's merkt ist es eh zu spät :mrgreen:
Alexander
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Re: Auswandern: Wer hat Erfahrungen und Tipps?

Beitrag von Alexander »

Wie sieht es mit "Heimweh" aus? :?
Berühmtes Beispiel ist wohl der englische Posträuber Ronald Biggs, der nach dem legendären Postraub 1963 nach Brasilien "ausgewandert" oder besser gesagt geflüchtet ist. Ihn hat im hohen Alter von 101 Jahren doch noch das Heimweh gepackt und ist zurück in die Heimat, in der Hoffnung, daß er aufgrund seiner angeschlagenen Gesundheit nur eine geringe Strafe erhält. Diese Kalkulation ging aber nicht auf. :mrgreen:

Zum Glück sind wir keine Post- und Bankräuber 8)

Grüsse
Alexander
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Michael K.
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Registriert: So 30. Dez 2007, 15:06

Re: Auswandern: Wer hat Erfahrungen und Tipps?

Beitrag von Michael K. »

Hallo,

ich habe viele Jahre im Ausland gelebt und bin nun seit einem Jahr wieder in Deutschland.Anfangs war es ganz nett,aber jetzt reicht es langsam wieder.
Wie sagt der Journalist Andreas Altmann so schön.Deutschland ist das Land der schlafenden Krokodille.Das Leben hier ist einfach nicht spannend genug und mir fehlt die Natur.So werde ich wohl bald wieder aufbrechen.Wohin?
Mal schauen.In Afrika käme für mich zur Zeit nur Mali in Frage.Andere Länder die ich kenne kommen leider nicht in die nähere Auswahl.Oder vielleicht sollte man sich mal Süd-Amerika oder Indien anschauen?Für mich muss es ein Land sein was halbwegs funktioniert, mit Hoffnung auf Besserung,keine Diktatur,Potenzial für die Zukunft,nette Leute und schöne Natur sollte es haben.Vorschläge sind willkommen.

Gruss

Michael
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