Erfahrungsaustausch Trekking Rucksäcke

Unterwegs zu Fuß, mit Kamel oder Muli, mit dem Drahtesel

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Peter D
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Re: Erfahrungsaustausch Trekking Rucksäcke

Beitrag von Peter D »

Hallo Alexander,
den Ospreyrucksack gibt es auch in größeren Varianten, bis 65Liter glaub ich. 1150g.
Gibts vor allem in den Eybl-Megastores zum probieren. Die haben dort Gewichte die sich der Rucksackform innen anpassen...so Art Sandsäckchen.
lg
Peter
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Alexander
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Re: Erfahrungsaustausch Trekking Rucksäcke

Beitrag von Alexander »

Hallo Zusammen,

vielen Dank für eure Tipps. Tatsächlich habe ich mich bisher noch nicht mit der Ultraleichttechnologie befaßt.
Einiges macht mit Sicherheit Sinn. Was nützt mir aber ein Leichtrucksack, wenn der Tragekompfort nicht stimmt?
Bei dem Gewicht, was ich mit mir herumtrage und bei den Entfernungen, die ich zurücklege, möchte ich auf den Tragekomfort nicht verzichten. Auch wenn ich ein paar 100 Gramm mehr auf dem Rücken habe. Es gibt m.E. nichts schlimmeres als ein scheuernder, schlecht gepolsteter Rucksack.

Daher gehe ich mit Mias Rat:
Mia hat geschrieben: ein kleiner Tipp für den Erwerb des neuen Rucksacks:

- gehe doch mal in einen Laden der eine gute Auswahl an Trekkingrucksäcken hat, nimm Dir ein bißchen Zeit
- laß mal alle Argumente Eigengewicht, Material, Ausstattung weg
- suche Dir ca. 4-5 Modelle aus in der 70 ltr Klasse aus, - belade sie mit gewünschtem Gewicht (z.Bsp Kataloge)
- stelle sie exakt auf Deine Rückenlänge und Schultern ein
- trage sie eine Zeitlang durch das Geschäft (am besten auch mal eine Treppe hoch)
- verstelle auch mal die Bänder mit denen man das Gewicht entweder auf die Hüfte oder die Schultern verlagern kann
Und wenn es dann ein Leichtrucksack werden sollte, umso besser ;-)

Viele Grüsse
Alexander
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Mia
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Re: Erfahrungsaustausch Trekking Rucksäcke

Beitrag von Mia »

Hallo Alexander,

leichtgewichte Ausrüstung wurde schon entwickelt um Gewicht zu sparen, aber eher für sehr spezielle Einsatzgebiete, die sich meist im Hochleistungsport bewegen. Hier geht es meistens um Zeitgewinn. Die Materialien für diesen Einsatz sind zwar etwas robuster geworden aber für Dauereinsatz immer noch sehr empfindlich, also auch nicht so scheuerfest.
Das Hauptgewicht liegt bei einem "Trekkingrucksack" im Tragesystem. Hier gibt es die größten Unterschiede. Erst mal von der Ideologie der Passform und zweitens von den verwendeten Polsterschaumstoffe und wie die sich unter Druck (Gewicht im Rucksack auf schmalen Auflagepunkten der Schultern und Hüften) auf Dauer verhalten.
Ein auf den ersten Blick komfortables Polster verwindet sich unter Belastung sehr oft und geht nicht in die Ausgangspositon zurück, beziehungsweise drücken Ecken und Kanten durch.

Ich persönlich ziehe gut passende, robuste Rucksäcke mit wenig Schnickschnack vor. Jede Naht ist ein Schwachpunkt an der Regen oder Staub angreifen kann. Zuviele Schnallen, Gurte und Täschchen und sonstiger Plembel sind oft überflüssig und haben auch Gewicht, außerdem kann man im Gelände daran hängen bleiben, oder ist leider unter Menschen auf dem Rücken nicht kontrollierbar.
Gut ist, nach meiner Meinung, vielleicht das Volumen so wählen, dass man alles in den Rucksack packen kann. (Die meisten Rucksäcke haben sowieso schon Unterteilungen).

Außerdem bin ich überzeugt, das der Gewichtsunterschied, bei gleich gutem Tragesystem durch ein bißchen Kondition ausgeglichen werden kann. Wenn man sie nicht vorher hatte, so ist sie hinterher bestimmt viel besser.

Viele Grüße
Mia
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Alexander
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Re: Erfahrungsaustausch Trekking Rucksäcke

Beitrag von Alexander »

Hallo Mia,

du sprichst mir aus dem Herzen. :wink: Genau darum geht es mir. Ich bevorzuge auch etwas robustes, dass das Gewicht aushält und auch mal über eine Felswand gescheuert werden kann, ohne dass das Material in die Knie geht. Kondition ist auch kein Problem. Und selbst wenn es nicht mehr weiter geht. Dann sucht man sich ein schattiges Plätzchen und träumt von den unendlichen Weiten der Sahara :-)

Vielen Dank nochmals.

Grüsse
Alexander
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Mia
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Re: Erfahrungsaustausch Trekking Rucksäcke

Beitrag von Mia »

Hallo Alexander,

ich träume auch gerade von der Sahara - wie immer

Mia
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Kuno
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Re: Erfahrungsaustausch Trekking Rucksäcke

Beitrag von Kuno »

...ich mache mir um den Rucksack eigentlich nie Gedanken. Den nimmt einer meiner Traeger 8)
Alexander
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Re: Erfahrungsaustausch Trekking Rucksäcke

Beitrag von Alexander »

Du bist ja auch ein alter Sklaventreiber :mrgreen:

Richtige Wüstenjungs tragen das Gepäck immer noch selber :wink:
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Kuno
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Re: Erfahrungsaustausch Trekking Rucksäcke

Beitrag von Kuno »

Wieso Sklaventreiber? Bleiben wir doch grad mal bei den Fakten:

Ihr kauft auch fuer sehr viel Geld eine Wanderausruestung und schleppt die dann durch die Wueste.

Mit einem Teil dieses Geldes koenntet ihr eure Essen &Wasser etc. aber auch durch temporaer angestellte Traeger transportieren lassen (eventuell auch eienr, der ein Kamel mitfuehrt).

Damit wuerdet ihr nicht nur KEIN Gepaeck tragen muessen sondern ihr wuerdet auch noch einem Einheimischen ein kleines Einkommen gewaehren mit dem er vielleicht dann sogar eine zeitlang seine Familie ernaehren koennte.

Zudem wuerde es auch noch die traditionellen Berufe (Karawane) mindestens etwas am Leben halten.

Der "Wanderer" koennte bei dieser Gelegenheit auch noch etwas lernen, wie man zB. als Einheimischer mit den kaputten Badelatschen dieselbe Strecke in der selben eit meistert wie der Europaer.

Stattdessen kommt der Europaer mit seiner Science Fiction Ausruestung und zeigt dem Einheimischen wieder einmal auf die krasse Tour, was heutzutage Sache ist.
Wolfgang K
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Re: Erfahrungsaustausch Trekking Rucksäcke

Beitrag von Wolfgang K »

Rucksackimperialismus !
:lach:
Mia
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Re: Erfahrungsaustausch Trekking Rucksäcke

Beitrag von Mia »

Hallo,

einheimische Träger, siehe Sherpas tragen auch lieber bequeme Rucksäcke und gerade Kamele haben es sehr gerne komfortabel und ein weiser Karawannenführer polster die Gestelle besonders gut. Sie werfen sonst die Last ab.

Grüße Mia
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Kuno
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Re: Erfahrungsaustausch Trekking Rucksäcke

Beitrag von Kuno »

Ich seh etz nicht, dass ich irgendwo geschrieben haette, die Traglast fuer das Kamel soll nicht gepolstert / korrekt angebracht sein? Und es spricht auch nichts dagegen, dass der oder die Traeger bequeme Rucksaecke haben sollen.
Alexander
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Re: Erfahrungsaustausch Trekking Rucksäcke

Beitrag von Alexander »

Kuno hat geschrieben:Wieso Sklaventreiber? Bleiben wir doch grad mal bei den Fakten:
Ihr kauft auch fuer sehr viel Geld eine Wanderausruestung und schleppt die dann durch die Wueste.
Wo liegt der Unterschied, ob ich meinen Rucksack oder du deinen Landy belädst? Ich trage meine Ausrüsten wenigstens selber. Du bemühst deinen alten Landy bzw hast ihn bemüht :mrgreen:

Sollte man nicht jedem selbst überlassen, wie er die Wüste bereist? Wenn es darum geht Geld im Land zu lassen, bzw den Menschen am Tourismus teilhaben zu lassen, so gehe ich davon aus, dass das die Meisten machen.

Grüsse
Alexander
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Re: Erfahrungsaustausch Trekking Rucksäcke

Beitrag von Kuno »

Eheheh - hab' ich dich Sklaventreiber genannt oder du mich?

Zudem it es doch so:

Die ausgezehrten Wanderer mit ihren auf's Microgramm abgezaehlten Vorraeten...

Der Autofahrer hingegen hat doch immer was dabei, was er dem Wanderer gerne abgeben kann: ein paar Kekse oder etwas Wasser. Und wenn's sein muss, dann nimmt man die erschoepften Leute doch auch mal ein paar Kilometer mit :wink:
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Peter D
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Re: Erfahrungsaustausch Trekking Rucksäcke

Beitrag von Peter D »

Alexander hat geschrieben:
Kuno hat geschrieben:Wieso Sklaventreiber? Bleiben wir doch grad mal bei den Fakten:
Ihr kauft auch fuer sehr viel Geld eine Wanderausruestung und schleppt die dann durch die Wueste.
Wo liegt der Unterschied, ob ich meinen Rucksack oder du deinen Landy belädst? Ich trage meine Ausrüsten wenigstens selber. Du bemühst deinen alten Landy bzw hast ihn bemüht :mrgreen:

Sollte man nicht jedem selbst überlassen, wie er die Wüste bereist? Wenn es darum geht Geld im Land zu lassen, bzw den Menschen am Tourismus teilhaben zu lassen, so gehe ich davon aus, dass das die Meisten machen.

Grüsse
Alexander
Hi Alex, Kuno,

und wo bleibt die Ökofußabdruck-Hinterfragung ? Habt ihr keine Grü.... Uups, hier soll man nicht politisieren, entschuldige..

Neue Formulierung: Sind Dünenvergnügungsfahrten mit 28Lilter Sprit/km bei 12km Tagesleistung noch ökologisch in Ordnung, wenn man zu Fuß 15km schafft ??
Alexanders Fußabdruck ist jedenfalls schwer in Ordnung, zumal er noch mehr als 15km schafft... :lol:
Ja gut, ist etwas übertrieben, gebs ja zu, aber ein klein wenig ist doch dran, nicht wahr ?

Ultralight-trekkinggruß
Peter
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Re: Erfahrungsaustausch Trekking Rucksäcke

Beitrag von Alexander »

Peter D hat geschrieben:Alexanders Fußabdruck ist jedenfalls schwer in Ordnung, zumal er noch mehr als 15km schafft... :lol:
Noch sind es 15 km und ich hoffe, dass es trotz zunehmenden Alters so bleibt 8)

Grüsse
Alexander
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