Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
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Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 26991.html
http://www.reuters.com/article/2013/01/ ... LM20130116
http://www.spiegel.de/politik/ausland/m ... 77961.html
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http://www.spiegel.de/politik/ausland/m ... 77961.html
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Re: Algerien - Geiselnahme
Focus: Armee fliegt Hubschrauber-Angriff – 35 Geiseln sterben
http://www.focus.de/politik/ausland/kri ... 00190.html
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Nach Süden!
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.
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Kuno
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Re: Algerien - Geiselnahme
Hier eine Meldung, die dem Beitrag von obendran widerspricht:
"R e u ters - Twenty-five foreign hostages escaped and six were killed on Thursday when Algerian forces launched an operation to free them at a remote desert gas plant, Algerian sources said, as one of the biggest international hostage crises in decades unfolded."
"R e u ters - Twenty-five foreign hostages escaped and six were killed on Thursday when Algerian forces launched an operation to free them at a remote desert gas plant, Algerian sources said, as one of the biggest international hostage crises in decades unfolded."
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Ralf Kiefer
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Re: Algerien - Geiselnahme
Diese Meldung fand sich auch in der SZ um die Mittagszeit. Sie wurde später durch die im Focus zugrundegelegte Agenturmeldung ersetzt. Aktuell in einer Meldung von 18:51Uhr ist erklärt, woher die sich widersprechenden Daten kommen, und daß die Situation unklar ist.Kuno hat geschrieben:Hier eine Meldung, die dem Beitrag von obendran widerspricht:
Gruß, Ralf
Re: Algerien - Geiselnahme
Ich frage mich manchmal was die Kontrollen vor und nach solchen Stationen für einen Sînn machen, bei denen im Niemandsland sowieso, wenn man noch nichtmal die stationären Anlagen sichern kann.
Wir wurden letzten Januar alle paar hundert Kilometer kontrolliert und mussten zeitweise im Konvoi fahren.
Mit jedem mal mehr denke ich, dass die Kontrollen nur da sind um die eigene Bevölkerung im Griff zu haben.
Einen Terroranschlag könnten die niemals verhindern, die mussten sich bei den Kontrollen zuerst mal die Stiefel binden und das Hemd in die Hosen stopfen bevor sie aus ihrem "Wartehäuschen" kamen .
Gruss Turi
Wir wurden letzten Januar alle paar hundert Kilometer kontrolliert und mussten zeitweise im Konvoi fahren.
Mit jedem mal mehr denke ich, dass die Kontrollen nur da sind um die eigene Bevölkerung im Griff zu haben.
Einen Terroranschlag könnten die niemals verhindern, die mussten sich bei den Kontrollen zuerst mal die Stiefel binden und das Hemd in die Hosen stopfen bevor sie aus ihrem "Wartehäuschen" kamen .
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Zusätzlich zu Turis Einschrieb möchte ich anmerken, daß an der vorbeiführenden Zufahrtsstraße zur Station Tiguentourine (wenn es denn dort geschehen ist) keine Häuschen mit Hemd-in-die Hose-Stopfern sind, sondern erst am eigentlichen Eingangstor am Ende der Stichstraße. Das kann ich allerdings aus eigener Anschauung sagen, nicht aus einem Link einer Nachrichtenagentur, der erschienen ist, als gerade mal erste Meldungen über den Ticker kamen. (Damit muß man auch verständnisvoll umgehen können). Wundert mich sowieso, daß das dauernde Vorführen in den Medien des Ortsschilds von In Amenas und das Luftbild vom Café dort bei den hiesigen Spezialisten keinen Widerspruch induziert.
Daher wohl auch die anfangs relativ geringe Zahl an Toten beim Wachpersonal (zwei oder drei, wenn ich richtig informiert bin. Mehr Wächter werden dort nicht gewesen sein). Der Ort ist problemlos von mehreren Seiten anfahrbar und weit weg von In Amenas, so daß die Angreifer auf jeden Fall genügend Zeit hatten, ihren Standort zu sichern. Ein eventueller Fluchtweg nach Libyen (wenn sie denn dort hin wollten) ist schnell, dünenfrei und sans problèmes fahrbar. Bis das Militär informiert werden und aus In Amenas anrücken konnte (schräg gegenüber von der Tanke) ist bestimmt reichlich Zeit verstrichen. Die Algerier haben sich m.E. einfach zu sicher gefühlt, insbesondere nach dem Erteilen einer Überfluggenehmigung für eine Mali-Emission. Dabei haben sie doch schon Erfahrung mit Bohrstellenüberfällen, wie vor ein paar Jahren in Hassi Messaoud.
Heutige Meldung bei El Watan
http://www.elwatan.com/actualite/fin-de ... 48_109.php
Gruß
Daher wohl auch die anfangs relativ geringe Zahl an Toten beim Wachpersonal (zwei oder drei, wenn ich richtig informiert bin. Mehr Wächter werden dort nicht gewesen sein). Der Ort ist problemlos von mehreren Seiten anfahrbar und weit weg von In Amenas, so daß die Angreifer auf jeden Fall genügend Zeit hatten, ihren Standort zu sichern. Ein eventueller Fluchtweg nach Libyen (wenn sie denn dort hin wollten) ist schnell, dünenfrei und sans problèmes fahrbar. Bis das Militär informiert werden und aus In Amenas anrücken konnte (schräg gegenüber von der Tanke) ist bestimmt reichlich Zeit verstrichen. Die Algerier haben sich m.E. einfach zu sicher gefühlt, insbesondere nach dem Erteilen einer Überfluggenehmigung für eine Mali-Emission. Dabei haben sie doch schon Erfahrung mit Bohrstellenüberfällen, wie vor ein paar Jahren in Hassi Messaoud.
Heutige Meldung bei El Watan
http://www.elwatan.com/actualite/fin-de ... 48_109.php
Gruß
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Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Die Geiselnahme ist noch nicht zu Ende. Die Bärtigen sind noch immer vor Ort. Der oben verlinkte Artikel stammt von gestern Abend.
Allerdings lässt sich aus den (algerischen/französischen) Medien heute Morgen nichts wirklich Schlüssiges ableiten. Es kommt mir etwas so vor wie vor 10 Jahren (Entführungen 2003) - jeder schreibt dem anderen ab, und nichts hat wirklich Hand und Fuss.
Für alle, die sich über das Ortsschild Im Amenas aufregen und noch nicht selbst in Google Earth nachgeschaut haben:
http://www.lemonde.fr/afrique/article/2 ... _3212.html
Es gab gestern schon besser beschriftete Kartenausschnitte...
Viele werden da auch schon vorbeigefahren sein. Etwas weiter südlich hörte früher die Teerstrasse auf...
Heinrich
Allerdings lässt sich aus den (algerischen/französischen) Medien heute Morgen nichts wirklich Schlüssiges ableiten. Es kommt mir etwas so vor wie vor 10 Jahren (Entführungen 2003) - jeder schreibt dem anderen ab, und nichts hat wirklich Hand und Fuss.
Für alle, die sich über das Ortsschild Im Amenas aufregen und noch nicht selbst in Google Earth nachgeschaut haben:
http://www.lemonde.fr/afrique/article/2 ... _3212.html
Es gab gestern schon besser beschriftete Kartenausschnitte...
Viele werden da auch schon vorbeigefahren sein. Etwas weiter südlich hörte früher die Teerstrasse auf...
Heinrich
Zuletzt geändert von Heinrich am Fr 18. Jan 2013, 10:16, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
mich wundert schon, dass die algerier nicht mit übergriffen gerechnet haben. oder haben sie es gewusst und zu spät ihre einsatzkräfte mobilisiert?
da bleiben noch viele fragen offen.
da bleiben noch viele fragen offen.
-
Wolfgang K
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- Registriert: Fr 25. Nov 2005, 13:50
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Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Wolfgang K hat geschrieben:
Aus El WatanQu’importe de savoir d’où les groupes terroristes sont-ils venus et de quelle nationalité sont-ils ! De Libye ou du Mali.
Das war jetzt fix
« Le groupe terroriste, qui a attaqué la base de vie n’est entré ni du Mali, ni de Libye, ni d’un quelconque autre pays voisin », a indiqué M. Ould Kablia dans une déclaration à la Télévision algérienne.
Il s’agit d’un groupe d’une vingtaine de terroristes « issus de la région », qui auraient agi sous les ordres et les instructions du terroriste Mokhtar Belmokhtar, a-t-il ajouté.
Gestern hab ich irgendwo in einer Algerischen Zeitung gelesen, dass sich die Lokalen beschwert haben. Die Entführer seien keine Kinder ihrer Gegend.
Kurz drauf:
Aus http://www.zeit.de/news/2013-01/18/alge ... n-18022605Geiselnehmer auf Gasfeld in Algerien kamen laut Regierung aus Libyen Algier (AFP) Die Geiselnehmer auf einem Gasfeld im Osten Algeriens stammen nach jüngsten Regierungsangaben aus Libyen. "Nach allen uns vorliegenden Informationen" sei "die Terroristengruppe" aus dem Nachbarland über die Grenze gekommen, zitierte die algerische Tageszeitung "Echorouk" am späten Donnerstag in ihrer Internetausgabe Innenminister Dahou Ould Kabila. Am Mittwoch hatte der Minister gesagt, die Geiselnehmer kämen aus der Umgebung des Gasfelds. Damit verärgerte er die Behörden der betroffenen Region, die an Libyen grenzt.
Eigentlich egal was stimmt, zumal sich niemand so richtig die Mühe gemacht hat zu unterscheiden zwischen „Woher stammen“ und „Welchen Weg genommen“ zeigt es doch wie in Algerien Nachrichten und „Fakten“ entstehen.
Alles wie gehabt - wie vor 10 Jahren.
-
Alexander
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Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Hier der erwähnte Artikel der genannten Tageszeitung:Wolfgang K hat geschrieben:zitierte die algerische Tageszeitung "Echorouk" am späten Donnerstag in ihrer Internetausgabe
Algeria: terrorist attack kills and kidnaps oil workers in Illizi
An armed group attacked a British Petroleum site in Tiguentourine in the province of Illizi (south of Algiers) on Wednesday killing two workers and injuring seven others. Sources say three Japanese, an Irishman and a French national were kidnapped.
The terrorists were on 14 Land Rover cars carrying Malian and Libyan identification numbers. They threatened to blow up the oil field if security forces intervened. mehr...
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
es wird viel von den medien geschrieben...wie vor 10 jahren. laut der armee wurden damals 5 unserer geiselnehmer, bei der "befreiung", erschossen.....war alles unfug. also...erstmal abwarten.
lg
harald
lg
harald
Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Wenn dem so ist und die Angreifer von Osten gekommen sind, bedeutet das für Libyenreisen (ist hier denn noch ein Wüstenfahrerforum??) nichts Gutes. Die Hamada ist unübersehbar. Auch bei In Ezzane/Massa Kilim an der nigrischen Grenze wurden diese Woche 3 Terroristen von algerischen Kräften erschossen, die nach Süden durchschleusen wollten. Akakus und Mathendoush sind auch gleich um's Eck.Alexander hat geschrieben: ... cars carrying Malian and Libyan identification numbers ...
Grüsse
Alexander
Ecowas- und franz. Truppen haben Konna zurückerobert, rundherum sind aber noch Kämpfe im Gange. Nigeria hat sein Truppenkontingent um weitere 300 auf 1200 aufgestockt. Wenn der Vormarsch Richtung Norden so weiter geht, und die Bärte gegen das Iforas und Taoudenni gedrückt werden, wird es zu vermehrten Infiltrationen auch über die alg. Grenze kommen. Damit dürften auch wieder Hoffnungen auf eine Algerientour sehr fraglich werden. Tin Merzouga? Vergessen! So kann man nicht reisen.
Gruß
Nach Süden!
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
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Ralf Kiefer
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Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Hallo!
Laut Agenturmeldungen "spielen" die US-Amerikaner momentan mit ihren Modellflugzeugen über der Förderanlage. Klar, daß die den algerischen Staat nicht gefragt haben, ob sie das dürfen. Sie machen es einfach, so wie in einigen anderen Ländern auch, z.B. dem Iran. Nur höre ich gerade das Geschrei aus diversen Ländern über den gestrigen Angriff, daß der nicht abgestimmt gewesen sei mit ihnen, daß das algerische Militär eigenmächtig handelte, usw. Was glauben die eigentlich, wie sich der Unterschied zwischen Kolonialzeit und der heutigen Zeit, wo es sich um einen souveränen Staat handeln sollte, darstellt?
Weiter fällt mir auf, daß es noch gar keine Stimmen gab, daß die Europäer und Japaner, die dort in Algerien festgehalten oder getötet wurden, doch selber schuld seien, wenn sie in ein solches Land fahren, ihre Rettung oder Bergung doch selber zahlen sollen, usw. Es könnte mit Öl und Gas zusammenhängen. Diese Gedanken kann man bestens weiterverfolgen ... und kotzen.
Gruß, Ralf
Laut Agenturmeldungen "spielen" die US-Amerikaner momentan mit ihren Modellflugzeugen über der Förderanlage. Klar, daß die den algerischen Staat nicht gefragt haben, ob sie das dürfen. Sie machen es einfach, so wie in einigen anderen Ländern auch, z.B. dem Iran. Nur höre ich gerade das Geschrei aus diversen Ländern über den gestrigen Angriff, daß der nicht abgestimmt gewesen sei mit ihnen, daß das algerische Militär eigenmächtig handelte, usw. Was glauben die eigentlich, wie sich der Unterschied zwischen Kolonialzeit und der heutigen Zeit, wo es sich um einen souveränen Staat handeln sollte, darstellt?
Weiter fällt mir auf, daß es noch gar keine Stimmen gab, daß die Europäer und Japaner, die dort in Algerien festgehalten oder getötet wurden, doch selber schuld seien, wenn sie in ein solches Land fahren, ihre Rettung oder Bergung doch selber zahlen sollen, usw. Es könnte mit Öl und Gas zusammenhängen. Diese Gedanken kann man bestens weiterverfolgen ... und kotzen.
Gruß, Ralf
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Ralf Kiefer
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Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Glaubst Du wirklich, daß Leute, die einen solchen Angriff planen, mit ihren eigenen Kennzeichen am Auto rumfahren? Und das in Afrika? So was macht ja nicht mal der einfache deutsche BankräuberTGerd hat geschrieben:Wenn dem so ist und die Angreifer von Osten gekommen sind, bedeutet das für Libyenreisen (ist hier denn noch ein Wüstenfahrerforum??) nichts Gutes.Alexander hat geschrieben: ... cars carrying Malian and Libyan identification numbers ...
Grüsse
Alexander
Letztendlich dürfte es ziemlich egal sein, welche "Nationalität" diese Bärtigen haben. Sie waren und sind derzeit in dieser Gegend, die Grenze in die Nachbarländer ist dort nur eine auf dem Papier.
Die Ausrüstung könnte vielleicht noch aus Zeiten und Beständen von Gaddafi stammen, man kann viel mutmaßen. Und es wird niemals eine offizielle Version der Darstellung geben.
Gruß, Ralf
Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Nimmst Du also an, daß Libyen jetzt sicher ist, weil die Autos bloß dort gestohlen wurden und von wo ganz anders gekommen sind? Achsoja, libyschen Dialekt sprachen auch welche, vielleicht malier Fremdsprachler.
Antwort nicht nötig. Ich will bloß meine Humor nicht verlieren, wenn ich an die Sahara denke.
Gruß
Antwort nicht nötig. Ich will bloß meine Humor nicht verlieren, wenn ich an die Sahara denke.
Gruß
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