Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Unterwegs zu Fuß, mit Kamel oder Muli, mit dem Drahtesel

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mikepiller
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

Hi,

dank Euch für die Erklärungen- und auch für die hilfreichen Links, um die Sache zu vertiefen. Stehe dann beim nächsten mal etwas weniger dämlich hier rum, lach.

Der Hinweis mit dem Zoll war vielleicht ein guter:
Die zappeln immer noch auf dem Punkt- und wie Schnorr schon sagte, sind es tatsächlich nur um die 50 Meter (hätte ich auch selber sehen können) (':roll:')

Der Piratenpalm hat mich auch schon beschäftigt- es bleibt spannend!

Gruß
Micha
mikepiller
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

Der Zoll hat es doch noch geschafft,
die Phoenician ihre erste Etappe ebenfalls.


Bild


Gruß
Micha
pmohnkern
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von pmohnkern »

schnorr hat geschrieben:eine ankerkette (oder-leine) wird nur selten straff vom boot senkrecht runter zum meeresboden geführt, sondern schreibt meist eine kurve(sonst reisst ein anker zu leicht aus dem grund, er sollte möglichst waagerecht zum grund greifen) es wird normalerweise massig mehr ankerkette gegeben als meerestiefe vorhanden ist, damit sich das schiff auf reede bewegen kann.
Bei wenig Wind und wenig Seegang reicht das drei- bis vierfache der Wassertiefe als Kettenlänge aus.
Bei Starkwind und hohem Seegang muss bis zum zehnfachen der Wassertiefe an Kettenlänge benutzt werden.
Gruß aus Oberbayern

Peter
mikepiller
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

Hi,

da anscheinend ein paar von Euch ab und zu hier reinschauen, fülle ich die Liegezeit der Phoenicia am Eingang zum Suez- Kanal noch ein wenig.

Hier eine nicht von mir verfasste Erklärung, worauf die einzige Annahme basiert, dass die Phoenizier es tatsächlich geschafft haben sollen, Afrika zu umrunden:
Zitat:

Necho II. war Initiator einer Entdeckerfahrt, von der uns Herodot berichtet. Der Pharao beauftragte phönizische Seeleuten zu einer Umsegelung Afrikas. Diese waren die führende Seefahrer- und Handelsnation, unter anderem auch mit Ansiedlungen im Nildelta und sie waren stets an neuen Handelswegen interessiert.

Nechos Mannschaften fuhren vom Roten Meer zum Golf von Aden, dann um die Somalihalbinsel herum in den Indischen Ozean.
Zwar beherrschten sie die Navigation nach Sonne und Sternen und konnten daher auf die offene See hinausfahren, aber es ließ sich natürlich kein Proviant für unbegrenzt lange Fahrten mitnehmen. Daher wurde an Land überwintert, Emmer angebaut und nach der Ernte frisch verproviantiert weitergesegelt.

So ging es zwei Jahre, im dritten Jahr aber erreichten sie die Säulen des Herakles (die Straße von Gibraltar), kamen wieder ins Mittelmeer und schließlich zur Nilmündung.

Etwas wundert Herodot freilich bei dieser Geschichte:
Sie erzählten, sie hätten auf ihrer Fahrt um Afrika herum die Sonne auf einmal zur Rechten gehabt.

"Das mag glauben, wer will - ich jedenfalls nicht! (Herodot IV. 42)"

Was Herodot allerdings so unglaubwürdig erschien, ist gerade der Beweis für die geglückte Umsegelung Afrikas.
Tatsächlich mussten die phönizischen Seeleute, wenn sie das südliche Afrika westwärts umsegelten, die Sonne zur Rechten haben, das heißt im Norden.
Gruß Micha
mikepiller
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

Und hier noch die geplante Route.

Die rote Strecke kennzeichnet die nach erfolgreicher Rückkehr geplante Überführung nach London, wo die Phoenicia dann als Hauptattraktion die Eingangshalle des Britischen Museums zieren soll.

Bild


The main ports:

Arwad, Syria
Tartous, Syria
Port Said, Egypt - hier liegt sie momentan am Kai
Aden, Yemen
Mombassa, Kenya
Dar es Salaam, Tanzania
Beira, Mozambique
Richard's Bay, South Africa
Cape Town, South Africa
Accra (Tema), Ghana
Gibraltar
Carthage, Tunisia
Alexandria, Egypt
Tartous, Syria - hier dürfte es Champagner regnen.

Dann auf nach London:
Malta
Gibraltar
Falmouth, United Kingdom
Portsmouth, United Kingdom
London, United Kingdom

Gruß
Micha
mikepiller
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

Danielle Eubank,

eine Künstlerin aus Tujunga- Kalifornien
(hey, an die "Alten" unter uns: Erinnert ihr Euch? Tujunga war der getötete Adoptivsohn von Winnetou)

begleitet die Expedition der Phoenicia mit ihren Bildern in Öl:

http://www.danielleeubank.com/eubankblog.htm


Bild


Gruß Micha
mikepiller
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

Sie liegt weiterhin im Hafen am Eingang des Suez Canal-

inzwischen habe ich ein kleines Statement gefunden bezüglich der Piraten vor der Küste Ostafrikas- schu achbar sprach es an und es betrifft ja den unmittelbar bevorstehenden Abschnitt der Expedition...

Philip Beale, Leiter der Expedition, betrachtet dies in alter, britischer Tradition:

"I think it's dangerous," he admitted. "I think there's a genuine chance we might not make it, because we don't have an engine we can switch on and get us out of trouble. I wouldn't underestimate the challenge."

Apart from the vagaries of weather and sea currents, the expedition faces the threat of modern-day pirates, who are active around parts of the African coast.

"We're going round the Horn of Africa, and that's a worry for sure," said Mr Beale. "We're not going to take firearms, but we are thinking of a high pressure water hose and a sonic gun, which will stun them if they try to come on board. It knocks them over and gives them a headache."

Originaltext:
http://www.bournemouthecho.co.uk/news/f ... voyage.php

Gruß Micha
Kuno
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von Kuno »

...und wo will er den Hochdruckschlauch denn anschliessen; an einer nachgebauten phönikischen Wasserpumpe :roll:
afritrotter
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von afritrotter »

das wuerde mich auch stark interessieren?

na vielleicht sehen wirs ja dann auf youtube!
schu achbar ?

Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von schu achbar ? »

Ich glaube, wir werden nichts dergleichen sehen.
Und über automatische Waffen würde ich im Interview auch nicht sprechen.
Kuno
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von Kuno »

...und was ist denn eigentlich so ein "Sonic Gun" - authentischerweise müssten es für diese Tour wahrscheinlich Nachbauten der "Posaunen von Jericho" sein; oder :wink:
mikepiller
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

Die Posaunen von Jericho...

hier die kleine Handposaune, sozusagen der Damenrevolver für das Strumpfband:

Bild


und hier die Version für echte Machos, schließlich wollen wir ja was wegblasen und nicht nur so ein wenig durch die Gegend quieken....

Bild

Sieht eher aus wie die Büchse der Pandora.


Und hier noch ein kleiner Bericht, nach dem es tatsächlich schon gelungen sein soll, Piraten vor Somalia zu Ver- Tonen.


16 November 2005
Sonic Gun Repels Pirates

The sonic gun is no longer a weapon for cyber gamers only. The non-lethal weapon really exists and was used to repel pirates that attacked a cruise ship off the coast of Somalia in November 2005.

The weapon is called a long range acoustic device (LRAD), and consists of a powerful amplifier and signal generator connected to a parabolic reflector-speaker. The gadget can perform several functions, but its ability to create a mind-numbing shriek strikes our imagination.

This unit makes a super loud noise and channels the sound along a very narrow beam. The operator wears ear protection, and stands behind the speaker. The idea is to begin by talking, a function this unit can perform over hundreds of metres and in several languages. If that does not work, then the operator can ratchet up to the shrieking. Apparently the effect is stunning, and disabling, and can cause permanent hearing damage.

The whole subject of an acoustic weapon is being kept quiet, probably because any weapon that can be used against the bad guys can also be used by the bad guys.

The LRAD that has been developed by American Technologies in California is a fairly substantial unit that must be mounted on an exposed deck of a ship, or perhaps on a tank. The pocket version can't be far behind.

As every ship captain knows, the high seas are very much like the wild west. The nearest marshall is a long way away, and you must be prepared for anything, including pirates. The cruise ship companies place security people on board, but they certainly want to avoid a shootout. That would be bad for business, and put their clients in jeopardy. Word would get around. The LRAD, coupled with some good seamanship, seems to be a possible solution.

If you are wondering if this is really necessary, consider this: there have been more than 30 pirate attacks on vessels near Somalia this year; seven ships and more than 100 seaman are being held hostage for ransom right now; the International Maritime Bureau (IMB) which monitors and reports on pirate activity, says piracy in the region is "completely out of control"; the UN has recently scolded Somalia for its pirate attacks on shipping in the West Indian Ocean; so far in 2005 pirate attacks have been reported all around the Indian Ocean, Indonesia (especially the Strait of Malacca), Malaysia, West Africa off Nigeria, and both coasts of South America.

Pirates are alive and well, and armed with rocket launchers.

*

Ob und wie das Piraten- Equipment der Phoenicia nun der historischen Originalgetreue folgt, konnte ich nicht ermitteln, lach.

Gruß
Micha
Kuno
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von Kuno »

"Pirates are alive and well, and armed with rocket launchers."

Stelle mir gerade vor, wie der Piratenchef, der eigentlich "nur" Geld wollte nun wegen der Ohrenschmerzen leicht angesauert eine kleine RPG 7 in Richtung der Geräuschquelle schickt.

----

...und der Gegner schläft nicht: In den geheimen Labors der dunklen Mächte wurde in Jahrelanger Arbeit ein Schutz gegen die Sonic Guns der ScienceFictionWeaponLabs der Amerikaner entwickelt: Wattekügelchen :mrgreen:
mikepiller
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

Die Phoenicia dümpelt immer noch am Eingang des Suezkanal im Hafen-

(die Phoenizier sollen ja damals immer wieder an Land gegangen sein, um die erforderliche Nahrung anzubauen und zu ernten... vielleicht sollte man der jetzigen Crew sagen, dass da nichts wächst in der ägyptischen Wüste...)

Hier ein kleiner Eindruck zur Piraten- Thematik vor der Küste Somalias (und Asiens):


Bild
Zuletzt geändert von mikepiller am Do 29. Okt 2009, 16:54, insgesamt 1-mal geändert.
mikepiller
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

Manchmal treffen sie auf Abwehr- eine Sonic Pistol war dies wohl nicht..


Bild


Hier noch eine Karte von den Überfall- Schwerpunkten 2005-
seit 1991 wildern die Piraten vor der Küste Somalias- unbehelligt von der dortigen Regierung.


Bild


Gruß
Micha
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