Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Unterwegs zu Fuß, mit Kamel oder Muli, mit dem Drahtesel

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mikepiller
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

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Tagebuch von Richard Kellie:

08. Mai 2009- Hodeidah



Die Zeit fliegt, wenn Du ein Segelschiff auftakelst!
Ich glaube, ich habe den Verlauf der Tage vergessen.
Ich glaube es war der 6. Mai, als wir herausfanden, dass unser Mittelsmann im Gefängnis saß.

Also war es der Kapitän des Schleppbootes, der Nigel, Phillip und John zum einkaufen fuhr. Ich persönlich denke, dass Mohammed, unser Agent, ein „lukratives Angebot“ von einem Schiff bekam, welches einlief um Diesel zu tanken- den es jedoch im Hafen nicht gab.
Vermutlich hat er sich von diesem erfolgreichen Geschäft dieses wunderschöne, ziemlich neue Tiburon Sportauto (Marke Hyundai) gekauft. Das „Herumprotzen“ mit dem frisch erworbenen Reichtum hat sicherlich für Ärger gesorgt. Ich bin sicher, dass er den Gewinn eigentlich teilen sollte und falls er zu knauserig mit dem Teilen war, hat sein Sportauto den anderen Arbeitern am Dock bestimmt Salz in die Wunden gestreut.
Er ist nun bis Samstag vom Hafen „verbannt“.

Wir mussten die Pumpen befestigen und wollten die Maschine heute starten. Ich habe vergessen, dass dies meine erste Aufgabe nach dem Frühstück sein sollte.
Wir installieren zudem die Ruder (zwei phönizische Seitenruder und ein konventionelles, welches man benutzt, wenn die Maschine läuft).



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Phillip und Nigel arbeiteten am Generator, der nicht starten wollte.
Ein sumerisches Artefakt, denke ich.
John und ich strafften derweil die Befestigungs- Taue vom Mast und begannen mit der Arbeit an der Flagg- Leine (welche die Rah am Mast hochzieht). Wir müssen „das Knight“ - ein Pfosten hinter dem Mast- abschrauben um die Flagg- Leine durchzuziehen.

Ein gutes Zeichen war- als wir es uns letzte Nacht an Deck zum schlafen gemütlich machten- dass der Wind sich um 180 Grad von Nordwest nach Südost drehte.
Diese Bezeichnungen verwirren mich, da ein südöstlicher Wind nach Nordwesten bläst- ich schaue lieber nach vorne und nicht nach hinten. Oder mein Hirn ist einfach wirr. Meine Mutter verwechselte immer rechts und links und als Folge musste ich immer nachdenken, was nun was ist und muss oft meine Hände angucken um es zu kapieren (dies ist ein entschiedener Nachteil für einen Taxi- oder Lkw Fahrer…).

Also verbrachten wir den Tag damit, das Schiff aufzutakeln und die Hauptrah (mit dem Hauptsegel) auszurichten. Sie war riesig- bisher lief das Schiff ja nur mit dem kleinen Sturmsegel. Wir prüften die Ruder- und die Betakelung war immer noch nicht ganz richtig.

Phillip musste inzwischen viele Male nachhaken, ob wir endlich einen Passierschein zum Verlassen des Hafens bekamen. Es war Freitag, also war alles geschlossen. Sogar die Cafeteria.

Ich war den größten Teil des Tages damit beschäftigt, die Wasserpumpen zu befestigen. Es gibt davon zwei: Eine, die das Meerwasser in Nigels Wärmetauscher pumpt und eine weitere für die Maschinenkühlung. Ich hatte Probleme beim Nachrüsten des Wechselstromgenerators und zerbrach die Ölleitung für den Kompressor. Nigel kam runter und beendete die Arbeit, den Bolzen für den Wechselstromgenerator anzupassen.

Es ist wirklich ein dürftiges Stück Technik. Der Wechselstromgenerator stößt gegen den Kompressor und den Maschinentrakt- und um den Keilriemen zu spannen mussten wir den Generator sogar ausbauen, um an den Riemen zu kommen. Die Pumpe ist leicht abgesetzt und obwohl ich meinte, dass wir einen Teil des Eisenwinkels, welcher die Pumpe trägt einfach abschneiden sollten, taten wir dies nicht.
Mir selbst überlassen, und mit der Zeit denke ich das es eine gute Idee gewesen wäre- Es war NAHEZU RICHTIG!

Es war ziemlich heiß in Hodeidah und ich nutzte die Zeit, meine Bräune zu vervollkommnen. Da die Sonne so stark ist, hält Dich nur eine Menge Sonnenschutz vom Aussehen eines Hummers ab. John und ich gingen rein, um uns abermals mit Sonnenkreme einzureiben und als wir vor Creme nur so schäumten, kam einer der Wachposten vom Dock an Bord (mit einem Maschinengewehr) und ertappte uns in unseren kurzen Hosen beim einkremen. „Was zum Teufel ist hier los?“ waren die ersten Worte, die seinen Mund verließen.

Sie haben eine bizarre Einstellung zur nackten Haut im Yemen. Einer der Wächter beschimpfte auch Nigel, weil er zu leicht bekleidet war. Das war mitten in der Nacht, als Nigel aufstand, um sein Moskitonetz zu richten. Da war NIEMAND da! (außer Nigel und dem Wächter).

Ich schnitt ein Stück Kupferrohr für die gebrochene Ölleitung zu und setzte es ein. Ich drücke die Daumen, da wir morgen die Maschine starten wollten! Hoffentlich bekommen wir morgen unsere Pässe und sind am Sonntag abfahrbereit. Der Wind hat sich zwei Nächte hinter einander zu unseren Gunsten gedreht und nach Meinung der Einheimischen wird er am Sonntag wieder drehen- UND wir würden unter Vollmond segeln!


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Wir waren die ganze Zeit (wegen der fehlenden Genehmigung) an die Docks gefesselt und konnten nicht in die Stadt fahren, um Besorgungen zu erledigen.
Aber nicht nur das:
Die Krähen haben mich als „Zuhausevernichter und Babykiller“ gebrandmarkt. Wann immer ich alleine zu den Docks ging, flatterten Mörderkrähen über meinem Kopf (jedoch entfernt, da sie offensichtlich wussten, dass ich jeden Moment garstig werden konnte).

Irgendwann bekamen wir dann doch endlich wieder unsere Genehmigung für den Landgang und John und ich gingen in die Stadt zum einkaufen. Als wir aus dem Supermarkt gingen, schlossen die Besitzer diesen und luden uns ein, mit ihnen zu essen- was wir auch taten.
Es gab ein phantastisches Truthahngericht - oder ein wirklich sehr großes Huhn. Ich habe noch keine Truthähne im Yemen gesehen (natürlich bedeutet dass nicht, dass es keine gibt).

Das Essen war großartig und sie gaben uns Flaschenwasser aus dem Kühlschrank. Auch das war ausgezeichnet. Wohlgenährt brachen wir von unserem Supermarkteinkauf auf und kauften noch eine Menge frische Früchte (Mangos, Äpfel, Orangen und Bananen) und Gemüse (Kartoffeln, Tomaten, Gurken und Kürbis) ein.
Ein bisschen Hardware.

Das Boot selbst ist mit braunem Pinienteer überzogen, der überall durchsickert. Der Teer ist zum Schutz des Holzes und das Schiff ist dadurch schwarz geworden- eher ein dunkles Braun.

Wenn DAS die Beschaffenheit der meisten Segelschiffe aus alten Zeiten war, kann ich verstehen, weshalb „Old Seedogs“ (erfahrene Segler) „Old Tars“ (altes Teer) genannt werden.

Ich war dreckig und duschen reichte nicht aus, um diesen Dreck loszuwerden. Zudem war der Geruch von diesem Zeug ziemlich streng- Dies war der Hauptgrund, weshalb ich an Deck schlief (wie wir alle).

Was sehr schön wäre-
gäbe es die Moskitos nicht. Mir ging der Mückenschutz aus und ich fand etwas Zeug, welches die indonesischen Segler (vom vorherigen Abschnitt der Reise) in meiner Koje zurückgelassen hatten.
Wenn mein Moskitonetz nicht auf Abstand blieb, bissen sie dort, wo es auf meiner Haut auflag. So erwartete ich freudig, dass wir raus auf das Meer kamen, wo ich ohne Netz moskitofrei schlafen kann.

Wir wollten Sonntag lossegeln, aber das Schiff war nicht fertig.
Die yemenitische Crew kam (Fadil, Ali und Abdul) und sie verlangten prompt doppelten Lohn für die Woche. Abdul bestand sogar auf 200 US Dollars für die Woche.

Den größten Teil des Sonntags verbrachten wir, indem wir die Auftakelung endlich beendeten und uns vergewisserten, dass alles richtig verstaut war. Unser Agent brachte uns unsere Pässe zurück-
UND die bescheuerten Zollbeamten in Hodeidah haben uns aus dem Yemen ausgestempelt!
Dass war sehr ernüchternd, da die Visa je 60 US Dollars kosten und da wir die yemenitischen Küstengewässer noch nicht verlassen, wäre es nicht nötig gewesen, unsere Pässe auszustempeln. Nun bedeutet dies, dass wir jeder 60 Dollar zahlen werden, wenn wir von Aden nach Sanaa zurückkommen. (Der nächste, geplante Aufenthalt nach Hodeidah war Aden- also immer noch im Yemen)

Richard Kellie
Wenn der Wind des Wandels weht,
bauen die einen Windmühlen,
die anderen bauen Mauern.
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mikepiller
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

Niklas und Philip haben den Blog mit zwei Einträgen ergänzt:

Position Report 63
Date: 9th November 2009
Location:

06 31.4N, 59.21.9 E

Message: Blog 9 (Day 16 on the Indian Ocean) from Niklas Andersson


I'm now sitting in the galley watching Dirman and Philip playing chess. The last days the wind has slightly changed to the north which is giving us wind directly from the stern with good speed as a result. In the last 24 hours we have sailed 120miles. We now have approximately four days to the equator and maybe a few more days before we can turn west towards Africa. Today Philip showed me a wind and current chart. There might be some tricky winds and maybe rainstorms to expect when we're crossing the equator. Exiting! I’m tired of good weather. No, I don't really mean that. But still, it's exiting.

In the last couple of days we discovered that some of the bracer lines to the sail have snapped, and a few other lines being torn down and are about to break. Naturally for hemp ropes in tough conditions I guess. Just a reminder that there is a lot of weight hanging over our heads and we really don't want the wrong ropes to snap. I can imagine this was one risk that the Phoenicians must have been very careful about. For security we changed the broken parell, that brings the mast and yard together, to a modern thick fibre rope.

The fishing competition is now Philip 6, Dirman 4 and Julhan 2.

I want to thank Yuri for a lovely birthday supper the other day. He made us pizza with fruit cocktail for desert. And last, not to forget, an Arabic birthday song. Thank you!

Niklas


Position Report 62
Date: 8th November 2009
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Message: Blog 8 from Captain Philip Beale


Since our episode on Friday evening we have had a relatively quiet 48 hours and have seen no shipping.

We have made further progress and managing about 90 miles a day as we continue to make our way to the east of the high risk area. We have less than 60m miles east to go to reach the edge of the high risk zone and should reach there in the next day, as the wind is now north north east and it is easier for us to make faster progress. Thanks to Nick Burningham for his comments on the leeway experienced of which (as he suspected) a significant part is due to current setting towards the south west and is therefore against our easterly endeavours.

Our fishing efforts have suffered something of a setback with no fish have been caught over the last 48 hours. However this morning 3 calamari were caught and they will be served at lunch today in an Omani savoury rice dish.

Last night we celebrated Nicolas's birthday with pizza and tinned fruit and soft drinks with both English and Arabic versions of "happy birthday" being sung. For us sober sailors it was something of a Saturday night party!
Wenn der Wind des Wandels weht,
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

Hi,


ich fasse kurz zusammen:


Der aktuelle Tracker zeigt an, dass die Phoenicia immer noch auf südöstlichen Kurs segelt, um den Abstand zur somalischen Küste zu vergrößern. In den letzten Tagen sind sie gut voran gekommen- Niklas berichtet von 120 Meilen in 24 Stunden- und keine weitere Sichtung anderer Schiffe.

Schach ist eine Möglichkeit zum Zeitvertreib an Bord, Fischen ebenfalls- Philip hält dabei weiterhin den Rekord.

Niklas hatte Geburtstag, Yuri hat ihn mit einem arabischen Essen plus Ständchen überrascht- in Anbetracht der vorhandenen Möglichkeiten eine volle Saturday Night Party...

Die Leinen- ich sage mal diese irre vielen Strippen, die da überall herumbaumeln und alles irgendwie festhalten-
diese Leinen verlieren ihre Haltbarkeit.
Niklas erwähnt, welche Gewichte da über den Köpfen der Besatzung NUR an diesen Leinen hängen-
und dass sowohl sie als auch die Phoenizier damals dieses ständige Risiko aufmerksam im Auge behalten müssen/ mussten.

Naja, und irgend eine wichtige Strippe wurde ersetzt-
mit einer modernen Hightec- Schnur...
(das Schiff wandelt sich immer mehr zu einem Renn- Katamaran!!)

Niklas deutet an, dass ihm diese schöne Wetter ein wenig auf den Geist geht- offensichtlich hätte er irgendwie gerne etwas mehr Action.

Abschließend:
Philip Beale bedankt sich bei Nick Burningham- Nick hatte auf die Abdrift- Eigenschaften des Schiffes aufmerksam gemacht, mit denen die Phoenicia gerade momentan zu kämpfen hat.
Das Schiff drängt zur Küste (sieht ja auch aus wie ein Piratenschiff)- während im Moment genau das Gegenteil gefordert ist- östlicher Kurs.

So,
dass war jetzt eine deutlich saloppere Übersetzung- sorry, aber so sieht es aus, wenn ich übersetze! Hoffe, meine Fehler halten sich in Grenzen.

Gruß
Micha
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

Hi,

inzwischen haben wir ein Feedback, dass unsere kleinen Berichte hier nicht für Ärger sorgen werden-
die Crew der Phoenicia bedankt sich für Euer Interesse!

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Falls jemand von Euch etwas Zeit hat:
Ein neuer Blogeintrag liegt bereit!

Gruß
Micha
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Alexander
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von Alexander »

Position Report 62
Date: 8th November 2009
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Message: Blog 8 from Captain Philip Beale

Since our episode on Friday evening we have had a relatively quiet 48 hours and have seen no shipping.

We have made further progress and managing about 90 miles a day as we continue to make our way to the east of the high risk area. We have less than 60m miles east to go to reach the edge of the high risk zone and should reach there in the next day, as the wind is now north north east and it is easier for us to make faster progress. Thanks to Nick Burningham for his comments on the leeway experienced of which (as he suspected) a significant part is due to current setting towards the south west and is therefore against our easterly endeavours.

Our fishing efforts have suffered something of a setback with no fish have been caught over the last 48 hours. However this morning 3 calamari were caught and they will be served at lunch today in an Omani savoury rice dish.

Last night we celebrated Nicolas's birthday with pizza and tinned fruit and soft drinks with both English and Arabic versions of "happy birthday" being sung. For us sober sailors it was something of a Saturday night party!


Position Report 63
Date: 9th November 2009
Location: 06 31.4N, 59.21.9 E
Message: Blog 9 (Day 16 on the Indian Ocean)

from Niklas Andersson

I'm now sitting in the galley watching Dirman and Philip playing chess. The last days the wind has slightly changed to the north which is giving us wind directly from the stern with good speed as a result. In the last 24 hours we have sailed 90 miles. We now have approximately four days to the equator and maybe a few more days before we can turn west towards Africa. Today Philip showed me a wind and current chart. There might be some tricky winds and maybe rainstorms to expect when we're crossing the equator. Exiting! I’m tired of good weather. No, I don't really mean that. But still, it's exiting.

In the last couple of days we discovered that some of the bracer lines to the sail have snapped, and a few other lines being torn down and are about to break. Naturally for hemp ropes in tough conditions I guess. Just a reminder that there is a lot of weight hanging over our heads and we really don't want the wrong ropes to snap. I can imagine this was one risk that the Phoenicians must have been very careful about. For security we changed the broken parell, that brings the mast and yard together, to a modern thick fibre rope.

The fishing competition is now Philip 6, Dirman 4 and Julhan 2.

I want to thank Yuri for a lovely birthday supper the other day. He made us pizza with fruit cocktail for desert. And last, not to forget, an Arabic birthday song. Thank you!

Niklas

Position Report 64
Date: 10th November 2009
Location: 05 08.3N 6007.4 E
Message: Blog 10 from Captain Philip Beale

The weather seems to know just how to frustrate us. Just as we were reaching the edge of the high risk zone to the east of the Somali basin, the wind changes to the north west and pushes us further east! Still we should not complain, the silver lining is we are heading south east at over 5 knots and enjoying some magnificent sailing with a good force 6 wind.

The sail is hoisted high into the sky with brailing lines pulled aft as depicted in one of the 6th century BC Greek vases at the British Museum that we used to inform some aspects of the sail and rigging. Phoenicia makes a tremendous sight as she surfs over the rolling waves that are hitting our starboard quarter. The wind strength has just increased further and the waves are now some 5 meters high with crisp white horses heads forming on their crests.We have just reduced the main sail area by hauling in on the brailing lines, a primitive but effective form of reefing the sails that the Phoenicians invented. So far it seems to be doing the job pretty well and keeping our sppeed to a manageable 5 knots rather than the encroaching 6-7 we were experiencing prior to reefing the sail.

The other piece of very good news here is that overnight Sulhan caught a very large two foot long tuna, following a lull in our fishing fortunes. So you know what we are eating today- fish and rice for the lunch today followed by fish cakes for dinner. The only issue is how many bonus points towards the competition we should award Sulhan for his spectacular catch!

Position Report 64
Date: 12th November 2009
Location: 02 07.5N 63.12.8 E
Message: Blog 11 from Captain Philip Beale

It has been another busy and nail biting 24 hours on board Phoenicia.

The main cause for concern was the report below mentioning two very recent pirate attacks.
"On 10/Nov at 0200 UTC a container ship was attacked by pirates in 2 skiffs in position 00 43S 061 57E. The skiffs where white in colour with 7-8 persons on board. Assault rifles were fired .
The vessel deployed anti piracy measures, increased speed and was able to evade the attack.
On 09/Nov at 0830 UTC a VLCC was attacked 35 NM from the position above."

The attacks took place just over 200 miles south east of our position and would indicate a pirate mother ship in the area. What made matters worse was that the location was directly on Phoenicia's intended course. We took immediate action and diverted course as anyone will be able to see who is following our progress on the Yellow Brick tracker. Fortunately we have had strong winds and have averaged over 5 knots during the last 24 hours and managed 137.1 miles, moving as fast as we can away from the area of the attacks.

Otherwise we have been making a few running repairs to the rigging. This afternoon Dirman ventured aloft with the help of the bosun's chair to put an additional parell in place should our recent one fail from chaffing. We have also had 4 of the brailing lines break due we think to some pretty sub-standard hemp rope we have on board. We have repaired one with out having to drop the yard and the main sail remains partly furled due to the strong winds. Nevertheless we are doing around 6 knots as we head into the evening. We are praying we won't see any ships as we head to the equator, which we should now reach tomorrow or early Saturday.

Grüsse
Alexander
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Alexander
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von Alexander »

Position Report 65

Date: 13th November 2009
Location: 00 53.05 S 66 26.6E
Message: Blog 12 from Captain Philip Beale

Thanking the Phoenician Gods

We have had a good 24 hours and have covered 142 miles over the period, of which nearly a knot is due to favourable currents of the average speed of nearly 6 knots.

We have spent part of the day reflecting how lucky we have been so far and in fortuitously avoiding the pirate attack area now just some 200 miles to our west. As the report below indicates, the crew of the MV Felitsa were not so lucky.

More information has emerged regarding the vessel hijacking in the Indian Ocean reported in the November 11 Drum Cussac Gulf of Aden Piracy Alerts.

The 23,709-dwt Greek-owned, Marshall Island-flagged bulk carrier MV Filitsa, was hijacked by Somali pirates at position 00:35S - 062:40E, approximately 1050nm east of Mogadishu, Somalia in the Indian Ocean, at 0105 UTC on Wednesday, November 11. The vessel was approached by pirates in skiffs, with the ensuing chase lasting for five hours. Three pirates were reported to have been injured in the attack.

The Filitsa and its 22-man crew, made up of three Greeks and 19 Filipinos, was carrying a shipment of fertilizer (urea) en route to Durban, South Africa when the incident occurred. The vessel, owned by Piraeus-based Order Shipping Co. Ltd, is subsequently reported to have turned around and headed north towards Somalia.

We are now a few miles from the equator and heading south east and plan to pick up the south east trade winds a few hundred miles further south, that will take us towards East Africa.
Tomorrow morning we will celebrate a time honoured tradition of a reception with King Neptune for those of the crew whose first time it is to cross the equator under sail. We will then have a small party to celebrate the achievement. Nothing too grand mind you, there is not a drop of alcohol on board. So soft drinks and a few sweets will be the order of the day.

Position Report 66

Date: 16th November 2009
Location: 03 14S 68.20E
Message: Blog 13 from Captain Philip Beale

We are currently passing through the Inter- Tropical Coversion Zone (ITCZ) where the weather systems of the north and south meet just slightly below the equator. In the Atlantic this area is known as the doldrums but in the Indian Ocean there is usually wind, albeit lighter and much more variable than in the established wind systems. We are currently at 3 degrees south and some where between here and 8 degrees south we will hit the south east trade winds that will propel us towards Dar Es Salaam.

Needless to say the slower winds and that we have had to come so far east to avoid the pirates, as dampened spirits on board. Also we have had a barren time with the fishing recently and caught nothing for several days. Dirman's refrain that the fish are "sleeping" is beginning to wear a bit thin! Still there is just a sense that the wind may be starting to shift. If it is confirmed that will raise our spirits and we will gradually get back to some exciting sailing, no doubt with the odd down pour that the south east trade winds are known for.

Grüsse
Alexander
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mikepiller
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

Hi,

@ trapperjoe:
Irgendwie wollte ich mich- etwas seekrank vom Forengeeier- ein wenig zurückziehen...
und da postest Du im "Google Earth Geheimnis Fred" diesen Hafen...
und stichst mich wieder an!
(Ich ahne, dass Du nur zu faul warst, hier selbst etwas zu schreiben!)

Außerdem ist schon wieder Vollmond oder so- jedenfalls kann ich nicht schlafen!



@ all:



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Kurz was Eigenes:

Nachdem die Phoenicia ja nun die komplette Startphase hindurch mit Hindernissen kämpfend von Hafen zu Hafen geschlingert ist, hatte ich ganz klar die "Gewissheit", sie würde sich zukünftig in Ruf- und Leinenwerfweite zum Festland an der afrikanischen Küste entlang hangeln!

Im Moment bin ich so verblüfft wie beeindruckt-
es scheint fast, als hätte sie die eigentliche Grundidee typisch british ein wenig erweitert...
zu einer Weltumseglung.

Verdammt weit draußen würde ich meinen.

Sollte das ein Training für den Admiralscup sein...

Liebe Schweizer:
Packt schon mal ein!
Da kommt Eure Alinghi nicht mehr mit- da helfen auch keine Neuseeländer als Besatzung- es hat sich ausgecupt!

Zur Sache (ich mußte googeln, nie davon gehört):

British Indian Ocean Territory-
offensichtlich das nächste Ziel der Phoenicia.
Ein Archipel, bestehend aus sechs Atollen mit 60 Inselchen.

1966 von den Briten für 70 Jahre an die USA verpachtet- die 1200 Einwohner wurden zwangsumgesiedelt, 1971 errichteten die Amerikaner auf der größten Insel- Diego Garcia- einen Militärstützpunkt.

Diego Garcia und fünf weitere Atolle wurden zum Sperrgebiet erklärt- einzig das am nördlichsten und am entferntesten gelegene Salomon- Atoll DARF besucht werden.
800 mal 150 Meter groß? klein?... eine Welle und weg iss?

Nun liegt der jetzige Kurs der Phoenicia aber schon weitaus südlicher zum Salomon- Atoll...
genau genommen führt er direkt auf den Militärstützpunkt zu!

Der neu gewonnene Mut von Schiff und Besatzung geht anscheinend weit über die Seetüchtigkeit hinaus-
wenn man schon mal dabei ist... gleich noch ein paar phoenizische Kolonien?

Nicht ganz unspannend!

Vielleicht auch noch interessant:

2008 haben die Amerikaner für diesen Militärstützpunkt laut Handelsbilanz von Ost- Timor 345,6 Tonnen Kaffee im Wert von 155.520 Dollar importiert...

Nicht dass nun jemand denkt, ich drehe jetzt hier völlig durch-
ABER
Eine Tasse Kaffee benötigt etwa 7 Gramm!
Okay, Soldaten...starke Kerle, starker Kaffee- 10 Gramm!
Das sind 100 Tassen pro Kilo
100.000 Tassen pro Tonne

34.500.000 Tassen Kaffee...
und ich war oft in den Staaten- der Kaffee dort entspricht in etwa unserem Spülwasser-
also ich würde tippen: 100 Millionen Tassen Kaffee!!!

Was machen die da auf dieser Insel?
Ich geh jetzt schlafen!


Gruß
Micha



Bild
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mikepiller
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

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Diary of Richard Kellie


11th May, 2009

One of the coast guard boats gave us a pull away from the dock and we set out. Not under sail, as the wind out the channel to the sea was against us. So we putted along with the diesel engine which runs far better than it looks. We actually motored for a better part of the day.

So here’s something you should know:

I get seasick!

This in itself is an incredibly unpleasant feeling. After I threw up over the boat, I had to wash it down, and the water dripped through the deck onto Ali who was sleeping below decks.
As he didn’t speak much English and I spoke little Arabic, I didn’t actually tell him the water that dripped on him might actually have diluted vomit in it.

I took a pill, but it didn’t seem o have much effect, but John gave me a patch (Scopoderm TTS), and after about two days, I returned to as close to normal as I am capable.
However, I still couldn’t spend much time below decks or in the cabin because once I was inside the ship, I felt queasy within a few minutes.
I really didn’t recover fully until the second last day of sailing, and I actually could manage doing stuff like pumping out the bilge (the boat leaks).
So, I was pretty much limited to sitting on the helm. Most of the time Abdul sat with me and I got him to teach me some more Arabic.

Steering a boat with a rudder and a prop is kinda like backing up a semi. If you end up swinging the steering too wide, the boat gets completely out of line, and is really hard to pull back.

Especially under sail.
Little adjustments were good, but once in a while, when the sail was trimmed and the rudder set, the Phoenicia (the name of the boat) stayed on course quite well. I found it easier to steer by landmarks rather than by the compass, but (and I’m not sure if you know this) there aren’t any landmarks at sea.
You can set the moon as a mark, but it moves through the sky quite quickly and is only a temporary guide.

Richard Kellie
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

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Tagebuch von Richard Kellie

11. Mai 2009


Eines der Küstenwachboote zog uns aus dem Dock und wir brachen auf. Jedoch nicht unter Segel, da der Wind vom Meer aus blies und gegen uns war. Also tuckerten wir mit dem Dieselmotor, der viel besser lief als er aussah. Tatsächlich fuhren wir den größten Teil des Tages mit Motor.

So, hier etwas, was ihr wissen solltet:

Ich wurde seekrank.
Das ist an sich ein unglaublich unangenehmes Gefühl.
Nachdem ich mich auf dem Boot übergeben hatte, musste ich es wieder abwaschen und das Wasser sickerte durch das Deck auf Ali, der gerade unter Deck schlief.
Da er nicht viel Englisch sprach und ich nur ein wenig Arabisch konnte, erzähle ich ihm nicht wirklich, dass das Wasser, welches da auf ihn tropfte, eventuell verdünnte Kotze enthielt.

Ich nahm eine Pille, aber sie schien fast keine Wirkung zu haben und John verpasste mir eine " Korrektur" (Scopoderm TTS) und nach zwei Tage wurde ich wieder so normal wie ich konnte.

Allerdings kann ich immer noch nicht lange unter Deck oder in den Kabinen bleiben, da mir innerhalb weniger Minuten, die ich im Schiff verbringe, übel wird. Ich hatte mich wirklich bis zum vorletzten Tag auf See nicht komplett erholt, aber ich kam damit zurecht, in dem ich Arbeiten wie das Auspumpen der Kimm erledigte (das Boot leckte).
(Kimm heißt der Übergang des Schiffsbodens in die Seitenwände, unabhängig von der Spantenform des Schiffsrumpfes)

Also war ich größtenteils auf das Sitzen am Ruder beschränkt. Die meiste Zeit saß Abdul bei mir und konnte mir ein bisschen mehr Arabisch beibringen.

Ein Boot mit einem Ruder und einer "Stütze?" zu segeln, ist ein bisschen wie einen Schwerlaster rückwärts zu fahren.
Wenn Du das Ruder zu weit bewegst, verliert das Boot komplett seinen Kurs und es ist wirklich schwer, zurückzukommen.
Besonders unter Segel.
Kleine Korrekturen waren gut, aber ab und an, wenn die Segel getrimmt und das Ruder festgesetzt waren, blieb die Phoenicia sehr gut auf Kurs.

Ich fand es einfacher, nach Orientierungspunkten zu segeln als nach Kompass, aber (ich bin mir nicht sicher ob ihr das wisst) es gibt keine Orientierungspunkte auf See.
Du kannst den Mond als Anhaltspunkt nehmen, aber er bewegt sich ziemlich schnell über den Himmel und ist nur ein zeitweiliger Führer.

Richard Kellie


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Zuletzt geändert von mikepiller am Fr 20. Nov 2009, 00:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

Hi,


Hier noch mal ein link mit etwas näheren Informationen zur strategischen Rolle dieses Militärstützpunktes-
und die war nicht ganz unwichtig im Irak, in Afghanistan- die Frage nach einem "little Guantamo" ist vielleicht auch nachdenkenswert...

unabhängig davon, ob und was die Phoenicia dort will...
man lernt nie aus.

http://www.infoplease.com/spot/dg.html

Vielleicht kann ja Trapperjoe noch etwas dazu schreiben- nicht nur andeuten wie im Google Earth- Fred mit der blauen Einfärbung der Atolle...

Gruß
Micha
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mikepiller
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

Position Report 67
Date: 19th November 2009
Location:

06 22.3S, 69.15E

Message: Short blog from Captain Philip Beale

Just a quick blog to say all okay here. Progress has been slow across the ITCZ and we have not hit the south easterly trade winds yet but hopefully they are not far off. We had a fairly heavy down pour last night and a longer one this morning. The ship is rather wet. There is no wind so the mainsail is down and we are doing some sail repairs which are needed.

Thanks for all the recent messages of support on the message board which really lift our spirits.
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von trapperjoe »

mikepiller hat geschrieben: Vielleicht kann ja Trapperjoe noch etwas dazu schreiben- nicht nur andeuten wie im Google Earth- Fred mit der blauen Einfärbung der Atolle...
Nichts genaues weiß ich auch nicht.

Mir kommt es nur komisch vor, daß die Atolle eingebläut sind und ausgerechnet ein Militärflughafen zur Besichtigung fregegeben ist. Ich hab die Länge der Landebahn noch nicht nachgemessen, aber irgendwas stimmt nicht, auch mit dem Kaffeeverbrauch.

Micha, du hast doch schon einen weiteren Link ausgegraben. Das werden wir mal in Ruhe mit der uns bekannten Militärbasis vergleichen.
mit freundlichen Grüßen
trapperjoe
schu achbar ?

Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von schu achbar ? »

Der Diego Garcia Skandal regt mich schon lange auf.
Vielleicht wäre es ja mit dem neuen "Superpräsidenten " der USA mal an der Zeit dort was zu ändern.
mikepiller
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

Der Kaffee...

lach!


Also- wir gehen von einem "Mittelkaffe" aus- etwas schwächer als bei uns gewohnt, etwas stärker als bei den Amis-

50 Millionen Tassen!

Inzwischen wissen wir, dass auf dem Stützpunkt etwa 1000 Militärangehörige
sowie etwa 2400 "Support" Arbeitskräfte plus ein paar Briten tätig sind..
Vermeintlich "Inhaftierte" habe ich nicht mitgerechnet.

Also: 3500 Personen-
ALLE Kaffetrinker!

Bei Annahme von einem Jahr als Verbrauchszeitraum wären das etwa 40 Tassen Kaffe pro Tag pro Person.

Klingt nicht mehr ganz so dolle- ich hätte nicht gedacht, dass so viele Menschen auf diesem Winzatoll herumkrebsen. 40 Tassen sind aber immer noch heftig- bei 10 Tassen zittert mein Abzugsfinger schon heftig...

ABER:
Die fliegen die Bohne illegal mit ihren Bombern in die USA- zollfrei!
Wäre doch eine Idee, oder?

Und ich hätte nicht gedacht, dass ich in diesem Fred jemals so bekloppte Berechnungen anstelle!

- - -

Was die Zwangs- Deportation der Einheimischen angeht:
Im Jahr 2000 wurde ihnen von einem englischen Gericht die Rückkehr rechtlich zugesprochen.
Mit Hilfe eines "königlichen Edikts" setzte sich die britische Regierung über dieses Urteil hinweg.

2007 wurde dies als Machtmißbrauch von einem Berufungsgericht verurteilt.
Als letzte Instanz widersprach dann widerum das Britische Oberhaus- die Einwohner dürfen nicht zurück!

Momentan liegt eine Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Die britische Regierung begründet ihre Vetos so:
ERST wenn keine Notwendigkeit für die weitere, militärische Nutzung spricht, kann einer Rückkehr stattgegeben werden.
Der Pachtvertrag mit den USA läuft bis 2016- kann aber um weitere 20 Jahre verlängert werden.
Aber man hat den Zwangsumgesiedelten Einwohnern die britische Staatsangehörigkeit zugesprochen.

- -

Empfand ich nicht ganz uninteressant-
Hier noch ein paar Daten über Diego Garcia aus dem deutschen Wiki:
http://de.wikipedia.org/wiki/Diego_Garcia



Gute Nacht
Micha
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mikepiller
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Re: Rund um Afrika in einem phönizischen Boot

Beitrag von mikepiller »

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Hi,

die Kaffeefrage scheint- zumindest in Bezug auf die Phoenizia- keine Aktualität mehr zu besitzen.
Nachdem der Kurs zunächst eindeutig auf die Militärbasis zuführte, ist seit gestern Nacht ein klarer Wechsel Richtung Süden erkennbar.

Hier zunächst der aktuelle Blogeintrag als Zusammenfassung-
das englische Original ist hier nachzulesen:
http://www.phoenicia.org.uk/inspiring-blog.htm


Position Report 68
Date: 20th November 2009
Location:

07.11 S, 69.14.5E

Message: Blog 14: Rain and fishy goings on in the galley



Immer noch in der Hoffnung und auf der Jagd nach dem richtigen Wind, der die Phoenicia wieder zügig Richtung Afrika tragen soll, führt der Kurs weiter nach Süden. In den letzten 24 Stunden hat es gegossen wie aus Kübeln, Schiff und Besatzung sind durchnässt.
Das Hauptsegel wurde gestern runtergeholt- abermals musste eine große Zahl an Seilen und Bänder ausgetauscht werden, die brüchig waren. Sollten sie nun endlich auf den richtigen Wind treffen, dann ist das Schiff auch bereit.

Die eh schon etwas angeschlagene Laune an Bord wurde noch etwas vertieft, als Sulhahn ein Reisgericht mit stinkendem Fisch zauberte- die Crew dachte, es wäre ein fliegender Fisch, den Sulhahn kürzlich vom Deck gesammelt hätte...
aber es war in Plastiktüten verpackter, sonnengetrockneter Fisch aus Salalah, von dem die anderen schon viel früher gehofft und angenommen hatten, dass er längst entsorgt war-
Fehler!
Zu der seelischen Verstimmung kam nun noch die Magenverstimmung...

- - -

Alles in allem klingt der Blogeintrag etwas niedergeschlagen.

Die Besatzung rechnet mit insgesamt etwa 30 bis 40 Tagen für die jetzige Etappe- heute wäre der 27. oder 28. Tag auf See.
Wasser und Proviant sind für diesen Zeitraum berechnet worden- man erwähnt aber die zahlreichen Inseln und Landemöglichkeiten, die noch vor ihnen liegen...

Ich denke, im Moment haben sie einfach ein wenig die Schnauze voll.
Verdammt weit draußen, kein richtiger Wind, alles nass, Essen widerlich, zu eng aufeinander- rund um die Uhr...

Der letzte Satz im Blog:
Hopefully our luck is changing for the better.




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